Ausgabe 
3.10.1902
 
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So irrst Du sehr! .

Ein Menschenleben", sagt er barsche Ist wicht'ger als Parademarsch. Und wer ein Feuer löschen tout Und hält mit seiner Spritze still, Der ist fürwahr ein Bösewicht Und taugt auch zum Soldaten nichti Mensch, ärgere,

Militär und Feuerwehr.

Ein Berliner Abenteuer.

(Nach der Melodie:Die Musik kommt".)

Das hohe Militär Marschiert die Straße her. Da kommt ihm überquer Die dumme Feuerwehr: Sie klingelt was sie kann: Der Hauptmann ruft:Halt an! Im Namen der Majestät, Ihr Luders, steht!"

Ter Fuhrmann aber klingt und klingt . nb fröhlich seine Peitsche schwingt. Tie flinken Rosse sausen drein In der Soldaten grade Reih'n.

Da rettet sich durch Staub und Schlamm, Was eben ging so steif und stramm,

Und flüchtet Und flüchtet Sich auf den Straßendamm.

Kapselrätsel.

(Nachdruck tierboten.)

Schande, Geier, Midas, Schneider. Trost, Gewinsel, Schorf, Schanturnen.

(ebent der vorstehenden Wörter ist ein anderes bekanntes Haupt, wort ^versteckt. Die Anfangsbuchstaben der eingekapselten Wörter ergeben, im Zusammenhang gelesen, einen männlichen Vornamen.

(Auflösung in nächster Nummer.)

Die Blmuenpstege im Zimmer" von Fritz Meißner, ^2Seiten mit 73 Abbildungen, in Lemwand gebunden Preis 1 Mark. (Ullsteins Sammlung praktischer Haus- bücher, Band 13.) Verlag: Ullstern & Co-, Berlin SW. 12, Kochstr. 23/24.

Das Buch ist ein leichtverständlicher Ratgeber, tote Zimmerpflanzen überhaupt behandelt werden muffen und welche Pflege speziell unsere beliebtesten Blumen erfordern. Selbstverständlich konnte das Thema nicht allzu ausführlich und weitschweifend behandelt werden, da *

1 Mark nicht überschritten werden sollte. Mer mneryam der gezogenen Grenzen hat es der Autor verstanden, m t knappen Worten klarund leichtverständlich eme Fülle prak­tischer Winke und Anleitungen zu geben.

Und später vor Gericht

Der stolze Hauptmann spricht; Verletzt in seiner Ehr' Ist unser Militär." Darauf der Amtsanwalt: Wenn Du gebietest Halt Der edlen Feuerwehr,

Einen Abschluß, wie solchen teilt anderes Familtenblatt austoeisen dürfte, bringt ihren Abonnentinnen dte über dir ganze Welt verbreitete Zeitschrift

Dies Blatt gehört der Hausfraul"

mit der Nr. 52 und dem Inhaltsverzeichnis zum 16 ^ahr- v , aang. Man ist erstaunt über die Fülle praktischer Aufsatze,.

| das gesamte Gebiet des Haushaltes und. der Mode um- ' fassend und mit dem unterhaltenden und illustrierten Tech nicht weniger wie 1280 Seiten des Jahrgangs zahlend, dte Beilagen: zwei Jugendzeitschriften, Schnittmusterbogen und Lehrkurse nicht eingerechnet. Und dies alles für den wohl­feilen Abonnementspreis von 15 Pfg-pro Heft oder viertel-

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gehören, nur empfehlen, bei der nächsten^Postanstalt oder Buchhandlung ein Probe-Abonnement zu bestellen oder das erste Heft des neuen Jahrgangs, welches als neue Betgabe naturgroße Muster für Brandmalerei, Kerl'schnitt, Ledrr-

Welt verhallen fast die Glocken, welche die Religion der Arbeit, der Vernunft Und des Fortschritts verkündigen. Aber diese finstere Erdenauschauung fließt wohl nicht allein aus dem materialistischen Glauben des Dichters hervor. Er ist auch der Romane, dessen Auge den Zerfall und

anderes Wort konnte sich von seinen I Putz enthalten wird, gratis zu verlangen. Auch Vers .

