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Du endlich ein Wort zu mir sprechen?"
hattest ja recht, vollkommen recht. Ick) habe,. wenn ohne es zu wissen unb( zu wollen, thatsächlich erneu falschen Eid geleistet, und Du bist noch viel zu glimpflich mrt mrr umgegangen in Deiner kindlichen Liebe.
^„Du^ weißt eß?" fragte Rudolf verwundert. „Und
Er schwieg eine Weile, als ob er über etwas nach- ö -n, und er
es war ihm, als wb er in den strahlenden blauen Frühlingshimmel blickte. „Alles liegt rnir daran, Margarete,, alles! Ihnen Ihre Ehre und Ihren makellosen! guten Namen wiederzugeben, ist der letzte Wunsch, den ich noch auf Erden habe."
„So dürfen Sie nicht sprechen, Herr Irnberg, wenn Sie mich nicht auss tiesste betrüben wollen. &ie sollen noch viele, viele Wünsche hegen undi sollen sre alle 11t mo Qptf für den letzten ae-
„Aber so geben Sie mir doch wem« Ihre »an» das durch mich ins Unglück gebracht worden ist?
und neigen Sie sich ern v>emg zu mir herab ^ch I I W noch länger für eine Diebin halten —
mich ja nicht aufrichten, und rch m cht ) I ^6er sei ganz unbesorgt, mein Junge! Ich bin fangft
gern etwas sagen. t-örte das' beftiae I mit mir darüber im reinen, was ich zu thun habe. Wenn
Siethat, tote er thr gehetßssn, und er horte oas yesttge i mir m . h besser geht und wenn totr zusammeti Pochen ihres Herzens, als sre thr Gestcht dem setntgen g zurückgekehrt sind, gehe tä) unverzüglich!
näherte. ftüftierte er nuI eine I hin, mich dem Staatsanwalt zu stellen. Und es mußte doch
kurze'^Zeit "noch mchsen Sie ^^Aduchen, dann^ werden I sonderbar gge^en ™ n®^'e toe£f "das buchen Ge-
-m und gerechtserttg^ bot JÄ W auf mich fallen kann, kommt es ttttr
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„Was daran liegt?" er sah ihr in die Augen und I geben?
deutete, was ihr aus Erden begehrenswert erscheinen konnte. Wahrhastig, dies Mädchen war eine Heldin, und Volkmar hätte einer Prinzessin aus adeligem Blute nicht achtungsvoller begegnen können, als er sie von diesem Augenblick an behandelte. t . . .,
Er beruhigte sie über Rudolfs Zustand so wett, als er es mit gutem Gewissen thun konnte. Aber es war SÄ&Mg “e"ia *•"*■**** ’ I öllun»'* ÄTtFK 3Ä f&’ben' tej« 8e.
Der Professor hatte att diesem Morgen erklärt, daß I kommen ist" sich die Aussichten, den Patienten am Leben zu erhalten, I ----- ------- ....
mit jedem Tage besserten, daher aber selbst im günstigsten I dächte. Aber er sah sie dabei unverwandt an Falle wahrscheinlich für den ganzen Rest seines Daseins I gab auch ihre Hand ntcht frei, so dah sre gezwungen ein Krüppel bleiben würde. . I war, regungslos in ihrer Stellung zu verharren.
Von dem, was bei diesen Mitteilungen ttt Marga- I „Ja, ich habe noch Sitten anderen Wunsch , sagte er retens Seele vorging, verriet sich kaum etwas in ihrem I endlich, „aber es ist einer, der sich- gewiß ntcht erfüllen Gesicht. Sie weinte auch nicht, sondern sie bat den Doktor I wird." , . .„„
nur, ihr so schnell als möglich zu einem Wagen zu ver- I „Und warum nicht? Können Sie ihn mir nicht nennen? helfen, der sie an das Ziel ihrer traurigen Reise brachte I „Ja. Ich wünschte, daß Sie bet mtr blieben, bis es
Sie sind also wirklich nur seinetwegen gekommen?" I Ende ist, daß ich Sie immer .sehen konnte. Aber es
fragte Volkmar. „Und es ist 'Ihre Absicht, bei ihm zu I trt unmöglich, ich weiß es."
