die Katastrophe alS ein nicht abzuwendendes Schicksals­ereignis gleichgiltig hin, ohne sich dessen im geringsten bewußt zu werden, daß er selber ein Leben recht leicht­sinnig und gewissenlos zu Grunde gerichtet hat. Nicht in allen diesen Fällen ist man jedoch berechtigt, von Ver­nachlässigung zu sprechen im Gegenteil, man giebt sich oft mit den kleinen Gesellen recht viele, ja zu viele Mühe und stört und quält sie über Gebühr. Unkenntnis trägt häufig allein die Schuld; daher sei hier für die Eigen-» Hinter von Gold- und anderen Fischen bemerkt, daß man, wenn man kein Aquarium besitzt, für einen Fisch, gleichviel welcher Art, mindestens eine entsprechend geräumige Fisch­glocke erwerben und bei Mangel an Wasserpflanzen, die das Wasser frisch erhalten, für gehörige Erneuerung des Wassers sorgen, auch die anspruchslosetr Tierchen zur Ver­meidung der Verunreinigung des Wassers nur mit soviel Futter versehen muß, als sie täglich> aufzehren. Hält man mehrere Fische, so ist das Gefäß entfprechend groß zu nehmen, da man auf jeden Fisch wenigstens ein paar Liter Wasser rechnen muß,.

Eins der beliebtesten Haustiere aus der Klasse der Amphibien ist der Laubfrosch, der Wetterprophet des Land­manns trotz unseren meteorologischen Stationen und Wetter­warten. Der harmlose Grünrock verfällt leicht dem Besitz des Menschen, da er besonders nach stattgehabten Nieder-, schlägen sich bemerklich macht und mühelos gefangen wird. Aber zu welch grauenvollem Dasein verdammt ihn zumeist der unerfahrene Erbeuter! Ein kleines Glas, das halb mit Wasser gefüllt und mit einem LeiterchKn versehen ist, nimmt ihn auf, obwohl der grünfrackige Quaker gar nicht zu den Wassertieren zählt, sondern auf Bäumen in der Nähe von Gewässern lebt. Nur seiner vorzüglichen Kon­stitution hat er es zu danken, wenn er trotzdem die Schrecken der Gefangenschaft oft lange Zeit ohne Nachteil erträgt. In einem von Brehm erwähnten Falle befand sich ein Laub­frosch 22 Jahre in Gefangenschaft, und auch dann kam er nur durch Zufall ums Leben. Kälte und Wärme übersteht er gleich gut und auch hinsichtlich des Futters ist er leicht zu befriedigen. Alle Arten Insekten, sofern er sie nur bewältigen kann, nimmt er dankbar an; hat man nichts anderes zur Verfügung, so giebt man Fliegen und Mehl­würmer, aber alles nur in lebendem Zustande. Der kleine Gefangene wird in kurzer Zeit zahm, oft in außerordent­lichem Grade, sodaß er die Speise aus der Hand nimmt und aus seinem Glase nach Belieben herausspaziert oder dahin zurückkehrt. Doch wie seinen Aufenthalt mangels eines richtigen Aquariums oder Terrariums am besten ge­stalten ? Man nimmt ein größeres Glas (am besten ein nicht zu niedriges, weites Fischglas), bringt in dessen Mitte ein anderes kleineres Glas- ober Steingutgefäß von der Größe, daß das Tier sich darin leicht bewegen kann, füllt dieses mit Wasser und stopft dann den verbleibenden freien Raum rundum mit Erde aus, die man mit zeitweise anzufeuchten­dem und zu erneuerndem Moos bedeckt. Die Moosdecke muß den Wasserspiegel um ein weniges überragen. In das Moos stecke man ein paar kleine Aeste ober Zweige, stark und ver­ästelt genug, baß bet Frosch baran emporklettern kann, auch möglichst haltbar befestigt. Im Frühling unb Sommer wählt man hierzu belaubte Zweige, bie man immer toieber erneuert, um dem Tierchen sein Gefangenleben so traulich wie möglich zu gestalten. Das kleine, mit Wasser gefüllte Glas muß öfters gereinigt und das Wasser erneuert werden. Die Oberfläche des Wassers kann man mit Wasserlinsen bedecken. Den ganzen Behälter verschließt man mit einem Teckel von gewöhnlicher Gaze oder Drahtgaze, in der Mitte macht man ein Loch, um Fliegen oder Würmer einführen zu können, das man mit einem kleinen Papierpfropfen verschließt. Tote Insekten ober kleine Fleischstückchen müssen an einem Hölzchen hin unb her bewegt werben.

Mso ber oberste Grnnbsatz bleibt: lasset beit Tieren ihre Freiheit! Müssen sie schon als schäblich vertilgt wer-^ bett, so mögen das die dazu berufenen Personen ausführen/ Kinder find vor allem nicht zu einem solchen Schlächter­amt berufen. Hält man aber einmal Tiere (Vögel, Frösche, Fische ober sonst etwas), so erforsche man sorgfältig ihre Lebensbebiugungen unb bemühe sich bann, ihnen die Ge­fangenschaft so erträglich als möglich zu machen. Stets

erinnere man sich, daß sie gefangen sind unb sich nicht selber versorgen können, daß wir also für sie verantwortlich sind unb ihre Versorgung stets unserer eigenen vorauK- gehen muß.

