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das Gesicht.
langen
als sie sich endlich dem jungen
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kennen.
sessor Herbolds Begräbnis verlassen hatte, nm sich mit nach. Wenn er nicht eben noch
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Mässig wüßte, daß er nie einen Tropfen Branntwein t >
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ein Lächeln und ein Kopsnicken ihre Zustimmung zu er-
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Mit einem holden Läch>eln schüttelte steden Pß „Nein, er ist nicht betrunken, Harro ! Und uh! glauo
tierftUnb/'banit gab es ein langes langes Schweigen das so feierlich und andächtig war, daß der alte Kruschke seme chwieligen Hände faltete, ohne recht zn wissen warum er es tbat. Erika sah, daß es ihres Vaters Werk war, unb - doch nicht minder das ureigenste Werk des Mannes, der da in seinem weißen Arbeitskittel bescheiden abseits stand um sie nicht zu stören. Sie sah, daß dre Göttin des Glucks die schönen Züge der unglücklichen Hanna Sy^ander trM und Thränen verdunkelten ihren Blick, als sw den mit aroßen Lettern in den Sockel emgemeißelten Namen Klemens Derbold las. Aber' sie schämte sich dieser Bewegung tttAnr « Jft.«,««, nicht, die Tbränen zu ver
nicht untersuchen, wie groß oder wie gering meine Ber- vfliÄtungen gegen Dich smd, sondern ich will ohne Besinnen jeden vernünftigen Wechsel honorieren, den Dumuf meine Dankbarkeit ziehen willst Nur muß es Nicht em so wahnwitziges Ansinnen sem, tote dies da. ^>ch oeme, es ließe sich aus eine andere Art ein ganz angenehmev und für beide Teile erfreuliches Verhältnis Herstellen/
Für einen Augenblick schien es, daß sw ihn mttber geballten Faust ins Gesicht schlagen wurde. Auch Hubert Wedeking mußte es glauben, wenngleich er mit kemer Wimper zuckte, und keinen Finger zur Abwehr rührte. Doch sie führte ihre Absicht nicht aus, und ließ den halb schon erhobenen Arm wieder sinken. Anscheinend ruhig trat sie "" .NbipK stst"-ZchÄ«5«>° ein Meineidiger lLili) /tchjc/c/ufbeleidigende Fragen nicht zn antworten, Mein' gnädiges Fräulein! Und ich würde den gegenwärtigen . Zeitpunkt für den geeigneten ansehen, unsere persönliche Auseinandersetzung abzubrechen. Ich werde nnr erlauben, .Ihnen durch einen meiner Freunde angemessene Abfmd ungsvdrs'Elage gU, sprach, nicht sur^nen
Moment aus den Augen gelassen, und doch hatte er die Bewegung mißdeutet, mit der ihre Hand m den Falten ihres Kleides suchte. Er nahm an, daß sie sich ihres Taschentuches zur wirksamen Unterstützung der unvermetd- lichen Thränenszene bedienen wolle, und als er das unheimliche, metallische Blinken des dunklen Gegenstandes sah, den sie statt dessen hervorgezogen, war es zu spat,
Mn Ächuß krachte," und Hubert Wedeking hörte deutlich das Pfeifen der Kugel, die fast an ferner Schlafe vor- überfuhr, um klatschend gegen die Wand zu schlagen. ^>n der Furcht, daß sie das Attentat wiederholen wurde, warf i unb'He'TemWe sich' nicht, die'Thränen zu er sich taumelnd zurück, und diese BeweMNg wachte Hanna , bergen die wie große Demanttropfen an ihren lc G ’* "blich dem P ein scharfer Knall das Gemach, das sich mit beizendem I bläulichen Pulverdampf wie mit einet Wolke erfüllte.
Der Kellner und das Stubenmädchen liefen draußen ! auf dem Gange zusammen, und der mutigste unter den dienstbaren Geistern des Hotels öffnete mit wuchtigem Stoße die Thür. Mit bleichem, angstverzerrten Antlitz trat der Regierungs-Assessor Hubert Wedeking ihm entgegen. I „Einen Arzt — sofort einen Arzt!" ries er ihm gu. » Tie Dame, die mich besuchte, hat m entern Anfall von Geistesstörung auf sich geschossew"
Ter mutige Kellner kniete schon neben der auf dem Teppich hingestreckten Hanna. Und es schien, daß er sich | einigermaßen auf" die Beurteilung solcher Ege verstand, denn, indem er sich gegen Hubert Wedekmg wandtr, sagte j er mit gedämpfter Stimme: „ , ■ „„ |
„Der Arzt wird ihr nicht mehr, viel helfen können, Derr Regierungs-Assessor, — sie ist ja schon tot.
