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Kops zur Seite und holte den Atem an, audj ist es gut, Karbolwatte auf Mund und Nasenlöcher zu legen, um sich vor Ansteckung zu schützen, die gebrauchte Watte wirft man am besten ins Feuer. Kinder sollte man von klein auf an Halsuntersuchungen gewöhnen, ihnen auch sobald wie mög­lich das Gurgeln beizubringen suchen; die kleine Mühe macht sich in ernsten Fällen reichlich belohnt.

(Halberst. Frauenztg.)

Jeld und Karte».

Eine Aussprache über das Buschobst. In früherer Zeit wurden Hochstamm und Halbstamm als die Formen unseres Obstbaumes angesehen, auf die sich der Obstbau stützen müsse, wenn er zu volkswirtschaftlicher Be­deutung heranwachsen wolle. Nachdem dann die Form­obstbaumzucht in Deutschland größeres Verständnis gefunden hatte, wurde ein Teil der Pflichten, die man früher all­gemein dem Hochj- und Halbstamm zuwies, aus den Form­baum übertragen, und zwar dort, wo es sich darum han­delte, in der Nähe größerer Städte Tafelobst ersten Ranges zu ziehen. In neuerer Zeit ist nun neben die Formobst­zucht die sogenannte Buschobstzucht getreten. Während die Formobstzucht dem Hoch- und Halbstamm ihren Wert beließ und sich gewissermaßen mit ihnen in die Entwickelung des Obstbaues teilte, wird augenblicklich von vielen alles Heil unserer Obstkultur im Buschobst gesucht. Es gilt nicht mehr: Hochstamm, Halbstamm, Formbaum! das Schlag­wort: Pflanzt Buschobst' übertönt alles. Vorläufig fehlt es an größeren Erfahrungen in der Buschobstkultur. Es ist deshalb nur natürlich, baß unser Obstbau in der aller- empfindlichsten Weise geschädigt werden muß, wenn das Buschobst nicht hält, was man sich von ihm verspricht. So leitet derErfurter Führer im Gartenbau" eine Aus­sprache über das Buschobst ein. Da diejenigen unserer Leser, welche sich für den Obstbau interessieren, gewiß diese Aussprache lesen möchten, so können sie sich die Nr. 1 umsonst und postfrei von Erfurt kommen lassen.

DerWertundNutzenderKrötenundFleder- mäuse für das Reinhalten der Gemüse- und Obstgärten von Ungeziefer und Schädlingen aller Art ist wohl un­bestritten. Sehr lehrreiche Beobachtungen darüber hat jüngst ein amerikanischer Gelehrter F. Hodge in Worcester, Massa- chusets, gemacht. Er hielt eine männliche und eine weib­liche Kröte in seinem Garten in einem Wasserbehälter, auf dessen Rand er Stückchen Fleisch und Knochen legte, wodurch die Fliegen angelockt wurden. Die Kröten hielten sich meistens in Sprungweite von dem Köder, und eine derselben verschlang innerhalb 10 Minuten 86 Fliegen. Eben so gierig verzehrten sie ihnen vorgehaltene oder von ihnen gefangene Baumwanzen, Engerlinge, Ameisen, Raupen, Ohrwürmer, Schnecken u. s. w. So läßt sich! auch, ein Warm­haus von den Asseln reinigen, wenn man die Nacht über eine Kröte hineinläßt. Als fleißigeFliegenfänger" erwiesen sich Kröten, die derselbe Gewährsmann in seinem Zimmer in einem mij: Drahtgeflecht umgebenen, oben offenen Be­hälter unterbrachte, in dessen Ecke er ein kleines Gefäß mit Wasser aufstellt. Der Boden wurde mit Fleischstückchen und anderen Rückständen bestreut, die darauf berechnet waren, die Fliegen anzuziehen. Aehnliche interessante Versuche stellte der genannte Forscher mit den so leicht zähmbaren Fledermäusen an. Er ist fest überzeugt, daß die in Manchen Gegenden so furchtbare Mückenplage nur durch die nächtlich schwärmenden Fledermäuse bekämpft werden kann. Wo letztere zahlreich vorhanden sind, kann auch die Apfelblütenmotte nicht aufkommen- Einst fand Mr. Hodge in einem Obstgarten seinerMachbarschaft binnen einer Minute 9 Maden dieses Insektes, während er in einem weiter entfernten nach einstündigem Suchen deren nur 4 auffand. In der Nähe aber lag eine alte Scheune, die eine Kolonie von 80100 Fledermäusen beherbergte, und der Eigentümer erklärte, daß seine Bäume stets vor dem schädlichen Insekt verschont geblieben seien.

(Prakt. Wegw.)

Litterarisches.

Neueste Erfindungen und Erfahrungen" auf den Gebieten der praktischen Technik, der Elektro­

technik, der Gewerbe, Industrie, Chemie, der Land- und Hauswirtschaft rc. XXVIII. Jahrgang (A. Hartlebens Verlag in Wien). Pränumerationspreis ganzjährig für 13 Hefte franco 7.50 Mk. Einzelne Hefte für 60 Pfg. in Briefmarken.

