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Redaktion: Curt Plato. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sche« UniverfitStS-Duch. und Eteindruckerei (Pietsch Erben) in Güßen.
*) Die Direktion des Zoologischen Gartens in Berlin teilte uns auf Anfrage mit, daß ihr ein Vogel dieses Namens nicht bekannt sei. — Vermutlich handelt es sich um eine lokale Bezeichnung für einen in der Naturtvissen- schaft unter anderem Namen bekannten Kogel.
Rätsel.
(Nachdruck verboten.) Du hast ihn gern und bietest ihm Die allerbesten Speisen an, Und meldet er sich ungestüm, Suchst du ihn zu vertreiben dann. Doch kommt er nie zu dir als Gast, Dann fühlst du dich g-langwerlt, krank. Und wenn den besten Koch du hast. Er macht dir sicher nichts zu Dank.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Blick' unverwandt hinab zum Fluß/ Bis Deine Thränen fallen, Und sieh durch ihren warmen Gnu Die Flut hinunterwallen.
Hinträumend wird Vergessenheit Des Herzens Wunde schließen; Die Seele sieht mit ihrem Leid Sich selbst vorüberfließen.
Blick in den Strom.
Zur Erinnerung an SenaX
Sahst Du ein Glück vorübergehn, Das nie sich wiederfindet, Jst's gut, in einen Strom zu sehn, Wo alles wogt und schwindet.
Nadeln armierten Kaktusstammes befindet, kann als. eüte uneinnehmbare Festung angesehen werden. Die Stamme mit den großen Nestern bilden einen malerischen Anblick in ienen dürren Regionen, und wer nicht mit den Gewohnheiten des Gila-Spechtes vertraut ist, würde kaum vermuten, daß die schwarzen oder verfallenen Löcher an der Oberfläche Nestöfsnungen dieses interessanten, geschickten Vogels bilden, der auf diese Weise seine Eier uno Zungen vor der intensiven Sonnenhitze und allen Verfolgern schützt.
Eine große, aus einem dichten Gewirr stacheliger , das au Blätter bestehende Kaktusmasse bildet gleichsam eme ganze I ? ' 6{e £uft befestigte Stadt. In dem Erdgeschoß wohnen die Känguru- * - ........ .
Ratten, während die oberen Geschosse von Vogelnestern I e^eR has klassische Land der Freiheit!, eingenommen werden. Am Rande einer von Holder ge- « - sundenen Kaktusgruppe befand sich das ungeheure Nest einer Holzratte, während nahe dabei die Höhle enter Känguru-Ratte sich zeigte. Zahlreiche durch Erdeichhörnchen gemachte Löcher in der Nähe sprechen für das Vorhandensein dieser schädlichen Tiere. In dem oberen Stockwerk befinden sich verschiedene Nester von Spottdrosseln, Finken, sowie das Nest eines Kolibris und verschiedener anderer Vögel, deren Identität von dem Forscher nicht festgestellt werden konnte. Große Spinnen weben ihre Netze von einem der großen Blätter zum anderen. Verschiedene Eidechsen beanspruchen die Kaktusgruppe als ihr Heim und sonnen sich auf den Zweigen an warmen Tagen, während sie sich am Wend auf den Erdboden begeben, wo ihre Höhlen nach allen Richtungen führen. Alle diese verschiedenen Geschöpfe, sowie viele Käfer und verschiedene Säugetiere finden Unterkommen im Kaktus) behütet von einer stacheligen Schutzwehr, welche die Feinde sticht und verwundet. ~ Dg.
Doch unbekümmert stets Um Mcnschenlnst und Leid,
O starre nur hinein, hinein, Du wirst es leichter missen. Was Dir, und soll's Dein Ltebstes sein. Vom Herzen ward gerissen.
Auflösung des Ergänzungsrätsels in vor. Nr.r Wie langsam schleicht die Zeit, So stöhnt der eine schwer;
Der andre seufzet bang: Die Zeit eilt gar zu sehr.