Achtzehntes Kapitel. \
Es war dreizehn Monate später, als vor dem Hause j das einst Professor Klemens Herbold bewohnt hatte, eine i hochgewachsene, dunkel gekleidete Dame der Droschke ent- s iea die sie vom Anhalter Bahnhof hierher gebracht hatte. Ein alter Mann kam ihr mit langen Schritten und mit strahlendem Gesicht aus dem Vorgärtchen, von dem aus et Mika! Ist ?s möglich? Gott, welche Freude!
Und was sür eine Ueberraschung für unfern Herrn Harro. Tas war einmal lieb von Ihnen! Und wie blühend Sie aussehen. Garnicht verändert! Ja, die Thüringer Luft — ja, ja! Wie er sich freuen wird! Er denkt fa doch immer vtitr nn ©IC/'
So schwatzte der völlig außer Fassung , geratene Kruschke unaufhörlich, während er bte rochier semes alten Herrn in das Haus geleitete, das sie am trage von Pro-
mit »orten dmtlen H-r«" „Tas ist ja viel, viel mehr, als ich Ihnen femals zu ver- '3ette@r "tarchö hart an ihrer Seite, und kaum wußte er, wie es geschah, daß er den Mut fand, sie zu fragen:
„Erinnern Sie sich auch noch jenes anderen Vermächtnisses, Erika, das Ihr Vater uns aus seinem Sterbebette hinterließ — oder eigentlich nur mir, da ich in lenem Augenblick mit tiefer Beschämung erkennen mußte, dasj nur das Glück so nahe gewesen war, und daß ich in. thörichter Verblendung den rechten Augenblick versäumt hatte, ev mi w verdienen? Habe ich es nur damit wirklich für immer verscherzt Erika? Und giebt es keine Hoffnung mehr sm mich daß der Irrtum meines sterbenden Meisters eines Tages dennoch Wahrheit werden könnte?"
8 Sie senkte den Kopf und schwieg. Hinter ihnen aber wurde ein seltsames Geräusch vernehmlich, fast wie em Scküuchzen und als sie sich beide zugleich umschauten, seme Ursache zu erkunden, sahen sie zu ihrer nicht geringen Ueberraschung den alten Kruschke mit beiden Armen wie einen Besessenen in der Luft herumfuchteln, wahrend sem faltiges Gesicht sich auf eine höchst wunderliche Weise verzogen hatte — man wußte nicht, war es zum Lachen ode zum Weinen.^ grufc[)fe _ ist Ihnen?"
rwi Darro. „Was soll das bedeuten?"
i „Nicht böse sein, Herr Harro — ich gehe ja schon hinaus Und ich sage nichts weiter, als daß tä). es cinmer gewußt
\ habe. Es konnte ja gariiicht anders sein. Und wenn es anders gekommen wäre, so hätte gar kerne Gerechtigkeit mehr sein müssen im Himmel und auf Erden.
I Er stavfte hinaus, noch immer mit seinen langen Armen gestikulierend, und kopfschüttelnd blickte ihm Harro
Nie waren die schweren Schiebethüren schneller auseinandergeflogen als jetzt, da sie Klemens Herboldv Tochter den Eingang freigeben sollten. Verwundert ob dieses Ungestüms wandte Harro, der rm weißen^^Arbeitskittel an der gewaltigen Marmorgruppe mmstten des Atelrersr stand, seinen lockigen Kopf, dann aber als er die Emtretende erkannte, schoß ihm das Blut bis in die Stirn hinaus über
ihrem Schmerz in der Einsamkeit eines, Thüringer Gebirgs- dörfchens zu verbergen. Sie kam garnicht dazu, ihm etwas | zu antworten, und auch, als er fragte, ob sie nicht ge==
Ta?war alles, was er in der ersten Ueberraschung herausbringen konnte, und sie mußte es schon auo seinen Augen und aus seinen Zügen zu lesen suchen, ob die Ueberraschung eine willkommene oder eine unerfreuliche sei. Offenbar vermutete sie das erstere; denn sie reichte ihm so herzlich ihre beiden Hände,, als hatte er sw,statt mit dem einzigen kurzen Ausruf mit Aeußerungen überschwenglichsten Entzückens begrüßt. . <
©ie schrieben mir, daß die Gruppe an entern der nächsten Tage in den Ausstellungspalast überführt werden sollte. Und da mußte ich dockt wohl Verlangen tragen, sie zuvor an der Stätte zu sehen, wo sw entstand.
5 Ta ist sie, Erika!" sagte er nur. „Das Vermächtnis meines geliebten Meisters an die Welt, die ihn so lange


