Ausgabe 
22.1.1901
 
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! der Erhaltung der Körperwärme ist dieser Umstand aber auch noch von eminent hygienischer Bedeutung. Wie der Fabrikschornstein aus dem Feuerungsraume die unver­brannten und unverbrennbaren Gase hinausführt, so bringen auch unsere Hauptporen fortwährend Gase an die Oberfläche; es ist daher klar, daß die umgebende Luft sich mit denselben mischt. Wenn den meisten Lesern auch dieser Gasaustausch noch nicht zum Bewußtsein gekommen rst, so ist dieselbe doch mitunter, besonders bei Krank- Herten, so intensiv, daß der in das Zimmer tretende Arzt 1 schon im stände ist, durch den Geruch auf die Art der Erkrankung zu schließen. Bei Naturvölkern, und ganz be­sonders bei unseren Hunden, ist der Geruchssinn so fein I ausgebildet, daß sie jede Person daran erkennen, wie wir an den Gesichtszügen, und es ist schon öfter darauf hin­gewiesen worden, daß die unüberwindliche Abneigung der I Chinesen gegen die Europäer nicht zum kleinsten Teil in diesem Geruch begründet ist. Je kleiner nun aber der Luftraum ist, welcher den Körper unmittelbar umgiebt, desto stärker wird auch die Ansammlung der Gase inner­halb desselben werden müssen; dieselbe kann so hoch steigen, I daß der Austritt des Gases aus den Poren überhaupt nicht I mehr infolge der Ueberladung der umgebenden Luft statt- frnden kann. Die Gase müssen dann selbstverständlich im I Körper bleiben, sie verunreinigen das Blut und geben somit Veranlassung zu unzähligen Krankheiten. Ganz anders bei I großem, leicht wechselndem Luftraum; die Gase treten immer frer und ungehindert aus, das Blut bildet sich, wenn nicht andere schädliche Einflüsse es wieder verhindern, gesund aus, und s elbst ein sehr schwächlicher Organismus wird sich ver- haltmsmäßig bei leidlichem Wohlbefinden recht lange er-

I Volten lassen. Allo ,Reformbestrebungen, welche sich seit Zähren, sowohl in Bezug auf Kleidung als auf Betten

I bemerkbar machen, verfolgen, selbst wenn ihnen manchmal em etwas ausgeprägter Geschmack der Reklame anhaftet, diese Ziele. ' '

Nachdem so gezeigt, welche Umstände bei der Warm­haltung unseres Körpers in Frage kommen, wird es nun darauf ankommen, zu untersuchen, welche Stoffe diesen Ansprüchen zu genügen im stände sind. Neben der For- I derung, daß die Winterkleidung nicht zu eng am Körper anliegen soll, wird im Stoffe selbst das zutreffen müssen was vorhin betreffs des aufgeblähten Gefieders gesagt war, namlrch daß derselbe geeignet ist, in sich selbst einen mög- lrchst großen,Luftraum einzuschließen. Das wird hauptsächlich | ^t5_,ebt9,tcb< *3urn ^chlch gegen die Kälte im Freien gebrauchten Kleidungsstücke als Bedingung gefordert wer- d,s" n.-y,cn' wenngleich es gewiß gut ist, wenn diese Grund-

lc^.0TI $on '^er Unterkleidung an eine genügende Be- ruckslchtigung erfahren. Wie im Bett, in welchem die Federn XtTÄ Feuchtigkeit oder unrichtiger Behandlung zu- geballt sind, das Bett, wie man sich volkstümlich ausdrückt,, em wahres Brett geworden ist, eine wohlige Wärme nicht aufkommen laßt, so können auch Stoffe, welche hart und brettig sind, ihren Zweck nicht erfüllen; sie müssen viel­mehr volummos und weich sein. Tie vor Jahren recht modern gewesenen seidenen Damenkonfektionsstoffe (Mat- lassee) haben sich ihrer Unzweckmäßigkeit wegen nicht zu ^haupten vermocht. Ta die Winterstoffe meist aus zwei gänzlich verschiedenen übereinander gelegten Geweben be- stehen,, dem dünnen Teck- oder Obergewebe aus besserem Material, und dem lediglich zur Hervorbringung der Stärke

Untergewebe, welches zum größten Teil aus Kunstwolle und Baumwolle besteht, so ist es erklärlich, daß gerade eme seidene Oberware infolge ihres verschiedenen Verhaltens zur Wolle am ungünstigsten gestellt ist; während nämlich die aus Wolle resp. Kunstwolle bestehende Unter­ware bei der Appretur zusammenläuft, bleibt Seide in der Lange unverändert, sie würde also Beulen bilden müssen. Ta das aber nicht immer ertvünscht ist, so nimmt man häufig für die Unterware ein ganz minderwertiges Material wodurch dann die ganze Ware, trotz ihrer äußerlichen Eleganz, durchaus unzweckmäßig wird; sie wird meist hart sein, also immer nur als ein Prunkstück und nicht als zweckmäßiges Kleidungsstück zu betrachten sein. Wesentlich günstiger sind die reinwoUenen Konfektionsstvffe; bei ihnen ist es wenigstens möglich, eine Weiche und. dicke Qualität zu schaffen, und die als Floconnee bekannten, mit einer

