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Redaktion: E. Burkhardt.
Trockenheit und Nahrungswangel wird empfindlich bestraft durch Abfallen der Blätter und durch mangelhaft, terung von Canna, Begonien und dergleichen Knollen- gewächsen anschaffen möchte, denke daran, Auch die Horden zur Lagerung des Obstes müssen beschafft werden Weintrauben sind gegen Wespen m Drahthullen oder Gaze- säckchen einzuhüllen. Tomaten, wo sre vrel grüne Fruchte haben, allmählich zu entblättern, um die Reise der Fruchte zu beschleunigen. Rosenkohl kann entspitzt werden. Mau kann Stecklinge von Nadelhölzern machen, die über sinter an einem 2 bis 3 Grad warmen Ort steheu müssen.
Einpftm zen der zum Treiben bestimmten Zwrebe- aewäcbse beginnt. Rosen zur Treiberei werden trocken gehalten Im September lassen sich kahl gewordene Raftn- flächen wieder besäen, und überwintert ber junge Rasen Eistens aut. Es ist dann im Frühjahr gleich der ganze Rasen grün und aus diese Weise viel Arbeit erspart.
1 I. C. Schmidt, Ersurt.
wäbrter Kritiker sein, daß Raabes Romanen und kleineren tl'nre Durchführung der Handlung fehlt. öulja ) Springende am Anfang einzelner Kapitel, sowie scheinbare, A im Laufe der Erzählung ausgefüllte Lücken erschweren die Lektüre. Hier wäre statt des „Romanes aneinander das einst oft gehörte Schlagwort vom „Romane Nebeneinander" anzuwenden. Sollte Gutzkow rn diesem Sinne aus Raabe während seines Dresdener Aufenthaltes mm aewirkt haben? Im übrigen wollen wir uns freuen, daß Raabe trotz Gutzkows Bedenken „das^BvotstudiUM aufgab und nur von seiner Feder lebte". Wer^etwa ab Jurist hinter Akten sitzt oder als Lehrer ben Staub der Schulstube atmet, kann in seinen Freistunden nicht Werke schreiben, wie wir sie Raabe zu danken haben. Werke von dieser Bedeutung erfordern die ganze Krast, den ganzen Mann.
cieüt bat Wilhelm Raabe das biblische Alter erreicht, und „ « feinem
banft einmütige Verehrung ihm für da» Schone und Gemütvolle das er sich zur Ehre und andern zum Nutzen und zur'Freude geschrieben hat. Mit Gruß und ^unsch sür einen heiteren Lebensabend gedenkt man semer in den weitesten Kreisen. In Braunschweig, wo er seit vielen wahren lebt blickt er auf ein arbeitsames, von Erfolg, aekröntes Leben zurück. Aus seinen Werken spricht nicht nur ein echter Dichter, sondern auch ein Mann, der aus dem tiefsten Geistesbrunnen der Zeit ^°pft und unsere Seelen damit befruchtet. Mögen ihm noch vie.e Schassmm- tage beschieden sein!
Unser Garten im September.
(Nachdruck verboten.)
Fmmer näher rückt die wichtige Ernte in Kern-und Steinobst Wenn auch die Fruchtbarkeit der Baume durch Dürre und eine beängstigende Insektenplage gelitten ha so wird doch zum Dörren und Keltern noch genügend Obst vorbanden sein. Wer Dörren und Keltern will, sollaver setzt schon Vorbereitungen tresfen, und sich die Maschinen zum Trocknen, zum Pressen oder die Fässer zur Aufnahme de?' Mostes anschaffen. Wenn die Fruchte erst rm Keller lagern, der Most seiner Behandlung yarrt, ist die Zeit ba-
D^Ungeziefer-Plage werden wir am besten Herr, wenn wir die iistNr. 19 des „Erfurter Führer im Gartenbau beschriebenen amerikanischen Mittel zur Vernichtung Unaeziefers anwenden. Das schließt aber nicht aus, daß wir ieüt alles madige Obst auflesen, und sosort verwerten müssen) wen» wir im nächsten J»hr- weniger Arbeit m.t den Insekten haben wollen. , t t
Unter den Bäumen mit reisenden Fruchten wird der Boden gegraben, und leicht feucht gehalten, damit er locker bleibt, und die herabsallenden Fruchte sich nicht zer- cklaaen Auch ist es gut, Stroh auf den gegrabenen Boden zu breiten, es mildert den Fall noch mehr^
