— 846 —
Zentimeter der Spitze,
T L B I
A
E M B A N
A P R I L
8 A A L I
R E I 8 E
n. Ä. V.. R. Dlttmann. Rotationsdruck und Verlag der Briibl'schen Universttäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erden) in Gießen.
I SÖ!Ä‘,J
I Lolche sich ferne Frauenhaarzweige zogen. Ein andere« Tv/we bestand atls russischen und Parmaveilchen, während
I nIs Laubwerk zterlrcher, lichtgrüner Zwergfarn gewählt war. s^i„fblegeutltch einer kürzlich stattgehabten Festlichkeit er-
I !$ten. em/ der geladenen Damen mit einem aus zwei uberernander gelegten Kränzen bestehende Togne. Der wtCres ■ CaJ1^ . ^uthielt nur La France-Rosen, der obere! mÄ"? ^us einer Reche hübscher, schwarzer Federköpfchen, ftS «L verschleierten, ohne sie zu ver
stecken. .• llu der linken Seite war der Rosenkranz leicht durch emen schonen, schwarzen Tüllknoten gehoben; auch ,^us schwarzem Tüll drapiert. Dieser Hui vervollständigte m harmonischer Weise eine Toilette von distinguierter Eleganz.
größte Neuheit sind gegenwärtig die Guipurehüte "^Ochwarz und ttt Werst zir bezeichnen. Die Spitze wird über sehr feine Drahtformen gespannt, welche man 1 ^ridenniusselin unterlegt. Um Fältchen zir vermeiden, muß die Spitze genam nach der Form geschnitten werden. Den äußersten Rand dieser Hüte faßt man, da es schwer halt, einen ganz gleichmäßigen Spitzenrand herzustellen, rnrt einem nach der Form geschnittenen Sammetstreifen! een, der nach oben wie nach unten etwa 2 Zentimeter breit über den Rand greift und das Ende der Spitze, sowie die Drahtfassung verdeckt. Much eine doppelte Rüsch« aus Seidenmusselin erfüllt diesen Zweck sehr gut und ist recht kleidsam. 1
Während der ersten Frühlingswochen wird man in Paris vielfach mit gelben Jonguilles garnierte Hüte sehen, ebenso tote solche mit Kastanienblättern und rosa und weißen Kastanienblüten in zierlichen Trauben. Ein ae- schmackvoller, goldkaferfarbiger Strohhut eines hervor- ragenden Ateliers (Form Louis XVI.) zeigte einen schmalen, ockerfarbigen Strohrand. Der Hutkopf war von einer Guir- lande aus Kastanienblättern und Kastanien umgeben und die Krempe ringsum mit einer braunen Tülldraperie unter- legt welche links über dem Haar eine hübsche, volle Rosette bildete.
haben, welchen es ja immer bost, wenn Menschen einträchtig- «ch bei einander leben. Fiel ihr also ein daß ihr Mann sUC Hvlzschlappen trug wegen der Feuchtig- bem Bvden, und im Hause zog er dünne Schlaf- lie ihm gestickt hatte, mit schönen Meuten
(~jr s-n ^/umen darauf, sodaß er mit diesen nicht auf |C ober vus oer Stadt gehen konnte. Stieg nun in verstÄte seme Schuhe und Stiefel standen und
Serie? bJrf?e\nth^' vermeinend in ihrem einfältigen ' tt)U sv zu.Hause halten wolle. Kam nun ©tfuiM 1eMt?HtttVU-Atc ^.berkammer und fand, daß seine auf h iS Darüber gingen ihm traurige Gedanken und hnn-hp t 01 eo ?er etn Gefangener gehalten werde, “’-b 'vuvde seine Lust nach dem Wald nur noch größer. Ging «lsv zu seinem Weib und machte böse Augen, tote sie nocki fXu Cf se” f)ntte u”b ^agte nach seinem Schuhzeug. Da ? «niien grau die Thränen aus den Augen und
? u Schürzenzipfel; aber indem bedachte sie b"^, fr/. Unrecht gethan habe und daß er ihr Herr sei und nach feinem Belieben handeln könne; holte ihm also demütig sein Schuhzeug; und er sprach kein Wort zoa es an, rmhiu seine Armbrust und feinen Hut und stchg toem f ^vß nun die Frau weinend zu Hause und ihr I
