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eigenen Händen ein '—rr—,---------u—
feilten von ihnen je mit letbttajen Angen gesehen. Aber so , schön und so gut es auch sein mag, was Sie mir da er» I Wählen - zehnfach schön und gut, da es ans Ihrem ' lMunde kommt — in diesem ,Mir
herzlich geringsügig scheinen neben dem andern — 1 meine, neben — nun Sie wissen es ja sehr gut, was ich I meine, lind wenn Sie etwa daraus beharren, Hanna, wegen dieser Million meine Hand auszuschlagen, nun, V : ™ ich eben einfach die Million aus, und alles ist beim alten. I
Sie lächelte, und dies schalkhafte Lächeln war ihm Beweis genug, daß sie nicht im Ernst daran dachte, bet ihrer Abweisung zu verharren.
„Sie sind ein Kind, Harro! Und man mußte Sie fortwährend wegen Ihrer kindlichen Thorheiten schelten, I wenn es nicht so schwer wäre, Ihnen böse zu sein, jedenfalls gebe ich Ihnen Zeit, sich in Ihre veränderte Lage zu finden, und ernstlich mit sich zu Rate zu gehen, ob etn armes Mädchen jetzt noch für Sie taugt."
„Gut! Ich nehme diese Bedenkzeit an. Und |ie dar, nicht zu kurz sein. Sagen wir: fünfzehn Sekunden! Ich werde sie hier an meiner Uhr abzählen, und ich verviete Ihnen, Fräulein Hanna Sylvander, mich während dessen anzusehen, da meine Entschließung dadurch möglicherweise zu Ihren Gunsten beeinflußt werden könnte. — Zehn — zwölf — vierzehn - fertig! Ja, ich habe mich in meine veränderte Lage 'gefunden, und bin sehr ernstlich mit nur zu Rate gegangen. Und ich sehe ein, daß em armes Mädchen durchaus nicht für mich taugt, ja, ich bin anspruchsvoll genug, mich überhaupt nicht mit einer gewöhnlichen Sterblichen zu begnügen. Mem Sinn ist auf eine Göttin gerichtet, auf die lieblichste und begehrenswerteste unter all ihren hiinmlichsen Schwestern — aus die holde Göttin des Glücks."
Er hatte seinen Arm um sie geschlungen, und Hanna ließ es geschehen, daß er sie an sich zog. Mit ihrem süßen verwirrenden Lächeln sah sie zu ihm auf.
„Ich wiederhole Ihnen, Harro, Sie sind em Kind. Man kann überhaupt nicht ernsthaft nut Ihnen reden
,Ach, wer mag ernsthaft fein, wenn er berauscht ist von Seligkeit, und' närrisch vor Freude! Hanna — meine geliebte, herrliche Hanna - bist Tu nun endlich mein?
Sie antwortete nicht, aber sie ließ ihr Köpfchen au seine Schulter sinken, und .duldete mit geschlossenen Augen seinen ersten Kuß. r , , ,
(Fortsetzung folgt.)
sechs Uhr los. . „ .,
Oredntlich erleichtert • war sie, als ste erst un Abteil saß, und als dann der Zug aus dem Hausermeer hi.iai s in die freie blühende Frühlingswelt ^ueinsuhr da hatte sie bald den Onkel und alles andere vergessen, da jubelte ibre Seele dem Neuen entgegen, das sie nun sehen wurde.
Ihr gegenüber saß ein junger Mann, der ihr bekannt vorkam; sicher lvar' sie ihm im Lause des vergangenen Winters verschiedene Male begegnet, aber sie konnte sich des Näheren nicht mehr entsinnen.
Als der Zug in Goslar angekommen war, stieg Lma aus: der ihr gegenüber sitzende §err ebenfalls. Draußen auf dem Perron suchte sie nach einer bekannten Familie, mit der sie die Partie zusammen machen wollte, diese Familie tu ar aber nicht zu finden. Entweder war sie, wie. iw.,; t * cy(..Xi I Utes so häufig im Pfingsttrnbel zu geschehen pflegt, in
*lUj vCt lylUuJt. I e|nen anderen Zug geraten, oder schon früher ausgestiegen.
