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ätte das Glück mehr Demut, Die Tugend mehr Anmut, Das Leid mehr Mut, — Es würde vieles gut!
Frida Schanz.
(Nachdruck verboten.)
Die Seekönigin.
Seeroman von Clark Rüssel.
(Fortsetzung.)
Ich übergab ihm das Ruder, und ging nach vorne, bis ich! auf das Großdeck kam. Kaum aber fiel mein Blick auf die Leute, als mir ein halbunterdrückter Schrei entfuhr. Wie versteinert blieb ich stehen.
Der erste Mann, den ich erblickte, war der Herr — Short. Der letzte von den Leuten stieg eben über die Schanzkleidung.
Ich! sah von einem zum andern, und da stand die ganze Mannschaft der „Aurora" vor mir — der Zimmermann, Orange, Snow, Quill, der Mulatte, Craig, Cutter Grey, der Koch> Moore und Green — alle waren sie da, außer Heron.
Ich blickte sie immer wieder an, und war zu überrascht um sprechen zu können. Das Staunen der Leute war jedoch noch! größer. Einige prallten zurück, als sie mich sahen, und blieben wie Bildsäulen stehen, zum größten Teil mit dem Ausdruck des Schreckens im Gesicht. Allmählich erwachten sie aus der Betäubung; dann drehte sich einer nach, dem andern um, als wollte er sehen, wo die Besatzung der Brigg eigentlich sei. Schließlich richteten sie den Blick wieder auf mich, doch! ohne den geringsten Laut voy sich zu geben. Die erschrockenen Gesichter mit den wilden Zügen sahen bei einigen geradezu unheimlich aus. Das eingetrocknete, verbrannte Aussehen ihrer Haut zeugte für die Leiden, die ihnen die brennenden Sonnenstrahlen während zweier langen Tage bereitet hatten.
Endlich ergriff Herr Short das Wort, und sagte, indem er mich mit einem so fragenden Ausdruck betrachtete, daß sein häßliches Gesicht dadurch ganz verzerrt wurde: „Sie sind doch Frau Fowler, die Gattin des Kapitäns von der „Aurora"?"
Es war mir unmöglich, meiner Abneigung gegen diesen Mann nicht Ausdruck zu geben, und ich sagte: „Ja, und Sie, und Ihre Kameraden sind die Mannschaft der „Aurora", die uns an Bord eines brennenden Schiffes zurückließ, wo wir elend hätten zu Grunde gehen können!"
„Einige von uns waren dagegen", rief Snow, in
dessen Gesicht ich Zeichen von Schäm und Reue zu bemerken glaubte; „Mick Craig und Timotheus Gray können es bezeugen, daß nicht alle Mann damit einverstanden waren." „Sind Sie allein hier, Madame?" fragte der Zimmermann, indem er sich an Deck umblickte, und dann wieder mich anschaute.
„Nein", versetzte ich, „Mein Mann ist in der Kajüte, aber er hat sich das Bein gebrochen, und kann sich nicht von der Stelle rühren. Sie können mit mir kommen, wenn Sie ihn zu sprechen wünschen." Damit trat ich! in die Thür der Kajüte.
Richard hatte sich auf den Ellenbogen gestützt, und blickte mir äußerst gespannt entgegen.
„Was für Leute sind es wohl, die eben an Bord gekommen sind?" rief er hastig. „Doch! nicht die Mannschaft der „Aurora"?"
„Ja", entgegnete ich- „die ist es, so gewiß die Sonne am Himmel steht."
„Heron —"
„Nein", unterbrach ich ihn. „Heron ist nicht darunter." Ich hörte das Geräusch von Schritten, wandte mich um, und sah, daß die Leute eintraten.
Short war der erste, und blieb dicht bei der Thür stehen, Quill und Orange blieben in seiner Nähe, die anderen traten dicht an Richard heran. Snow nahm zuerst seine Mütze ab, .und die übrigen folgten nach und nach seinem Beispiel. Als mein Mann sie erblickte, fiel er auf fein Kissen zurück. Die in ihm angeregten Erinnerungen ließen ihn vor Kummer und Aerger nicht zu Worte kommen. Es war empörend, wenn man sich die herzlose Roheit dieser Leute ins Gedächtnis rief, die uns kaltblütig dem Untergang geweiht hatten, und daß dieselbe Brrgg, die uns Erlösung gebracht hatte, auch diesen niederträchtigen Wichten zum Zufluchtsort dienen sollte.
Wenn ich aber bedachte, daß es nun mit Hilfe dieser Leute möglich sein würde, die Brigg zu retten und uns nach, der alten Heimat zu bringen, wurden die Abneigung und das Grauen vor der alten Mannschaft merklich schwächer in mir. Es mußte Gottes Hand sein, die uns geführt hatte, und wenn ich bedachte, was ohne diese Leute aus uns geworden wäre, so wurde mir klar, daß wir sie schon aus Dank gegen Gott so empfangen mußten, als seien sie uns vom Himmel zu Hilfe gesandt.
Richard ermannte sich, bat mich, ihn aufzurichten und durch ein Kissen den Rücken zu unterstützen, und sagte dann indem er Short fest anblickte: „Ohne Zweifel haben Sie geglaubt, wir wären tot. Uns auf einem brennenden Schiff zurückzulassen, war ein würdiger Abschluß Ihrer ganzen Handlungsweise von dem Tage an, wo Sie durch Ihr Anbordkommen einen Fluch auf die Bark herabbeschworen hatten. Sie finden mich nun mit gebrochenem Bein an