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Die WLumenvtteae im Zimmer" von Fritz Meißner,

Mensch, ärgere,

Mensch, ärgere Dich nicht!-

Wespe. (Jugend.^

NedcikNon: Curt Plato. - RotationLdrnck und Verlag der Brühl'schen UmtierfltütS-Bnch. und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.

nie Naturivissenschaft der Darwin, Vogt, Moleschott, die Physiologie Claude Bernards und der Karl Marxsche Sozialismus: alles ist bei ihm zusammen. Dte Schlag­worte der Zeit tönen herauf, in einem mächtigen Hymnus vereinigt, von großartigem Pathos beseelt., ®ei bte,t Wissenschaft ist Kunst geworden. Der Materialismus, der als Wissenschaft kämpft, hat als Zo lasche Kunst schon gesiegt. Wenn die Wissenschaft immer noch zweifelt, fragt, Beoenken hegt, hat die Kunst schon den ganzen Glauben uni'öweZelt nickt mehr: Zola ist von der unumstößlichen Wahrheit der Vererbungslehre tiefer durchdrungen als Darwin, er ist oirt überzeugter Positivist und viel schrosferer Antimeta- vbvsiker als Auguste Comte, die Lehre vom Milieu ging ihm ^vollkommener 'noch als Taine in Fleisch und^lut über

talität als Moleschott. ,

grifpa matt gegen seine Aesthettk etnwendet, be­deute? im Gründe eigentlich nichts. Man muß solche Lehren

wohl überhaupt nicht auffassen, als wenn sie eine ewige I Vernaschtes.

MTbe'a»m"tw9MbS ein eine wichtig- S-a-°. .Mr. T. t-nft-tn-t-

s, a'noiiäim's ^Vr^euanis dieses keines rein materialistischen | während des südafrikanischen Krieges tmHouse of Eom WWW mußte , w Ich l-,, l-«t->, B-r chten d,e J-hl de- wch

derartigen Schlüssen kommen, mußte versuchen, einmal auch Südafrika gesandten Pferde sich aus 117 730 belaufe,.ferner ( citnif rtfa non reitt mechanischer Natur zu verstehen und I seien auch 64 730 Maultiere dorthin geschickt. H T.

Ite ä '' ta n ÄenÖSfi auäinSilbeu! Tas ge. W. M? H-aly: ..Und I-m.-n Sie ,-uswt.e-en, w,e Mete linat barn teS f-inelt eben der MaimaliAmls über, fefet nach Südastika entsandt wurden!-.

Haupt Daseinsberechtigung besitzt. Die Zolofche Aesthetik | -----------

iantt natürlich nichts anderes als das Zolasche Kunstwerk I _

ein. Ihm fiel die Aufgabe zu, den Menschen, wie ihn | LitterarischSS.

bas Auge des neunzehnten Jahrhunderts vorzugsweise sah, von dem die Wissenschaft nur in Wstrakttonen sprechen kann, einmal wie eine lebendige, greifbare Wirklichkeit vor uns hinzustellen: den reinen Positivisten,m ferner Nackt­heit und Totalität, der eben nichts als Positivist ist, der ganz und gar nur als ein Endlichkeitswesen, als em Erden- rodukt von unendlich beschränkter Dauer sich weiß, und

mit dumpfen, wilden Instinkten an das augenblickliche gegen­wärtige ©ein, an das Sinnlich-Reale sich antlammert ^en Menschen, der nur Materie sein will, emGeschöpf von Luft und Sonne, wie die Pflanze". Wenn etwas gegen den Materialismus spricht, so ist es wohl vor allem das vorwiegend Brutale, Tierische und Entsetzliche, das dem