'hrach zu ihr viele Worte, die ihr fast einfältig vor- ^men aber er meinte es gut mit ihr. Der Meister Heinz «ber schritt in den Wald und das Herz that sich ihm auf wie das Laub, das vom vorigen Jahre her noch lag, unter seinen pusten rauschte: und als er auf einen Hügel kam sah er über den wetten braunen Wald hin und zur Rechten lab er die Stadt mit ihren Türmen und zu! LinLi aan? weit auf einem Hügel das Haus seines Raters Ffi'i..9,...» I A"l^"EEnöpfchen. Nahm dann ein Stück Brot aus der I ZK' lagerte sich und aß. So trieb er sich den Tag im Wall umher, fchost auf Eichkater und anderes Unaentefer I
MtV*96“ dachte, tote er wegging; denn sie hatte dock I f^eft gemeint, er komme nicyt wieder und doch hatte sie ibn I Mfru ^,eiter UhE/", nachdem ihr kindischer Plan also der- I ettelt toar. Darüber hatte er solches Erbarmen da» ifim I ettte Thräne in das Ange kam, und so machL ! gÄ
Infn? s Thränen verwischte, damit er nichts merjken I Mfte, und fiel ihm uni den Hals und sagte mit fröhlicher I f"n Walde gefallen, lieber Heinz? Das I Dn b?^ Du Dir solches Vergnügen gemacht hast, I
n.. h&eft mtr ganz ttt der Stadt, solche Freude mußt Du I Dar mehr machen." lieber welche Liebe er so gerührt ward ihren A?und"^^ ^a0en konnte, sondern küßte sie nur auf I
Pariser Frühjahrshüte.
. „ Blum.« J„ alten erdEchm ÄÄ!, berr,Statur getreu nachgebildete und aus freier Phantasie I Ä Btnmen ^.lden die taPPliftg
und Sommerhute. Das ganz aus Blumen I bildete Toque dürfte die Pariserin nu? dann träaen diesen ?otIette erscheint; und auch nur^für I
und mittelaroüe Rlnn »ns wirklich angemessen. Kleine I Rosen ive?den ?!? ' »nt oder ohne Laub, namentlich I in einer Carito ««6e{tet, die man sowohl |
Nuancen siebt ttt harmonisch abgestimmten
'ieT- Ehrysanthemen tn verschiedenen Tönen I
KU animenaest l/'D?s M entzückenden Tognes
ftetä fein S Laubwerk dieser Blumenhüte ist |
*tet3 fein und leicht, und gewöhnlich von Hellem Grün in >
, o Originell und neu ist die ganz flache, ovale Form dos „Plateau , welche vorzugsweise mit Blumen, namentlich Rosenguirlanden, und schwarzen Sammetschleifen mit langen Enden garniert wird. Ml-
Gsmeknnütziges.
Fingerzeige für Spargelbau auf Sand- b o d e n. Der Spargel gedeiht bekanntlich auf Sandboden vorzüglich. Es kommt aber vor, daß man auf Sandboden mit kiesigem Untergründe Spargel erntet, dessen Pfeifen rostig sind. — Da dort, wo solcher Spargel sehr reichlich! mtt Kainit gedüngt wird, die Pfeifen weniger rostig werdens os liegt die Vermutung nahe, dast der Kainit hier außer seiner düngeudeil Wirkung noch andere günstige Einflüsse; ausübt. Alle Spargelzüchter und alle Spargel ziehenden Gartenfreunde werden sich für dieses Thema interessieren und empfehlen wir Ihnen deshalb Nr. 52 des „Erfurter Führers int Gartenbau" von Erfurt kommen zu lassen, in dieser Nummer ist es ausführlich behandelt. Unseren Abonnenten wird die Nummer kostenfrei geschickt.
Charade.
(Nachdruck verboten.) Aus den beiden Ersten wird Labung gern genossen;
Von den beiden letzten wird Mancherlei gegossen. Hinter seinen ersten Zwei Thront das Ganze wichtig; Spricht von Staat und Polizei Gar gesinnungstüchtig. (Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung des Füllrätsels in vor. Nr.t


