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Mode.
Gsmeinnützises
als „Burg am
3. 4. 5. 6.
1. 2. 3. - 1.
1. 4. 5. - 1.
Düna, Kiel, Liste, Erwin, Keil, Neid, Orden, Erde, Kummer, Scheitel
Weg auf die Höhen des Parnaß« zu ebnen oder — Talentlosen abzuraten. —
Geheimschrift
Nachdruck verboten.
Redaktion: E. Burkhardt. - Druck und Verlag der Brühl'schm UniversttätS-Buch. und Steindruckeiei (Pietsch Erben) in Gießen.
3. 4. — 2. 3. 4. —
3. — 1. 4.
— 2. 3. 4.
Die Lösung ergibt einen Sinnspruch. Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Anagramms in voriger Nummer: Rahne, Rotte, Erde, Insel, Leim, Inka, Garn, Reich, Adel, Lalar, Hafen. Freiligrath.
Lehrjahre im Obstbau. Lehrjahre tm Obstbau mutz jeder durchmachen, der sich mit Obstbau beschäftigt. Man kann sie aber wesentlich zum Vorteil für bte eigene Tasche abkürzen, wenn man die Erfahrungen, welche andere machten, berücksichtigt. In Nr. 20 des „Erfurter Führers beschreibt ein Praktiker seine anfänglichen Mißerfolge und seine jetzigen Erfolge. Da zugleich Zahlen über bte Durch- chnittsernte angegeben werden, so mag mancher, der Obstbau zu treiben beabsichtigt, doppeltes Interesse an diesem Artikel haben. Unseren Lesern steht Nr. 20 des „Erfurter Führers im Gartenbau" kostenlos zur Verfügung, wenn sie sich mittels Postkarte nach Erfurt wenden.
Billige Luftverbesserung. Eine große Wirk- ung erzielt man im Krankenzimmer, welches rasch von üblem Geruch befreit werden soll, wenn man in einen Eimer heißen Wassers einen Löffel Terpentin gießt. Mit solchem Wasser kann man auch schnell schlechte Gerüche aus Gegenständen aller Art und aus Wäsche entfernen, wenn man sie hineintaucht und rasch an einem warmen Orte wieder trocknen läßt. _ , ®-
„Praktischer Wegweiser", Wurzburg.
kommen viele mit „Pohl" zusammenge- die mit dem Teufel nicht das Geringste Ergebnis: die Erklärung der beiden Stange gießt, ist weder populär noch
„W teuer M o d e", Heft 23 (vierteljährlich 6 Hefte
Kaalbnra und Nfablaraben. Von E. Stanae. I Mr. 2.50), zeigt aus dem farbig ausgeführten Umschlag isanwurg uuv «cvu I 8toei I)ö^t elegante, aparte Herbsttoiletten, auf zehn vollen
Populärwissenschaftliche Erklärung der beiden Namen. Hom-1 Seiten ’ und einem großen doppelseitigen Tableaubilde bürg v. d. H- Fritz Schicks Hofbuchhandlung. 1901. 45 I «^det man eine weitere vollkommene Auswahl aller Herbff-
und 1 S. Oktav mit einer Karte. Preis 75 Ps. I kleidungsstücke neuester Mode für Damen nach eigenen
Dem Verfasser genügten die seither üblichen Erklär-1 Entwürfen des Ateliers Zeser hervorragendsten Moden- schast allein ^grüniwteri"' nicht ^halb^sN^Ä I seh? raichAftg" und hübsch, die Handarbeitsvorlagen sind gewaltigen Arsenal mythologischen Rüstzeugs will er be- I Frauenfrage an ; 'f ÄdKnÄÄHeS
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dieselbe Bedeutung haben. Das ist auch sehr einfach-: I aal = Salz, sol = Sonne, folglich ist das Salz ein Ge- I schenk der Sonnenjungfrau! Anstatt also seinen Beweis I von der gleichen Bedeutung der Stämme sal und sol I aus anzutreten, muß er diese Gleichheit erst selber beweisen, und thut dies mit seiner von ihm noch zu beweisenden Behauptung. Eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt. Um dem unkundigen Leser einen Faden an die Hand zu geben, will ich hier bemerken, daß sal und sol ’ ursprünglich verschiedene Wörter gewesen sein müssen, die lautlich und begrifflich- allerdings einander nahe stehen. Säl bedeutete im Althochdeutschen See, Wasser, Meer. Sol bedeutete Kotlache und ist das heutige „Suhl" (Arnold, Ansiedelungen und Wanderungen S. 520.)