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Hammurabi.
In dem großen Bibel-Babel-Briefe, Den geschrieben jüngst der deutsche Kaiser Stand fast jeder, der durch Geistestiefe Sich bewährt als Herrscher oder Weeser.
Beifallschmunzelnd strich ich meinen Haby, Als ich diesen schönen Bries gelesen, Eines nur mißfiel mir: Hammurabi, Wer war dieser große Mann gewesen?
Und ich ging zu meinem Freund, den Rabbi,
Und ich bat ihn, daß er mir erkläre, Wer das sei, der große Hammurabr, Doch er sprach: „Ich hatte nicht dre Ehre.
Und ich ging zu einem Manne, welcher babylonisch konnte, daß mir dieser löse
Dieses Rätsel von dem Hammurabr, Doch auch er sprach: „Unbekannte Große."
Schließlich eilte ich, schon etwas rabiat, zu einem jugendlichen Streber, Und der sagte: „Jener Hammurabi War ein syrischer Gesehegeber.
In der Urzeit schrieb er einst in Lapidarschrift seine strengen Paragraphen!' --- Gott sei Dank! Nun kenn' ich Hammurabi, Endlich kann ich wieder ruhig schlafen!
(Münchener Jugend.j
Bilderrätsel.
(Nachbildung verboten.)
Redaktion: August Götz. - Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen Universitäts-Buch. und Cteindruckerei (Patsch Erben) in Giestm.
(Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des Scherzrätsels in vor. Nr.t Leser, Leier, Leber, Leder.
.. r- r. • o " Sofort meldete sich 1 Oktober 1855 geboren und hatte sich schon in seiner frühesten
die ste bet Lebetten. gesprochen habenMAvhe? Jugend in den rauhen Bergen seiner norwegischen Heimat aeser Setzung, m ber, | Schneeläufer ausgebildet.. Schon als lOjühriger Junge
Literarisches.
Das soeben erschienene Aprilheft von Belhage« I & Klastngs Monatshefte« bringt wiederum eine Fülle I interessanter Beiträge: Der vielerfahrene Direktor des Ber- I littet Zoologischen Gartens Dr. L. Heck berichtet fesselnd I über „Steppe und St epp enwir ts ch a ft" an- I schließend an einen Besuch bei seinem Freunde Falz-Fem, I dem großen Meister der Landwirtschaft im südlichen Rußland. Vom Lebensgang und dem künstlerischen Schaffen Gabriel Seidls, des ausgezeichneten Münchener Baukünstlers, erzählt G. Engels: Dr. Julius Stinde plaudert allerliebst über die Blumenpflege ttt der Großstadt. Alle drei Artikel sind reich illustriert. In einem geistvoll geschriebenen, auf eingehenden Studien beruhenden Aufsatz „Amerikanische CH ar akter züg e" schildert Otto v. Gottberg die verschiedenen Typen der Amerikaner, wie sie sich unter dem Einfluß der verschiedenen Teile der Union entwickelten. Humorvoll beschreibt der bekannte Astronom Dr. Will). Meyer, durch welche Lebensschicksale nud Fügungen er zur Begründung der weltbe- ! rühmten Urania gelangte, während Dr. C. Storck über „Russische Musik" berichtet. Das Heft enthält die Fortsetzungen der großen Romane „Das offene Fenster" von Otto v. d. Pfordten und „Stumme Must- kanten" von L. Glaß und eine feine abgeschlossene Novelle „Geschenkter Wein" des allzufrüh verstorbenen rheinischen Poeten Ernst Muellenbach. Unter dem reichen, mit künstlerischem Verständnis gewählten Bilderschmuck ragen besonders einige Gemälde und Studien von Al. Er dtelt-München hervor, die ganz ausgezeichnet in den vollen Farben der Originale reproduziert sind.
Erne überraschende Begegnung hatte Kapitän Sverdrup, wie er in der dritten Lieferung seines hochinteressanten Werkes „Neues Land" (Verlag von F. A. Brockhaus, Leipzig, 36 Lieferungen zu 50 Pfg.) erzählt, mit seinem Konkurrenten auf dem Gebiete der Polarforschung Leutnant Peary. Es scheint aber, daß dem Amerikaner der Wettbewerb des Norwegers nicht recht angenehm war. Kapitän Sverdrup war gewiß, neben Nansen, derjenige, der die meisten Chaneen hatte, daß seiner Energie die schwersten Aufgaben gelingen würden. Ueber den Lebensgang Sver- drups war bisher nichts bekannt. Ihm war es beschieden, Nansens Begleiter auf seinen zwei großen Polarreisen zu sein, und er war es, der das ihm anvertraute Schiff, die „Fram", trotz der ungeheuren Schwierigkeiten,, jedesmal wohlbehalten in die Heimat führte. Sverdrup ist am 31.
d^«SM«g,m der ^SchnEÜser ausgebildet. Schon als lOjähriger Junge
Fechte anwesend war, diese führte er wacker die Flinte. Mit 17 Jahren ging er zur See,
Mfd..erklärte: „Dre klasflschen Phckowgen begrüßte^ore,e £t 1878 baS Steuermannsexamen ab und fuhr
Erklärung.mrt ^ude, denn, d f P. Alisar zu mehrere Jahre als Steuermann. Aus einem norwegischen fet. c.tn ßfn^toärebeS ein Leichtes klassischem Griechisch Schoner erlitt er einst an der schottischen Küste Schiffbruch
d« Streitfragen gM.
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zustellen, welche Aufwendungen für die Versicherungsgesetze I Zaunes, den bei seiner überraschenden Heimkehr, nachdem seit dem Bestehen derselben gemacht sind. Nach zuver- I mit der „Fram" verschollen war, unser Kaiser
lässiger Schätzung wird für die Arbeiterfursorge ttt Deutsch- I -n Anerkennung seiner großen Verdienste besonders aus-, land etwa eine Million Mark tägltch ausgegeben. Aus den ,ei(Intete. geben eine Probe aus einer der Lieferungen, Gebieten der Kranken-, Unfall- und Invalidenversicherung I QU- iye(cßer unsere Leser erkennen werden, daß „Neues sind seit Einführung der betreffenden Gesetze brs Ende £(mb„ to eigenartiges Werk ist, dessen Lektüre sich lohnt, vorigeit Jahres für 50 Millionen Personen - einschließlich _ feine Abenteuer und Jagdbilder, sowie durch dtü der Angehörigen — 3 Milliarden Mark verausgabt. Re- Schilderung des Lebens im Reiche des ewigen Eises fesselt gierungsrat Klein vom Versicherungsamt hat festgestellt, ^jeben Schöne Photographien beleben die Erzählung, daß die Unfallversicherung allein ttt den letztverflossenen ™. * s^hen bett folgenden Lieferungen mit Spannung ent* 15 Jahren 605 Millionen den versicherten Arbeitern un- I yttb fönnen unseren Lesern den Erwerb des Werkes mittelbar zugeführt. Die Gesamtausgaben der Unfallver- I treues Land" nur warm empfehlen.
sicherung beliefen sich auf 7321/g Millionen Mark, bte von den Arbeitgebern allein aufgebracht wurden.
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