Ausgabe 
12.9.1901
 
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Bearbeitet und mit Abbildungen versehen von der Internationalen Schnittmanufaktur, Dresden-N. Reichhaltiges Modeualbum und Schnittmusterbuch für nur 50 Pfg. daselbst erhältlich.

rNsöe.

Das neue Mod en-Album und Schnittmuffer- b u ch der Intern. Schnittmannfaktur, Dresden, ist für die Herbst- und Winter-Saison zum Preise von 50 Psg. soeben erschienen. Es kommt gerade zur rechten Zeit, um der Frauenwelt bei der Wahl neuer Herbsh- und Winter-Toi­letten, beziehungsweise beim Modernisieren von Garderobe die willkommenste Hilfe zu leisten. Die Einrichtung der vor­genannten Firma, von allen dargestellten Modellen vor­zügliche abgepaßte Papierschnitte zur leichten Verfertigung aller Kleidungsstücke zu liefern, hat sich als ungemein praktisch bewährt, sodaß dies reichhaltige, mit vielen Hundert neuesten Modellen ausgestattete Moden-Album als das beste und! brauchbarste Hilfsmittel bei der Wahl neuer Toiletten zu empfehlen ist.

Außer der sonstigen Hervorragenden Ausstattung des Modenalbums sind in einer Sonderabteilung das Er­gebnis der Modewahl nebst den bemerkenswertesten A-eußer- ungen über die Bekleidungsfrage, sowie aud), das Ergebnis der Preisverteilung veröffentlicht.

das alles helfen, fo' lange der eigentliche Thäter nicht ent­deckt ist, und scheinbar !alle Fäden züsammenlaufen; mich der That zu verdächtigen, und somit zu vernichten.«

Nur den Mut nicht verloren, Freund, die Sache liegt für den Augenblick schsimm, doch nicht so schlimm, um die Hoffnung auf endliche Aufklärung fallen zu lassen. Als Hauptbelastung gegen Sie spricht allerdings die Auffindung Ihrer Jagdflinte in der Nähe des Thatortes. Sie selbst haben diese als Ihnen gehörig anerkannt, und als schwer­wiegendster Beweis gegen Sie kommt die Thatsache hinzu, daß die Flinte kurz vorher abgeschossen, und die in der Wunde Mohrmanns aufgefundene Kugel genau dem Ka­liber Ihrer Büchse entspricht. Wie erklären Sie den Um­stand, daß die Ihnen gehörende Flinte bei dem Ueberfall benutzt, und wie sie überhaupt an den Ort des Verbrechens gelangen konnte?"

Sie muß mir bei irgend einer Gelegenheit gestohlen worden sein", erwiderte Werner gepreßt,ich habe den Lanzen Schrank voll, da vermißt man die einzelne nicht sogleich." . '

Pflegen Sie den Schrank zu verschließen?"

Nein", bekannte Werner.In meinem Haus respek- trert jeder diesen Schrank."

Wer nimmt die Reinigung der Schußwaffen vor?"

Ich selbst. Doch! halt, da fällt mir eben etwas ein, fvas wohl hierher gehören könnte. Ms wir an jenem Abend, der so verhängnisvoll für Mohrmann und mich werden sollte, bei Tisch plaudernd zusammensaßen, sprang Mohrmann Plötzlich auf, und stürzte mit den Worten ans Fenster,Laß er da eben jene Galgenphysiognöinie erblickt habe, bte, ihm vorhin im Walde zugleich mit Karsten be­gegnet sei." Doch er hörte und sah nichts weiter von dem Menschen, und als wir dann beide hinauseilten, und die nächste Umgebung durchsuchten, hatte das keinen besseren -Erfolg Bei dieser Gelegenheit könnte der Diebstahl wohl begangen sein."

Mohrmann hatte jenen zweiten nicht erkannt?"-

Nein. Nur behauptet er, das Gesicht sei ihm be­kannt vorgekommen."

Hat er nichts Besonderes an ihm bemerkt, was ein Erkennungszeichen abgeben könnte?"

Doch, das grellrote Haar und der rote Vollbart des Menschen sei ihm ausgefallen, sagte er.«

Hm, hm!" Held zuckte die Achseln.Es ist bereits Auftrag gegeben, nach einem solchen Subjekte zu forschen. Doch bisher ohne Erfolg. Karsten behauptet, der Mann sei zufällig zu ihm gestoßen, und will ihn nicht kennen. Wäre Mohrmann vernehmungsfähig, so wäre es ja möglich, daß er uns auf die rechte Spur leiten könnte; denn da er die Kugel in die Brust bekommen hat, so muß sein An­greifer ihm doch gegenübergestanden haben."

Wie geht es ihm?" fragte Werner,wird! er mit dem Leben davonkommen?"

