Ausgabe 
18.6.1901
 
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lich an. Da nun U. ,-------.. . -

Quantitäten Wasserdampf ausgestoßen werden, wird es da­mals auch zur Bildung von flüssigem Wasser und Eis ge­kommen sein, welches die tiessten Stellen, die schon er­wähnten Strahlenlinien und Rillen aussüllte und sich bis jetzt dort erhalten konnte wje jedes andere Mineral. Ebenso gut kann sich aber auch Schnee erhalten haben.

Tie anfangs angeführten Gründe gegen das Vor- I handensein von Wasser auf bem Monde sind überhaupt I nicht stichhaltig. Wir gehen stets von den auf der Erde Herr- I schenken Verhältnissen aus, wo eine verhältnismäßig sehr I staubreiche Lust, bestehend aus Sauerstoff, Stickstoff und I manchen anderen' Gasen den Erdball umgiebt, und setzen I voraus, daß die Erscheinung von Regen und Schnee I immer mit der Bildung dichter Wolken verbunden sein müsse. Wie sich das Freischweben von Wasserdampf in I einer anders gearteten Lufthülle gestaltet und ob dort I nicht vielleicht eine Wandlung vom oampfförmrgen Zu- I stände in den flüssigen und umgekehrt stattfindet, wissen I wir einfach nicht. Manche Forscher glauben überhaupt an I eine großartige Vergletscherung des Mondes, und deshalb I

Wortspiel.

Nachdruck verboten.

Die Hausfrau braucht's beim Kochen und Backen, Als Nahrung ist's von hohem Wert.

Nun mußt du ihm vorn und hinten abzwacken

Ein Teilchen, gleich springt da vom Herd Ein munt'res Tier; nimm dich in acht, Sonst sticht es dich, eh' du's gedacht.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: Tannzapfen.

Redaktion: E. Bnrkhardt. - Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch rben) in Gießen.

ist zu stutzen. Die ganze Pflanze setzt man nun in einen Kasten, den man mit einer Glasscherbe bedeckt, und ttt ein sonniges Fenster stellt. Nach 1525 Tagen ist dre Veredelung angewachsen. Die neueste Nummer des prak­tischen Ratgebers enthält einen Artrkel über dre Anzucht c trftirfiifimi na der Der-

von Eleonore Heerwart. In Originalleinenband 2 M. 50 Pf. Verlag von I. I. Weber in Leipzig.

i uoer i Das vorliegende Buch wendet sich an alle Förderer , daß I und Freunde des Kindergartens, aber auch an Eltern und ' ' Pädagogen; denn die Verfasserin, Vorsrtzende des all­

gemeinen Kindergärtnerinnenvereins und Ehrennrrtglred be; Teutschen Fröbelverbanbes, geht von bem beherzrgens- werten Stanbpunkt aus, baß bas Elternhaus, ber Kmder- garten unb bie Schule in eine organische Verbrnbung mrt- einanber gebracht werben müssen. Im übrrgen rst das Buch aus der Praxis für die Praxis geschrieben, es erterlt Rat ner Mondatmosphäre als seyr wayrschern- i Gründung von ^einern^reich illustrierten

bei sämtlichen Vulkanausbrüchen gewaltige | g Fröbelschen Spielgaben und Beschäftigungs­

mittel, um sich dann den Bewegungsspielen und dem Erzählen zuzuwenden, einen Stundenplan aufzustellen uno schließlich die Organisation im allgemeinen zu erörtern unv Stellung und Pflichten der Kindergärtnerin zu beleuchten. Das anhangsweise beigegebene Bücherverzeichnrs unterstützt weitergehende Studien.

nahe wie er uns mit unbewaffnetem Auge auf eine Ent- I kommt die Nachricht aus Amerika, dre naturlrch einer grund- fernung von 200250 Kilometer erscheinen würde. Stellen I lichen Nachprüfung bedarf, der Wrssenschaft durchaus nrcht wir uns nun einmal einen Beobachter vor, welcher in dieser überraschend. Wrr muffen uns ?ber hüten, aus der ern- iiübe im Weltraum über den wasserloseften Teilen der I fachen Möglichkert oder Wahrscheinlichkeit der Exrstenz von Sahara^schwebend,^auf dies: Erdstriche, in welche oft 20 Mondschnee neuerdings Phantasiegebaude aufzufuhren dre Jahre lang kein Regen fällt, herabblicken würde, so müssen mit ernster Wissenschaft nichts! gernein haben und nur will- wir wohl ohne weiteres zugeben, daß diesem das Dasein I kommeuer Stoff für Romanschreiber ftnd.

