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(Fortsetzung folgt.)

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Ein Bad, frische Wüsche und das beste Diner, das der Klub liefern kann, werden mir gut tun. Ich habe nur zunächst hier Vorgesprächen, weil ich fürchtete, Du würdest Dir Sorgen machen. Nun komm mit, ich werde Dich nicht lange aufhalten."

Glaubst Du, daß er wirklich Deine Spur verloren hat?" fragte ich, als wir unsere Hüte aufsetzten.

O, gewiß, aber wir können uns ja vorsichtshalber noch einmal überzeugen", antwortete Raffles, indem er an mein Fenster trat, wo er einige Augenblicke stehen blieb und in die Straße hinabschaute.

Alles in Ordnung?" fragte ich.

Ja, alles in Ordnung", erwiderte er, worauf wir hin­untergingen und uns Arm in Arm in den Albany-Klub be­gaben.

innerung an meine vorhinige Angst und meine gegen­wärtige Beruhigung, und mein erstes blödsinniges Tun bestand darin, daß ich in meinem Eifer, die Gelegenheit würdig zu feiern, etwas Whisky verschüttete und das Soda­wasser über den ganzen Tisch spritzte.

Also Du fürchtetest, es sei etwas vorgefallen?" fragte Raffles, indes er es sich auf einem meiner Stühle bequem machte und sich eine Cigarette anzündete, wobei er sehr belustigt aussah.Was würdest Du denn sagen, wenn es wirklich der Fall wäre? Aber ruhig Blut, alter Junge! Es war nichts von der geringsten Bedeutung und ist vorüber. Eine Jagd im Kielwasser war es, und das eine lange, Bunny, aber ich denke, ich habe ihnen für diesmal den Wind abgewonnen."

Jetzt bemerkte ich plötzlich, daß! sein Kragen verschwitzt, sein Haar feucht war, und daß seine Sttefel mit dickem Staube bedeckt waren.

Die Polizei?" flüsterte ich erschreckt.

Lieber Gott, nein nur der alte Baird."

Baird! Mer war es denn nicht Baird, der Dir die Smaragden abgekauft hat?"

Gewiß."

Wie ist er denn dazu gekommen, Dich zu verfolgen?"

Lieber Freund, laß mich doch nur zu Worte kommen, dann werde ich es Dir erzählen; aber es ist wirklich nicht der Mühe wert, Dich darüber aufzuregen. Der alte Baird hat endlich herausspintisiert, daß ich kein gewöhnlicher Ein­brecher bin, wie ich ihn gern glauben machen möchte, deshalb hat er versucht, mich nach meinem Bau zu verfolgen."

Und das nennst Du nichts?"

Wenn es ihm gelungen wäre, so dürften wir die Sache allerdings nicht leicht nehmen, aber es ist ihm noch nicht gelungen. Indessen gebe ich zu, daß er mich diesmal hart in die Enge getrieben hat. Das kommt davon, wenn man etwas so weit von Hause entfernt unternimmt. Der alte Satan hat die ganze Geschichte in der Zeitung gelesen und daß es jemand getan haben mußte, der sich als gebildeter Mann zu benehmen verstand, und sowie ich ihm in meinem gewöhn­lichen alten Näselton sagte, ich sei der Täter, sah ich, wie er die Augenbrauen in die Höhe zog. Ich tat mein Mög­lichstes, mich herauszuwickeln, schwor, ich hätte einen Spießgesellen, der ein wirklicher Gentleman sei allein ich konnte mir nicht verhehlen, daß ich mich verraten hatte. Er hörte sofort auf, zu feilschen und bezahlte mir, was ich forderte, als ob es ihm ein ganz besonderes Vergnügen machte, aber ich fühlte, daß er mir folgte, als ich wegging, obgleich ich mich selbstverständlich nicht umdrehte, um mich zu überzeugen."

Warum nicht?"

Mein lieber Bunny, das ist das Schlimmste, das man tun kann. So lange mau so aussieht, als ob man nichts argwöhne, halten sie sich in gemessener Entfernung, und so lange sie das tun, hat man Aussicht, zu entkommen. Läßt man sich aber merken, daß man die Verfolgung entdeckt hat, so heißt es anskneifen, oder sich bis zum äußersten wehren. Ich habe mich nicht ein einzigesmal umgesehen, und, merke Dir, Bunny, daß Du das in einer ähnlichen Lage unter allen Umständen vermeiden mußt. Am Bahn­hof, Bei der Blackfriars Brücke forderte ich mit lauter Stimme eine Karte nach High Street, Kensington, und als der Zug Sloane Square verließ, sprang ich hinaus und rannte die Treppe hinan wie ein Laternenanzünder, und daun durch einige Hintergassen ins Atelier. Um ganz sicher zu gehen, blieb ich den ganzen Nachmittag dort. Kein verdächtiges Geräusch war zu hören, und ich wünschte nur, ich hätte statt des verfluchten Oberlichts ein Fenster gehabt, aus dem ich hätte hinausschanen können. Aber die Luft schien rein zu fein, und so weit war es nur eine Vermutung, daß er mir gefolgt sei, und nichts bewies, daß er es wirklich getan hatte. So verließ ich denn endlich mein Atelier in meiner wahren Gestalt und lief dem alten Baird fast geradeswegs in die Arme."

