Ausgabe 
25.8.1901
 
Einzelbild herunterladen

480

Gemeinnützige».

Tie amerikanischen Mittel zur Vernich- tuna des Ungeziefers. Zahlreich und gefräßig, wre

iDCnbßTt.

Wie erkennt man gute Mehlsorten? Gutes Mehl hat ein feines Aussehen, fühlt sich, mild, und fettig an und ballt sich beim Zusammendrücken; man preße-eine Hand voll Mehl fest zusammen und lege es auf einen Tisch; hält es zusammen, so ist es rein, fällt es aber sofort aus­einander, so ist es gefälscht. - R eis mehl mutz weiß fern und sich knarrend anfühlen. Gries mehl wird häufig verfälscht, besonders mit Knochenmehl und Kalk, ersteres zeigt sich, wenn man das Griesmehl mit kaltem Wasser hinstellt, am Niederschlag, letzteres beim Aufkochen am starken Schäumen. Buchweizenmehl soll wech frisch von Geruch und angenehm von Geschmack fern; schlechtes

Professor Preyer, der große Psychologe, der um 1890 an der Berliner Universität stark besuchte Vorlesungen über den Hvvnotismus abhielt, war, wie er einmal erzählte, . IU(ly uc» n n a c 9 *v i v " *' -----7 7

-kurz vor einem Vortrage so heiser geworden, daß er voll- ^lten zuvor, ist das Ungezieser Heuer rn unsere Garten ständig stimmlos war. Den Vortrag konnte er nicht mehr I ^gerückt, und wir plagen uns damit, es wieder heraus­absagen Da gab er sich die Autosuggestion, daß er, so I ------- m-- ntnn icder aewitz

lange er ein vor ihm stehendes Glas Wasser ansehe, werde sprechen können. Und die Suggestion verwirklichte sich.

Tas Gehirn geht auf die Suggestion ein, das psychiscye Leben, die Seele glaubt an sie. Und wo wir glauben, sind wir alle eingebungsfähig.

zubringen. Bei dieser mühseligen Arbeit mag jeder gewiß gern Kenntnis nehmen von den Mitteln, die der praktische Amerikaner anwendet, um das Ungeziefer los zu werden. Er geht dabei mit vielem Geschick und großem Erfolg vor.

Leben, die Seele glaubt an sie. Und wo wir glauven, 1 ^in Kamps ist wesentlich anders als der unsere. Der sind wir alle ein geb un gs fähig. f Amerikaner sucht das Ungezieser dauernd fern zu halten.

Aber nicht alle Suggestionen erfüllen sich; denn alle I er Mittel anwendet, die auch dem Nachwuchs des ** Ungeziefers verderblich sind. Aber er ist zähe in diesem Kampf, er läßt nicht locker, bis das Ziel erreicht ist- JU Nr. 19 desErfurter Führer im Gartenbau" finden wir die verschiedenen amerikanischen Mittel, ihre Zusammen­setzung und ihre Anwendung beschrieben, Diese Nummer sei allen Abonnenten empfohlen, die in ihren Garten Ungeziefer haben. Sie wird unseren Abonnenten kostenfrei zugesandt, wenn sie sich mittels Postkarte nach. Erfurt

verdauliche Kost, viele Suppen, dre man auch ohne Fleisch 1 durch Liebigs Fleisch-Extrakt Herstellen kann, Milch, Obst, 1 Begetabilien rc.) erreicht werden.

Die Hypnose ist uralt. Die Keilschrift redet von ihr, die heiligen Bücher der Inder und der Perser. In Griechen­land begegnen wir dem Hypnotismus unter dem Namen des Tempelschlafes. Das Christentum sah in ihm em Werk des Teufels, und erst um 1761 hört man wieder etwas von ihm unter der BezeichnungExorzismus" (Beschworen, Teufelaustreiben). Um die Mitte des 19. Jahrhunderts beschäftigte fich eingehend Professor Charcot m Paris mit der hypnotischen Suggestionstherapie, und dre schule von Nancy (Bernheim, Liebsault) erzielte glanzende Heilerfolge. Auf Deutschlands hohen Schulen besteht noch kern Lehr- stubl für die Hypnose, unter Aerzten und Klinikern aber besitzt sie Apostel von gutem Klang (Prof. Krafft-Ebing Wien v Schrenck-Notzing, München, Dr. Moll, Berlin rc.). der ein rationeller Therapeut sein will, darf das Studium des Suggestionismus versäumen; gehe er sonst arzneilich oder unarzneilich, allgemein oder spezialistisch, wtetrt oder chirurgisch vor er kann sein therapeutisches Thuil und Lassen nur dann wissenschaftlich vollkommen rechtfertigen, wenn er die Lehre von der Suggestion beherrscht.

