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man sich für diese Kreidefelsen nicht mehr begeistern, auf diese Art kommen wir nicht vorwärts, Jeß. Das durchaus nicht."
a as Weinen ist die erste Kunst,
7 Die lächelnd uns das Leben lehrt.
► So lehr' es lächeln uns zuletzt, Wenn es sich weinend von uns kehrt.
Wilh. Müller.
(Fortsetzung.)
„Ich kann mir kaum denken", meinte ich, „daß es irgendwo in der Welt eine schönere Küstenlandschaft geben kann, als diese."
„Warte nur ab, bis Du erst einmal die Bucht von Sidney gesehen hast", erwiderte er, und betrachtete die' weißen Felsen ein wenig verächtlich. „Wenn man in einen silbernen Wasserspiegel grüne Tafelgruppen und rings herum das in den üppigsten Sudseegewächsen prangende Land, wenn man die Marmorvillen in jenen Zaubergärten, und
Damit sing er an, ilach Wind zu. pfeifen, und hinüber zu Herrn Heron.
Vermutlich wollte keiner von beiden den Anker fallen lassen. Gewöhnlich haben die Seeleute einen großen Widerwillen dagegen^ den Anker wieder falten zu lassen, nachdem er gekattet und gefischt, und die Reise angetreten ist. Ich hoffte, daß die Windstille uns zwingen würde, zu ankern; denn ich wollte so viel wie möglich sehen. Auf dem Atlantischen Ozean würden wir ja lange Zeit kein Land mehr in Sicht bekommen, wenn wir nicht vielleicht einen flüchtigen Blick auf Madeira oder die kanarischen Inseln erhaschten. Dagegen wußte ich, daß den Downs gegenüber die Stadt Deal liegt, und nahm mir vor, Richard zu bewegen, wenn wir ankerten, mit mir an Land zu gehen.
Seine Unterredung mit Herrn Heron dauerte nicht lange. Ich fragte nicht, und kann daher auch nicht sagen, ob mein Mann schon damals den Steuermann nicht leiden konnte oder ihm als Seemann nicht vertraute. Doch hatte ich bemerkt, daß sie nur selten mit einander sprachen. Einen ungeselligeren Menschen als Heron konnte man sich kaum vorstellen. Wenn er mit uns zusammen Mittag aß,
(Nachdruck verboten.)
Die Seekömgin.
Seeroman von Clark Rüssel.
unter dem tiefblauen Himmek Schwärme von Vögeln in ihrem reichen, bunten Gefieder gesehen hat, — dann
saß er da, ohne ein Wort zu sprechen, wenn er nicht gerade direkt angeredet wurde. Wenn ich ihn ansprach oder ihm guten Morgen wünschte, war seine Antwort und sein ganzes Wesen so kurz angebunden, als wollte er mir deutlich machen, daß er weder Höflichkeiten verlange, noch zu erwidern beabsichtige, sondern vorzöge, in Ruhe gelassen zu werden.
Der schwache Lufthauch, anders konnte män es nicht nennen, hielt noch immer an, und die Bark kroch so langsam vorwärts, daß sie kaum von der Stelle zu kommen schien. An der Neigung einer Boje, die wir passierten, konnte ich sehen, daß wir die Flutströmung mit uns hatten. Um zwölf Uhr befanden wir uns querab von Ramsgate, und durch das Fernrohr konnte ich deutlich die auf dem Stege oder auf den Felsen herumspazierenden Menschen erkennen.
Aus meinen Träumereien wurde ich durch Richards Mitteilung erweckt, daß das Mittagessen fertig sei. Mit Ungeduld erwartete ich die Beendigung der Mahlzeit und war froh, wieder an Deck zu kommen.
Die Sonne stand schon weit tut Westen, und es war kaum noch ein Lüftchen zu spüren, als wir uns den Downs näherten. Die See lag da wie geschmolzenes Glas, leise sich hebend und senkend. In der Ferne kam das flache Land um Sandwich herum in Sicht. Es schien kaum mit rechten Dingen zuzugehen, daß die Bark noch immer weiter kroch. Ohne Zweifel hatten wir der Flut viel zu verdanken, und es machte einen merkwürdigen Eindruck, daß das Schiff mit den schlaff herabhängenden Segeln in der ölig glatten Wasserfläche dennoch etwas Fahrt voraus machte, wie ich an den vorübertreibenden Seetangbüscheln, Qualletl und grünbemoosten Holzstückchen wahrnehmen konnte. Da wir anfangs, als noch etwas Wind wehte, die Ebbe gegen uns gehabt, und jetzt zwar die Flut mit uns war, der Wind aber sich vollständig gelegt hatte, hatten wir fast den ganzen Tag gebraucht, um die Strecke von Nord- Foreland bis hierher, eine ßhttferming von etwa zehn Seemeilen, zurückzulegen.
„Willst Du Anker fallen lassen?" fragte ich Richard.
„Ja", antwortete er, „wir müssen „aufbringen". Es ist jammerschade. Ich kann nicht zur Ruhe kommen, bis wir die Scillies passiert haben."
„Wieso schade, Richard? Das habe ich mir gerade gewünscht. Ich würde so gern mit Dir an Land gehen, und mir Deal ansehen."
„Es wird ja gleich dunkel sein, Jeß; im Dunkeltt an Land zu gehen, hat doch keinen Zweck."
„Dann nimmst Du mich morgen früh aber mit an Land", sagte ich.
„Ganz gewiß nicht, wenn vor Tagesanbruch Wind kommen sollte."
„Dann will ich nur hoff»«, daß »s die ganze Nacht


