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iffertt, zurecht- diesem wahr-
Der „Schriftleiter"! ' In einem Atrikel über das Entstehen neuer Wörter in der deutschen Sprache rügt Löbl in der „Wiener §Wei ‘ Juristen betriebene Zwangsverdeutschung i
Ueber eines der scheußlichsten der auf solche Weise ent- , tltLJ .
standenen Wörter schreibt er: „Nicht immer ist es littera- I heulte er vor Schmerz und Wonne rn ne, rischer Snobismus, der neue Moden popularisiert. , Auch j licher Erregung die Melodie nnt und me andere Motive können mitspielen. So will zum Beispiele I ihm! dabei unaufhörlich! aus den Rügen, der deutsche Purismus, der sich mit der nationalen Be- | --------—•
wegung stärker accentuiert hat, die alteingebürgerten Wörter I • A
„Redakteur", „Redaktion" ausmerzen, und in weitem Um- I i e t O) r i a u »♦
fange ist ihm dies bereits gelungen. Leider gelungen! Denn k (Nachdruckverboten.)
das alte Wort ist gut, das neue schlecht. Das spezifische I bic Liebliche schmückt mit herrlich schimmerndem Glanze,
Amt des Redakteurs: das Bearbeiten, Feilen, Kürzen, I Bringt in blutiger Schlacht vielen Verderben und Tod. Glätten der einlaufenden Beiträge, das Zurichten und I - — , mr.
Einfügen in den Rahmen des Blattes - das alles findet I Auflösung des Silbenversteckratsels m vor. ü!r.. in dem Worte Redakteur seinen plastischen Ausdruck. Denn * Dem Kühnen ist Fortuna hold.
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Mann und Werb ist ihrunbekannt. Ihr ist der Berkeyr rwmrzenoe, ^rm « ^vertraut und innigst verkiiüpft
WWAMM MWMMZZ WAZZMLÄWMS findet dessen Aerzen sich zu einander ziehen, die den gleichen I Gut, dann Ware also der Schrrftlert Millkür das
Wbg zusammeng?hen, weil sie das gkeiche Ziel haben. Und Haupt der Zeitung Hwr steht man aber dre^Willkür das so verlobt?a sich ohne großen Pomp, ohne das geringste rein Arbiträre dieser Neubildungi Der Chef heS Mattes Aufsehen M errLm An Heirat ist fürs erste nicht zu hat zumeist ganz anderes zu.besorgenals^ne Arbeit de» denken, der Weg ist ja noch lang und beschwerlich, und keiner Redigierens, und umgekehrt smd wenigst n^b» größeren A« M. des »m.°s W-S.N «f. MM-gg
8U9e®& der studierenden Russinnen sind verheiratet, noch Führer oder die Leiter der Verwaltung des Mattes. Drü
ehe sie zu studieren begonnen haben. Da es jedoch große Einsatz,. der uns da^geboten wirbist
Schwierigkeiten verirrsacht, wenn ein junges Ehepaar aus I ja durchaus unzureichend. S. s nioilit hie (i-raae ■
bemLdewM,s° gehtsie unter ihrem Mädchennamen in onstigen Mängel Ä»
das Ausland, und erst hier findet sie sich wieder mit ihrem Was sagt man^denn statt ^es alten Uwortes „revigw Gemahl ist sie unter ihrem Mädchennamen wwa Inen
Mädchennamen erfolgen. Wohnt sie nun trotzdem mit dem nehmen, er wuh den ^langtem Ber \
Mann, mit dem sie rite verheiratet ist, zusammen, so er- 1 einrichten, zurichiten, Herrichten, kurzen,^a 11 ' o J
weckt dieses für uns ganz sonderbare Verhältnis mindestens machen, kurz alles, ^?^^ÄssEsichen ^mangelhaften, den Aiischein, als ob sie in wilder Ehe zusammenlebten, haft klinischen Hempel //uer willkürlichen, i g Viele von ihnen, denen es nicht möglich ist, vom Eltern- ärmlichen Neubildung-sollen wir dm hist r schgeword hause fortzukommen, gehen, um den Eltern die Sorge für | gut verständlichen, höchst signifikanten ihren pekuniären Unterhalt zu ersparen, eine Scheinehe ein, i opfern!" ~ ... ■