des unterirdischen Wassers dortselbst und sogar kleinerer --

Oasen verborgen bleiben müßte, so daß er zu dem Schlüsse I kommen müßte, in dem Lande sei keine Spur von Wasser I ,

vorhanden. I Topforangen. Man sieht jetzt vielfach tn den

Benr. f*, tiefer W>mt«.gm.g 5ur B-rstM mch-en Aexftern ®ü:mtieMK.6=r ftoue ton

muß, die Frage nach dem Vorhandensein-von Lust und I Orangen, dre 3 Früchten sebr verlockend aus- Wasser auf dem Monde mit einem starren Nein zu beant- uug und de>r goldgelben FruchM-sehr v^waeno aus Worten, so hat man in neuester Zeit auch objektive Be- fthen. Es rst ein Ietdgej, o« ^^erne ofern obachtuugeu gemacht, die für dasselbe sprechen. Sorgfältige I letn ein solch ) ^men leicht, und entwickeln Messungen der Dauer der oben erwähnten Sternbedeckungen fte voll unst gefunv ftno, rermen^ceccW., haben zu dem Ergebnis geführt, daß diese thatsächM etwas ^on u Die Reiser zur Veredelung kann

kürzere Zeit dauern, als dies rechnungsmäßig der Fall Orangen vereoein rann ' be9fmnmen. Die Ver-

sein sollte, und man schließt daraus auf erne Mondallno- I ^hr einfach und wenn nur einiger«

sphäre, deren Dichtigkeit etwa ein Zweihundertstel der Erde edelung selbst s st TJJ erfoIgrei^L Die Zeit zur beträgt. Man muß aber bei derartigen Messungen immer I ß- 1 Sommer. Man kerbt an 2 gegenüber«

' mit Beobachtungsfehlern rechmen, welche . das Endergebnis I ben weiten den Wildstamm ein, und steckt in diese nm ein mehrfaches vergrößern od verkleinern tonnen, uno I 9 ein zugeschnittenes, entblättertes Reis so, daß demzufolge ist es nicht unmöglich daß die Dichtigkeit I ^entasten auf einer Seite sich die Rinde der Unter- der Mondlust sogar ein Hundertstel ober noch mehr ber I o deckt. Darauf umwickelt man bie

irbischen erreicht. I Veredelungsstellen mit einem Woll- ober Bastfaden und!

Außerdem hat auch; die Untersuchung der vulkanischen I umhüllt zum Schutze gegen das Austrocknen Rus und

Thätigkeit aus dem Monde zu einem gleichen Ergebnis I Veredelungsstelle mit Moos. Die Krone des Wildlings

geführt. Es giebt auf dem Monde eine große Zahl radmr - -----

nach allen Richtungen sich ausbreitender Streisensysteme, b. s. feine hellglänzende linienförmige Spalten, welche das Aussehen von Massen haben, die das Licht lebhaft zurück­werfen, wie Glasflüsse oder Eis. Diese Linien gehen von . IliUjKU uiutycut-v» hwjuw y?.- * c "m.;.

den kleineren und jüngeren Ringkratern aus und durchsetzen I her Topsorangen mit besonderer Berücksichtigung der Ber- oft die Wände der älteren und größeren; ein Beweis, daß 1 edelung, die an der Hand von 4 Illustrationen ertaurerl sie jüngeren Ursprungs sind als letztere. Es ist nun kaum I wird. Die betreffende Nummer ist vom Geschpstsamt ves eine andere Deutung möglich, als daß diese Streifensysteme I praktischen Ratgebers zu erhalten.

durch Zerplatzen der Mondrinde infolge inneren Druckes I ---------

entstanden sind und zwar in der Gegenwart ziemlich I

nahe liegender Zeit, als die Erstarrung der Meere und der I Einführung iN die Theorie UNd Praxis dös KMvergarteNS Böden der alten Krater schon vollendet war. Bei diesen 1 - -..... r t n cm

ungeheuren vulkanischen Revolutionen müssen gewaltige Mengen von Gasen und Dämpfen in Freiheit geraten sem, und die Ausbreitung des Aschenregens, manchmal über 1000 Kilometer, setzt außerdem notwendig voraus, schon damals eine verhältnismäßig dichte Atmosphäre vor­handen war, welche das sofortige Niederfallen der aus­geworfenen Massen verhinderte. Es ist nun fraglich, ob seit jenen Ausbrüchen genügend Zeit verflossen ist, inner­halb welcher sich diese Atmosphäre spurlos verlieren konnte.

Tie moderne Selenographie (Mondkunde) verneint dies aus verschiedenen Gründen und nimmt deshalb das Vorhandensein einer Mondatmosphäre als sehr wahrschein-