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Literarisches
von Schwind, Muror a von
47 der Familienblätterr
Nr.
Auflösttng des Preisrätsels in
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Tabakver-rauch. An der Spitze steht Holland mit jährlich 3400 Gramm pro Kopf der Bevölkerung. Jeder Belgier verraucht jährlich- 1552 Gramm, der Deutsche ver- qualmt im Jahre 1485 Gramm, und der Oesterreicher konsumiert namentlich in Zigaretten und „Virginias" 1350 Gramm. Verhältnismäßig wenig wird in Portugal, Italien und der Schweiz geraucht, doch ist in diesen Ländern Wohl weniger die Neigung oder Abneigung zum Rauchen als vielmehr die „Sorte" ausschlaggebend.
Redaktion: Anon» Gvü- - Rotationsdruck und L-rrlM der Brnhi'scken llmverMtS-BuL- und Eteindruckerci (Pietsch Erben) in Gießen.
Grundfragen der Mädchenschulreform behandelt Helene Lange in einem längeren Artikel des Aprile Heftes der von ihr geleiteten Monatsschrift „Die Frau^ (Verlag W. Moeser, Berlin S.). Der Artikel, der gerade jetzt besonders aktuell sein dürfte, leitet aus den Grundaufgaben der Schulbildung überhaupt ein geschlossenes Programm der höheren Mädchenbildung ab. Die. Verfasserin behandelt von den verschiedenen in Betracht kommenden Gesichts»- punkten aus die Frage, inwiefern sich eine Verschiedenheit der höheren Mädchenbildung und der der Knaben recht-i fertigen lasse, und kommt am Schluß ihrer Ausführungen zu folgender Forderung: Die der gegenwärtigen Lage der Frau entsprechenden Bildungsanstalten wären neben der Volksschule mittlere und höhere Mädchenschulen, dieden! Realschulen und Oberrealschulen der Knaben etwa gleich- - ' gleich langen und in seinem Aufbau
ing umfassen würden. Den besonderen
Vermischtes.
Warum Kaiser Wilhelm I. sich einmal verrechnete. Ein Brief Kaiser Wilhelms I. über seine Beförderung zum Generalmajo r, die am 30. März vor nunmehr 85. Jahren erfolgte, wird beim 2. Garderegiment z. F. als teures Andenken aufbewahrt. Veranlassung zu dem Briefe war die Teilnahme Kaiser Wilhelms I. an einem Mittagsmahle im Kreise der Offiziere am 19. November 1879. Der Brief, welcher an den Oberst v. Wißmann gerichtet ist und in welchem die durch den Truck hervorgehobenen Worte von des Kaisers Hand unterstrichen sind, lautet nach der „Schles. Ztg.": „Berlin, 20. 11. 79. Die Folgen Ihres vortrefflichen Cardinal-Punsches gestern sind doch nicht ganz ausgeblieben. Denn, wie ich befürchtete, daß ich Doppelt- sehen würde, wenn ich zu viel von demselben tränke, sind zwar nicht eingetvoffen, aber verrechnet habe ich mich doch, als ich von meinem Generals-Avancement erzählte, und im Vergleich zu dem Sächsischen Generäl, der sein 50jähriges Generals-Jubiläum feierte, anführte, daß Niemand meines nicht nur 60, sondern sogar 70jährigeu Generals-<Jubiläums gedacht hätte, — habe ich, aber zu sp ä t, die Folgen jenes Getränkes erkannt. Ich hätte statt 60 und 70 sagen müssen 50 und 60, da ich am 30. März 1818 Generalmajor wurde, also 1868 50 und 1878 60 Jahre General war. Ich bitte den gestrigen Anwesenden diese Berechnung aufzuklären, damit sie weder eine Aufschneiderei meines Dienstalters, noch ein Doppeltsehen in- folge des charmanten Dinos, für das ich Ihnen und dem Offizier-Corps nochmals meinen aufrichttgen Dank sage,, — erblicken mögen. Wilhelm." — In einer Anlage erzählt dann der Kaiser die näheren Umstände, unter der er die Ordre seiner Ernennung zum Generalmajor erhielt.
stehen, d. h. einen gleich langen und m fernem Aus van ähnlichen Bildungsgang umfassen würden. Den besonderen Ausgaben, die das Leben der Frau und Mutter stellt, mußte zugleich in stärkerem Maße als bisher Rechnung getragen werden Zu diesem Zweck wäre der mathemattsch-tnatur- wissenschaftliche Unterricht der Oberrealschule,, dessen Aus-, dehnung durch die besondere Rücksicht auf dre technischen Berufe bestimmt ist, soweit zu beschränken, daß für diese? Fächer (Pädagogik, Gesundhertslehre re.) Raum gewonnen würde. - Der sozialpolitische Teil der Zeitschrift ist durch Beittäge von Dr. Phil Elisabeth Gottheiner (Dre wirtschaft- liche Lage der gebildeten Arbeiterin) und Alrce Salomort (Tie Jugendlichen in der Sozial- und Krrmrnalpolrttr) ver treten; der belletristische durch eine von Leo Dolstoium- gedichtete russische Sage und eine fernsrnnrge Erzählung von Elisabeth Siewert.