Tiefe Zeitschrift dient ausschließlich der Praxis. Ihre Mitteilungen, die sich über alle Berufsarten verbreiten, bestehen in praktischen, zuverlässigen und leicht ausführ­baren Anweisungen, Arbeitsverbesserungen und Neuerungen auf technischem und industriellem Gebiete. Besonders wert­voll sind die zahlreichen Anweisungen zu neuen, lohnenden Erwerbsarten. Aus der Fülle des Inhaltes des fünften Heftes vom achtundzwanzigsten Jahrgange seien besonders folgende Artikel hervvrgehoben:

Autotypie für Plakatarbeit. Ein neues Bogenlicht. lieber Ersatz­bronzen. Aus meinem Erfahrungs- und Rezeptenschatz. Empirische Methode zur Untersuchung parfümierter Flüssigkeiten. Das Färben wollener Effektgarne. Herstellung gemusterter Jrisdrucke. Neue Visier­vorrichtung. Praktische Anleitung zum Selbstanfertigen eines großen Federwinders. Neues Verfahren zur Herstellung einer gegen Wasser und Säure beständigen Anstrichmasse. Verfahren zum Verhindern des Zu­sammenklebens zusammengerollter oder aufeinander geschichteter Hektographen­blätter. Sieben ohne Sieb. Selbstthätige Knallsignale. Herstellung und Reinigung von Schaummitteln aus Guillayarinde. Schweißverfahren unter Benützung von Reaktionswärme. Die Selbstherstellung des Spiegels. Der Telautograph. Neues galvanisches Element. Er­fahrungen in der Anwendung der Maschinenöle. Die Stearinkerze als Glühlicht. Herstellung von Malzwein. Neues Verfahren zur Her­stellung gestrichener Papiere. Condensiert-Rothaut, ein netzartiges Riemenleder. Ein rationelles Verfahren zur Herstellung von flüssiger Kohlensäure. Prüfung ätherischer Oele. Ersatz für Celluloid. Torfkohle und Torf als Steinkohlenersatz. Bezugsquellen für Maschinen, Apparate und Materialien. Neuer Trichter zum beschleunigten Sammeln und Auswaschen eines Niederschlags. Praktische Anleitung zur Unter­suchung von alkobolhaltigen Parfümerien, Kopf-, Zahn- und Mundwässern. Praktisches Material zur Belegung von Laboratoriumstischen. Neuer Petroleumgaskocher. Erfahrungen in der Pflege der Bäume. Praktische Erfahrungen in der Straßenbepflanzung. Wann soll man säen. Reinigung von Kupferstichen. Widerstandsfähiger Lack auf Kupfer. Herstellung eines Lackes für Theekisten und Konservenbüchsen. Dar­stellung strengflüssiger Lote. Herstellung von Juwelierkitten. Kleinere Mitteilungen. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Eingegangene Bücher und Broschüren. Neue Erscheinungen auf dem Patentgebiete. Technisches Feuilleton. Chemisches Feuilleton. Chemisch-technisches Feuilleton. Fragekasten. Beantwortungen. Briefkasten.

TieNeuesten Erfindungen und Erfahrungen", welche im XXVIII. Jahrgang erscheinen, bieten jedermann, ins­besondere dem Techniker und Industriellen, die Mittel, alle neuen Erscheinungen und alle wertvollen praktischen Er­rungenschaften kennen zu lernen und so zu verstehen, daß er sie in seinem Geschäfte sofort verwerten kann und dem­zufolge immer auf der Höhe der Zeit steht. Hunderte von Fragen aus allen Berufsfächern finden in dieser Zeit­schrift praktische und kostenlose Beantwortung.

KiNde««ZeitUNg. Herausgegebeu von Felix von Stenglin, Groß-Lichterfelde. Inhalt von Nr. 29. Was in der Welt vorgeht: Ein neuer Kampf in China; Bon den gefangenen Buren; Das wandernde Dorf; Neue Uniformen für die deutschen Truppen in China; Ein ent­flohener Luftballon; Untergang eines Dampfers; Besuch auf einer ein« samenInsel. Aus d em Reiche der Natur: lieber das Leben der Bienen. Der Beobachter in Wald und Feld: Ein nordischer Wintergast. Die ersten Störche.Peters wunderbare Reisen und Abenteuer." (Forts.) Der Fichtenbaum. Erlebnisse. Zu beziehen durch alle Postanstalten, Buchhandlungen und die Geschäftsstelle in Groß-Lichterfelde, Dahlemerstr. 75.

Zahle nrätsel.

Nachdruck verboten.

183456768 darstellende Kunst.

2 3 4 5 3 männlicher Vorname.

3 5 4 8 Zeichen.

4 2 3 3 8 Baum.

54456238 Möbelstück.

6 7 3 3 2 weiblicher Vorname.

7 3 3 Fluß in Europa.

6 5 4 4 8 Insekt.

8 6 6 2 Vorname.

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung des Quadraträtsels in voriger Nummer: ALOE LAHR OHIO EROS

$)eba!tie«: S. Burkhardt. Druck und «erlag der Brühk'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Srdeu) in «iefm.