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l Helene aber gewann von Tag zu Tag an Kraft. Wenn sie nun in Ar neues Heim einzog, begann für sie ein neues Leben, all bas alte sollte in ewige Finsternis versrnken, nur Licht und Freiheit, Liebe und Glück' sollte unter rhrem Dache wohnen.

Böje hatte ein paar Zimmer im alten Königswea qe- uiietet. Sie hatte vor Spannung gezittert, als sie zum ersten Male bte beiden niedlichen Stuben sah. Givssries« und vergoldete Leisten! Nie im Leben hatte sie von Gips- frresen und vergoldeten Leisten geträumt. Und so hoch waren die Zimmer! Ach, hier wollten sie leben wie ein Paar Tauben im Sonnenschein!

Wie viel hatte sie nicht zu thun gehabt, als die Hoch- zert herannahte! Bald hatte sie daheim in ihrem Zimmer gesessen, mit Betttüchern und Bettzeug beschäftigt, hatte Gardmen ausgemessen und Wäsche genäht, bald war sie mrt rhrem Freund von einem Händler zum andern ae- gangen, um Möbel und Küchengerät zu kaufen.

Und dann waren sie ans Ausschmücken der Stuben gegangen. Nein, wie gut sich das kleine, niedrige Sofa an der Mittelwand ausnahm.Hans, geh ein wenig bei-» feite, damit ich es sehen kann!" Und wie vorzüglich die groß-gemusterten Gardinen zu der geblümten Tapete paßten! Wie gut, daß wir nicht die andere nahmen, ich war wirklich, nahe daran." Wo sollten Loke und S-igyn hängen? Dort über der Kommode? Nein, da war es zu dunkel. Sigyn mußte, mehr im Licht hängen mit ihrer Schale.Du, Kind, Du trittst auf die Schnur!"Ha, ha, ha jetzt hinauf mrt Herrn und Frau Loke!"

Boje hatte ganze Arme voll Blumen und Blattpflanzen

Strchelreden alte Wunden aufzureißen! Ich bin, verdammt und verflucht! kein Schuljunge mehr, der sich von jedem Hans Narren am Gängelbande führen läßt."

Sein Blut kochte und siedete. All der -geheime Gram der während dieser langen Monate unter der Maske äußere« Unbekümmertheit verborgen gelegen hatte,wurde in heißen Wirbeln rn die Höhe geschleudert und verriet eine versteckte Wildheit, die sie alle mit Entsetzen erfüllte.

Ta kam die alte Frau herein°uud strich ihm sanft über den Scheitel, und im selben Augenblick legte sich das Gewitter doch so weit, -daß er wieder in die lustige frühere Trink­laune überging, der sich der Förster nur zu gern und mit erneutem Durst anschloß.

Erst spät am Wend trennte sich die Gesellschaft.

Gute Nacht und vielen Dank für die Gastfreundschaft", sagte der Gutsbesitzer, seine große, rote Hand ausstreckende

Thomas stand lange da, die rechte Hand über dem Kopfe hin und her schwenkend und auf die rote Fläche herab- fchauend; endlich ließ er sie mit einem gewaltigen Schlag in bte des Gutsbesitzers herab fallen. a

Ter Dank ist ganz auf meiner Seite, Gutsbesitzer Hans Peter Hansen auf Holmstrupshof! Grüß Deine Dochter und sag ihr und sag ihr, daß noch Leben auf der Mühle ist."

Tu kannst ja kommen und ihr Deinen Gruß selbst entrtchten!" w 1 1

Thomas nickte und schüttelte die Hand des reichen Mannes. 1

,,^ch komme, vielleicht ehe Du Dich's versiehst! Wir gute Freunde, Hansen, das sind wir immer gewesen, ob­wohl ich nur ein grüner Junge bin gegenüber Deinen

6 Draußen hör'berS&?emtge Stunden arbeitete. Die ganze eine Ecke würbe mit und versicherteneinln8r ihr?? S1dtrf!er breitblätterigen Gewächsen gefüllt, unb auf ben Fenster-

Thräneu und S^ln^» rS Unter brettern duftete ein Flor von Blumen in allen Farben.-

Hände auf bie Sebnrtpr 1 I a aja,,AZ1' ?ie I »Nein, die Rose soll auf meinem Nähtisch stehen!"

andere- Wir ° s emmal Wer dasUnter keiner Bedingung! Sie würde den ganzen Tag

haben beide leiden mimk« £ei?fen' tol? hindurchMehr Licht! mehr Licht!" rufen."

sank dem Freund? in N? A^ * ' $ '^te er undDaS schadet nicht, ich stelle sie doch Lmhin, wenn Du Verachtung WrÄauerte^m rZr , Daun faßten sie einander bei den Händen und drehten

tickt bntfitMpnh n etn une^ei,e§ Brachfeld, laut vor I sich in ausgelassener Freude im Zimmer herum.