Aber Mensch was in aller Welt hast Du denn nun getan?"

Bin an ihm vorübergegangen, als ob ich ihn nie im lieben gesehen hätte, und blickte ihn auch jetzt nicht an. In King's Road nahm ich eine Droschke, fuhr, als ob der Teufel hinter mir wäre, nach Clapham Junetion, sprang ohne Karte in den ersten Zug, der vorbeikam, und stieg in Twickenham aus. Von do. ging ich rasch nach Richmond zurück, be­nutzte die Bahn nach Charing Croß, ;;uu da bin ich!

Zum 8. März.

(Nachdruck verboten.)

Ter Frühlingsbote unter den Vögeln, dessen Ankunft der Jägersmann am begierigsten erwartet, ist bekannter­maßen die Schnepfe. Ihr Zug hängt sehr vom Wetter ab, und man sagt, daß diese Langschnäbel ein feines Vorgefühl der bevorstehenden Witterung haben sollen, durch das sie sich bei ihren Reisedispositionen leiten lassen. Ein alter gereimter Jägermerkspruch kündet fol­gende Regel für das (Eintreffen der Schnepfen und ihre Jagd:

Reminiscere nach Schnepfen suchen geh,

Oculi da kommen sie,

Lätare das ist das wahre,

Judica sind sie auch noch da,

Palmarum tralarum,

Quasimodogeniti halt, Jäger halt, jetzt brüten sie".

Die fünf ersten lateinischen Worte im Anfänge jeder Zeile sind die Benennungen der Sonntage vor Ostern, wäh­rend Quasimodogeniti der erste Sonntag nach diesem be­kanntlich beweglichen Feste heißt. Da sich die Schnepfen aber nicht um unseren Kalender kümmern, so trifft der Merkreim natürlich nur annähernd das Richtige. Durch­schnittlich wird der Waidmann etwa von Mitte März an auf die durchziehenden Schnepfen rechnen und mit Erfolg auf den Schnepfenstrich gehen können.

Die verbreitetste Schnepfe ist die gemeine Becassine oder Heerschnepfe, von der Größe eines Krammeisvogels; sie wird wegen des meckernden Tones, den sie durch das Schwirren der Schwanzfedern hervorbringt, auchHim­melsziege" genannt. Wegen ihres zickzackförmigen Flugs beim Auffteigen ist sie äußerst schwer zu schießen. Ihre Jagd wird daher auch außer mit der Flinte mit Schlingen betrieben. Die Sumpf- oder Moorschnepfen unterscheiden sich von den Waldschnepfen durch einige untergeordnete Kennzeichen, wie unten ganz nackte Schienbeine, gänzlich abgetrennte Zehen, sehr langen, an der Spitze etwas flach­gedrückten Schnabel. Seltener sind in Deutschland die große Beeassinc, von der Größe einer Turteltaube, und die kleine Beeassine, welche die Größe einer Lerche besitzt; letztere geht und kommt mit der Heerschnepfe, erstere er­scheint erst Ende April und zieht schon Anfang August fort.

Das Eintreffen der Schnepfen wird aber nicht nur vom Jäger, sondern auch vom Feinschmecker mit Sehn­sucht erwartet, denn dm; der lenzkündende Langschnabel eine große Delikatesse ist, wird wohl kaum ein Kultur­mensch zu bestreiten wagen. Freilich gehört auch eine sachkundige Zubereitung dazu, um dem Vogel das Re- nommSe, dessen er sich in den Kreisen der Gourmands mit Recht erfreut, zu bewahren und unsere verehelichen Leserinnen werden es uns vielleicht Dank iuiffeu, wenn wir ihnen mit nachstehenden Zeilen einige kochkünstlerisch« kleine Winke erteilen. ®ie Vögel etwa 4 werden aus­genommen (die Eingeweide, außer dem Magen, zum so­genannten Schnepfendreck verwendet); der lange Schnabel jeder Schnepfe wird durch die beiden Schenkel derselben gesteckt. Dann werden die Schnepfen gesalzen, mit Speck­scheiben Überbunden. Sodann läßt man sie mit genügend Butter und etwas Zwiebel 15 bis 20 Minuten bei fleißigem Begießen braten und bekränzt sie vor dem Aufträgen mit den Schnepfendreckbrötchen.

Der unter dem wenig ästhetischen NamenSchnepfen­dreck" bekannte Leckerbissen besteht ans den küchcumäßig

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