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„Neueste Erfindungen und Erfahrungen" auf den Gebieten der praktischen Technik, der Elektrotechnik, der Gewerbe, Industrie, Chemie, der Land- und Hauswirtschaft rc. XXVIII. Jahrgang (A. Hartlebens Verlag in Wien). Bezugspreis ganzjährig für 13 Hefte Postfret 7.50 Mk. Einzelne Hefte für 60 Pfg. in Briefmarken.
Tiefe Zeitschrift dient ausschließlich der Praxis. Ihre Mitteilungen, die sich über alle Berufsarten verbreiten, bestehen in praktischen, zuverlässigen und leicht ausführbaren Anweisungen, Arbeitsverbesserungen und Neuerungen auf technischem und industriellem Gebiete. Besonders wertvoll sind die zahlreichen Anweisungen zu neuen, lohnenden Erwerbsarten. Aus der Fülle des Inhaltes des achten Heftes vom achtundzwanzigsten Jahrgange seien besonders folgende Artikel hervorgehoben:
Tas neue Kugellicht. — Anleitung zur Quecksilbet-Am- moniak-, bezw. Natriumsulfit-Verstärkungsmethode. — Fortschritte in der Photo-Telegraphie. — lieber die Herstellung von reinem Silber aus Halogensilber. — Tie Relieflupe, eine neue binoculare stereoskopische Lupe. — Wie berechnet man den Kubikinhalt eines Fasses? — Wiederherstellung der ursprünglichen Holzfarbe alter Parkettböden. — Neues Verfahren zur Fällung von Casein mittelst Aethyl- schwefelsäure. — Färben des Holzes mit Anilinfarbe. — Verfahren zur Darstellung von fast geruchlosen, in Wasser löslichen Theerpräparaten. — Neues Verfahren zur Herstellung von Casein-Kitten. — Bleichen von Leder, Elfenbein, Knochen und Horn. — Ausbessern von Celluloidschalen. — Praktische Verschlüsse für Syrupgefäße. — Praktische Anleitung zur Herstellung von Nutzbaummaser-Jmitation. — Metallbäder zum Anlassen des Stahles. — Tragfähigkeit von Ziegelmauerwerk. — Prozentgehalt von reinem Ammo- niakalaun bei verschiedenem spezisischjen Gewicht für 17 Grad C. — Erhärtung von Kalkmörteln. — Praktische Anleitung zum Einschleifen von Brillen-Gläsern. — Praktische Prüfung von Cementen auf Brauchbarkeit. — lieber den Nachweis von Kirschsaft im Himbeersaft. — Eine Schutz- und Tämpfvorrichtung für Mikrophone. — lieber das Bremer-Bogenlicht. — Ersatzmittel für Leinölfirnis. — Herstellung von Puderzucker. — Beize für Zigarren. — Behandlung der Möbel in Natureichen. — Neuer Dampf-Lastwagen White. — Praktische Erfahrungen im Färben von Ziegelsteinen. — Bei welchen Kalkofensystemen ist der Köhlen- verbraucht am niedrigsten? — Praktische Erfahrungen über Behandlung und Verwertung von Gummiabfällen. — Säurebeständigkeit der Fabrikschornsteine. — Praktische Ratschläge in der Schaufenster-Dekoration der Seifen-Fabrikanten. — Bezugsquellen für Maschinen, Apparate und Materialien. — Praktische Anleitung zur einfachen Mergeluntersuchung. — Prüfung des Glycerins zur Bestimmung des Aschengehaltes von Handelsware. — lieber das Verhalten wässeriger Formaldehydlösung gegen Schießbaumwolle. — Einfache Methode zur Unterscheidung der Margarine von Butter. — Neue Vorrichtung gegen das Durchgehen von Wagenpferden. — Wie treibt man Waldmeister? — Einige wenig bekannte Frühjahrsgemüse. — Rationelle Tränkung der Schweine. — Herstellung säurefreier Tiamant-Graphit-Wichse. — Metall- Putzcreme Fulmenol. — Fayrrad-Ketten-Schmiere. —. Herstellung von blauem Siegellack. — Brünierungsflüssigkeit. — Kleinere Mitteilungen. — Neuigkeiten vom Büchermärkte. — Eingegangenc Bücher und Broschüren. — Neue Erschein
ungen auf dem Patentgebiete. — Photograpisches Feuilleton. — Elektrotechnisches Feuilleton. — Chemisches Feuilleton. — Technische Geheimmittel. — Fragekasten. — Beantwortungen. — Briefkasten.
Vermischtes.