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Sina B-rgmaim war Seherin. Und wer da toei6, was I szASichi'oM»*ooigeStlt“ gnidig-s Frdnl-in. drnnrch es heißt, in Berlin Lehrerin zu sein der wird es ganz noch K^offizull vorge, toenig dem An-
KMViM S Ä3ÄC Ä sagte: A K auch
Un besonderen; sie hatte einen Ausflug nach dem Harz I UrgndgLtymw’X Ar, nur föu&te ich nicht, wo
wie das nun so im Leben geht: wenn wir uns I ich, ^^s^^gesehen habe^^ Morgen, gnädiges
auf etwas freuen, dann kommt meist etn unvorhergesehenes I » , A Bureau und Sie — wie ich sah
-A er M Ä ist w»
-Lebrecht, Linas Erbonkel, zu der jungen Lehrerin und macht I -*ame. ftelfte sW bann auch vor.,
ihr folgende Eröffnung: „Liebe Lma, Du weißt, ß M I wie ich vermute, Ihre Reisegenossen
Dich lieb habe und nur Dein Bestes will. Tu weißt, daß »^iw « , weiter.
ich Dir ein Vermögen hinterlasse. I Leider ia"
Lina war erstaunt; sie ahnte nicht, was der alte Her I 1 j. leift Wunder! Aber ängstigen Sie sich
wollte. . , r . , . ... I nickt wir finden die Herrschaften schon wieder. Wenn Sie
Da jfÄ in bie - *!ennt “W
hab-, will all Dir eine -rsr-wlsth- Mitteitaig nwtiien, I c. ar Wjj»- «neriieien an. Und fo gingen
ich habe einen Bräutigam für Dich ausgesucht! I ~anmw nuj i i
er bemühte sich garnicht, zu verbergen, daß die große . ^asSerrascht^Dich^kanns mir^ denken, liebes Kino!
Neuigkeit ihn mit einer sehr lebhaften Freude erfüllte. I '^7^Du fannft Dich ganz aus mich verlassen, — ich- kenne
„Nun, ich habe bei Gott nichts dagegen einzuwenden, -ab er Du kannst «anz Neffe meines lieben
eines Tages ein reicher Mann zu fern , rief er lachend. I ^n i 0 Zollhaus aus Dresden, der während der Pfingsl> „und wenn ich die Million oder auch nur eine halbe er- Fundes Holthaus _ wirst Du Gelegenheit
hielte, würde ich mich feierlich verpflichten, dem armen tage hterher der hier in Amt und Wurden
Onkel Dietrich und seinem geriebenen Geschäftsfreunde mit haben, den jungenr „
Tvppelstandbild zu errichten, obwohl ich I ist, naher leimen zu^ über ben ange-
nrif ietMimeit Auaen aefefien. Aber so I Lina Ä,.Els-Besucht sondern auch! darüber, daß I iShpsbafb ihren Pfingstausflug einbüßen sollte. Endlich!
hön und gut, da es aus jyrem ste deshalb ihren Pftngf p Onkelchen,
diesem Augenblick will es mir do^ | rasste^sie stch mir wildfremden Menschen hei-
iatennfpMi,en lächelte überlegen, wie eben reiche alte Onkel so'schlage | ß^ennewlMie^?ollsll Ai^^m keiE
Deuudes'Hchth^? schnlichster Wunsch unsere Erben ver- eint ^b!?wenn er mir nun nicht gefällt?"
Ser Seite der alte Herr: wird D« «
aewiß gefallen, ebenso, wie er mir gleich! gefallen hat.
Lina war ratlos. Erstens dachte sie überhaupt noch nicht daran, zu heiraten, am atterwenigsten emen. Menschen, nicht aenau kannte, — und dann tag iyr feyr VVD alleni darän, ^ihren Pfingstausflug zu machen. Sie wußte
Up ieht und dachte bei sich: kommt Zeit, kommt Rau.
Aber die Zeit verstrich, und der gute Rat kam nicht. Sch-N wa- der Psingsiabend da - -»i-°"Äw-r »a sollte der Extrazug abgehen, — und noch, turntet ^"°Da^ndlichi im letzten Augenblick entschloß sie sich heimlich fortzufahren. Zwar würde der liebe Onkel dann i p;m, Qou wng recht böse sein, aber sie wurde thm schon zureden und^ihn so viel umschmeicheln,^bis, erdiese un- seliae Heiratsidee auf gab und ihr nicht mehr zürnte.
"Und richtig, am ersten Pfingsttag dampfte sie früh r.m


