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Tit-Bits.
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Schachaufgabe. Bon Dr. G. Kißling in Bremen. (Nachdruck verboten.)
zu Hause, ausgenommen —" „Ausgenommen, wo?" „Ausgenommen zu Hause.'
Herr zu einem andern, den er t , „
hast Tu Dich doch endlich verheiratet? Erlaube, daß ich Tir gratuliere, denn, wie ich höre, ist Deine Frau eine ausgezeichnete, hochgebildete Dame."
„Allerdings", war die Antwort, „sie ist durchaus ge- , . -
bildet. Sie ist vollkommen zu Hause in der Litteratur, fte >ou,. oo. r moyr. ist zu Hause in der Musik, sie ist zu Hause rn der Wissen- 1 6p1tnh, nf schäft, sie ist zu Hause in der Kunst, kurz, sie ist überall
Weihnachtsbücher.
Wilhelm Raabe, Gesammelte Erzählungen, Band 3.
2. Aust., geh. Mk. 4,—, geb. Mk. 5,—.
Derselbe: Kloster Lngau. 2. Aust., geh. Mk. 3,—, geb.
Mk. 4,—. Berlin 1902. Verlag von Otto Janke.
Zu einer Zeit, wo als Weihnachtsbücher und Weihnachtslitteratur wiederum so manches gepriesen wird, was kaum die Druckerschwärze wert ist und nicht im entferntesten in Beziehung steht zum Feste der Liebe, darf der Schriften eines Mannes nicht vergessen werden, die ausnahmslos den Geist werkthätiger Liebe atmen und die ein getreues Spiegelbild von Welt und Menschen zeigen. Haben obgedachte beiden Bände zwar nicht die Verbreitung gefunden, wie Raabe's unvergleich- licher „Hunger-Pastor", der jetzt in 16. Auflage vorliegt, so suchen sie doch ebenfalls zu zeugen von der Kraft der Liebe, die allein dem Leben Inhalt und Wert zu geben weiß.
Ter dritte Band der Gesammelten Erzählungen, vordem unter dem Titel „Krähenfelder Geschichten" erschienen, zeigt in: Höxter und Corvey, wie unter allem Ungemach der Zeit liebenswürdiger Leichtsinn eines relegierten Helmstedter Studenten, Lambertus Tewes mit Namen, sich zu behaupten weiß, obgleich er nichts sein eigen nennt; denn selbst sein einziger Tröster und steter Begleiter, ein Exemplar des Horaz, gehört der Helmstedter
Weiß.
Weiß zieht an und setzt in zwei Zügen matt. (b + « «Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung der Gleichung in vor. Nr.:
Diamant (a Diana, b na, c man, d Tasche, e Asche).
Universitätsbibliothek. — Dieser Helmstedter Studiosus der Rechtsgelahrtheit ist zwei Jahre nach der Krönung des ersten Königs in Preußen als Professor der Beredsamkeit — wozu er allerdings das Zeug hatte — zu Halle gestorben, und sein Horatius soll sich in den vierziger Jahren des achtzehnten Jahrhunderts in der Bibliothek des ersten Professors der Aesthetik, Alexander Gottlieb! Baumgarten, wiedergefunden haben.
„Eulenpfingsten" führt über den am Vorabend des Festes ausgebrochenen Zwist zweier Väter und Nachbarn mit Hilfe der „Tante aus Amerika" zur endlichen Verlobung ihrer Kinder und zum Wiederfinden zweier in der Jugend heimlich Verlobten, die durch des Geschickes Mächte getrennt worden waren. Ihnen war seinerzeit das Eulenpfingsten bereitet worden, das jetzt auch dem jungen Paare gedroht hatte, davor es aber die nicht rostende „alte Liebe" zu bewahren wußte.
„Frau Salome" liefert den glänzenden Beweis, daß Glaubensgegensätze die Menschen an gemeinsamem Liebeswerke nicht zu hindern vermögen, sofern sie nur von der rechten Lebensauffassung durchdrungen sind.
