Ausgabe 
7.3.1901
 
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Die

Sebdtum: «. Bnrkhsrdt. »ruck und »erlag der Brühl'scheu U»i»erfittvr.Buch- und Steindruckerei (Pietsch «rde») ia

Litter«rrsches.

Moderne Hettwifsenschaft. Wesen und Grenzen des ärzt- lichen Wissens. Von Dr. E. Biernacki. Deutsch von Dr. S. Ebel, Badearzt in Gräfenberg. Geh. Mk. 1., geschmackv. geb. Mk. 125. (Aus Natur und Geisteswelt." Sammlung wissenschastlich-gemeinverständlichcr Darstellungen aus allen Gebieten des Wissens. 25. Bändchen.) Verlag von B. G. Teubner in

gleichzeitigem Cntspitzen der Art und der Pflanz« gemäß wird durch geführt.

Die abgeblühten Hyazinthen werden trocken gelegt, wenn die Blätter sich gelb färben.

Rosenwildlinge im Zimmer und int Freiem sind durch Anplatten zu veredeln. Man gießt den Rosenbeeten jetzt den nötigen Dünger, wo es die Lage der Rosenkronen irgendwie gestattet. Rosenkronen, die schlecht gebettet sind und von Feuchtigkeit bei Regenwetter leiden, sind frei zu machen und trocken zu legen, dann aber wieder mit Fichten- reisig oder sonstigem Material zuzudecken.

Der Rasen bedarf unserer ganz besonderen Aufmerksam­keit. Es ist das Moos heraus zu Harken, es ist mit Kainit zu düngen, um dem Moos entgegen zu arbeiten. Rasen, der im vorigen Jahre schlechtes Wachstum zeigte, soll mit Kompost überstreut werden. Es ist erstaunlich, wie gerade der Kompost für den Rasen belebend wirkt. Wo man es haben kann, sollte eine sparsame Düngung mit Blutmehl oder mit stark verdünntem Blut oder auch mit etwas Chilisalpeter oder mit Bremer Poudrette nicht versäumt werden. Das Nachsäen des Rasens aus ausgefrorenen oder kahlen Stellen unterbleibt vorläufig noch. Dagegen find alle Maulwurfs- Haufen auseinander zu werfen, und ist dem Maulwurf nach­zustellen, weil der Fang der Tiere im Frühling uns viel Aeraer im Sommer erspart.

I. C. Schmidt, Erfurt.

Endlich scheint des Winters Strenge nachzulassen, es, be­ginnt die Hoffnung auf bessere Zeit. Es beginnt emsiges Lorbereiten für das Kommende!

Obstbaum, wie geht es dir? Der Frost hat dir nichts angethan; aber jetzt heißt es, hinein in die Krone, aus­gelichtet, wo es bislang versäumt, abgekratzt den Stamm, gedüngt und dann mit Kupferkalkbrühe bespritzt. Es heißt, herunter mit der Krone, wenn der Baum sich als Faulenzer erwies, oder wenn seine Frucht nichts taugte, oder wenn der Schorfpilz stärker zu werden droht. Es heißt, die Edel­reiser aus ihrem Winterplatz heraus zu holen, das Baum­wachs zu fertigen, das Messer zu schleifen und zu veredeln.

Ob es besser ist, im Herbst oder im Frühjahr zu pflanzen, das werden wir nicht im Frühjahr untersuchen. Wir werden im Frühjahr Obstbäume pflanzen, wo Pflanzungen vor­zunehmen sind, und wo die Bereitung der Pflanzgruben, der Pflanzerde und des Bodens in Angriff genommen wurde. Alle empfindlichen Sachen sind ohne Ausnahme sdgar nur im Frühling zu setzen, und zu solchen empfindlichen Sachen gehört der Pfirsich, die Aprikose, der Wein, die Rose und noch manches andere. Beim Pflanzen aber Vorsicht! Nicht zu tief und nicht zu hoch. Das eine wie das andere ge­fährdet den Baum, und wenn auch das. Tiefpflanzen mehr schadet, als das Zuhochpflanzen, vermeiden sollen wir beides.

Johannisbeeren, Stachelbeeren, die nochnicht geschnitten sind, bedürfen dringend des Schnittes. Sie sind Frühauf­steher! Auch die Himbeeren nicht vergessen! Fort mit den unreif gebliebenen Spitzen! Hübsch angebunden alles, was geschnitten ist! Bei den Erdbeeren fort mit den trockenen Blättern, umgespatelt den Boden und frisch ihn belegt mit kurzem, verrottetem Mist!

Im Obstgarten herrscht Eile, aber im Gemüsegarten herrscht übergroße Eile. Was soll nicht alles da gemacht werden! Wir sollen graben, düngen, Unkraut vertilgen, säen, auch schon Pflanzen. Ob aber alles gleich so eilig geht, wie es gehen müßte?

Es prüfe jeder seinen Boden. Klebt das Erdretch am Spaten, liegen lassen das Feld! Es wäre uns zum Schaden, den Pflanzen erst recht, wenn wir nassen Boden umgraben wollten. Wir machen ihn dadurch nicht besser, nicht mollig, nicht porös, sondern roh und zähe. Also trotz aller Eile keine Ueberstürzung!

