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ihr qetrennt, und machte auch keinen Versuch!, sich ihr zu nähern. Drohend zogen sich Hannas Brauen zusammen.

Tu weißt es? Durch wen?"

Durch einen Bries des Herrn Georg von Restorp, und durch einen weiteren des Herrn Rechtsanwalts Bern­hard Sylvander." ,

Und was haben sie Trr geschrieben?"

Daß sie die gegen mich angestrengte Klage zuruck- ziehen, und in aller Form auf jeden Anspruch an dav Salzbergener Terrain ein für allemal verzichten.

oTus hätte mein Bruder geschrieben? Ich glaube es einfach nicht, Tu willst mich hintergehen."

Bitte da ist der Brief."

Hanna las, und schlaff sank ihr Arm mit dem Blatte TtißbCT

Wohl um so besser. Und Tu hast es mir zu danken, Hubert - mir allein! Ich habe um Deinetwillen alles ge­opfert. Nun ist es an Dir, Dein Versprechen zu erfüllen.

Sv weit ich dazu im stände bin, werde ich Mich -Mr gewiß nach Verdienst erkenntlich zeigen, liebste Hanna!"

,So weit Tu dazu im stände bist? Was heißt das? Und was bedeutet diese ganze lächerliche Komödie? Hast Tu etwa die Absicht, mich um den Preis memer Auf­opferung zu betrügen?

Keineswegs. Vorausgesetzt natürlich, daß Du nichts Unmögliches von mir forderst."

Tu kennst meine Fordernug gut genug. Deine Hand und Dein Name sind es, die id). begehre Nicht als etn Gnadengeschenk, sondern als mein heiliges Recht."

Fch aber kann sie Dir zu meinem schmerzlichen Be­dauern weder als das eine noch als das andere ge­währen. Ich habe Dir geschworen, daß ich Dich liebe, und es ist die lautere Wahrheit. Aber Du wirst Dich eben mit meiner Liebe begnügen müssen; denn meine Hand - es wird mir wirklich herzlich sauer, Trr diese Ent­täuschung zu bereiten meine Hand ist seit uconoten versagt."

Seine Linke spielte mit der Uhrkette, und Hanna sah das Glänzen des schmalen Goldreifs, den er heute nicht wie bei ihrem ersten Besuche, in der Westentasche, sondern am Ringsinger trug. Mit einent wilden Schrei stürzte sie ftUfNichtswürdiger! Und Du glaubst, mau könne mich abschütteln wie eine lästige Betteldirne. Und warst ^.u hundertfach gebunden auf der Stelle, hier wor meinen Augen wirst Du diese Bande zerreißen, und wirst mit mir abreisen, um mich Deinen Angehörigen und Freunden vorzustellen als das, was ich nach Deinem heiligen Cw; frfitnur bin als Deine verlobte Braut!"

W iit ein bißchen viel, was Tu da verlangst, und Deine Art zu bitten, ist mir etwas zu stürmisch. Ich will

Mn ein Gewebe wanden Die Götter Frend' und Schmerz, 3 Sie webten nnd erfanden

Ein armes Menschenherz. Herder.

(Nachdruck verboten.)

1 Die Göttin des Glücks.

Roman von Reinhold Ortmann.

(Schluß.)

Fn einer geschlossenen Droschke war Hanna Sylvander um nenn Uhr vormittags am Hotel Bristol vorgefahren. Auf dem Bock neben dem Kutscher stand etn großer Koffer, unb ein kleinerer befand sich neben allerlei Handgepäck üu Fnnern des Wagens. Sie selbst aber trug denselben kuavv anschließenden Reisemantel, in welchem ihre wunder­voll^ Gestalt an jenem Abend, da sie den Bruder so lustig überraicbte. Harros Künstler äuge entzückt hatte.

Leichtfüßig eilte sie an dem verwunderten Partner vorüber, die breite, teppichbelegte Stiege hinauf, und in kurzem, befehlenden Ton rief sw den Z"nwerkellne: der ihr oben entgegen kam, zu, er möge dem gtegterung^ Assessor Wedeking den Besuch einer Dame meldem ^m nächsten Augenblick schon erschien Hubert «l der - Thur seines kleinen Salons, heiter, kachelnd, selbstbewußt, wie Hanna ihn bisher noch nimmer gesehen.Ilsfte rasch an ihm vorbei über die Schwelle trat, erhas s , L Hand und führte/sie zärtlich! an s ctne ^ppeu- Aber ersprach kein Wort zu ihrer Begrüßung, nnd auch als er btt! SW hinter sich geschlossen hatte, erwartete er schweigend ihre ^^Nun?" fragte sie, ihn befremdet ansehend,hast $U Mchtch^als^ daß"ich" entzückt bin, Dich, wiederzusehen, meine holde Herzenskönigin! Ist es auchgegeni - rede, so ist es darum doch sicherlich nicht weniger er- frCUlSr leichtfertige Ton seiner Erwiderung trieb ihr das Blut in die Wangen. mpiT seit

babe gegen die Verabredung gehandelt, wen fe gestern Ereignisse eingetreten sind, die ich nicht voraucheh K USS|«bc ich mein Veriprechen Tu hast von Dietrich von Restorps Erben nichts mehr zu furchten." bereits lie6jier Schatz! Und wenn es

Dein" Verdienst ist, so dank' ich Dttdafür vou Herzei .

Er war fast durch die ganze Brette des Zimmers vo