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-^ura. Fesselnde Bücherbesprechungen von Heinrich Hart ;ffn ri-ritirt? Riindickiau über Kunst und

Schachaufgabe.

Von A. van (Selbe in Deventer. (Nachdruck verboten.)

Redaktion: E. Burkhardt. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitiitS-Buch- Md Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.

fenkranzes, eisige Kälte schleicht in seine Glieder, er achtet |en nicht. Er betet! Inbrünstig.---

Die Sonne ist im Sinken. Ein glutroter Ball hangt sie in dem rosa umsäumten Wolkenbette, und ihr letzter Strahl umkleidet die Aeste der Bäume mit goldenen Duft- getvändern, macht die Schwarzröcke der Rabenschar rot aufglühen. , m.

Dem Pater ist der Rosenkranz entfallen. Mrt ent­zückten, trunkenen Blicken schaut er in das flutende Gold. Seine zitternden Finger tasten nach einem Stein unter der aLctltvrt,.öT

Bank. Sie rollen ihn weg. Eine Mappe, ein Pinsel, etntge I ungen an den alten Gewandhaussaal Tiegel mit Farbe kommen zum Borschein. Das (oberste Blatt I QTTentuiiii. u w. -, ,, ,

Maria mit dem Kinde. In der naiven Auffassung ^^nEin unpraktischer Mensch" von Rudolf Hirschberg- etnes schulenlosen Dilettanten, aber durch die in unbc- l holfener Perspektive gehaltenen Züge der Gottesmutter geht I ^nd eine illustrierte Rundschau über Kunsts.... ein rührend hinreißendes Etwas, einen genialenSchöpsungs- - - "

trieb bekundend. Einige in grellen Farben gemalte Land­schaften, Blumenstückty und Bleistiftumrisse von Mönchs-

gesichtern! t I

Eifrig, glühend vor Erregung, gleitet des Paters I Hand über das grobe, auf der Mappe ruhende Papier. I Sein hageres Antlitz ist verklärt, die Hand zittert vor I Schaffensfreude. Die Welt um Fridolin versenkt. Er I spürt nicht das Murren des nach langem Fasten leeren Magens, nicht die Kälte um ihn, nicht das schwindende ßtcfi*

Plötzlich legt sich eine schwere Hand auf seine Schulter.

Unseliger!" .

Jäh taumelt der Pater in die Höhe, mtt kretdeblerchen Zügen und fiebernden Augen starrt er in das fmstere Antlitz seines Priors.

Unseliger!" Der Prior wiederholt es noch, etnmal. Unbeugsame Härte bebt aus dem Klange seiner Stimme. Mit dem Fuße stößt er verächtliche an die zerstreuten Blatter der am Boden liegenden Mappe.

Das also war Deine menschenscheue Zurückgezogen­heit?" sagte er mit eisigem Hohn.

Malerblut! Ich hätte es Voraussehen müssen!"

Fridolin atmete schwer, aber er schwieg. ,

Nun?" Die Frage des Priors drang tote aus weiter Ferne an des Paters Ohr.

Ich. bitte, mein Vater, um die Vollziehung der Kloster­regel!" sagte er leise.

Es soll geschehen! Wodurch Du gesündigt, daran wirst Du gestraft! Man wird Dich blenden, und Dir die drei Finger der rechten Hand abnehmen!"

Ich danke Dir, mein Vater!" flüsterte Fridolin und küßte den Saum des Priorkleides.

Dieser aber wandte sich. ab. Schmerz und Zorn kämpften auf seinem Antlitz.

Knnstqewerbe beschließen das vielseitige Heft, deisen Bilder­schmuck wiederum außerordentlich reichhaltig und geschmack­voll ist.

(Auflösung in nächster Nummer.)

wohlfeiles Schachspiel "WA für SO Pfennige

zu haben in der Geschäftsstelle der Gießener Familienblätter.

