Ausgabe 
17.8.1901
 
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lautlos auf den Tisch im

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ein Sprichwort.

Arithmogriph.

Nachdruck verboten.

8 4 Teil des Körpers.

Nummer:

XI XII

R 0

Mode. A k

SchöneFrauen sind d er M ens ch heit Z 1erd e, besonders, wenn sie in gewählter Toilette einhergehen. Sich gut und schick zu kleiden, ist eine Kunst. DieWiener Mode" ist da ein aufrichtiger Berater. Die Mamiigfaltig- feit an Toiletten, feschen §üten, Haus-, Strand-, Reise- und Sportkleidern, Herren- und Kindergarderobe, berück,ichtigt den gemäßigten wie den verfeinerten Geschmack der | Damenwelt. Der Handarbeitsteil des Blattes bildet erne Vorlagen- und Mustersammlung von unübertroffenem Reich­tum, und der UnterhaltungsteilIm Boudoir" enthalt stets sehr interessante Aufsätze bildenden und belehrenden Inhaltes. Für Haus und Küche sind Kochrezepte und Speisezettel sür jeden Tag des Jahres gegeben und dies alles für den unglaublich billigen Preis von Mk. 2.j0 I vierteljährig. Probeabonnements für die Monate August und September sür Mk. 1.70 nimmt jede Buchhandlung, I jede Postanstalt sowie der Verlag, Wien VI/2, entgegen.

2 9 9 2 5 6 3 männlicher Vorname.

3 2 5 6 4 litterarisches Erzeugnis.

4 6 7 8 9 Zeitbestimmung.

5 12 4 4 6 weiblicher Vorname.

6 3 19 gelehrter Beruf.

7 8 12 4 6 Land in Asien.

8 6 8 4 Vogel.

9 12 1 12 6 4 berühmter Maler.

10 6 7 8 Gewässer.

11 12 10 6 4 2 4 Gebirge in Syrien.

12 3 6 4 Land in Asien.

4 12 11 Fluß in Afrika.

13 12 6 4 6 römische Göttin.

Die Anfangsbuchstaben ergeben im Zusammenhang Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Zifferblatträtsels in voriger I II III IV V VI VII VIII IX X

SEIDEL L ENE

Seide, Seidel, Ei, Eid, EUe, Ellen, Lena, Nero, Eros, Rose.

Redaktion: E. Burkhardt. Druck und Verlag der Brühl'schen UuiversttätS-Buch« und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.

ärgern! Schweigen ist Gold! Wenn er nur erst die , Mann, feierlich und ganz glatt rastert, der ^schon lange Leitung dieser entsetzlichen Privatschule in Winkelhausen > auf Dich wartet. Das ist der Herr Direktor, stimmt s?

los war! Ach, da war jeder der Väter, die zu den Unter- ISo? Wenn Du Dich nur nicht tauschst?

Haltungskosten beitrugen, eine Art Bärenwirt! Alles!Er hat's dem Oberkellner sttbst erzählt

wußten sie besser, vom I-Punkt angefangen! ... IUnd Tu weißt s wieder vom Oberkellner. Hör , h

. I Ich mag das nicht! .

Die Zechbrüder Sebastian Mahlmanns, des Wirtes zum IsRa, der wär' auch der letzte!" sagte empört Fraulem Schwarzen Bären" in Lachnitz, hatten in der verflossenen I Anna.So ein lackierter . - ."

Nacht tapfer ausgehalten. Es war daher kein Wunder, I Ein Klopfen an der Thür unterbrach sie. daß sich Vater Sebastian erst zu einer Stunde den Schlaf IHerr Mahlmann!" tönte die Stimme des Lackierten, aus den Augen rieb, wo seine Mitbürger schon ein tüchtig I ücm den, soeben die Rede gewesen.Unten wartet ein Teil ihres Tagewerks' hinter sich hatten. | Herr auf Sie!"

Er schob die roten Gardinen vom Fenster zurück, und ISoll warten!" brummte Mahlmann.In einer halben gähnte herzhaft in den trüben Novembervormittag hinein. I Stunde komme ich! Erst muß ich frühstücken! Geben Sie Dann griff er nach den Postsachen, die ihm die Tochter I ejn Glas Bier und ein Butterbrot mit Schinken! Auf lautlos auf den Tisch im Zimmer gelegt hatte. Es waren I meine Rechnung!"

Preislisten, Geschäftsempfehlungen und Zeitungen. Nur ISchön!" rief der Oberkellner und entfernte sich eiligst, ein einziger Brief fand fid) dazwischen, dessen Adresse mit I um dem Auftrag' seines Gebieters nachzukommen, kühn verschnörkelten Schriftzügen prunkte. Er betrachtete I (Schluß folgt.)

sie kopfschüttelnd, gähnte erst noch einmal und öffnete I Gemeinnützige».

