Ausgabe 
11.4.1902
 
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ift gut."

Pauline beteuerte schluchzend, sie habe es nicht.

Wenn Sie nicht gestehen, schicke ich zur Polizei!"

Das Dienstmädchen schrie laut auf, blieb aber bei ihrer Angabe. Der Meister rief nun seine Frau, welche das Mädchen durchsuchen mußte. Es wurde nichts bei ihr ge-

''Mir hat jemand drüben Geld habt Ihr es vielleicht

Geld weggenommen, viel genommen, um damit zu durch seine Heftigkeit er­

spielen?"

Beide Kinder behaupteten.

Der Meister wandte sich zuerst an seine Ander:Wäret Ihr im Kontor, während ich draußen war?"

Nein, Vater." ,,, ...

'Sagt die Wahrheit. Hans, warst DMdruben?"

Nein, wirklich nicht."

Du.auch nicht, Bertha?"

Redaktion: I. V.: R. Dittmann. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Vuch- und Steiudrnckcrei (Pietsch Erben) in Gießen.

herunterfiel und bei seinem Fall eine Anzahl Geldstücke um sich her verstreute, die klirrend umherrollten.

Halt da haben wir es ja!" rief triumphierend der Maler, indem er sich nach dem Gelbe bückte, die er in der That sämtlich bis auf das eine Kaiser Friedrich-Zweimark­stück, an dessen Stelle ein anderes gewöhnliches getreten war, in die Smnbe bekam. Pauline stand wie eine Bild­säule, mit großen, starren Augen und leichenblassen Wangen erst als Ecklich und seine Frau zornig auf das Mädchen einschrieen, löste sich der Bann, sie Hub von neuem zu schluchzen an, bei Gott und ihrem Heiland schwörend, sie habe nichts gestohlen.

Woher wäre d'enn dann das Geld, Sie eigensinnige, Verstockte Person!" brüllte der Meister sie an.

Das? Das habe ich mir nach und nach gespart." Und Sie bewahren es in Ihrem Hute auf?" Ich hatte es erst von der Sparkasse mitgebracht, weil ich es meiner Mutter schicken wollte. Da ich nicht gleich

Geheimschrift.

«Nachdruck verboten.) Mbstnmchstdglchdndngmnfngrcht Nchbssrngmchtfthlbgtsvllgschlcht.

Vorstehend- Buchstabenreihen sind in Grupper-zu z-rlegeri d ° s ch durch Einfügung passender Vokale zu smugemaßen Wörtern büdm.lasses Das Ganze ergibt einen Smnsprnch aus Rückerts » Brahmanen". (Auflösung m nächster Nummer.)

Auflösung des Betonungsräisels in vor. Nr.: Ein Fall Einfall.

»welerteU d-s tont« fetteten ljate. ein Fremder tarnte . S-U H-fe,-- »»ff« -inzufchNek-n, f» legte ich

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und bw-, L in er es betreten wollte, mutzte die Geduld verlor. Die Summe stimmte ja vollständig,

bie^Wolmitube hindurch Zn letzterer aber befanden nur die eine Kaiser Friedrich-Münze fehlte; doch war diesem durch die Wohnstube yinonrq. P zelmsäbriaer Sohn Umstand kein besonderer Wert beizumessen. Pauline war K?nrt> fei ÄT&« ÄT n* fn,wf[ch°n anigeUfen, ft. lernte das zweimar,stück da» Wer fe- LnreanMeu sich nach dem Len, »nd wenn Ihr dnrch [ein glünj-nd-s Aenfe-e » «»» «»J

»a lnrft inif im erklärlich, offen stand, so war leicht ent ernt oder umgefau cht haben, das zweite hatte!

1 hirf anein%iSgennijt denken. Jrn sie wahrscheinlich in der Eile nicht bemerkt Ecklich sandte Garten befand sich nie.nf.nd, und ein fremder Spitzbube daher einen Lehrling mit dem Auftrage fort, einen Polizei- BihbS, S "n - N. Ei .Ew-rt- M

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Sollen Sie gestehen? Wenn Sie es nicht thun>

lasse ich Sie sofort einsperren!" ,

Ja, ich will es gestehen", schrie Pauline.

Sie haben das Geld genommen?"

Ja".

",Wo' haben Sie das andere neue Zweimarkstück hin- gethan?"

Ich weiß es nicht." ,

Lügen Sie nicht wieder haben Sie es gewechselt?

Ter Meister beratschlagte mit seiner Frau, was zu.

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erst? Sie haben das Geld genommen, gestehen Sie nur!" Kontor gej wart hatte di S^t hl ©

wahr. Sie haben das Geld? Geben Sie es her, und es | ^llugfwt,^ p^zugsquelle des Geldes angegeben,^ und zuletzt ein Geständnis abgelegt. Dazu kam, daß sie, wie sich ergab, bereits wegen Diebstahls vorbestraft war. Freilich war 'sie damals noch sehr jung gewesen kaum 14 Jahre, und das Objekt war ein sehr . unbedeutendes, eine5 schwarz-weiß-rote Schärpe. Ter Richter hatte die a mit einem SSctlnciS für Gefügt etcid)tct. ^ebcxtfcxWS funbett. . .... . | 6lD|es Vorkommnis aber doch das Vorhandensein

Kommen Sie einmal Mit in Ihre Kammer, schließen bewies da-s «o r » ilt haft und sah ihrer

Sie Ihren Koffer auf." Aburteilnna - und sicherlich auch Verurteilung - vor

Weinend gehorchte Pauline. Die Eheleute durchsuchten Aburteitung un

bett Koffer sorgfältig, aber das Gesuchte entdeckten sie nicht, dem GerichteMg g - 6ereit§ gegen fünf Wochen

Ecklich sah sich nun weiter m der Kammer um, er suchte Unterfuchnngshast als eines Abends Meister Ecllich in und unter dem Bett, m den Kleidern, kurz überall, m Unter)u 3 91 , Ehrling und zwei bei ihm

wo sich nur eine Gelegenheit zum Verstecken bot. Schon nnt semeH Gehilfen beim Abendbrot saß. Der

wollte er seine Versuche als fruchtlos einstellen, als Plötz- «n -Haufe w y , aufgelegt, er hatte gerade eine

lich, beim hastigen und ärgerlichen Herumzerren der an Meister J ® erhalten und traktierte des- der Wand aufgehängten Kleidungsstücke, der Sonntagshut groß.w e SiJJP ^it Mer. Nachdem das Mahl Paulinens, aus den er sein Augenmerk gar nicht gerichtet, Z^det war schickte er den Lehrling fort, um noch em *-* ^lditucke I beenöet mar, r) Schon hatte der Junge

mll dem Kruge dw Thür erreicht, als einer der Gehilfen ein junger Mensch von 18 Jahren, aufsprang, lhmnachrres und ihn beauftragte, auch für ihn stoch em Seidel Mit- zubringen. Dabei drückte er rhm ern Geldstück in die Hand, mit dem Ersuchen, es wechseln zn lasten.

(Schluß folgt.)