Ausgabe 
18.6.1901
 
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^Natürlich! war die allzeit geschäftige, über, jedes Maß und Ziel hinausschließende Phautafte sofort bei der Hand, diese neuentdeckte Welt mit den Gestalten fteberhaft er­regter Einbildung zu bevölkern Alle Utopien, für welche der rauhen Wirklichkeit der irdischen Verhältnisse kem Platz

^^Alslmlzahre 1609 die Nachricht sich verbreitete daß man in Holland ein Instrument erfunden habe, mittelst I < rr weit entfernte Gegenstände dem Auge, nahe- I

bringen könne, konstruierte sichauch Besch^^

unter den Astronomen, nach der erhaltenen Beschreivung i et« Fernrohr durch welches er nach mannigfaltigen Ver- | Bferurtqen, den Himmel und seine Sterne mit einer 32 lacken Vergrößerung betrachten konnte. Diese Vergroßer- I nna ist im Vergleich mit der der modernen Riesenmstru- mente eine mehr als' bescheidene; jenem aber, der ans dem die Weltfernen überwindenden Rohre.den ersten Blick I auf den gestirnten Himmel that,, warf sie erne Menge der überraschendsten Entdeckungen m den ber

Ta der Mond derjenige Weltkorper ist welcher o Erde weitaus am nächsten steht, des Fernrohrs natürlich, aus ihm zu allererst 9 I Details zur Anschauung bringen Was der griechische Welt­weise Anaxagoras schon vor 2300 Jahren behauptet hatte, daß! der Mond ein kugelförmiger HimmelskorpermitEbenmi, Bergen und Thälern sei, erwies sich nun als eine nicht mehr wegzuleugnende Wirklichkeit. Tiekindlich nawe ckn- schauung, daß der Mond eine glänzende Metallscheibe so eine Art von den lieben Englein immer glanzend geputzte Reflektor zur Erhellung der finsteren Erdennachte sei, war nun nickt mehr möglich; denn man sah die sterlen Berg- ftiün mit ihren Felse'nnadeln, die' schaff abfallenden Kraterränder tief ein geschnittene Rillen un festem und viele andere'Einzelheiten mit fast handgreiflicher weut-

tolar wurden auf den für diese Zwecke sich so bequem zur Verfügung stellenden Mond verpflanzt. Grauenhafte Un- rrpfiime und ideal schöne und gute Menschen, ^Uganten und ümerae fanden hier je nach dem augenblicklichen Bedurfmss K Lüttsten ihr?Wohnstätte, und was Jules Verne in seiuem Vbantafleroman, mit einem wissenschaftlichen Mant ^ behM seinen Lesern vorgeplauscht, wurde durch' Lhr ccks zwei Jahrhunderte ganz al gemein und> wird noch heute von der kritiklosen Masse vielfach! geglanvt.

G^aen alle diese Zaubermärchen hat die moderne, den

Lichtverlust zur Folge. Falls nun der _ ganz

ÄäWtsSissä s-MSZMtzx als gewöhnlich. Beides ha-nunö«

I gestellt werden können, und fv^am^m Atmosphäre

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I "^ralefcken"sind für'herkömmliche Bezeichnungen für

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9 9nfe biese Schlüsse erscheinen im ersten ^ngen-

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die Wnz von Atnrosphäre und Mass«- M oewc Monde

I Sse/sw ^daraufhin^daß^difvollkommensten astronomi- I Mm Fernrohre und' Meßwerkzeuge uns dochnicht die Eenntmsifvon der Mondoberfläche verschaffen können die

I . "nrniN f dem Mond an Ort und Stelle schöpfen I wn Beobacht T aerinae Mengen von Luft und Wasser

ÖÄÄ' Ä T°.m I lEn sie nnn vollkommen Recht; denn die Riesensernrohie | der Gegenwart bringen uns den Mond immer erst so

ist, werde ich euch sagen, was sie thun wollte nur weil 1 . diese Verworfene den Namen memer Schwester tragt.

Aber Inge ließ es nicht zu emer solchen Bitte ahres I Vaters kommen. Als er sich - ihrem Lager näherte, streckte I jie ihm beide Arme entgegen, und zog seinen Kopf zu sich I f,erCl%kTt glücklich ichbin!" hauchte ste thin ins Ohr. I

Nein, Du darfst nicht weinen, lieber Vater, ^zetzt I nein, jetzt werde ich gewiß nicht Sterben. I

Georg von Restorp verstand nichts von alledem; aber I auch er fühlte sich nichts destowemger so glücklich, ww er es nimmermehr für möglich gehalten hatte, an einem i Taae da alle seine stolzen Zukunftspläne und schimmernden I Luftschlösser kläglich in nichts zerflossen waren. Wenn I ihm nur sein geliebtes Kind erhalten btteb, so war er I ja reich, unermeßlich reich, und der Assessor Wedekmg I Lochte m Gottes Namen seine Millionen behalten. I

Und als er eine Stunde später von Bernhard Sylvan- I der freimütig über Iden Zusammenhang der Dinggausgeklart | worden war, blieb dies erlösende Glücksgesuhl unverrmgert I

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Wasser und Lust aus dem Monde.

Von Tr. Kurt Rudolf Kreusner.

(Nachdruck verboten.)

Von der berühmten Harvardsternwarte der gleiche namiaen ältesten Universität Nordamerikas kommt die uber- raLnde Nstchficht daß man auf Grund von Mondphoto- grammen, tÄche dort dank der.vorMglichM ^nstrumeute Mewr Sternwarte mit emem hohen Grad von 1-ouenoung ausaeiührt worden sind, die Anwesenheit von Ähnoe auf dem Monde festgcstellt habe. Diese Mitteilung, s° neben­sächlich sie auch vielleicht zu sein

MK S« Ä? neuem auf welche bereits als endgiltig abgethan erschien,

K L te»* ä öen man gewöhnlich als die Grabstätte langst ausgestorbener