Der andere zuckte die Achseln.Bis jetzt ist er noch rmmer besinnungslos, die Aerzte erklären den Zustand! für einen schweren, der enorme Blutverlust und die Streifung der Lunge machen seinen Zustand zu einem bedenklichen."

Nicht nur ans Freundschaft, sondern auch in meinem mgenen Interesse wünsche ich von Herzen seine baldige Wiederherstellung.«

. , , "^ud ich mit Ihnen", gab Held zur Antwort.Doch, jetzt, Herr Forstmeister, bedarf ich Ihrer nicht weiter. Sollte

GsmsiNRÄLzZges.

Die verschiedensten Mittel, Ameisen zu vertilgen. Es ist bekannt, daß, nicht alle Ameisen auf dasselbe Mittel reagieren. Mancher hat beim Fang Erfolg mit Hvnigflaschen, mancher nicht. Ein anderer entledigt sich der Tiere dadurch, daß er Alaunschalen ausstellt usw. Es muß! jeder das bei seinen Ameisen passende Mittel erst heraussuchen. Dazu gehört allerdings eilte Kenntnis all der Mittel, die man gegen Ameisen erfolgreich, anwendeN kann. In dankenswerter Weise sind diese in 8tr. 6 der Praktischen Ratschläge für Haus' nn& Hof", einem Neben­blatts desErfurter Führers im Gartenbau", zusammen­gestellt. Die betreffende Nummer wird unseren Abonnenten kostenfrei zugeschickt, wenn sie sich mittels Postkarte nach! Erfurt wenden.

Ein kleines Stück Kochfleisch wird selten saftig", llagt gelegentlich so manche Hausfrau. Wenn's am Kalkgehalt des Wassers liegt (der soll es gewöhnlich verschuldet haben), so hilft ein erbsgroßes Stück Kochsoda. Gewiß! ist.aber in den meisten Fällen nur die Art und Weise des Kochens daran schuld. Ein kleines Stück Kochfleisch wird saftig, wenn man es in kochendes Wasser legt, das man dann langsam, aber ununterbrochen weiter brodeln läßt. Tie bei dieser Kochweise etwas matt ausfallende Fleischbrühe wird durch ein wenig Liebigs Fleisch-Extrakt, messerspitzenweise angewandt, gekräftigt. So erzielt" man saftiges Fleisch und trefflich schmeckende Suppe. Das echte Liebig Company's Fleisch-Extrakt (Liebigs Namenszug in blau quer durch die Etikette) ist baS: beste und, weil am aus­giebigsten, auch das billigste.

Wenn die Schwallen heimwärts ziehn, und die Rosen Nicht mehr blüh'n, dann packt auch der Städter seine Koffer kund Körbe und zieht von der Sommerfrische heimwärts Zur gewohnten Thätigkeit. Und alles) was er mit heim- brrngt an gestärkter Gesundheit und neuem Mute, das steht jim vollen Gegensatz zu den verbrauchten Sommerkleidern, verknüllten Hüten, vertragenen Brusen, verregneten Röcken Mw. All' diese verblich!enen Herrlichkeiten enthalten für dre Fran die dringende Aufforderung, die Garderobe für dre kommende Herbst- und Wmterfaison wieder neu in stand Zu fetzen. Da ist denn die FrageWas ist modern« VW allgemeinstem Interesse, sowohl für die Modedame, welche W..MrWstiM Ws Wsstattet, Äs auch Mr die Frau mit

Ihnen! rndes etwas einsalleu, was! Zur Aufklärung der Angelegenheit beitragen könnte, so bitte ich, mich, schleunigst davon in Kenntnis zu setzen." Er reichte Werner die Hand." Grüßen Sie mir Ihre Damen, Und sagen Sie ihnen zu­gleich, daß ich alles aufbieten würde, in die dunkle Sache Licht zu bringen. Bis dahin verzagen Sie nicht,"-

!' ' (Fortsetzung folgt.)

einfacheren Bedürfnissen, welche sich zurN Teil damit be­gnügen läßt, bereits! getragene Garderobe neu herzurichten und zu modernisieren. Gerade für das letztere ist diesmal die Mode nicht Ungünstig; denn die Taillen zeigen aller­hand schmückendes- Beiwerk, . welches bequem dazu benutzt werden kann, bereits getragenen Taillen ein modernes nnd frisches Aussehen zu geben, welches aber 'auch neue Taillen aufs glücklichste aus stallet. Zunächst sind! es die breiten Krätzen, die" dabei eine wichtige Rolle spielen. Da sich- dieselben aus den FichuZ und "den fichuartigen Garni­turen der Sommerlleider heraus entwickelt haben, so ist "ihre charakteristische Eigenschaft die, daß sie nicht steif Unterfuttert werden,- sondern sich weich den Schulterlinien