Wo ältere Bäume versetzt werden sollen, sind die dazu nötigen Vorarbeiten jetzt zu treffen. Das Bastband der Okulationen ist zu lösen, damit mcht einschneideü Neue Erdbeerbeete werden angelegt. Man vernichtet dre Kohlstrünke, welche knollige Wurzeln haben, durch Verbrennen. Spinat, Wintersalat, Feldsalat, Petersilie, Kerbelrüben, Perlzwiebeln werden ausgesaet, ebenso blumen Mohn, Rittersporn und vieles andere. Man rrwi rt Sckmeealöckchen, Scilla, Engelsthranen, Tulpen, 8W SSWSgm Staube,,. Ti- Lücken auf de,, Blumenbeeten werden durch blühende Astern ausgefultt, Tovfpflanzen, die zur Kräftigung im freien Grunde emes Kastens oder auf ein Gartenbeet ausgesetzt waren, sind unter Schonung der Wurzeln wieder in Töpfe zu pflanzen. Man bringt solche Gewächse acht Tage lang an einen schattigen Platz, damit sie sich erholen, und tnt -opfe Wurzeln fassen Die Erdbeeren, welche zur Treiberei dienen sotten w rden zum letzten Male umgepflanzt und dann mit ihren TöPftn Widder in die Beete eingelassen. Der Flor der Chrysanthemum beginnt bald. Reichliche Wasserung und kräftige Düngung bis dahin soll man nicht vergessen.
GesundheiL und Krankheit in der Anschauung alter Zeiten.
Von T r o e l s - L u n d. Vom Verfasser durchgesehene Uebcr- setzung von Leo Bloch. Preis geb. Mk. 5,—. 1901. Leipzig, Druck und Verlag von G. B. Teubner.
Nachdem wir bereits in Nr. 108 der. Familien- Blätter unter der Ueberschrift: Der Stern ver Weisen einen fesselnden Auszug ans gedachtem 'Serie aebrackt haben, geben wir'nachstehend eme. ^nhaltr>nbersnh i„s Nm'winneresfanten Buches. Die tteberschriften der -1. Äct» S?Ära: S ift - Entwickelung der
Gesundheitsbegrisse. — Gesundheitsbegriffe der Aegypter. — Gesundheitsbegriffe der Griechen. Hippokrates. Spatere griechische und römische Aussassungem — Geiundhmts- beariffe des Mittelalters. Die Araber.— Gesundheitsbegrisse im 16 Jahrhundert. - Der menschliche Körper. - Dre Kraul- !"ii stammi ®»tl. - Tie MM M-«* - Die Krankheit stammt von den Sternen. ^Die Krankhett stammt voil den menschlichen Saften. - Dre Araber . Krankbeit ist das Negative, das Heilmittel das Positive. Aauavit Apotheker. Medizinische Bücher. — Paracelsus- — Tie Krankheit ist eine selbständige Lebensform. Ar- canum Der Stein der Weisen. Das Universalmittel. __ Me Kirche und die neue Heilkunde. — Tycho Brahe. - Nettere der Gegenwart. „ r.
Der als Kulturhistoriker rühmlichst bekannte Berfasser bat es in genanntem Werke meisterhaft verstanden, Verhalt- ntts/ und Gesichtspunkte zu schildern, unter denen man leweils Gesundheit und Krankheit betrachtete. r.em auf Erfahrung gegründeten Wissen der Jetztzeit steht em Tasten ySen 9ber «orpeitfleflenttB«M ietnrat «Whge
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man nur die Verhältnisse des 16. Jahrhunderts d e das Matt ii drastisch wiedergiebt, mit dem jetzigen Zustande. N irgendwie Sinn für Kulturgeschichte hegt, der wird L Bnch Wit Nutzen lesen und bem Setfaffer für ferne nngewein berbienfttidje Arbe,t xaut wessen.
Scherzrätsel.
(Nachdruck verboten.)
Mein Schätzchen hat's als Schmuck bekommen;
Doch wird ein Teil daraus genommen, So fehlt es zwar dem lieben Schatze, Dafür doch hat es ihre Katze.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung des Ergänznngsrätsels in vor. Nr.: La (Labe, Lack, Lade, Lage, Lahn, Lama, Lamm, Land, Last, K Latz, Laub, Laut.)
und der Brüh,'scheu «MMM «»‘ Mcknd.n-.rei »i-.sch «>»<« -» **"•