Gemeinnütziger.

Die g eignetste Stärkung für den Freund körperlichen Sports wird immer diejenige sein, die zugleich die Lebensgeister hebt und die Nerven beruhigt, also den Körper mit Wohlbehagen erfüllt, ohne aufregende und betäubende Einflüsse auf das Gehirn auszuüben. Welch' angenehme Empfindung hat derjenige, der nach tüchtigem Reiten, Radeln, Rudern, Bergsteigen, Wandern, Schwimmen, Turnen u. s. w. eine Tasse Bouillon aus Liebigs Fleisch­extrakt zu sich nimmt! Selbst in der einfachsten Zubereitung (in heißem Wasser aufgelöst, noch einmal durchgekocht, ge­nügend gesalzen) mundet solcher Trank köstlich. Kann gar noch ein Ei, ober ein wenig Butter, ober etwas Weißbrot in Bröckchen hinzugefügt werben, so ergiebt bas eine beliziöse Labung für den Ermüdeten, unschädlich und fräfHgenb zugleich Selbst schon etwas Fleischextrakt auf ein Bvot- fchnittchen gestrichen haben Afrikaforscher als Stärkung nach harten Wegemühen angewandt unb sehr gerühmt.

Nutzen und Schaden des Aufhöhens der Spargelbeete. Wer weiße, lange Spargelpfeifen ernten will, muß seine Spargelbeete jetzt aufhöhen. Biele machen dies Aufhöhen recht gedankenlos. Sie wissen nicht, daß sie durch falsches Aufhöhen die Ernte um 8 Tage und mehr ver­zögern können, ja, daß falsches Aufhöhen reichen Ertrag oft in Frage stellt. Das Aufhöhen der Spargelbeete ist nur ein notwendiges Hebel weil es dies, ist, muß es so für den Spargal gemacht werden, daß es diesen am wenigsten hemmt. Die Spargelbeete dürfen deshalb nicht zu früh aufgehöht werden, es darf aber auch nicht zu viel Erde auf bie Spargelbeete kommen, und diese muß wieder recht­zeitig herunter. In Nr. 3 desErfurter Führers im Garten­bau" ist ber Nutzen und Schaben, den das Aufhöhen bringt, genau durchgesprochen unb gleichzeitig angegeben, wie man junge Anlagen behanbeln soll, und wie hoch die älteren Beete aufgehöht werden bürfen. Nr. 3 steht unseren Lesern kostenlos zur Verfügung, wenn sie sich mittels Postkarte nach Erfurt wenden.

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k.Wurenlieder" von Rudolf Bunge. Dem tapferen Heldenvülke und seinem würdigen Staatspräsidenten gewidmet. E. Piersons Verlag, Dresden und Leipzig. Ladenpreis elegant broschiert Mk. 1., wovon 25 Pfennige für jedes verkaufte Exemplar dem Fond für die Hinterlassenen der gefallenen Buren zufließen.

Der durch seine früheren lyrischen und epischen Dichtungen in den weitesten Kreisen bekannte und beliebte Librettist desTrompeter von Säkkingen" veröffentlicht hier zu Gunsten des tapferen Burenvolkes nahe an fünfzig geharnischte Zcitgedichte, von denen eine Anzahl bereits in vielen größeren deutschen und deutsch-amerikanischen Zeitungen seit Jabres- frist diesseits unb jenseits des großen Wassers bis in die fernsten Thäler Indianas und der Misstssippi- und Missourigegenden Verbreitung und durch die Begeisterung, mit welcher sie der Burensache hochpoetischen Aus­druck verliehen, allgemeinsten^ Beifall fanden. Viele derselben find von so drastischer Wirkung, daß sie sich auch zu öffentlichen Vorträgen, namentlich in burenfreundlichen Kreisen, eignen, sodaß dieses Buch in keinem Hause fehlen sollte, wo deutsche Herzen für unser heldenmütiges stammverwandte« Volk schlagen und den fluchwürdigsten Raubkrieg, den das habgierige Eng­land je geführt hat, mit gerechter Entrüstung verurteilen.

Geheimschrift.

Nachdruck verboten.

Timlestasnemegerbend Begitnamschievielnepi Nikemschenliwltesawrewend Nieejredliwltesawnesi.

Vorstehende Buchstabenreihen sind in Gruppen zu zerlegen, die sich durch Umstellung der einzelnen Buchstaben zu Silben umwandeln lassen derart, daß diese Silben dann im Zusammenhang gelesen einen Einn- spruch von Goethe ergeben.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Kreuzätsels in voriger Nummer:

La bau n '

--Laban, Made, Lama, Lade, Bande.

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Redsrti-n: «. Burkhardt. Druck und »erlag der »rShk'fchm ÜrriserKtStr-Buch. med Bteindruckerei (Pietsch trlt«) in »ich«.