(Auflösung in nächster Nummer.)
Redaktion: August Götz.
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weiblicher Vorname.
Waffe.
Wasserpflanzen lästiges Insekt, innerer Körperteil.
K r e n z ch a r a d e. (Nachdruck verboten.)
Auflösung der Gleichung in vor. Nr.: Obsternte (a Ob, b Stern, c Tee, d Ehering, e Henng)-,
- Rotationsdruck und S erlog der Vrübl'schen UniversttSts-V-ch. und Lteindruckerei. R. Lange, G.eßen.
in einer Ecke kauernd dem Schauspiel zugesehen hatte, tief ihnen höhnend nach: „Tölpdl, die ihr sechs W ist ja gar nicht die heilige Cacilia, sondern Margherita Bardi, die Tochter des Podesta!"
Giovanni Scarli ward nicht mehr gesehen. Das Volk sagte, er fei längst tot gewesen, nur sein Geist sei herabgekommen, sich an seinem Todfeinde zu rächen.
Tie Orgel des Paduaners", schloß der Maestro seine Erzählung, „hat zahllose Geschlechter überdauert, und wie vor Jahrhunderten dringt heute noch die Fülle ihrer Harmonien der frommen Gemeinde ans Herz. Der Name Giovanni Scarli ist vergessen und verweht, sein Werk aber wird bestehen über den Wandel der Zeiten hinaus als ein Wahrzeichen hoher Meisterschaft!"
Während die glänzende Versammlung des Konzils m den Mauern von Ttient tagte, und die ergreifende Stimme der Orgel tagtäglich die geistlichen Herren mit Staunen und Bewunderung erfüllte, geschah das Fürchterliche, daß Giovanni Scarli — aus wessen Anstiften blieb m Dunkel aeüüllt — von seinen rohen Wachtern geblendet ward. Notdürftig verbunden führten sie ihn in mitternächtiger Stunde vor die Dore der Stadt und überließen ihn fernem Schicksal. Hilflos lag er auf freiem Feld und wand sich in furchtbaren Schmerzen. Da legte sich tote Balsam eine leichte Hand auf seine brennenden Wunden, und eine wohlbekannte, sanfte Sitmme drang an fern Ohr: „Giovanni, fasse Mut, Deine Margherita ist bei Dir." Da schrie er auf in wildem Weh : „Führe mich ans User der Etsch und stoße mich hinab in die Flut, daß meine Qualen enden! Margherita aber hielt ihn umklammert. „Leben sollst Du um meinetwillen. Meine Augen sollen doppelt für Dich ------
sehen, und wohin Dich Deine Füße tragen, ich bleibe Dir I Schiitzschilden in die deut!
ArrrrsL r»nd Wissenschaft.
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bis zum Tode gesellt. Siehe, alles, was ich habe, gebe zweifelhaft ist, so erregt gegenwärtig doppeltes Interesse ich freudig für Dich hin. Grnianne Dich, Geliebter!" Gio- I ein mit !srläuterndetr Abbildungen ausgestatteter Aufsatz vanni küßte der Treuen schluchzend die Hände. In der „Gepanzerte Feldgeschütze" von ^neralleuUimU von gräßlichen Dunkelheit, die ihn umgab, gmg ihm tröstend Reichenau in dem neuesten (24.) Heft der bekannten Ha der Stern der Liebe aus, und von Margheritas Hand ge- milienzeitschrist,, U e b e r Land und> Meer - Auch sonst führt, wanderte er dem sonnigen Süden zu ist das Heft reich an anziehendeiiArtikelnundhuw
' In dem leichtlebigen Trient spülten die hoch,gehenden Illustrationen. In die erhabenste Hocygebirg^welt versetzt Wogen der Festfreude schnell die Erinnerung an den armen un§ der Aufsatz „Quer du r ch dae Montl lanc Scarli hinweg. Vergeblich stellte der Podesta Nachsorsch- Gruppe" der Alpisttn Frau Mand Wundlöie at e^e- uimen an, sie war spurlos verschwunden. Und die Zeit I Herrscherin Lothringens, die (swrtenstadt Nancch beschreibt nahm ihren Lauf. Wohl gab ein durchreisender römischer [ Bruno Bruni, und eines der wichtigsten ^obleme der Bo Edelmann an dir (M. Tafel einmal °m mnem turnt behandelt R. » M>n-«.n
