er ti>' ;ie w-- !<^ iit iit u- >ie er es "te iS, >.r- it. m es >rk )ie re >ttz

:nt! te, er ne

nt in e- it« en lb! ge el, ch nt! en de tb re rL ?n w-- ite de en! »s.

e"

il- tg. ttb! as! er ick in, n. lt- gs! itt eit n-

>gfi jett er}

zu

-i.)

Rr. 117.

190

ar

äK]fa® 'UglSj

aüfae-tTeNÖu. Gi"c.sään

WGMÄL

Samstag den 9. August.

(Nachdruck verboten.)

Mlß Cookson aus New-Jork.

Von Heinrich Lee.

(Fortsetzung.)

Drittes Kapitel.

Am liächsten Morgen lachte ein blauer unbewölkter Himmel herab.

Es war noch immer Westwind, aber das Meer hatte sich beruhigt, und der Strand war wieder frei. Nur die Brandung war noch hoch und heftig.

Während sich der Geheimrat aus seinem Rollstuhl mit Franzens Unterstützung in das gemietete Strandzelt bringen ließ, begaben sich Herwarth und die beiden Damen zum Baden. Es waren nur sehr wenig Damen, die sich bei dem starken Wellenschläge heute hinein wagten. Wie riesige weiße Rosse stürmten die Wogen heran, um hoch aufsprühend auf dem Sande zu zerklatschen und zersplittern. Ottilie machte es wie die anderen Damen, sie legte sich, um nicht umgerissen zu werden, vorn platt auf den Sand und unter lustigem Geschrei ließen sie die Wogen über sich znsammenschlagen. Nur eine von ihnen allen getraute sich weiter hinaus. Ihre schlanke Gestalt war von einem leuchtend roten Tricot umspannt, bald war sie von den Wellen begraben, bald schaukelte sie, mit Armen wie von Stahl zerteilend, hoch oben, gleich einer Wasserelfe, auf den weißen Kämmen.

Bell!" schrie ihr entsetzt Ottilie vom Strande zu und auch die Badefrauen, die so etwas noch nicht erlebt hatten, mischten ihre Zurufe hinein. Wer Bell hörte nicht. Nur ihr froh gerötetes Gesicht, das zwischen den Wellenmassen auftauchte, schien zu antworten, daß man um sie keine Augst zu haben brauchte. Im Schwimmen, wie in jedem anderen körperlichen Sport war sie Meisterin und die rechte Tochter ihres Landes. Oben auf der Düne in vorschriftsmäßiger Entfernung, hatten sich als Zuschauer auch ein paar Herren angesammelt. Auch Herwarth befand sich unter ihnen. Er kam vom Herrenstrande, war mit seinem Bade fertig und Pflegte von hier aus auf Ottilie zu warten. Er konnte Bells Gesicht in der Entfernung nicht erkennen, aber eine sichere Ahnung sagte ihm, wer diese Schwimmerin war. Das Benehmen dieser Dame wurde geradezu unleidlich.

Unten auf der Wandelbahn vor dem aufgesteckten Pfahl, der den Damenstrand abtrennte, kamen ihm daun die beiden Damen entgegen. Er hatte für Ottilie, wie jeden Morgen, eine Rose mitgebracht.

Ich danke Dir", sagte sie,es war herrlich. Schade, daß Du Bell nicht gesehen hast."

Ich habe Miß Cooksen gesehen", erwiderte er.

Bell errötete.

Gleich darauf ärgerte er sich über seine Antwort.

Wie ist das möglich?"

Ottilie beruhigte sie heiter.

Er meint nur, von der Düne aus. Da sind Witz nur so groß wie Stechnadelknöpfe."

Schon im Laufe des gestrigen Abends hatte Herwärts vor ihr von dem ungünstigen Eindruck, den Bell in ihm hervorgerusen, keinen Hehl gemacht, und sie hatte ihm erwidert:Thu' mir wenigstens den einzigen Gefallen und sei höflich gegen sie. Sie ist doch nun einmal unser Gast."

Sie merkte seinen unbedacht gereizten Ton, der auch Bell nicht entgangen sein konnte, und sie wollte zwischen den beiden wenigstens eine Brücke bauen.

Nun und dann machst Du Bell nicht einmal ein Kompliment?" scherzte sie.

Ich glaube, daß, eine Dame, wenn sie soviel Mut zeigt, wie Miß Cookson, auf Komplimente keinen Wert legt."

Bell schien von der Herausforderung, die in seinen Worten lag, nichts zu merken.

Da haben Sie Recht", sagte sie einfach und arglos.

Jetzt erst sah man, welche Verheerungen der Sturm auf dem Strande augerichtet hatte. Die in den Sand ge­bauten Burgen mit ihren aufgesteckten bunten Fahnen waren wie weggefegt und ihre ehemaligen Besitzer Herren, Damen und Kinder warm im Schweiße ihres Angesichts bemüht, eifrig schaufelnd, den Schaden wieder gut zu machen. c r

Jetzt sind wir zu Drei", sagte Ottilieda haben wir die nötigen Arbeitskräfte, da bauen wir uns auch

eine Burg."

Bell machte geltend, daß der Geheimrat dann ganz allein in seinem Zelte bleiben würde, aber auch dafür wurde gesorgt: Die Burg sollte sich dicht vor dem Zelt- eingang erheben! Am nächsten Nachmittage war sie fertigt Ein runder Wall lief um sie herum und in der Mitte erhob sich ein Hügel mit einem darin aufgepflauzten Flag- gmstecken, an dem eine Fahne hing mit einer Inschrift, die Ottilie selbst ersonnen hatte:Zum vergnügten Brer- blatt!"

Die Tage verliefen in ruhiger Gleichmäßigkeit. Vor­mittags ging man baden, spazierte auf der Trampelbahn, saß in der Burg, hörte die Kurmusik an, begab sich dann zur Table d'höte, und hielt darauf zu Hause im schattigen Zimmer eine kleine Siesta; am Nachmittage kroch man in den Dünen herum oder man machte kleine Ausflüge in die nahe Umgegend und am Wend begab man sich ins Kürhaus zum Konzert oder in den Strandpavillon, wo eine Zigeunerkapelle zu hören war. Nur an den Reuuions, die jeden Mittwoch im Kurhause stattfanden, naym man nicht teil. Ottilie machte sich aus dem Tanzen majt viel und Bell erst recht nicht, obwohl Herr Westheim, wenn er an dem Reunionabend, in tadellose ®a(a gekleidet, den Damen im Garten begegnete, über eine solche Abstinenz