bleiben?" , . I „Es ist nicht unmöglich. So lange ich Mich hier nützlich
„Ja", erwiderte sie einfach, „so lange, bis er meiner I machen kann, bleibe ich gewiß." nicht mehr bedarf oder bis - “=’ “ *~«***" r ------
„Und Ihre Mutter, Fräulei
bis er mich! fortschickt." I Aber es war ihm an diesem Versprechen nicht genug.
v., utter, Fräulein Willisen? Ist sie damit 1 ragen es, um mich zu erfreuen. Und es ist doch> einverstanden, und kann sie Sie entbehren?" I nickst Ihr Ernst." .
„Sie braucht mich vorerst nicht; denn sie hat Aufnahme I $gie soll ich es anfangen, Ihnen das Gegenteil zu bei einem Verwandten gefunden, mit dem sie sich vor 1 greisen? Was müßte ich thun, damit Sie nur glauben? kurzem nach langer Entfremdung versöhnte. Ich! darf chret- I @ie müßten mir schwören, daß Sie nicht von nur wegen ganz ruhig sein." ; , I gehen werden, so lange ich lebe, daß Sie in meiner letzten
„So kommen Sie denn", sagte er, „und der Himmel I pei mir sein werden, so wie Sre jetzt bet mrr sind. gebe/ daß mein armer Freund noch einmal rm stände ist 1 ängstliche Spannung war in seinen Zügen und
Ihnen das großmutige Op er zu danken, das Sie ihm I Blick, mit dem er die Antwort von ihrem Gesicht da bringen. Nur sür wenige Augenblicke noch müssen Sie I ™ °em »
mich entschuldigen." „ r I (Sie aber sagte: „Ich schwöre Ihnen, daß ich nicht
Er hatte die Gestalt der Frau Haller wahrgenommen, I ^Eaehen werde, bis Sie selbst mich gehen heißen." die ganz in ihrer Nähe Pfand und halb' erstaunte, halb I 8 g dann gehen Sie nie — nie!" frohlockte er. „O, entrüstete Blicke auf ihn und auf ihre ehemalige Gesell- I "ba'nf6ar Ihnen bin! Wie glücklich Sie mich damit schasterin warf. Er trat zu ihr, um einige Worte mir l , Margarete!"
ihr zu wechseln, die sich auf Lillis Befinden dezvgen, und I ' m Augenblick öffnete sich leise die Thür, und um ihr seinen Besuch.für den Nachmittag in Aussicht zu I PiimMeibers aebeuate Gestalt glitt lautlos über die stellem Dann führte er Margarete zu einem vor dem des P^andlechers Keugte^ Gestack ^wahrte, die
Bahnhof haltenden Wagen, jtnb ste fuhren rasch^ davon. I ^em nocf) troc x^rzem völlig teilnahmlosen Sohne "" A,"!ud°lstmi--g WM «rfcn Mal di- treue M°«°n--n war.
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über sein bleiches, eingefallenes Antlitz. . I • F„nae mein lieber, böser Junge!" rte.f
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Fräulein Margarete? I <^a Vater ich erkenne Dich, und ich freue mich von
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schwachen Versuch, zu lächeln. „Nein, wchstlich nicht. Aber ich kann es noch gar nicht begreifen. Wie haben Sie es den überhaupt möglich.gemacht? Und was — was werden bie Leute^dazu ^ie sich keine Sorge machen", er-
widerte sie rasch, „unb wir werden später davon sprechen. I woher Kopfbewegung auf
Jetzt sollen Sie sich bemühen, gesund zu werden, werter «W bettete nt^? f
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