Redaktion: E. Burkhardt. - Druck und Verlag der BEschen Universitäts-Buch- und St-indruckerei lPietsch Erben) in Gießen.

Vorstellungen, die in unser Gehirn eintreten, weroen zu­nächst von höheren Gehirnzentren (von der Vernunft, dem Urteil) gleichsam untersucht und kritisiert. Wir können also entweder eine Suggestion durch Vernunftgründe aufnahme­fähig machen, oder es gilt,- das Kritikvermögen des Gehirns auszuschalten, die Neigung zu glauben, die Suggestibilität zu erhöhen. Den ersten Weg geht der Lehrer, der Redner«, der Rechtsanwalt. Viel sicherer aber wirkt das zweite Mittel. J,n gewöhnlichen Schlafe nun ist die Denkthatigkeit i>es Gehirns verringert. Bringen wir demnach dem Gehirn die Vorstellung des Schlafes bei, Perfetzen wiweinen Menschen in den Zustand der Hypnose, so ist fein Gehirn viel empfäng­licher für unsere Suggestionen.

Der hypnotische Schlaf wird dem natürlichen gleich­gestellt. Da wir aber auch den physiologischen Schlaf und seine Natur noch nicht kennen, so können wir nicht behaupten, der Schlaf des Hypnotisierten sei ein wirklicher Schlaf. Fest steht nur, daß beide Arten Schlaf von Erhöhter Suggestibilität begleitet sind. . , IY¥1. , <

In der Hypnose besitzen wir somit em Mittel, tiefer und nachhaltiger, als es im wachen Zustand möglich ist, das _ ..........

Vorstellungsleben, beziehungsweise dre ^ele zu beern- I Mehl^ist qrau^'ost bitter und riecht unangenehm. Ha fer- flussen. Da nun das psychische Leben tief m die Korpe^ 1 mu& körnig und von bräunlich grauer Farbe sein, funktionen hiueingreift, so können wir rn der Hypnose: durch I A h mehlige Bestandteile haben, und sich leicht

Umstimmung des Seelenlebens direkt auf den Körper I ) < {ocßenHafergrütze muß frisch«, weiß und wirken und Heilungen von Leiden aus natürlichem Wege I W A^^^^hmem, süßlichem Geschmack sein. Flach gewalzte vollbringen. Und durch diese Thatsache ist zugleich das I w6e L vorzuziehen; erstere wird rascher weich, und Wirkungsgebiet der Hypnose als heilsamer Faktor ,est-I g EA ^m Hafer bereitet werden. Reis. Karo­gelegt. Ihre Domäne sind vor allem Leiden und Schmerzen, I ,.» bie Sorte, hat große und klare Körner;

die nicht durch unausbesserliche Veränderungen bedmgt wer- | t t ix-Avt-av. m »rnviVMen be-

den, wo organische Veränderungen nicht vorliegen, z. B. hysterische Lähmungen, Epilepsie, rheumatische und neu­ralgische Schmerzen, die sogenannteneingebildeten Krank-

doch sind auch die billigeren Sorten zu empfehlen, be­sonders der italienische Reis. - Sago. Von echtem Sago hat man braunen und weißen; Tapioka ist der feinste;

eine Sitzung, sondern nur allmählich und durch wieder- trocken sem. -----ilf.

holte Einwirkungen und zugleich durch Regelung der I ganzen Lebensweise, durch diätetische Vorschriften (leicht I

Weiß zieht an und setzt mit dem dritten Zuge matt. Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Kapielrätiels in voriger Nummer: Keim Ode, Neid, Stern, Teller, Arie, Nil, Trumpf, Igel, Natter, Ort, Pol, Ei, Lamm. Konstantinopel.

a b c d e f g h

d e f