Hochverehrter und hochwohlgeborener Herr Hotel-I Es kommt Besuch, und zwar solcher, dem man besitzer!" las er.Würden Sie wohl die große Gnade haben, I eine Erfrischung anbieten kann; da habe ich (so erzählt eine und mir Ihre Scheune für eine Reihe von Vorstellungen I erfahrene Hausfrau) die Beobachtung gemacht, daß, wenn überlassen? Ich habe eine ausgezeichnete Truppe, lauter I man u a. Bouillon anbietet, gerade diese letztere gern erste Kräfte, und hoffe in Lachnitz Aussehen zu erregen. I gewählt wird,wenn es nicht zu viele Umstande macht. Möchte besonders darauf aufmerksam machen, daß ich | Das thut's auch nicht. Wasser ist schnell zum Kochen ge- ueben den bewährten alten klassischen Stücken auch die | bracht; zu ein Fünftel Liter Wasser: 5 Gramm (gleich einer neuesten Sachen 'geben werde, wie z. B. das in Berlin so I Messerspitze) echtes Liebigs Freisch-Extrakt, 1 Theelöffel ganz großartig ausgenommeneWeiße Röß'l." AuchKapitän I kleingehacktes Suppengemüse, 3 Gramm Salz, 2 Gramm Treyfus". Nicht wahr, Sie weisen mich nicht ab, überaus I frische Butter, eine halbe Prise Muskatnuß; dies alle^ in geschätzter Schützer der Künste? Was sollte auch aus uns I einem Topf.5 Minuten langsam unter stetem Rnhren ge- allen werden, wenn uns nicht das theaterliebende Publi- I iod)t, alsdann 1 Gramm Kartoffelmehl, das mittlerweile kum von Lachnitz wieder ans einen grünen Zweig hilft? I |n einem Eßlöffel aufgelöst worden, hinzugesügt, nochmals Denn hier in Peterau ist. gar kein Sinn für die Knnst. I aufgekocht; das, durch ein Sieb gegossen, grebt eine koMuy Wir müssen thatsächlich hungern, alle, auch meine Frau | schmeckende Bouillon, die nur auf 9 Pfennige zu liehen und meine vier Kinder. I kommt, und mit der ich stets hohe Ehre eingelegt habe.

Wenn ich abkommen kann, werde ich mir morgen I erlauben, in Lachnitz zu erscheinen, und Ihnen, hochver- I ehrter Gönner, meine Aufwartung zu machen.

In tiefster Hochachtung

Ihr ganz ergebener Diener I Theobald Lickefett I genannt: Theo von Linkfeld." I Gottvoller Stieglitz!" lachte der Bärenwirt, als er I die Lektüre beendet hatte.Na, meinetwegen kann er los- legen! Die Scheune steht ja leer! Und ein bischen Leben kommt dadurch anch in die Bude!"

Sebastian Mahlmann war nämlich ein großer Theater­freund, der ehedem selbst die weltbedeutenden Bretter be­treten hatte. Freilich nur als Dilettant, aber doch mit vielem Beifall; in dem Neste nämlich, wo er Geschäfts­führer war, und auch seine Frau kennen gelernt hatte. Er nahm sich vor, Herrn Theobald Lickefett nach. Kräften | zu unterstützen nnd ihm auch bei Feststellung des Spiel- planes mit seiner Erfahrung zur Seite zu stehen.

In der Thür erschien jetzt Anna, seine Siebzehnjährige, und brachte ihm den Kaffee.

Guten Morgen, Väterchen!" sagte sie und bot ihm die frischen Lippen zum Kusse.Hier ist Dein Frühstück. Mutter ist schon auf dem Trockenplatz wegen der Wäsche. Und ob ich auch hinausgehen dürfte?"

Vorläufig nicht. Ich weiß noch! nicht, ob ich nicht selbst ansgehe. Dann mnß doch wenigstens einer nach der Wirt­schaft sehen!"

Wohin willst Du denn?"

Geht Dich nichts an, Gelbschnabel!" Aber, Väterchen!"

Na, nach der Scheune dranßen! Bist Du nun klüger?" Die ist doch leer?" Eben deswegen!"

Ah, ich weiß schon! Schauspieler kommen!" Woher

Ja, siehst Tu. Ich bin doch nicht auf den Kopf ge­fallen !"

Willst Du mir gleich sagen . . "

Ja doch, ja doch! Unten im Gastzimmer sitzt ein