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chen.9hm gut, aber stelle Dich zum Abendl^t wieder ein. Aber ich möchte Dich schon jetzt ir > mit leeren Händen aus dem Hause gehen lassen. Was soll ich Dir fdienten, sage mir, was möchtest Du gerne haben?" _

Peter lächelte glückselig vor sich hin.

Welchen Wunsch Du auch immer hast", bestätigte Iwan Petrowitsch,er wird Dir erfüllt werden. Forderst Du das Liebste, das Beste von uns . . ., es ist Dein!"

Peters Brust hob und senkte sich, er rang nach Atem, dann stammelte er:Nun, wenn Kaminka mir durchaus eine Gunst gewähren will", er zerrte krampfhaft an der wieder aufgedrehten Pelzmütze,und weil heute gerade mein Geburtstag ist, . . . und weil im Herbst die Bienen so gut eingetragen haben, so bitte ich aber ge­horsamst nm ein--Weißbrötchen mit Honig bestrichen!"

Geineinnützigcs.

Um sich auf leichte Weise zu erwärmen, ge­nügt das einfache Mittel, mit geschlossenem 9Nunde einige lange tiefe Atemzüge zu thun und dieselben so oft zu wiederholen, bis die Wärme vollständig zurückgekehrt. Durch die Tiesatrnung wird der Kreislauf des Blutes befördert und dem Blute frischer Sauerstoff zugeführt. Dieses strömt infolgedessen lebhafter in alle Ausläufe der Adern und erzeugt mehr Wärme. Bekanntlich ist auch eine derartige Atemgymnastik befähigt, verschiedene Krankheiten zu ver­hindern oder zu beseitigen, vorausgesetzt, daß man sie ver­nünftig und richtig anzuwenden weiß. S.

Gegen den blauen Husten oder Keuchhusten ist folgendes Mittel immer von gutem Erfolg, da es den damit Heimgesuchten schnell Linderung bringt. Man nimmt eine Handvoll junger Zweigspitzen des Pfirsichbaumes, diese können 810 Zentimeter lang sein, legt sie in zwei Liter Wasser und läßt dieses bis zur Hälfte einkochen. Man entfernt dann die Pfirsichzweige und setzt ein Pfund reinen Bienenhonig zu. Sodann läßt man langsam kochen, bis das Ganze ein Syrup geworden ist. Ten Kranken giebt man morgens, mittags und abends vor dem Schlafengehen je einen Eßlöffel voll. Nach 34 Tagen ist der hartnäckigste Husten gänzlich verschwunden. D.

Blumenpflege.

Nelken st ecklinge. Ter Januar ist eine passende Zeit für Nelkenstecklinge. Man nimmt hierzu einen 10 Zenti­meter und einen 7 Zentimeter weiten Blumentopf. Tas Loch des letzteren verkittet man und läßt den Kitt trocknen. In den größeren legt man zu unterst Scherben und daraus so viel Erde, daß der kleinere, hineingesetzte Topf feilten Rand in gleicher Höhe wie der größere hat. Ten Zwischen­raum zwischen den beiden Töpfen füllt man mit Erde, in die man die Stecklinge einsetzt. Der innere Topf wird mit Wasser gefüllt und giebt dasselbe diirch seine poröse Wand so langsam ab, daß man mit dem Nachfüllen ordentlich zuwarten kann. In vier bis sechs Wochen sind die Stecklinge kräftig bewurzelt. (Wiener Mode.")

Litterarisches.

Kindee-Zeituns. Herausgegeben von Felix von StengUn, Groß-Lichterfelde. Inhalt von Nr. 14. Was in der Welt vorgr-r Der Winter; Der Wiederhersteller der Wartburg gestorben; Der Finde mit China; Schifffahrt unter Wasser; Etwas vom Schornsteinfegerjungen; Eine Geschichte vom Steinadler; Kleine Notizen. Aus dem Reiche der Natur: Der Beobachter in Wald und Feld: Hirsche auf dein Nesselberge.Das geheimnisvolle Haus." lForis.)Jndiancr- lcben im Thüringer Wald" (Forts.). Briefwechsel. Anzeigen. Zu beziehen durch alle Postanstalten, Buchhandlungen und die Geschäft' stelle in Groß-Lichterfelde, Dahlemerstr. 75.

Scherzrebns.

Nachdruck verboten.

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Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer:

Kunst geht nach Brot.

Peters, der in seiner Verlegenheit über die sonderbare Situation ein freundliches Lächeln aussteckte.