flucbtsort für Tiere erscheinen; dennoch halten sich hrer viele Kaninchen auf. Diese Tiere graben ihre Hohlen unter den Zweigen und Wurzeln der Pflanzen, da sie wissen, daß sie dort sicher sind vor Verfolgung durch ©iiten, Präriewölfe, Habichte und Hunde, ihre Feinde. Fast jede 'mit Kaktus bestandene Stelle gewährt einigen Tieren Schutz, und der Durchschnittsjäger giebt) lwber seme Beute aus, als daß er versucht, m eine solche Schlachtreihe scharfer Spieße einzudringen. Die verschiedenen Kakteen, namentlich die in Gruppen wachsenden, dienen. aber ganz besonders als Zufluchtsort für Vögel. Holder hat den Roadrunner"*) zu Pferde gejagt, da der Vogel nicht fliegen wollte und schließlich seine ZufMcht «t ciner aus- gedehnten Kaktusgruppe suchte, rn welcher- er sich augenscheinlich vor jeder Verfolgung sicher fühlte. Das Nest des Roadrunner" findet sich oft im Kaktus, und Holder sah auch das Nest der kalifornischen Wachtel, welches ge- scknckt unter den breiten, überhängenden, stachelbesetzten Blättern verborgen war. Eines der interessantesten Nester wurde an einem riesigen Kerzen-Kaktus, einer in der Wüste Neu-Mexikos und im alten Mexiko typischen Form, entdeckt. Das Nest wurde von dem Gila-Specht (Centurus urovvaialis), einem interessanten, vor vielen Jahrm von i
Dr Kennerly entdeckten Vogel, hergestellt. Er fand den- I Vermr^cyre ♦ ,
selben auf seiner Expedition längs des 35. Breitengrades, I Rauchende Knaben. Weber dieses Themaschreibtem und Professor Spencer A. Baird gab tat Jahre 1854 die I Mitarbeiter des Amsterdamer Handelsblad U. das Fol-
erste Beschreibung dieses Vogels. Er ist verhältnismäßig I fleni)e. Nestern wurde von mir zu Huizen eta vierjäh.
selten, man sieht ihn nicht oft, und seine seltsame, eigen- g e s Kerlchen gesehen, das eine Cigarre rauch^ die er sich, tümliche Stimme wird selbst von denen Nicht häufig ge- | toie° Me Mutter sagte, für einen ihm
hört, 'welche die großen Wüsten des Südwestens bereisen, I hatte. Eine mit der Mutter utta ^ndeoen Torf in welchen dieser Vogel lebt. Bisweilen wird er auf den Umwohnern angeknüpfte Unterredung brachte ans Licht, daß Mesquite-Bäumen gesehen, von denen er, wenn stch ^ses rauchende Kind dort keine Ausncchme A Mer gebm beobachtet sieht, mit lautem Angstschrei auffliegt. Dieser ’ fünfjährigen Und noch lungeren Kfndern Cigarren mck Sckrei erinnert nach Dr. Cooper an den der Phaenopepla I > . J Svazierqanq; manche Kinder sind sogar tm Besitze H. Whrend der Zett del Mstens hält sich der Vogel A NgarreLuta Ja, mit^altem Ernste wurde von an dem Kaktus fest und macht eine Oeffnung, welche er ^iner Seite versichert, daß Kindern von Sw^bis drei durch beharrliches Picken erweitert, bis er das Innere des I Jahren eine Tabakspfeife in den Mund Seg^n wird.
Stammes erreicht, worauf er dann ferne Mbeit nach unten | möchte diese Versicherung als eme Unvmhrhnt am
fortsetzt. So stellt er schließlich eine Höhlung her, welche l wenn sie nicht so bestimmt gegeben wü^e- der
er mit Blättern und weichen Teilchen von Samen aus- I !§ at ift es durchaus nichts auffalleitaes rn Holtan^ denk
polstert. Dieses Rest, das sich in einer Hohe von 12 bis Lande des billigen Tabaks, rauchende K'-ader auf der Straße 30 Fuß über dem Boden und zwar ttn Innern mit ~rtSlttreffetL Es ist dies jedoch vielfach dm Mhuld derEr^ - ' ' ’ -- ----- "ra 1 wachsenen, die ihre halb anfgerauchten Cigarren, anstatt sta
wearuwerfen Schulkindern in die Finger geben. Man sieht detrn auch in den Städten nicht nur Gymnasiasten, sondern auch sechs- bis zehnjährige Elementarschüler mit brennender Ciaarre oder Cigarette zur Schule gehen, ohne daß os mtffnYTf Dem Schreiber dieses gegenüber wohnt ein zehn- «S , btt feit W uE> D°s «
Ciaarre oder Pfeief unter ununterbrochenem Spucken raucht, b S Irrt K manchmal ein vierjähriges Männchen Idasaus einem irdenen Pfeifchen stolz Dtaakwol^ in die Luft zu blasen versucht. Wie gesagt, fallen so^d traurigen Erscheinungen in Holland kaum noch, ans. Dafür