Wo der Boden trocken ist, da säen wir Petersilie, Zwiebeln, Schwarzwurzeln, Karotten, Erbsen. Da stecken wir Schalotten, Puffbohnen. Da pflanzen wir auch wohl Puffbohnen, die im Zimmer herangezogen sind, aus; ebenso Erbsen, Salat, Kohlrabi, Weißkohl und Rotkohl. Es wird Schnittlauch zerteilt, Spargel gepflanzt. Die alten Spargel­beete erhalten eine Düngung von Jauche, Kainit und werden umgegraben, Ende des Monats auch erhöht. In warmen Lagen kann das Auspflanzen von Frühkartoffeln beginnen. . Wer seinen Rhabarber vermehren will, teile die Pflanzen jetzt. Wer Rhabarber anlegen will, denke daran, daß diese Pflanze nur dann Mengen von dicken Blattstielen liefert, wenn der Boden von Nährstoffen nahezu trieft.

Im Ziergarten hat der Spaten auch keine Ruhe. Es müssen alle Gruppen umgegraben werden, und die Düngung soll man nicht vergessen. Wo Stallmist fehlt, da ist künst­licher Dung hier sehr am Platze. Beim Pflanzen nicht ver­gessen, große Löcher zu machen! Dort, wo beabsichtigt wird, dicht an ältere Bäume Gehölze zu bringen, die Ver­besserung des Bodens und tiefes Lockern desselben niemals außer acht lassen, wenn man erwartet, daß die neuen Sträucher sich in der Nähe der älteren Bäume entwickeln sollen.

Der Teppichbeetgärtner vermehrt noch nach Herzenslust Und bringt seine kleinen Pflänzchen auf warme Mistbeet- kästen, damit sie bald erstarken. Auch der Zimmergärtner schafft sich neue Pflanzen durch Vermehrung. Die Knollen­begonien werden in Stücke geschnitten, damit man mehr Pflanzen erhält. Vom Philodendron, vom Drachenbaum werden Stammteile zur Vermehrung benutzt. Riemenblatt, Schildblatt, Jsolepis, Campanula und ähnliche werden durch Teilung vermehrt.

Das Zurückschneiden der Fuchsien, der Pelargonien, das Umpflanzen derselben, sowie aller anderen Gewächse bei

Leizig.

Das Buch bezweckt, in den Inhalt deS ärztlichen Wissens und Könnens von einem allgemeineren Standpunkte aus einzuführcn. ES behandelt die geschichtliche Entwicklung der medizinischen Grund­begriffe, die Leistungsfähigkeit und die Forstchritte der modernen Heilknnst, die Beziehungen zwischen der Diagnose und der Behandlung der Krankheit, sowie die Grenzen der modernen Diagnostik in allgemeinverständlicher Weise. Be­sonders hebt der Verfasser die Rolle der psychol ogischen Faktoren in der Entwicklung der Medizin und in der Berufsthätigkeit des ArzteS hervor; dieselben Gesichtspunkte sind auch bei der ausführlichen Besprechung dcS kulturgeschichtlich so interessanten medizinischen Scktenwesens (Homöopathie, Volksmedizin und Naturheilkunde u. s. w.) maßgebend gewesen. Alle Ausführungen sind mit konkreten Beispielen aus verschiedenen Zweigen der medizinischen Wissenschaften reichlich versehen, um dem Leser das Verständnis der schwierigen Probleme möglichst zu erleichtern. ________________

Was mutz man vom Vormundschaft-rechte toiffe«? Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch für den praktischen Gebrauch dargestellt von Max Diefkc. Berlin, Hugo Steinitz Verlag. Die vorliegende Dar­stellung des Vormundschaftsrcchtes hält sich streng an die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches. Eine Einleitung, die in kurzen Zügen eine Uebersicht über die geschichtliche Entwicklung des Vormundschafts­rechts giebt, wird zur leichteren Verständlichkeit desselben beitragen. Der Hauptzweck des Buches ist in allererster Linie, dem Laien in vorkom- menden praktischen Fällen Auskunft und Rat zu erteilen. Daneben soll aber die Broschüre das Jnterresse zur Sache überhaupt wecken und fördern.

Wer eine Vormundschaft übernimmt oder wer durch die Uebernahme einer solchen mittelbar betroffen wird, wie z. B. die Verwandten deS Mündels, sollte sich mit dem ganzen Wesen derselben bekannt machen, auch noch ehe es sich um die Entscheidung eines bestimmten Rechtsfalls handelt. Die Lektüre ist eine leichte, allgemeinverständliche und soweit eS bei einer Fachbroschüre der Fall sein kann, auch unterhaltend. Wir können das Buch dessen Anschaffung durch den billigen Preis von 1 Mk. jedermann ermöglicht ist, bestens empfehlen.

Scherzrätsel.

Nachdruck verboten.

Man faßt's, man läßt es fallen, Es zeigt dir Weg und Ort. Mit and'rem Kopfe wird cS Ein schneidiger Krieger sofort.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Abstrichrätsels in vor. Nr.:

Kolonialbcsitzungen.