Ausgabe 
9.4.1903
 
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wrmute f te fie u Clifford, als er heran­kam" ;,ba§ Sie gekommen sind. Sie und ^hre Freunde, mir Lebewohl zu sagen, ehe Sie zuruck nach London 0d)e©ie hatte sich des Tages erinnert, den er ihr für diesen Fall angegeben hatte. Dies war ern Strahl des Trostes, doch gab sie ihm keinen andern. Sie war kalt, verschlossen, säst hart. Er war dieser Mißachtung ferner Gefühle wegen so böse auf sie, daß er für den Augen­blick glaubte, seine Leidenschaft Ware hierdurch vernichtet worden. Indessen gab sie doch so wert nach- sre alle

zuwerfen^nal fie glücklicher. Ms sie am Gasthof

vorübergegangen waren, wurden sre der Srerlrchen Ge­stalt die sie alle in Gedanken trugen, ansichtig und alle taten, als ob es ihnen gleichgrltrg Ware, sre zu sehen. Willie war der erste, der seine Verstellung fallen^lleß. , er Lebender Stimme;es ist vergeblich, zu tun, als ob wir sie nicht sähen. Glaubt ihr, daß sie fortlaufen wird, wenn wrr über den. Zaun ^^Clissord hatte den Versuch schon gemacht

Zur großen Beruhigung der ganzen Gesell;cgaft wendete sich Nell langsam um, und wartete ihrer Annäherung ohne ein Lächeln, sondern wirklich nrrt einer Art ruhigen

herein zum Tee zu bitten und die drei jungen Leute zerbrachen sich den Kopf, welchem von ihnen ste diese Gunst zu verdanken hätten. Conybeare schien im ganzen der zu sein, mit dem sie am meisten sprach; Clifford war ohne Zweifel derjenige, den sie am wemgsten beachtete.

Das Mahl war übrigens recht angenehm, obschon Claris selbst schweigsamer war, als an dem unglücklichen Tage, an dem er und Nell und Clifford eine so fröhliche Stunde in dem kleinen Wohnzimmer zusammen verbracht ^Inzwischen hatte sich das Wetter verändE, der Herbst­wind pfiff um den Keinen Gasthof und das blaue Meer war eine dunkle graue, mit weißen Kämmen durchbrochene Linie geworden. Auf dem kleinen Roste drannte ein Feuer und gerade als Conybeare rasch aufstand, um es für Nell zu schüren, ereignete sich der Umstand, der einen Sckiatten auf das Zusammensein werfen sollte.

Zudem er an dem Seitentisch vorbeiging, aus dem I ein geflochtener Weidenkorb stand, riß Otto die Decke mit sich herab, so daß der Korb und alle die anderen Dinge, Ke mit auf dem Tisch standen, prasselnd zu Boden fielen. Willie, der ihm zunächst stand, bat, indem er sich danach, bückte, wegen Ottos Ungeschicktheit umVerzeihung.

Er glaubt, daß es männlich ist, eine geringschätzige Gleichgiltigkeit für solchen weiblichen Tand an den <.ag I ru leaen ein sicherer Beweis von Gerne, wie Sie wissen, I Miß Claris, und Sie müssen es schon entschuldigen, well es der einzige Beweis, den er davon geben kann, ist. O, und sehen Sie da, was für hübsche Sachen er unter I seine großen intellektuellen Füße getreten hat.

Und Willie hielt vor die erstaunten Micke der übrigen einen glänzenden Edelstein empor, der im Lichte des Kamin-

Ms aber die unregelmäßigen Umrisse der altmodischen /Kfrthf bestimmter unter dem Septemberhimmel hervor- I Sei und die Begegnung mit Jordan und Conybeare näher rückte, hatte er sich zu überlegen, auf welche Art er'sich aus den Schwierigkeiten befreien könnte, in die ! --ihn sein Aufenthalt unter dem Dache desBlauen Löwen i

hatten sie gehört? Und was würden sie glauben? Er hatte nicht lange Zeit, diese Fragen sich vorznleaen, denn ehe er noch die Stadt erreichte, stieß er aus Jordan und Conybeare, jenen mit einer Staffelei, einem Skizzen- buch und einer Pfeife und diesen mit einem Riemen | voll Bücher und einem weißen Sonnenschirm.

llbr Betragen gegen den wandernden Clifford war I vicht eben freundlich. Eine entstellte Darstellung der I Räubergeschichte hatte sie in der Tat schon erreicht, und | sie waren beide zu dem Schlüsse gelangt, daß Nell der Dieb wäre. Willie Jordan war natürlich die er Ansicht noch geneigter, aus Verdruß über die Tatsache, von Clifford ausgestochen worden zu fein, der seinerseits | schweigsam war und die plötzliche Betörung, die ihn | verleitet hatte, dem Mädchen einen Heiratsantrag zu