- Wie vorsichtig man mit der Herleitung von Ortsnamen sein sollte, zeigt die Erklärung des Namens „Salmünster". Nach Stange müßte sie etwa Sonnen- kloster heißen, der Name kommt aber von dem Personennamen „Salich". Ferner: Schwalheim, das der Verfasser auch von der Sonnengöttin ableitet, kommt von SWal — wallendes Wasser (Schwall!) und bedeutet nichts anderes als Quellenort (Weigand, Oberhess. Ortsnamen.). Dem Verfasser weiter in seinen fonnendienerischen Phantastereien zu folgen, lohnt nicht. Man lese einfach bei Arnold a. a. O- nach und man wird Saalburg unschwer als „Burg am Sumpf" erkennen, wenn auch der Sumpf heute ausgetrocknet ist. — Nicht besser steht es mit des Verfassers Erklärung von „Pfahlgraben", nur daß jetzt der arme „Teufel" Herhalten muß. Von der alten Schreibweise „Pholgraben" ausgehend beweist er, daß mittelhochdeutsch Phol — Teufel bedeutet, wozu ja auch die Bezeichnung „Teufelsmauer", die der Limes streckenweis führt, wunderbar stimmt. Wenn der Verfasser behauptet, Pfähle seien am Pfahlgraben nirgends nachgewiesen, so verweise ich einfach auf die Litteratur der letzten Jahre. Kohl und andere haben auf großen Strecken des römischen Grenzwalles einen Pallisadenzaun gefunden. Für die Be
ste am Strauch verblüheu zu lassen. Es kommen ja- immer I deutung des Namens aber hat der Gymnaftal-Oberlehrer neue nach, und diesen Nachkömmlingen spart man den I Reinhard Walz im vorletzten Osterprogramm des Fried- Saft und das Mark, das jene dem Stamm im Verwelken I berger Gymnasiums die allein richtige Erklärung gegeben, ^ziehen. I Das deutsche Wort „Pfahl" ist Lehnwort aus dem Latei-
Aber bei den Blumenspenden allein ist es nicht ge- I nischen von palus. Da es für Schanzpfahl von den blieben. Frische und eingemachte Früchte werden gebracht, I Römern nicht gebraucht wurde, so erlitt das Wort bei auch Wein, und damit namentlich arme Hauskranke be-1 feinem Uebergang ins Deutsche eine BedeutuNgs-Erwei- glückt- I terung und wurde um die Mitte des 2. Jahrhunderts auf
Es ist eine Herzensfreude, dieser Art Wohlthun zuzu-1 bett römischen Pallisadenzaun angewendet. Die Bezeichnung sehen, und manchmal sah ich zwischen den duftigen Gaben I ßftefr bestehen auch als der Zaun längst verschwunden und Floras und den übrigen an jedem Krankenbett erwünschten I nur noch der „deutlich sichtbare schnurgerade verlaufende guten Dingen ein braunes Maggifläschchen hervorlugen, das I Grenzwall" übrig geblieben war. Dieses „zweite Merkmal nicht minder überall willkommen ist. Der Arzt gestattet I Schnurgeraden: ,pohlgroad‘" trat dann in den Vorder- gerne ein paar Tropfen als Würze der sonst so leicht 1 ^nd, und die Bezeichnung „Pfahl" wurde infolgedessen verleideten Krankensuppe; der bei den meisten Krankheiten I au; anbere dem Grenzwall ähnliche Anlagen angänzlich abgestumpfte Gaumen empfindet plötzlich Reiz, und» gewendet. Daher ’---------- —"*"**"^
der fehlende Appetit wird rege. I regte Ortsnamen,
Die Züricher Blumen-Mission mit allem, was sie an I ,u tgun gaben, taktvollem Wohlthätigkeitssinu in sich schließt, ist wahrlich I ^men, wie sie ein schöner Brauch, der überall Nachahmung verdient und 1 wissenschaftlich, wie geschaffen ist für fein empfindende Frauenherzen. I "
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