bescherte, so haben wir uns mit der Frage zu beschäftigen, wie Stosse für die Winterbekleidung beschaffen sein müssen, weiche Eigenschaften dieselben haben müssen, um ihrer Be­stimmung, uns gegen äußere Kälte, gegen Körperwärme- Verlust zu schützen, gerecht werden können. Hier sind es Zumeist physikalische Beobachtungen, welche die erste Rolle spielen; es sind die Zweckrnäßigkeitsgründe, welche zuerst berücksichtigt werden müssen, ehe noch Geschmack oder Mode in Frage kommen kann; wenigstens bei solchen Menschen, denen ihre Gesundheit die Hauptsache ist. Tie Wärme, welche unser Körper notwendig braucht, und welche er bei der Verbrennung der Nahrungsstoffe hervorbringt, strahlt ebenso wie die Wärme in einem Dampfrohr an der ganzen Körper­oberfläche nach der Umgebung aus, verläßt ihren Behälter und verflüchtigt sich. Wie das Tampfrohr schließlich da­durch kalt wird, wenn nicht von innen neue Wärmemengen Zugeführt werden, so muß auch unser Körper schließlich kält werden, wenn die- Abgabe nach außen größer wird als die innere Produktion; wir müssen aus diesem Grunde die Ausstrahlung mit der Erzeugung von Wärme auf gleicher Stufe halten, wir müssen den Körper mit Stoffen umgeben, welche schlechte Wärmeleiter sind. Als solche haben unsere Vorfahren schon die Felle der Tiere erkannt; mit der Zeit ist man darauf gekommen, die Haare zu Fäden zu verarbeiten und diese wieder zu Geweben. Wenn nun die Kleidung wirklich keinen Zweck weiter hätte, als lediglich das Ausstrahlen der Wärme zu verhindern, abgesehen von dem uebenhergehenden Bedürfnis, sich zu putzen, so müßten die Gewebe der Zunahme der äußerlichen Kälte im Winter I auch entsprechend an Stärke zunehmen. Tas trifft aber | nur bedingt zu; die Beobachtung, daß man in eng an­liegender Kleidung bedeutend leichter friert, als in etwas weiterer, hat schließlich weitere Fragen auftauchen lassen. Das einst so berümhte Jägersche Wollregime hat schnell den Platz raumen müssen, und wird auch wahrscheinlich nie mehr eine tonangebende Rolle spielen. Ter Umstand, daß unsere Vögel im Winter ebenso im Sommer, wenn sie still sitzen, wenn der Körper infolge Fehlens einer leb­haften Bewegung nicht das höchste Quantum Wärme er­zeugt ihr Gefieder aufblähen, ebenso unsere Vierfüßler bei strenger Kälte ihre Haardecke nicht glatt anliegend er­halten, sondern dieselbe aufrichten, zeigt uns noch andere Gesichtspunkte. Wenngleich die Tiere nicht wissen, warum sie das thun, also nicht auf Grund von Erwägungen dazu | gekommen sind, so ist es für uns um so interessanter, zu > untersuchen, nicht warum die Tiere das thun, sondern welchen Einfluß dieser Umstand auf die Körperwärme haben kann. Wir finden da eine Analogie in unseren Toppel­fenstern ; es ist nicht lediglich die Stärke des Glases, welche dadurch verdoppelt wird. Wäre nur die Erreichung dieses Zieles angestrebt, so könnte man doch ebenso gut einfaches Glas von doppelter Stärke verwenden; gerade der Umstand daß die beiden dünnen Scheiben in einer gewissen Ent­fernung voneinander angebracht sind, ist das wesentliche- es wird dadurch zwischen den beiden Fenstern ein un­bewegter, ständiger Luftraum geschaffen. Tie atmosphärische Luft ist aber als solche ein relativ schlechter Wärmeleiter, so daß die gegen die äußere Scheibe wirkende Kälte in ihrer Wirkung auf die zweite Scheibe fast gänzlich aufge- hohen wird, sre kann die unbewegte Luftschicht nicht durch- nngem Daher kommt es, daß bei gut schließenden Fenstern selbst bei ziemlich strenger Kälte keine von beiden Scheiben anfriert, also auch der Wärmeverlust des Zimmers an diesen Stellen fast unmerklich ist.

~ . Annähernd dasselbe tritt durch das Ausrichten der Federn oder Haare der Tiere ein; es wird die den Körper ! ^""6 eben de, ständige Luftschicht vergrößert. Tas, was aber

fcn feetben Fällen als richtig erkannt wird, muß in SphÄÄT" ffö4er ^ch zutreffen; nicht ein dickes ÄÄm, wärmsten, sondern zwei dünnere, ftS V das Verbleiben einer Luftschicht ge° hatten .Daher erklärt es sich auch, daß man beim Tragen ?f5,^Eitinaschigen Netzhemden in Verbindung mit einem Makotei^i^i»^ Oberhemd, selbst wenn es ganz dünner ankd^^n^i/u? niemals das unangenehme Kältegefühl nrw btl. ^"fachen, stärkeren; es berührt

nULJEweuig Gewebe direkt die Haut, dieselbe ist viel- I mehr zum weitaus größten Teil von Luft umspült. Neben I