Ausgabe 
23.6.1901
 
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Schachaufgabe.

(Nachdruck verboten.)

das Herdfeuer für die folgende Jahreshälfte entzündet wurde, zu schaffen. Das neue Feuer mußte em reiner Jüngling durch Reiben eines harten Holzes mit einem weichen ' entfachen (daher hieß esNotfeuer" d h. diirch Reibung erzeugtes Feuer), worauf jedes Glied der Ge­meinde das Feuer nährte.Durch den brennenden Holz­stoß wurde dann das gesamte Vieh der Gemeinde dreimal getrieben, bis die Menschen endlich selbst durch die Flam­inen sprangen. Zum Schlüsse nahm jede Familie etwas Feuer mit zum heimischen Herde, während die Asche aus Felder und Wiesen gestreut wurde. Die Quellen berichten ausdrücklich, das sei gegen die Drachen geschehen, so die Luft verderbeten. Nun trieben aber im Volksglauben die Drachen, d. h. die bösen Geister, vor allem in ber ^o- hannisnacht ihr Wesen, worüber uns ebenfalls mittel­alterliche Quellen belehren. Und so kam man auf den Ge­danken, der Gefahr der Verseuchung vorzubeugen und das abwehrende'Feuer jährlich in dieser Zeit zu entzünden." (Meyer, Tas Deusche Volkstum.)

Weniger verbreitet wie Johannisfeuer und Sonnenrad scheint der Mittsommerbaum oder die Johannisstange ge­wesen' zu sein, eine Birke, Eiche oder Fichte, die, mit Laub, Blumen, Bändern und Kränzen geschmückt, int Orte aufgepflanzt und jubelnd umtanzt wurde. Bei den Wenden des Spreewaldes wird zu Johannis die Maistange fort» geräumt, die zum Pfingstfeste errichtet worden war, und dafür der Kronenbaum aufgestellt. Am Wend vor dem Johannistage wird eine Birke gehauen und bis zur Krone aller Aeste und Zweige beraubt. Am Johannistage selbst nehmen dann die Weiber das Vordergestell eines Wagens, spannen sich statt der Zugtiere davor, und ziehen in den Wald, um den neuen Baum zu holen. Mit demselben in das Torf zurückgekehrt, erheben sie ein Freudengeschrei, eilen geradewegs nach dem Orte, wo der alte Kronenbaum steht, hauen denselben um und richten unter vielem Froh­locken den neuen Baum auf, der vorher mit Kränzen und Blumen geschmückt und mit zwölf oder mehr Kannen Bier eingesegnet" worden ist.

In dieser Mitsommerstange, die in vielen Gegenden Teutschlands und Frankreichs im Johannisseuer verbrannt wurde, ist wie im Maibaum --die Vegetationsgottheit verkörpert; daß sie verbrannt wird, bedeutet, daß die Pflanzenwelt erst unter dem Einfluß der sommerlichen Sonnenwärme zur vollen Entfaltung gelangt, also gleich­sam durch das Sonnwendfeuer hindurch muß.

So übt also das Volk in zahlreichen Bräuchen heute noch unbewußt, was unsere heidnischen Vorfahren im vollen Gefühl der Heiligkeit dieser Kultushandlnngen thaten. Und so gewinnen diese Volksbräuche ein um so größeres Interesse, als die moderne Wissenschaft eifrig bestrebt ist, durch gründliche Forschungen den Zusammenhang derselben mit dem germanischen Heidentum festzustellen.

Technischer Ratgeber ans dem Gebiss der Holzindustrie. Taschenbuch für Werkmeister, Betriebsleiter, Fabrikanten und Handwerker von Rudolf Stübling. Mit 112 Textabbild­ungen. In Originalleinenband 6 Mark. Verlag von I. I.

Weber in Leipzig.