Das Daheim eröffnet mit dem soeben beginnenden dritten Quartal seines 39. Jahrgangs ein neues Wonnen ment. Im Laufe des nächsten Vierteljahres wrrd rn dem altbewährten Familienblatt ein großer Roman von Franz Rosen, „Behüte uns vor dem Alltag , zum Abdruck gelangen, ein Seelengemälde von hohem Reiz., Erne Eigenart des Daheim bleiben seine trefflich redigierten! Sonderbeilagen: Aus der Ze", Fr au en daher
Kinderdaheim, Hausmusik, S ammlerd ah eim, Hausgarten, Spielecke. Neuerdings bringt das all- beliebte Blatt außer seinen vorzüglichen Holzschnitten auch fast in jeder Nummer Kun st beilag en in Wundervoller Reproduktion auf besonders schönem Papier. Bald sind es Werke moderner Künstler, bald klassischer Meister, so iN lelcker Zeit z B. eine Flußlandschaft von Canal, e nen Bis m arck von Lenbach d ie sieben.Raben - - — ------ Guido Renn
Die Gewinner sind: 1. Karl Drolsbach, Klein-Linden - Preis: A. Lindner, „Danzig": 2. Minna Mengel, Gießen, Löberstraße 11 Preis: F. F. Leilschuh, „Straßburg".
Die Preise sind von den Gewinnern gegen Vorzeigung der Abonn meutsquittung in der Geschäftsstelle des „Gießener Anzeigers in Empfang zu nehmen. _____
Auslösung des Betonungsräisels in vor. Nr.r
Einfall, ein Fall.
furter Kongreß erörterten Problemen Stellung nimmt. Dr. Helene Stöcker spricht über die „Frauenbildung im Ab- geordnetenhause", während uns Ellen Key in dem Gewand eines „Briefes an eine Freundin" die Quintessenz ihrer versöhnenden Weltanschauung mitteilt. Endlich bringt die , Frauen-Rundschau" in ihrer neuesten Nummer zum ersten Male eine Rechtsbeilage, herausgegeben von Frau Dr. für. Marie Raschle, die unter dem Titel „Rechtsschutz der Frau es sich zur speziellen Aufgabe gestellt hat, Me Frauenwelt in fortlanfenden Artikeln wie in Rundschan und Briefkasten über alle Gebiete des Rechtslebens der Gegenwart zu belehren.
Für Oster u.
Niedliche Ostereier, als Geschenk für Kinder geeignet, lassen sich auf folgende Weise Herstellen: Huhuer- eierschalen, die man dadnrch unbeschädigt erhalt, daß inan an der Spitze des Eies und an der gegenüberliegenden Seite ein kleines Löchelchen sticht und beit Dotter, sowie das Weiße ausbläst, füllt matt mit ganz kleinen Bonbons oder winzigen Kaffeebohnen aus Chokolade; hierauf klebt man die Löchelchen mit Oblaten zu und verwert die Eier nach Belieben mit einer Malerei oder mit kleinen Abziehbild- chen. Man kann auch andere kleine Sächelchen in die Eierschalen tun. . , , ,, .
Ein hüb scher Oster grüß. Man nimmt eine kleine Schreibtafel aus Schiefer und malt auf die eine Seite in Oclfarben ein Osterhäschen, das auf dem Rücken ein mit Eiern gefülltes Körbchen trägt. Wenn die Malerei trocken ist, bestreicht man den Holzrahmen mit flüssigem Leim, streut Gerstenkörner oder Hafergrütze darauf und bronziert ihn nach dem Trockenwerden mit Goldbronze. Die Tafel wird hierauf mit einer zierlichen Band schleife zum Aufhängen versehen.
Körbchen aus Apfelsinenschalen für Ostereier. Man teilt eine große Apfelsine in zwei ungleiche Teile: aus dem größeren entfernt man vorsichtig alles Fleisch und schneidet hierauf mit einer Schere ringsherum den Rand i/4 Cttn. dick ab, jedoch so, daß er an zwei sich genau gegenüberliegenden Punkten noch ein wenig mit der runden Schale verbunden bleibt. Nun biegt man den Rand in die Höhe und bindet ihn mit einem farbigen Bändchen zusammen, sodaß sich ein Henkel bildet. Dieses Körbchen wird mit Moos ausgelegt und mit ganz kleinen Zuckerund Chokelade-Eiern gefüllt.