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und semen Bewohnern stillschweigend unter den Freunden ganz von der Unterhaltung ausgeschlossen worden und I nicht eher als zehn Tage später sand einer von ihnen I Nieder den Weg zu dem Keinen Gasthof am Strande. |

Als es geschah, waren sie jedoch hinsichtlich des Gegen­stands ihres Besuchs in ihrer Erwartung getauscht; Nell S nirgends zu sehen und keiner der drei Mngen Leute wagte auch nur nach ihr zu.fragen, da George Claris, der sie wahrscheinlich als Verschworene gegen den Ruf seines Hauses ansah, bis an die Grenze der Grobheit | kurz angebunden gegen sie alle war. irnrfrtrha

Diese Unsichtbarkeit Nells, well entfernt, Cliffords rasch ausgeschlossene Leidenschaft abzukuhlen, diente nur nocki dam, sie neu zu entflammen. Vergeblich aber schrieb er an sie, vergeblich trieb er sich spurend herum in der Nachbarschaft, und obschon er ihrer bei zwei oder drei Gelegenheiten ansichtig wurde, war ste immer, noch ehe er ihr nahe kommen konnte, wieder verschwunden.

Der letzte Tag des Aufenthalts der drei Freunde erschien, und sie machten einen verzweifelten Versuch, von ihr Abschied zu nehmen. Clifford hatte seine Schweig­samkeit übe? das Mädchen bewahrt die beiden anderen mißtrauten ihm aber höchlichst. Willie hatte seme An­sicht von der geheimnisvollen Geschichte gemildert, und es war jetzt nur Conybeare, der auf dem harten Urteil über des Gastwirts Nichte beharrt^ Sie wäre gerade von der Sorte Mädchen, um junge Toren anzuziehen und sie Kops und Geld verlieren zu machen. Gleichwohl war er ebenso wie seine Gefährten darauf verfesfen, der geheimnisvollen Schönheit, einen Abschiedsblick zu-

Einen Augenblick lang herrschte eine beklommene Stille, dann wurde der Schmuck ihm von Nell, bleich und aufgeregt, mit so unsicheren Fingern entrissen, daß er wieder zu Boden fiel Es war Clifford, der ihn diesmal aufhob und ihn ohne ein Wort dem Mädchen gab Nell wurde ihn rurück in den Korb gelegt haben, doch George Claris, dem Ne ausfällige Stille der jungen Leute nicht entgangen war gebot Kne? Nichte mit barscher Stimme, ihn ihm zu geben. Ding vor?" fragte er scharf.

"'s ist' einer von einem Paar altmodischen Ohrringe, Onkel", antwortete Nell mit einer Erregung, die sre

Wo erhielst Du sie denn? Und von wem?

Einen Augenblick wich sie ihm aus und versuchte die Sache leicht zu nehmen; sie stieg auf einen Stuhl und wollte den Arbeitskorb ganz oben aus den Geschirr- sckirank neben dem Kamin stellen. Doch George Claris war nicht der Mann, der mit sich spaßen ließ. Er faßte

I hns Mädchen so derb bei der Schulter, daß er sie fast zu Boden geworfen hätte, riß ihr denAvbellskorb aus der Hand, schob den Deckel zurück und schüttete ten Inhalt aiis den Tisch aus und suchte darin herum, bis er beide

fte S gegen das Ach« «Nb [«» «k mit finsterem Blick forschend an.

Wer gab sie Dir?" fragte er scharf.

I Tie jungen Leute suchten ihr .Filtere sch an ihrer Mit- 1 wort zu verbergen, indem sie miteinander fpvachen, d ) I duschten sie eifrig Sie errötete, stammelte, wurde dann

Tagte:;®« Oberst gab fie mir. Oberst B-st-l.

I Zum wenigsten er und Miß Theodora. ,

I George Claris rieb einen der Ohrringe an seinem I Aermel und brachte sie dann beide ziemlich rasch aus den Augen, indem er sie unter einen, Keinen Stoß alter Papiere und Zeitschriften schob, die wieder auf den Tisch gelegt worden waren. crt..nlte

J Nun, ich weiß nicht, warum die Leute so daraus aus "sind, Geld für Schmucksachen auszugeb en ^n nmii nach dem Aussehen etwas ebenso Schones fast fur nicyls

der Auslegung wegen, die er bei seinen beiden F jedenfalls finden würde, beeilte sich- dem Gespräch re andere Wendung zu geben. Er wußte, daß er n ch . 9-