Vorliegendes Werk ist ein allgemeiner technischer Rat­geber für holzindustrielle Betriebe; namentlich für Betriebs- tetter und Werkmeister bietet das Buch ganz besondere Vorteile, indem es sicher und schnell Über Sachen Auf­schluß giebt, die selbst unter Fachleuten nicht allgemein bekannt sind. Ter Verfasser ist in der Sage gewesen, durch langjährige Thätigkeit auf den verschiedensten Ge­bieten der Holzindustrie einen Ueberblick darüber zu ge­winnen, was hier von besonderem Nutzen fein kann. Der Technische Ratgeber" ist ein Buch aus der Praxis für die Praxis, unterrichtet über Fehler und Krankheiten, über Kennzeichen der Gesundheit und Schadhaftigkeit, sowie über technische Eigenschaften der Hölzer, behandelt Holzinhalts­berechnung, Fällzeit, Trocknen und Imprägnieren des Holzes, Vertilgung schädlicher Pilze, Aufbewahrung roher und geschnittener Hölzer, Biegen und Dämpfen, Prägen und Pressen des Holzes, Bestzen, Färben, Bleichen, An-

Weiß zieht an und setzt mit dem zweiten Zuge matt. Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung der Skataufgabe in voriger Nummer: Kartenverteilung:

V. alO, 9, 8; blO, K, D, 8; d9, 8, 7.

M. a, b, c, dB, aK, D; bA, 9, 7; cA.

H. aA, 7; clO, K, D, 9, 8, 7; dA, 10.

Skat: dK, v.

Spiel:

1. B. bD, bA, aA ( 25). 2. H. clO, alO, cA (- dl).

3. B. blO, b7, dA ( 21). 4. V. bK, b9, dlO ( 14).

Damit haben die Gegner 91 erreicht.

Redaktion: E. Burkhardt. Druck und Verlag der Brühl'schcn Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.

strich, Intarsia, giebt Maschinenbetriebstechnisches und chließlich vier Bogen von 137 wertvollen Notizen in lexi­kalischer Anordnung.

Gemeinnütziges.

Es giebt im deutschen Vaterlande noch einige Gegen­den, in denen von alters her von den Bewohnern ein und dasselbe Produkt in vorzüglicher Qualität geliefert wird. So ist der Schwarzwald berühmt durch seine Uhren, Mittenwalde in Bayern durch seine Geigen, Braunschweig durch seinen Spargel und das Alte Land durch sein Obst. Auch der Gemüsebau, der ja eigentlich überall betrieben wird, hat doch auch seine bevorzugten Gegenden. Eine dieser Gegenden ist das im lieblichen Thüringen, am Fuße der Sachsenburg, am Eingänge der Porta Thuriugiaca ge­legene Heldrungen. Die etwa 2700 Einwohner sind fast sämtlich Gemüsebauer. Vor 3050 Jahren blühte hier ern großartiger Zwiebelbau, jetzt widmen sich die Bewohner mehr der Kartoffel-und Gurkenzucht. Gemusetreibereien be­stehen in Heldrungen nicht, alles ist Freilandbau, der von einer mittleren Gärtnerei auf 15 bis 40 Morgen be­trieben wird. Kleinere Gärtner pachten sich einige Morgen, die sie und ihre Familie ernähren.

Wer sich einaehender für den Heldrungener Gemusevau interessiert, findet in der neuesten Nummer des prakti­schen Ratgebers, die vom Geschäftsamte der Zeitschrift zu Frankfurt a. Oder zu beziehen ist, einen ausführlichen, lehr­reichen und reich illustrierten Artikel.

Ei'ne schlimme Krankheit der Nelken ist der Rost; er entsteht gewöhnlich durch fehlerhafte Be­handlung. An der Oberfläche der Blätter ,ich bildend, verbreitet er sich rasch über die ganze Pflanze. Rur durch Abschneiden und Verbrennen der Blätter kann er beseitigt werden. Uebermäßige Feuchtigkeit, zu tiefes Pflanzen und allzu rascher Temperaturwechsel sind gewöhnlich die Haupt­ursache seiner Entstehung. Als Vorbeugungsmittel gilt Be­spritzen mit Bordelaiserbrühe (Kupfervitriollösung).

w 8 (Prakt. Wegw.", Wurzburg.)

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