Herr mein Gott, ich. rufe in meiner Not Mn so. IWarum, Frrdolm, HK Du nur dms gethan? - Bor kange und du hör'st mich nicht! - Laß' sie erblinden, diese sechs Jahren warnte rch Dich - Du wolltest Nicht hören, meine sündigen Augen, daß sie all das Schöne nicht mehr nun mußt Du die Strafe tragen! .

fefien und ich will dich preisen! Meine Hände, mache sieWenn meine Augen Nicht mehr sehen, und meine Hand Erstarren o Gott, daß sie nicht mehr sündigen, nicht mehr nicht mehr gestalten kann, werde ich endlich Frieden Mitarbeiten am Brechen meiner Gelübde! - Ich kämpfe! | haben: - Frieden!" - erwiderte der Pater und raffte dm Blätter auf. Mit zitternden Fingern zerpflückte er sie und warf die Stücke geschlossenen Auges in den KlosterteM Dann schritt er schleppenden Ganges, mit murmelnden Lippen nach, der Klosterkapelle.

mitarbeiten am Brechen meiner Gelu , Kämpfe schon sechsmal zwölf Monate, kämpfe, und komme Ttidlt -HIHI ©WQC !

Wohin ich blicke, sei es des Frühlings Pracht, oder des Winters eisiger Frost, überall sehe ich Linien, Farben, zum Festhalten, ziim Gestalten. Entzückt schwelgt mein Auge; tu trunkenem Schauen feiert es Orgien der Frenoe, die

Velhagm & Klasiags Monatshefte.

mich! Tot sind für mich die Buchstaben der Bücher und i Bon Velhagen & Klasings Monatsheftes Schriften! Mit heimlichem Widerwillen habe ich sie m | das 7. Heft, mit dem ein neues Halbjahr beginnt,

meine Seele ausgenommen, eine Qual, erne Marter war g(|t erzählenden Beiträgen bringt es eine höchst feinsinnige mir das Lernen, das viele Lernen, und ich habe trotzdem ymt Ernst WichertKonstanz.e", die allen

alles bezwungen. Lllles. Nur nicht das eine! Das Sunoigen! > Verehrern des jüngst verstorbenen Dichters wehmutsvolle Vater du, dort oben, ich! habe ja sonst niemand, hilf deinem | Erinnerungen wecken wird; ferner einen großen Abschnitt Kinde! Wende meinen Sinn! Laß mich in aller Pracht I RomansEin Bruder und eine Schwester- der Natur vorübergehen, kalt und teilnahmslos, wie meine i bon Bernhärdtne Schulze-Smidt neu eui- Brüder, lenke meine Hand, daß ihr alles mißlinge, daß | betenden Abonnenten wird der Anfang des Romans gratis die Finger scheußlM Fratzen, anstatt holdseliger Frauen- ^geliefert. Höchst originell, textlich und bildlich, er- gesichter gestalten, mir selbst zum Widerwillen, den Augen f^ernt uns der ArtikelBurg-Theater-Premrsre"- eine Pein! ' Himmlischer Vater hilf!"Nach den Briefen einer kleinen Berlinerin", eine aus-

Der Pater betet. Seine von der Kalte halb er- äetct»ettc Plauderei über das literarische Wien. Tas Heft starrten Finger umklammern das beinerne Kruzistx des I ^uthalt ferner einen farbig, illustrierten Beitrag über den Rosenkranzes, eisige Kälte schleicht in seine Glieder, er achtet I altdeutschen Krug" von Dr. A d o l f B r u n tit g dessen nicht. Erdetet! Inbrünstig.--- I und einen großen reich illustrierten Artikel über derst

.... .... - i bes deutschen Kaisers" von Feodor

von Zobeltitz, sowie ein historisches Essay über dre Engelsburg in Rom" von H. Graf zu Dohna, lieberDer britisch.e Imperialrsmus und sern« Wirkungen" berichtet, unter dem Pseudonym Politikum, ein jedenfalls sehr versierter Staatsmann, während unter der RubrikVom Schreibtisch und aus dem Atelier' Prof. Carl Reinecke in LeipzigPersönliche Erinner­ungen an den alten Gewandhaussaal der- öff-ntlicht. In her Romanbeilagö beginnt °.n ««er R°.

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Weiß. (4 + 0

steht an und setzt mit dem dritten Zuge matt.