V o m Heufieber. Alljährlich macht sich zur Zeit der Grasblüte eine krankhafte Erscheinung bemerkbar, die man mit dem Namen Heusieber, auch-Heuschnupfen oder Heuasthma bezeichnet. Ihr Auftreten ist nicht gleichmäßig; sie äußert sich bei dem einen mehr als bet dem andern. Sie besteht in einem fortwährenden Kitzeln, Kribbeln und Bohren in Nase, Augen und Gaumen, ja sogar in heftigen Nieskrämpfen. Die Krankheit wurde zuerst als solche von einem davon befallenen englischen Arzte Nanicns Bostock erkannt. Nach ihm wurde sie Bostock'scher Sommerkatarrh bezeichnet. Tie Landbevölkerung hat von ihr im allgemeinen wenig zu leiden, auch soll das männliche Geschlecht eher dazu neigen, als das" weibliche. Der englische Arzt Blackley hat die Entstehung der Krankheit auf die Einwirkung des Blütenstaubes der windblütigen Pflanzen auf die Schleimhäute der Nase, Augen rc. zurttckgeführt. Sobald Blütenstaub auf 'die Schleimhäute gelangt, saugt er Feuchtigkeit auf, die Zellwand platzt auf, und der körnige Inhalt dringt in die Poren der Schleimhaut, wo er eine empfindliche Reizung verursacht. In der Schleimhaut der Nase verursacht er einen heftigen' Schnupfen, in den Atmungsorganen empfindlichen Hustenreiz, in der Bindehaut des Auges schmerzliche Augenentzündungen. Helmholtz nahm an, daß die Krankheit nicht auf einer rein me- chanisch-physitalischen Reizung der Schleimhaut beruhe, sondern durch Ansteckung veranlagt werde, wobei der Blütenstaub nur als Träger des Ansteckungsstoffes gelte. Sobald der Blütenstaub aus der atmosphärischen Luft verschwindet, sobald schwindet auch die Krankheit. Tie davon Betroffenen haben versucht, vor der Heufieberzeit durch Abhärtung der Schleimhäute sich zu sichern; doch war dies Bemühen ohne Erfolg. A. B.
„Praktischer Wegweiser", Würzburg.
Diamanträtsel.
Nachdruck verboten.
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In die Felder dieser Figur sind di- Buchstaben AAAAA, EEEEEE, F, H, K, LL, NN, BRR, TT, ZZ derart einzutragen, daß die mittelste wagerechte und senkrechte Linie gleichlautend ist, und die wagcrcchtenReihen folgende Bedeutung haben: 1. Buchstabe; 2. seemännische Bezeichnung; 3. ein Raubtier; 4. Wirtschaftsgcgcn- stand; 5. Musikinstrument; 6. Fluß in Süddeutschlaud; 7. Buchstabe.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung der Schachaufgabe in voriger Nummer: (Dreizüger: W. Kd8, Bc7, e4, f7. — Schw. Ke6, Be5.)
1. £7—f8T, Ke6—d6. 2. c7—c8T,‘ Kd6-e6. 3. Tc8—c6, matt.
Sport und Mode.
Bearbeitet und mit Abbildungen versehen von der Jntcrnatioualcn Schuittmanufaktur, Dresden-N. Reichhaltiges Modenalbum und Schuittmusterbuch zu 50 Pfg. daselbst erhältlich.
Sorgfalt in der Kleidung ist eine der ersten, und, nebenbei bemerkt, selbstverständlichsten Anforderungen, welche man an den derzeitigen Kulturmenschen stellt. Nirgends ist sie jedoch so am Platze, ja sogar höchst notwendig, als beim Sport im allgemeinen unb bei der Touristik im besonderen; denn, wenil einmal die Tour angetreten ist, hat man weder Zeit noch Gelegenheit, und außerdem keine Lust, sich mit seiner Kleidung zu beschäftigen. Man muß deshalb bei Besorgung dieser Kleidung alles vorher wohl überlegen und vorbereiten, und dabei vor allen Dingen folgende wichtigen Gesichtspunkte ins Auge fassen.
Ter Anzug sei zunächst bequem, damit er die Bewegungsfreiheit in keiner Weise behindert. Ferner fei er wetterfest, damit ein plötzlich hereinbrechender Regenschauer ihm nichts anhaben kann. Und ferner sei er leicht int Gewicht, besonders die notwendigen Ergänzungen, damit man nicht zuviel zu tragen hat; denn bekanntlich trägt jeder echte Tourist, gleichgiltig ob Männlein ober Weibein, sein Gepäck selbst. Wenn die Frau außerdem die Kleidsamkeit ihres Anzuges ins Auge faßt, so ist das natürlich, und nicht einmal allzit schwer; denn die Mode mischt sich in alles, was Frauenkleidung heißt, und wirkt überall ver-


