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^Natürlich! war die allzeit geschäftige, über, jedes Maß und Ziel hinausschließende Phautafte sofort bei der Hand, diese neuentdeckte Welt mit den Gestalten fteberhaft erregter Einbildung zu bevölkern Alle Utopien, für welche der rauhen Wirklichkeit der irdischen Verhältnisse kem Platz
^^Alslmlzahre 1609 die Nachricht sich verbreitete daß man in Holland ein Instrument erfunden habe, mittelst I < rr weit entfernte Gegenstände dem Auge, nahe- I
bringen könne, konstruierte sichauch Besch^^
unter den Astronomen, nach der erhaltenen Beschreivung i et« Fernrohr durch welches er nach mannigfaltigen Ver- | Bferurtqen, den Himmel und seine Sterne mit einer 32 lacken Vergrößerung betrachten konnte. Diese Vergroßer- I nna ist im Vergleich mit der der modernen Riesenmstru- mente eine mehr als' bescheidene; jenem aber, der ans dem die Weltfernen überwindenden Rohre.den ersten Blick I auf den gestirnten Himmel that,, warf sie erne Menge der überraschendsten Entdeckungen m den ber
Ta der Mond derjenige Weltkorper ist welcher o Erde weitaus am nächsten steht, des Fernrohrs natürlich, aus ihm zu allererst 9 I Details zur Anschauung bringen Was der griechische Weltweise Anaxagoras schon vor 2300 Jahren behauptet hatte, daß! der Mond ein kugelförmiger HimmelskorpermitEbenmi, Bergen und Thälern sei, erwies sich nun als eine nicht mehr wegzuleugnende Wirklichkeit. Tiekindlich nawe ckn- schauung, daß der Mond eine glänzende Metallscheibe so eine Art von den lieben Englein immer glanzend geputzte Reflektor zur Erhellung der finsteren Erdennachte sei, war nun nickt mehr möglich; denn man sah die sterlen Berg- ftiün mit ihren Felse'nnadeln, die' schaff abfallenden Kraterränder tief ein geschnittene Rillen un festem und viele andere'Einzelheiten mit fast handgreiflicher weut-
tolar wurden auf den für diese Zwecke sich so bequem zur Verfügung stellenden Mond verpflanzt. Grauenhafte Un- rrpfiime und ideal schöne und gute Menschen, ^Uganten und ümerae fanden hier je nach dem augenblicklichen Bedurfmss K Lüttsten ihr?Wohnstätte, und was Jules Verne in seiuem Vbantafleroman, mit einem wissenschaftlichen Mant ^ behM seinen Lesern vorgeplauscht, wurde durch' Lhr ccks zwei Jahrhunderte ganz al gemein und> wird noch heute von der kritiklosen Masse vielfach! geglanvt.
G^aen alle diese Zaubermärchen hat die moderne, den
Lichtverlust zur Folge. Falls nun der _ ganz
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I gestellt werden können, und fv^am^m Atmosphäre
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I Sse/sw ^daraufhin^daß^difvollkommensten astronomi- I Mm Fernrohre und' Meßwerkzeuge uns doch „nicht die Eenntmsifvon der Mondoberfläche verschaffen können die
I . "nrniN f dem Mond an Ort und Stelle schöpfen I wn Beobacht T aerinae Mengen von Luft und Wasser
ÖÄÄ'WÄ Ä T°.m I lEn sie nnn vollkommen Recht; denn die Riesensernrohie | der Gegenwart bringen uns den Mond immer erst so
ist, werde ich euch sagen, was sie thun wollte nur weil 1 . diese Verworfene den Namen memer Schwester tragt.
Aber Inge ließ es nicht zu emer solchen Bitte ahres I Vaters kommen. Als er sich - ihrem Lager näherte, streckte I jie ihm beide Arme entgegen, und zog seinen Kopf zu sich I f,erCl%kTt glücklich ichbin!" hauchte ste thin ins Ohr. I
Nein, Du darfst nicht weinen, lieber Vater, ^zetzt I nein, jetzt werde ich gewiß nicht Sterben. I
Georg von Restorp verstand nichts von alledem; aber I auch er fühlte sich nichts destowemger so glücklich, ww er es nimmermehr für möglich gehalten hatte, an einem i Taae da alle seine stolzen Zukunftspläne und schimmernden I Luftschlösser kläglich in nichts zerflossen waren. Wenn I ihm nur sein geliebtes Kind erhalten btteb, so war er I ja reich, unermeßlich reich, und der Assessor Wedekmg I Lochte m Gottes Namen seine Millionen behalten. I
Und als er eine Stunde später von Bernhard Sylvan- I der freimütig über Iden Zusammenhang der Dinggausgeklart | worden war, blieb dies erlösende Glücksgesuhl unverrmgert I
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Wasser und Lust aus dem Monde.
Von Tr. Kurt Rudolf Kreusner.
(Nachdruck verboten.)
Von der berühmten Harvardsternwarte der gleiche namiaen ältesten Universität Nordamerikas kommt die uber- raLnde Nstchficht daß man auf Grund von Mondphoto- grammen, tÄche dort dank der.vorMglichM ^nstrumeute Mewr Sternwarte mit emem hohen Grad von 1-ouenoung ausaeiührt worden sind, die Anwesenheit von Ähnoe auf dem Monde festgcstellt habe. Diese Mitteilung, s° nebensächlich sie auch vielleicht zu sein
MK S« Ä? neuem auf welche bereits als endgiltig abgethan erschien,
K L te»* ä öen man gewöhnlich als die Grabstätte langst ausgestorbener