blinden Organisten Kunde, der an der Santa Maria vsindung und Sinnesorgane Bet • "«>«'e ti
Maggiore zu Rom bedienstet sei. Sein Orgelspiel, erzählte ftrierte Artikel befassen sich nnt Nordlandreise Kaiser er mit Begeisterung, schaffe einen Hochgenuß, den sich kein VMhelms, den Flottenmanövern m der Nordsee, Fremder, der nach Rom pilgere, entgehen lassen dürfe. I Uniformierung des französischen
„Ihr vergeßt", fügte der Begleiter des Edelmanns hinzu, 1 merkenswerten Stuttgarter Schulneubauten. Kathariu
"daß es nicht minder die zanberschöne Frau des blinden stift nnd Eberhard-Ludtoigs-Gymnaium^B^ Organisten ist, die ällmorgendlich unsere feurige Jugend scheu Beiträgen bringt das Heft dreFortsetzung!ütto in die Maggiore lockt." Während bei vollen Humpen | Höckers Erzählung „Heimkehr , Fue Havoyer Crzaytnng leichte Scherze hin- und herflogen, ahnte niemand, daß i von Viktor Menzel „Das Seekind Uttb•
die römischen Edelleute Giovanni Scarlis und feiner Mar- Plauderei von Emmr Decher „Mein Hund Haus ui d ch . gherita Üob gesungen hatten. r _ außerdem die e, Jtaq«
lieber Trient brachen stürmische Zeiten herein. Die usw. Unter den größeren Mustratlonen machen » Städter weigerten sich, die „Zehnsteuer", die fle nach emer I merksam aus die Wiedergabe der ™ Adolf
alten Gerechtsame an den Bischof zu zahlen hatten, fürder- von Walter Thor, „Auf her hin zu entrichten. Der Mschos drohte, das Geld mit Schlabitz und „Elegie von M. NonnMbrucy )3
Gewalt eintreiben zu lassen, und es kam zur offenen Fehde, mentspreis von „UeBer Land und ^Neer betrat Ohne sonderlich gerüstet zu sein, verbrannten die Stadter I Nummern vierteljährlich 3,50 Ml., für je » J die Burg. Die Miliz des Bischofs machte einen erfolgreichen 60 Psg. Ausfall und schlug die Trientiner aufs Haupt. Einer ihrer mutigsten Kämpen, der Podesta, sank zu Tode getroffen auf der Wahlstatt hin. Wer nicht lange sollte der Bischof die Früchte seines Sieges genießen, eine lang- , .
toter ige Krankheit vergällte ihm das Dasein und warf ihn I to/Äu
aufs Siechhett. ,
Es war an einem Märztage des Jahres 1o80, als der Bischof gegen Wend aus erquickendem Schlummer er- j wachte und zu seiner Umgebung sprach: „Ich fühle mich , wunderbar gekräftigt, mir ahnt, daß ich genesen werde. Laßt im Dom ein Gloria singen, und bringt mich selbst dorthin, ich will mich in brünstigem Gebete stärken."
Wohleingehüllt trugen sie den Kranken in den Dom, die Liturgie begann, aber der Organist, der das Gloria begleiten sollte, iuar nirgends zu finden. Da Hub mit' einem Male die Orgel von selbst zu spielen an. „Ein Mirakel, ein Mirakel!" riefen die Trabanten des Bischofs und sanken auf die Knie. Der Bischof richtete sich mühsam auf, Entsetzen malte sich in seinem verzerrten Gesicht. „Giovanni Scarli", schrie er auf die Orgel deutend, „seht Ihr den Giovanni Scarli nicht?" Plötzlich brach das Spiel ab, und von der Orgel donnerte es wie von hundert Simmen Hertab: „Jawohl, Giovanni Scarli, den Du geblendet hast. Rüste Dich, Bischof, Dein Stündlein, ist ge- kominen!" „Packt ihn!" röchelte der Bischofs hob sich noch einmal empor und fiel tot in die Kissen zurück. Die Trabanten stürmten auf die Orgel, Giovanni zu ergreifen. Da stieg von blendendem Licht umflossen ein holdseliges Frauenbild vor ihnen entpor. „Wagt es nicht, ihn zu berühren, ich selbst, die heilige Cacilia, beschütze ihn." Den Dienern des Bischofs glitt die Waffe aus der Hand und sie ergriffen die Flucht. Ein altes Mütterchen, das


