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Für Ansichlskartensammler.
Die Palästinareise des deutschen Kaiserpaares im Jahre 189 8 gab seinerzeit Veranlassung, zu einem regen Versandt von Ansichtskarten von den Orten, die am Wege dieser Reise liegen.
Die „Comp. Comet", intern. Reisebüreau in Dresden verband bekanntlich damit eine Weltreise, die von Palästina weiter über Aegypten, Indien, Brrma, Siam, Cochinchina, Sumatra, Singapore, Australien, Philippinen, Manila, China, Kalifornien, Alaska, Nordamerika, Kuba, Grönland, Island, Schweden, Norwegen, Dänemark führte und in Rußland mit der letzten Karte (der 200.) ihr Ende fand. Es sind auf dieser Reise ca. 200000 Karten verschickt worden, und haben dieselben bei allen Abonnenten viel Anklang gesunden.. Am 1. Mai dieses Jahres soll diese
»och einmal eine Larve entschlüpft, die sich daraus nochmals einpuppt, und nun erst entwickelt sich aus der Puppe das vollkommene Insekt. . ,
Das Moschus- oder Brsamtrer, em dem Reh ähnlicher, aber aeweihloser Wiederkäuer von der Größe unseres Rehs, liefert den bei Nervenkrankheiten in schweren Fällen zur Anwendung gelangenden Moschus. Das Moschustier ist in den Gebirgsgegenden von China und Tibet zu Hause, den Moschus sondern die Männchen in einem besonderen, in der Nabelgegend liegenden Beutel ab, welcher etwa 30 Gramm der wertvollen Substanz enthält, bei jüngeren Tieren erheblich weniger, bei alten oft auch viel mehr. In frischem Zustande ist der Moschus salbenartig und von rötlichbrauner Farbe, in getrocknetem wird er zu einer körnigen, schwarzbraunen Masse. Das Moschustier ist außerordentlich scheu und daher schwer zu beschleichen und zu erlegen, trotzdem kannten und verwandten die schlauen Chinesen, die ja «lles zuerst gehabt zu haben scheinen, und die auch in der Verfälschung des teuren Stoffs das Möglichste leisten, ihn schon seit Jahrtausenden und verbreiteten auch, um sich die Konkurrenz vom Leibe zu halten, über die Gefahren der Gewinnung die abenteuerlichsten Gerüchte.
Einer ebenso großen Wertschätzung als der Moschus erfreute sich früher das Bibergeil, ein käseartiger Stoss von durchdringendem Gerüche, welchen der Biber in zwei Beuteln absondert, und der noch bis vor kurzem als krampfstillendes Mittel bei Hysterie unsolideren mit nervösen Phänomenen verbundenen Krankheiten gegeben wurde. Aus dem Vorrat eines einzigen Bibers an Bibergeil löste man durchschnittlich 350 Mark, außerdem gelangte auch' das in zwei Säcken sich vorfindende Bibergeilfett zur medizinischen Verwendung. Da nun auch das Fell des Tieres von großem Wert ist und sein Schwanz als Leckerbissen galt, auch sein Fleisch an sich geschätzt wurde, so kann man hiernach den Nutzen des mit so hartnäckigem Eifer verfolgten Bibers ermessen.
Will man den Kreis der medizinischen Tiere noch werter ziehen, so kann man auch die Bienen und Ameisen, ja sogar die Katzen, Meerschweinchen, Schweine, Ochsen, Kühe und Pferde dazu rechnen. Denn liefert uns nicht die Biene Honig und Wachs, ersterer ein ausgezeichnetes Lösungsmittel bei Husten darstellend, letzteres notwendig zur Bereitung verschiedener Salben und Fette. Und aus den zerstoßenen frischen Ameisen destilliert man den als Hautreizmittel benutzten Ameisenspiritus, während Katzenfelle als vorzügliches Linderungsmittel bei Rheumatismus Ruf genießen. Zu demselben Zwecke finden im Volke noch vielfach die Meerschweinchen Verwendung, die man auf die schmerzende Stelle setzt und dort festhält. Vom Schwein benutzt man in ausgiebigster Weise das Fett zu Salben usw, aus dem Magen des Kalbes, Schweines und Schafes gewinnt man das Pepsin, das zur Unterstützung der Magenthätig- keit gebraucht wird, während die Kühe als Lieferanten der Kuhpockenlymphe der Medizin unendlich wichtige Dienste leisten. Früher galt auch die Ochsengalle als Arznei gegen Leber- und Magenkrankheiten, jetzt ist sie durch angenehmere Mittel ersetzt worden. Unstreitig die bedauernswertesten medizinischen Tiere find aber die Versuchskaninchen sowie alle anderen unglücklichen Opfer der Vivisektion.