d. h. sie nehmen den Namen des Mannes an, ohne auch nur I Brahms berm Frühstück. Max Kalbeck gievt nn einen Tag mit ihm zusammenZuleben. Zu ihren deutschen I P zg Tabl." Bilder aus Brahms Leben, die ihm cm Kommilitonen und Kommilitoninnen stehen sie meist, wenn I besuch des Gmund en er Brahms-Museums wiedererweat har. die Sympathie groß ist, auf einem Grußverhältnis: selten, ^r erzählt von Brahms Aufenthalt m Jschst schUdert eine daß sich eine Russin mit einer Deutschen anfreundet, die Artige Wohnung und fährt dann fort: Die^llustvnist deutschen Studenten lassen sie ganz unbeachtet. verführerisch und wird vollkommen durch das auf dem
Sie gehören keinem Verein studierender, abstinenter Asch zurecht gestellte Frühstücksservice. Auf der messingenen, oder sonstwie prinzipienreitender Frauen an, und die Sorge ^fstemaschine, die ihm Frau Truxa nachschicken mußte,< Um Reform- und andere hygienische Kleidung bildet bis , er A™ Wien einmal vergessen hatte, pflegte Brahms dato ihren kleinsten Kummer. Man hat sich von der „Ge- feingtt Mokka jeden Morgen eigenhändig zu kochem sellschaft" meist aus Mangel an Anschluß emanzipiert und ' i !ciue seiner Verehrerinnen, Frau Henriette Fritsch- somit den Schein erweckt, als hätte man geheime Zusammen- Oranger in Marseille sorgte dafür, daß ihm der Vorrat fünfte. , , | seiner Vrimasorte nicht ausging. Schon am Abend voryer
Man studiert des Studiums, der Wissenschaft und des jA er sich immer auf das Frühstück, das ihm, dem Endzieles wegen Und macht sonst keinerlei Anspruch auf Lübaufftefl'er die liebste Mahlzeit des Tages war. Wenn Fortschritt der Frauenbewegung. Und doch trotz Fleiß und i »^er braime Trank aus der brodelnden Maschine floß und Entbehrungen kehren viele von ihnen inmitten des Weges 9 . .„A Uroma verbreitete, die kernweich gesottenen Um, um nach der Heimat zurückzugehen, mit der großen W ö unb eine edle Braunschweiger oder
Sehnsucht nach der Wissenschaft im Herzen und mit der «er » ^ackwurst des Anschnitts harrte, war er gluck- sehnlichen Hoffnung, noch einmal sortsetzen zu können, da Gochae Man , ^iit keinem König der Welt
wo sie aufhören mußten, noch einmal die Hoher- zu erreichen, Ag rme ei- -r ben blauen Rauch! feiner aus
auf die ihre stärkeren oder begüterteren Schwestern ge- 8etausckst. ur y x^aksorten gemischten selbstgedreh-
fliegen sind. Ruth Goetz. starre«^ A shrn He Uj
I smni-thp in den vielen Klavier- und Kammermusikstücken
Vevmischtss. | dieser in Ischl komponierte, und er eilte schnell ins
fieie Feld hinaus! um mit seinen Gedanken so lange spa- n der deutschen Sprache rugr oc. i zieren zu stehen, bis er mit ihnen rm Remen war, und mdpost" mit Recht die von den hie Komposition für reif und wert hielt. Niedergeschrieben gsverdeutschung um jeden Preis, j w werden. Spielte er sie zuletzt auf dem Klame 1 H ....... ' I ?ich..«°schl°,s-n°n. Unst«>, fern«
Thränen stürzten
Redaktion: Curt Plato. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Uuiversitüts-Buch- und Stcindruckcrei (Pietsch Erben) in Gießen.