An mein Herz", rief der Gutsherr noch einmal und schüttelte Peter hin und her, um ihm so recht seine Freude llar zu machen.Weißt Du, was Du bist, Du Glückspilz? Der Lebensretter meiner Tochter! Und weißt Du, was das bedeutet?" . , .

Peter grinste vor Verlegenheit und zerrte an seiner Pelzmütze, daß sie in allen Nähten krachte.

9tein, Du weißt es nicht?" kreischte Iwan Petrowitsch wieder, aber Du sollst es erfahren, mein Sohn, ich weiß, was es heißt, dankbar zu sein! Hier stärke Dich erst em wenig",er goß Peter ein Gläschen Wuttki ein,nachher können wir ja ein Verlobungsmahl halten, nun komm' mit, zu den Tarnen, Nadina und mein Mütterchen wollen Dir persönlich danken!" .

Peter schüttelte sich, mit Gewalt mußte ihn sein Herr ins anstoßende Zimmer ziehen.

Mütterchen stand am Bett Nadinas.Tu hast mein Kind gerettet", sagte sie bewegt zu Peter und reichte ihm die Hand.Wie soll ich Dir danken? Ohne Dich wäre ich jetzt die unglücklichste Mutter der Welt."

Oh, oh, Mütterchen", stauzmelte Peter, und eine glü­hende Röte zog sich über sein Gesicht bis unter sein stroh­gelbes Haar.

Reich' auch mir die Hand, die mich gerettet , flüsterte jetzt auch Nadina mit ihrer melodischen Stimme und streckte Peter ihr zartes Patschelchen entgegen.

Verlegen trat Peter einen Schritt zurück.

Laß Dir.nur ruhig von dem Mädel die Hand drucken', ermunterte ihn Väterchen Petrowitsch, der die Wutikiflasche geholt hatte und Peter zur weiteren Stärkung ein Gläschen einschenkte.Nadina ist dankbar, sie weiß, was sie Dir schuldig ist." , , . t r ,, ,

Ja, ich weiß es", bestätigte Nadina, indem sie beherzt die Rechte Beters ergriff.Ohne Deine Hilfe läge ich jetzt starr und steif in dem grausigen Wasser, vielleicht Monate lang, bis die Frühlingssonne das Eis schmilzt . . ." Nadma schloß bei diesem Gedanken an das grausige Bild die Augen.

, Oh, oh, Fräulein Nadina", lachte Peter,so schlimm wäre es denn doch nicht geworden. Väterchen hatte den ganzen See aufhauen lassen, und dann hätten toir Sie ja bald gefunden."

Nadina blickte ihn verständnislos an. Mütterchen unter­brach die Stille.Wenn Du einen Wunsch hast, Peter, so sprich ihn aus", meinte die alte Dame,ich möchte Dir gern an dem Tage, an welchem Du uns vor einem furchtbaren Unglück bewahrt hast, eine Freude bereiten."

'Oh, oh, Mütterchen", lehnte Peter diese Freudenkund- gebuug ab,so schlimm war die Sache gar nicht. Ich sah Fräulein Nadinas Haar", er zeigte auf eine goldschim- mernde Strähne, die auf der Decke lag,durch das dünne Ms schimmern, mit der ein Teil des offenen Wassers über­zogen war. Ich schlug das Ms durch, erfaßte das Fräulein, dann war alles erledigt; es war garnicht so schwer!"

Bei diesen Worten hatte Peter seine Mütze zu einem dicken Knoten znsammengedreht. Eine weitere Drehung war nicht mehr möglich, deshalb fing Peter an, den Knoten wieder zu entwirren.

Hast Tu auch den sauberen Herrn Konstantin Kussoff gesehen?" fragte Iwan Petrowitsch verächtlich. .

Er lief davon, um Leute zu holen, Väterchen", erklärte

Ja, ja, er Hef davon, wir haben es gesehen", schrie Iwan Petrowitsch wütend.

Auf Konstantins Gute ist kein See, kaum ein kleiner Teich; Fräulein Nadina wird dort nie in Gefahr kommen, zu ertrinken", erklärte Peter mit seinem freundlichsten Lächeln.

Nadinas Augen füllten sich mit Thräuen.Tu hast Recht, Peter, dort werde) nie in einer Gefahr schweben", sagte sie leise.

Peter Micheilofs hatte sich mehr und mehr der Thür zugeschoben, er wollte offenbar das Freie gewinnen. Nadina mußte über seine Tölpelhaftigkeit lachen.

Du willst uns schon verlassen, Peter?" fragte Mütter­

«ebaltion: E. Burkhardt. - Druck und Verlag der Brühl'schen UmverfitLt«-Bnch. und Steindruckerei (Pietsch (Erben) in Wege*.

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