„D i e I n n e r st e" handelt nach des Verfassers Worten von einem Bach und zwei Mühlen und ist wahr. Wer also an Wahrheit Gefallen findet — und wer sollte das nichts — wird auch an dieser Geschichte Freude erleben..
„Vom alten Proteus" sei verraten, daß ihm die liebende Jugend seine Einsiedelei verleidete, und daß er ihr zuliebe noch einmal in die Welt zurückkehrte, um mit ihr abzurechnen. Auch in dieser Geschichte spielt die Liebe eine Rolle, leider eine klägliche; warum?
nur unter dem Drucke Ihres Vaters handelte, als ich mit Ihnen ans dem Hause meines allzeit gütigen, erlauchten Vaters floh. Ich ivollte dadurch etneit Eklat vermeiden, mit dem Ihr Vater mich bedrohte. Gewiß erkennen Sie mit mir, daß eine im Wahn und unter dem Druck herbeigeführte Verbindung unmöglich als recht bestehen kann. Ich hoffe, daß Sie ohne Zürnen memer spater gedenken, auch wenn ich ltichk, dem Gesetz unseres Hauses folgend, gestatten werde, daß Sie künftig sich.meine Gattin nennen, nachdem unsere Ehe, die ivir im irrigen Wahn geschlossen, nach den Ansichten meines Vaters und aller Juristen ungiltig ist." - Von diesem Augenblick siech e die Fürstin von Hanau vollends dahin. Der Bod erlöste sie endlich. Auf dem Friedhof zu Cannstatt, an der Ostseite der Umfassungsmauer, liegt sie begraben. Ter Grabstein trügt die Inschrift:
Auguste,
Gemahlin Seiner Durchlaucht des Fürsten Friedrich Wilhelm von Hanau geborene Birnbaum, geb. am 9. November 1837, gest. am 29. Juni 1862.
Das ist der richtige Thatbestand der Ehe der Schauspielerin mit dem Fürsten. Karl Birnbailm, den das
lück in seiner Familie gebrochen, starb bekanntlich bald darauf während der Vorstellung „Tie Karlsschüler" im Hoftheater zu Stuttgart, in welchem Stück er die Rolle des Sergeanten Bleistift spielte, am Schlagfluß. In seiner Tasche fand man ein kleines Zettelchen folgenden Inhalts: „Morgen, am Tage nach der ersten Aufführung der „Karlsschüler", wird man meinen hoffentlich rasch uni)
tödlich zerrissenen Leichnam auf den Eisenbahnschienen I ©lo ft er Lu g au" spielt in den Jahren 1869/70 zwischen Feuerbach und Kornwestheim finden; ich bitte e'/ner £eutfAen Universitätsstadt, — Grund genug, sie um ein freundliches Angedenken und um em stilles, em- , cür andere Musen- und Unmusenstädte spannend zu
faches Grab an der Seite niemes geliebten Kindes. Es 1 ' finbet aber ihren Höhepunkt und vorläufigen
bedarf keiner Inschrift." Ter arme, schwer geprüfte Vater Abschluß im Damenstift zu Kloster Lugau, dessen Bücherei wurde an der Seite seines Kindes gebettet. I §achsenspieael bergen soll. Das aber ist nicht der
----------- einzige Schatz der dort zu finden ist, weshalb hiermit Vermifdytes* I ebenso höflich als dringend gebeten sem soll, dem Ver-
“ ej;
I Leben ähnliche Wege geführt hat, der begegnet auf Schritt und Tritt alten Bekannten; eine Freude, die sich feiner entgehen lassen sollte, der dafür empfänglich ist. Ueberdies kann man von jedem Menschen lernen, wie man's machen |Vl; Dem Fräulein Euphrosyne Kleynkcmer
Tante Kennsiealle), die alles klein kriegt, und damit ihrem Herzen und Namen Ehre macht, wird die Lektüre deA Buches sicher aufrichtige Verehrer zusühren. Bdt,
W
a b c d e t g h
Redaktion: Curt Plato. - Rotationsdruck und Berlag der Brübl'scken vuüerMtS-Buck,. und Eteindruckerei Metsch Erben) in Gießen.


