Ausgabe 
25.4.1902
 
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Nedakkion. I. ».. R. Dittmann. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen UniverMtS-Buch. und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.

I «nd die Rose würde erst A SpätsomE oNr He^^L Blute kommen. Darum beschneide man sie im Frühjahr zunächst nur so, d nur die etwa abgestorbenen, und die ganz dünnen, kurzen Zweige beseitigt werden; die kräftigen

bleiben samt und sonders stehen. Kommt nun der Trieb rn die Rose, so werden sich an den stehengebliebenen istvei-

I wanche Äugen zu kräftigen Trieben entwickeln, manche dagegen schwächlich bleiben. Letztere finden sich gerade an den äußeren Spitzen, weil dieje im Herbste nicht mehr ordeni- rStL Zud, aber Wohl auch gar im Winter durch

? ^snsse gelitten haben. Was oberhalb des äußersten kraftcgelr Triebes schwäcglich ist, schneide man ab. Das gesckpeht im Mai. Bon den kräftigen Trieben werden die metsten wenn sie 10 bis 15 Ctm. lang sind, Knospen zeigen. Diese laßt man ungestört zur Blüte sich entfalten und schnewel, wenn sie abgeblüht haben, nur die Samenkapsel mit dem Stiele ab. Einige wenige dagegen werden sehr stark und dick sich entwickeln und nicht sobald Knospen bilden. Sind dieselben 30 bis 40 Zentimeter lang und zeigt sich noch kern Drospenansatz, so breche man ihnen die fleischige Spitze ab. dadurch wird das Weiterwachsen in die Länge ver- ^trtr uu^ bald werden sich die Augen zu Seitentrieben ausbilden, und diese haben dann sicher Knospen in Fülle. Taß mau unter diesen Umständen Nicht immer gerade auf die s^°ne Form der Kroue Acht habe» kann, ist klar. Tie Rose Maröchal Niel" folgt in der Regel ihrem eigenen Trieb, jaber duftet"^^^ eS gerne, weil sie so herrlich blüht und

Dre erngefangeilen Tiere haben sich dem veränderten Stand der Dinge schnell angepaßt und fressen fast jedes Gemüse Diese ungeheuren Schildkröten mit langen, aus­gestreckten Halsen und winzigen Köpfen umherstolzieren und dann wieder bei der geringsten Beunruhigung mit einem Krach zu Boden fallen zu sehen, soll ein außer- ®rertoozl^t^. Schauspiel bilden. Sie werden als die inter­essantesten Tiere des National Zoologieal Garden bezeichnet.

Eine Episode aus dem Leven Kaiser Wilhelms I.

_ (Nachdruck ohne Quellenangabe verboten.)

® dem alljährlichen Absteigequartier des

Kaisers Wilhelm I, ergingen sich im Sommer 1883 eine Anzahl Unterosflziere, bis zum Feldwebel aufwärts, in den Ziagen; tnt Dienst zugezogene Leiden hatten sie genötigt, erne Badekur durchzumachen, jit deren Bestreitung sie außer ihrer Löhnung noch eine, freilich nicht allzu höhe Zulage erhielten. Tie jungen Männer hatten den immer in Zivil gehenden Kaiser in ihrer unmittelbaren Nähe bemerkt, suchten sich aber aus ehrfurchtsvoller Scheu seinem Blicke zu entziehen, indem sie sich hinter dichten Gebüschen ver­bargen ^edoch das Auge des Fürsten hatte die Uniformen ?sElkt; er blieb vor dem Gebüsch stehen, überzeugte sich, scharf hindurch spähend, daß in der Thal ein paar seiner ,,jungen fahnenflüchtig werden wollten, und schickte seinen I bekannten Leibadjutanten, Grafen Lehn.dorff, zu ihnen mit der Aufforderung,zu Sr. Majestät zu kommen." Natür­lich wurde dem Befehle sofort Folge geleistet und vor dem hohen Herrnin Linie Front" stramm angetreten. Nun begann eine Prüfung. Zunächst wurde jeder gefragt, warum er hier, sei, dann, ob er verheiratet fei, und schließlich, was denn die jungens" eigentlich hier bekämen. Ter Monarch hörte aufmerksam auf die Antworten und erwiderte auf die Antwort des einen, daß er in Gi -e ß e n liege, freundlich mdenfc und nachdenklich:Gießen. . . ja, ja. . . richtig w I waschechtem Berliner Dialekt gesprochenen: I Ingens!" wurden die Unteroffiziere entlassen. I «m nächsten Tage wurde ihnen durch Vermittelung des I Awilazarettgehilfen eine kaiserliche Medizin für ihre Leiden I toar von Sr. Majestät selbst ge-