Reise mit Kcrrtenversendung wiederholt werden, deshalb seien Liebhaber aus die seltene Sammlung aufmerksam gemaöU. Es ist sicher eigenartig, und interessant, wenn man dem Verlaufe dieser Reise folgen kann, indem die Vost bte von der Reise verschickten Karten, so lange diese dauert, Taß für Tag ins Haus bringt. Prospekte versendet die Gesellschaft gratis und portofrei, Mustzerkarte gegen Beringe von 10 Pfg. in Marken.
Qiradraträtsel.
Nachdruck verboten.
1. Belebte Straße Frankfurts.
2. Schauspiel von Sudermann.
3. Name eines höheren Beamten Oberheffens.
4. Stadt der Provinz Hannover.
In die Felder vorstehenden Quadrates find die Buchstabe» 18» EEE, E H, II, LL, L, RR, R, Z derart einzutragen, daß die vier Neih« wagerecht und senkrecht gleichlautend stnd und Wörter von der beigessttzten Bedeutung bilden.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung der Skataufgabe in voriger Nummer: Kartenverteilung:
B. aA, 8; blO, K, 9, 8, 7; dA, 9, 7.
M. a, b, o, dB, aK, D, 9; bA, D; cA.
H. alO, 7; clO, K, v, 9, 8, 7; dlO, 8.
Skat: dK, v.
Spiel:
1. B. bK, bA, alO (— 25). 2. H. clO, aA, eA (— 3H.
3. H. blO, bD, dlO (— 23). Damit haben die Gegner 80 erreicht.
Das Buch der Natur.
Dein Buch, Natur, liegt immer aufgeschlagen Im holden Lenz, in heißen Sommertagen, Im Herbst, wenn uns die reife Frucht erquickt, Im Winter, wenn der Schnee die Erde schmückt. Es ist so schön, so reich, so wahr geschrieben. Je mehr man liest, je mehr muß man dich lieben; Du zählst Jahrtausende, bist immer neu. Dem Schöpfer und der Schöpfung stets getreu Dem Frühling mit der reichen Blütenkrone Ziehn seine Sänger nach aus jeder Zone, Er schrieb den ersten Teil in diesem Buch, Gin bunt Gemisch mit manchem Zauberspruch.
Der Sommer mit den heißen Sonnenstrahlen, Er schrieb den zweiten Teil; doch Blitze malen Zuweilen einen grellen Feuerschein.
Er schrieb mit kräft'ger Hand von Lust und Pein.
Den dritten Teil, den hat der Herbst geschrieben. Ihm ist fürwahr der größte Raum geblieben; Denn, was im Lenz und Sommer Ahnung war, ' Das steht hier ausgezeichnet hell und klar.
Mit reifen Früchten und mit gelben Blättern Bezeichnet er in Hieroglpphen-Lettern Das Walten einer unsichtbaren Macht, Die diese Welt erschuf mit ihrer Pracht.
Den vierten Teil der Winter hat geschrieben, Hier scheint so manches Blatt uns leer geblieben; Doch hat ein unsichtbarer Zauberstist Gezeichnet da in wunderbarer Schrift.
Die muß der Leser zu dem Licht erheben, Er kann ihr Farbe und Gestaltung geben, Ein reicher Inhalt stellet sich nun dar, Dem geist'gen Auge hell und sonnenklar. Die Erde schlummert untern weißen Schleier, Der Winter rüstet sie zur Hochzeitsseier, Die jedes Jahr sich mit dem Lenz erneut Und alles, was da lebet, hoch erfreut.
Ein reiches Hoffen und ein treues Lieben In diese reinen Blätter ist geschrieben; Es lieft sich gar so traut, wir sprechens nach, Es naht aufs neu der Auferstehungstag.
Johannette Lein.
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