; 3-fJmoa »Ans .L- , , . ,, . | Aber eines Tages, kurz vor der Hochzeit, als sie allein

Wiese hinab wo pin nmrAf hZZ 6 auf bte I im Schlafzimmer stand und die Betten ordnete, durchzuckte

MondliWt S.ZrLZ a ^berwetß tm ein Gedanke ihr Herz wie ein kaltes Wasser:Dein Ge-

Millionpn dexdtb zu | liebter!" Sie setzte sich hin und preßte die Hände gegen

die ^rdtPttfffß^,Ia r,"M Sternenheeres, I die Brust, sprang aber gleich wieder auf, stieß einen

mit ^Winckler afatt.eS lt)irfte I Schemel beiseite und legte ihr Kopfkissen mit sicherer Hand

wrt zehnfacher Stunmungsfülle auf chn und erfüllte sein zurecht.

nüc^tern machte: aber Es ließ sich nicht leugnen - sie hatte an ihrem ibn her fipitiLZZs?1 Je/nZ Settern, at3 wolle I Hochzeitstage viel in der Kirche gewemt, als sie aber in er konnte eVnirf>fnii £te ®mee tilgen ihr kleines freundliches Heim hinaus gekommen war, hatte

ÄU verwerten, sie die Arme um B-öjes Hals geschlungen und ihn fest

Walle ein neben ihm auf einer an sich gepreßt:Jetzt bin ich Dein in Tod und Lebens

einem blauen, ^wollenen Tuch umbraSopf U9e" Unb Und dann hatten sie den Kampf ums Dasein begonnen. Er stand eine Weile da und lab W an k» n.rfon. toar schaffensfreudig tote nie zuvor. Freilich toa« Tust von Rosen und Lavendel strömte Wer den Wp^Jss^a <et ganze Rest seiner kleinen Erbschaft mit der Einrichtung

und aus denJasminbüsckeu Ä draufgegangen, aber was that das? Jetzt toar er ja gesund

Flötentöne Sie stüüte bie Arme in bin 1111 b konnte auf eine Einnahme von zehn-, zwölfhunbert

üb ergeb euat da ' aZ 9t ZZI Kronen rechnen, teils aus ber Gärtnerei, teils aus den schimmer $ ' $ glanzten tote Phosphor- | öffentlichen Parks, in benen er eine Stellung als Unter»

wa f01 _ Di, DiA .«.Ar r I gärtner erhalten hatte. Unb mit bem guten Examen, bas

Anne?" v I ch wohl fritin Spiel geschmückt, I er gemacht hatte, bürste er sicher balb auf eine bessere!

3a, bin ich nicht fein? So setz Dich boch!" Di?^ukunft?aa fonnia vor ihnen Wie alücklW toa«

plötzlich inne^ unb"starrte^lanae^auf baa Z rZ* Za I er "icht, toenn er bes Mittags nach Haufe kam unb Heringe herab Ta irfiimmpri-p ZZZZZ /Aklme Tuch unb gekochte Kartoffeln ober ähnliche einfache Speisen auf der ihm bie Wauo? f1prnto>ntfnb etnent ^llen Tropfen, I bem Tische stauben! Entzückt schlug er bann bie Arme um

Snn niÜ » feine Helene unb preßte sie ans Herz.

g g still seines Weges. I Alles, was in ihnen an Mut unb gäreubem Wirkungs-

i Q 7. 7, j brang toar, erfüllte sie mit Begierbe nach bem Leben.

' cspTp»» . «kVeiter Band. I Das Treiben ber Hauptstadt mit seinem Glanz und

WnAotwctJi ZZ r ZZ,, Mensch geworden von bem | Schimmer warb eine Quelle bes Rausches für Helene, bi«

..8 Jte bre Brücke hinter sich abbrach. Jetzt | basaß unb alles mit ber Unmittelbarkeit eines Kinbes an-,

i r Küste, hinaus auf bie tiefen I hörte. Tivolis braufenbe Musik unb märchenhafte Lichter- IZZZZZ bestehen sollte. Ihr Herz | Pracht, bie glänzenden Ausstattungsstücke der Theater, bie

Kraft erfüllt, bie ihre ganze Natur durch- | Schätze der Kunstsammlungen alles war neu und voll

b £ Z siegesaewiß machte wie eine Walküre. von zauberhaftem Reiz für sie.

Bas Z haZ ZZZ Frau hatten mit ihr gebrochen, | Zuweilen nahm Böje sie nach einer öffentlichen Ber- , Mitteilung von ihrer Verlobung gemacht I sammlung mit, wo sie mit gespannten Nerven all dem

A o!t11 Ieber, Afisse seine Wege gehen, sagte die I Neuen lauschte, das auf sie eindrang. Wenn sie dann nach wägerin, tue mdstolz den Kopf in den Nacken werfend. I Hause kamen, könnt« sie ganz erfüllt von dem Gehörten