?s.^rhwlt nämlich jeder in EmS zur Kur anwesende I 40, jeber Vicefeldwebel 30, jeder Unteroffizier 25 I dEals 5te mitmachende gemeine Soldat I JLÄÄLVTches schenk. Später als der ®^wrst Über Zoblenz nach Berlin zurückreiste, mußten I

Mode.

m Zu den Frauensorgen gehört die alljährliche Neubeschaffuug der Garderobe nach neuer Mode und in gefälligem Geschmack. Ein sehr interessanter und praktisch! wertvoller Führer auf diesem Gebiete ist das soeben neu erschieneneReichhaltige Moden-Album und Schnittmuster- buch", welches von der Internat. Schnitt-Manufaktur, Dresden-N. 8, zum Preise von nur 50 Pfg. zu beziehen ist. Diese großartige, mit ea. 400 Modellen ausgestattete Moden­rundschau gießt bet Frauenwelt die erwünschte Antwort auf die Frage, wie man sich selbst bei bescheidenen Mitteln modern, geschmackvoll und individuell kleiden soll. Dieses Album bringt nur praktisch ausprobierte geschmackvolle Vop- lagen für die vorzüglich passenden Schnitte in allen Größen erhältlich. Die letztere Einrichtung erhöht den Wert des Albums ganz wesentlich, denn mit Hilfe dieser von der Frauenwelt allgemein gelobten Schnitte, wird jede Art Schneiderei, auch das Modernisieren und Aendern von Kleidungsstücken in geradezu überraschender Weise ver­einfacht. _______________

Abstrichrätsel.

(Nachdruck verboten.)

Wien, Enz, Weib, Ida, Assel, Bett, Hund, Solist, Eis, Nichte, Od, Ast, Esel, Bey.

Von jedem der vorstehenden Wörter ist ein Buchstabe an beliebiger Stelle abzustreichen, doch so, daß die stehenbleibenden Buchstaben im Zu­sammenhang gelesen, einen bekannten Sinnspruch ergeben.

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung der Charade in vor. Nr.r Kannegießer.

nunftlg vorgegangen, so hätte man für reiche Nachkommen- nnttelbar vor M fahr??es E $ ^nmal aufstellen. Un­schaft sorgen und die zoologischen Gärten der ganzen Kto ging er von einem

Welt mit diesen Tieren versorgen können. Von dieser erÄ gierend und, als er einstieg, rief

w^u die Schildkröten ohne Gnade abgeschlachtetz gehenä />tn abteu' ^ungens, laßt's Euch gut bss 1888 derAlbatroß", dort landete, mit der Absicht, I U ' ------------

ein, verschiedenen Arten mitzimehrnen. Doch I (SetlteiuitÜÜiaCä.

5c war thatsachlich schon zu spät, da nur noch eine kleine I Ter Sch ni11 einer Marsch al Niel-Ros«'

bef ^optilieu geborgeu werden konnte, und die besondere Aufmerksamkeit bezüglich des Schnittes fordert LL n rnoaeri nicht mehr als 40 Pfund. Welch ein unsere schönste Thee-RoseMaröchal Niel" Wenn Nu ia Koutrast zu den ungeheuren Exemplaren, deren ich oben über deren spärliches Blühen geklagt wird io bat Meter

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9ro&et Zlrhl auf Briggs nach der süd- I der Zweige, diejenigen sind, aus welchen sich eie Blüten InpfrfipS ntt Sptt f ...2 c I ,, man nun im Frühjahr diese Eweiae

wuseln landet, mmrnt einige der merk- zuruckschueiden, so würden gerade die Blutenauaen entfernt würdigen Tiere mit, und zweifellos werden in Wenigen nnt) htP VnitAn uir . c ® ~ I

Jahren diese Geschöpfe ganz und gar verschwunden fein.

Die Jager schneiden oft das Tier auf, um zu sehen, ob es fett ist. Die Wunde heilt wieder, doch ist diese Grausamkeit als kannibalisch zu bezeichiieu. Sie erinnert fln dw Roheit jener Leute, welche der lebenden Habichts- schuabelschildkrote das Rückenschild abnehmeu, indem sie r ^'^^^rhrtzen. Daiin geben sie das Tier, das zweifel­los fürchterliche Schmerzen erdulden mußte, wieder frei , Die letzte Schiffsladung Schildkröten landete kürzlich in Lan Franzisko. Diese wurden mit guter Absicht hierher gebracht, es soll in den Vereinigten Staaten ein Versuch Zem'icht werden, die Tiere zu züchten. Eine kleine Schar wird zu demselben Zweck im National Zoologieal Garden gehalten.