Ausgabe 
19.1.1901
 
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(Nachdruck verboten.)

Die Seekönigin.

Seeroman von Clark Rüssel.

(Fortsetzung.)

Wir blieben eine halbe Stunde allein, und ich dachte nicht daran, zu fragen, wo mein Vater wäre. Da hörte ich seinen Schritt. Kaum hatte ick soviel Zeit, mich aus den Armen meines Liebsten loszumachen, als er eintrat. Er rauchte eine lange Thonpferfe, die er aus dem Munde nahm und wie ein Fernrohr vor sich hin hielt. Er fixierte uns darüber hinweg, während ein Lächeln sein wetter­gebräuntes Gesicht überflog.

Nun, Kinder", rief er,alles in Ordnung?"

Ich bemühte mich, ein erzürntes Gesicht zu machen; es gelang mir aber nicht. Als er mich ansah, sprang ich auf und hing an seinem Halse.

Ja, ja", sagte er,das ist eine Abschiedsumarmung, mein Kind. Ich weiß, was damit gemeint ist. Nun, ich habe Dir ja gesagt, daß ich nicht umsonst mit dem Jungen da zusammen einen Orkan durchgemacht habe. So setz' Dich nur wieder, Jessie. Dick, gieb mir Deine Hand. Sie istne Seemannstochter, und Du hast sie verdient. Du wirst sehen, mein Junge, daß sie das Herz auf dem rechten Fleck hat, und Du, mein Mädchen, daß er A. 1 klassifiziert ist, kupferfest mit Teakplauken und Garantie, gegen den Wind aufzukommen, wie eine Dampfmaschine."

Nachdem er meinem Schatz herzlich die Hand gedrückt hatte, er bestand darauf, ihn Dick zu nennen, obgleich sein richtiger Name Richard war, trocknete er seine Augen, zündete seine Pfeife wieder an, und setzte sich breit in seinen Lehnstuhl wie ein Mann, der der Ansicht ist, daß er sich einer sehr schwierigen Pflicht in sehr ehrenvoller Weife entledigt hat.

Es wurde nicht weiter über seine Kriegslist gesprochen, aber ein Lächeln, womit er mich zuweilen anblickte, zeigte mir, daß er noch öfter daran dachte, und sich nicht wenig daraus einbildete.

Als ich erst so recht das Glück empfand, das über mich gekommen war, siel es mir schwer aufs Herz, daß Richard morgen schon wieder in See gehen sollte, und daß viele Wochen vergehen würden, ehe wir uns Wiedersehen könnten. Das ist das Schwerste bei einer Seemanns-Braut oder

Samstag den 19. Januar,

in

1901. - Nr. 10.

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ichts im Zorn begonnen! , Thor, wer im Sturm sich einschifft!

Haug.

-Fran. Jedesmal, wenn mein Vater eine Reise antrat, küßte ihn die Slutter unter Thränen, immer mit einer Vor­ahnung, daß sie sich nie Wiedersehen würden.

Richard hatte meine Hand ersaßt; wir saßen dicht bei einander dem Vater gegenüber, der meinem Liebsten gute Lehren gab über das Verhalten eines Schiffsführers zu seiner Mannschaft und ähnliche Sachen.

Da ertönte ein melancholisches Heulen im Schornstein-, und die Fensterflügel erzitterten, als der klagenbe Winb- stoß am Hause vorüber fegte. Es schien, als ob ich allein von uns breien ben Ton gehört hätte; gleichzeitig untet^ brach sich mein Vater, sah mir ins Gesicht unb rief:Wie, Du weinst ja, Jeß!"

Auch Nicharb sah mich an unb fragte:Was giebt's, Jessie? Weshalb bist Du aus einmal so traurig ?"

Auf seine Bitten erzählte ich ihm bann, daß ich weine, weil ich an die Trennung denke.

Von Jugend auf", sagte mein Vater,hat sie immer gesagt, daß sie nur einen Seemann heiraten wolle. Nun sieht sie ein, was das eigentlich heißt."

Es würde nicht so schlimm sein, wenn ich nur selber mit zur See gehen könnte", ries ich schluchzend.

Wenn wir verheiratet sind, nehme ich Dich zuweilen mit, Jessie", erklärte Richard,vorausgesetzt, daß der Vater es erlaubt."

Nun, damit könnt ihr ja warten, bis ich tot bin", , meinte der Vater.Die Sache will noch überlegt werden, ob ich, wenn sie rnitgeht, hier allein bleiben kann wie ein Frosch in einem ausgelrockneten Brunnen, kein Wasser in Sicht, unb niemanb, um mir herauszuhelfen. Versteht mich recht' Ich bin gewiß nicht dagegen, daß Frauen mit ihren Männern zur See gehen; ich würde meine Frau gern mitgenommen haben, wenn sie gewollt hätte. Im Gegen­teil", fuhr er, wärmer werdend, fort,es ist schade, daß nicht mehr Seemannsfrauen auf dem Ozean zu Hause sind, als es thatsächlich der Fall ist. Ich will davon gar nicht reden, daß die Weiber auf allerlei Dummheiten verfallen, Schulden machen ober gar mit einem schlechten Kerl zum Teufel gehen können nur, weil die Männer nicht da sind, und sich nicht um fie bekümmern können. Mein Hauptgrund ist der, daß es auch für den Mann besser ist, wenn er seine Frau bei sich hat. Ist die Frau an Bord, so ist das Schiff ein richtiges Heim für ben Mann. Im Hafen ist er oft gezwungen, an Laub umherzulaufen, in Kneipen unb Tingeltangel zu gehen, unb Vergnügungen auszusuchen, die weder für leine Gesundheit, noch für sein Seelenheil zuträglich sind, nur um aus der oben Kajüte zu entkommen, wo er niemanden hat, mit dem er reden kann. Wenn die Frau an Bord ist, kann er bei ihr feine Abende zubringen, wie es sich für einen ordentlichen Mann schickt. Nichts geht über eine Frau, um ben Mann auf dem rechten Wege zu erhalten."