Ausgabe 
6.6.1901
 
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998a.hr beit au werden", scherzte er.Welche holde lieber- iSie sind grausam, mein teuerstes Fräulein; denn tote raschung' Denn darauf, daß ich Ihnen bei diesem Wetter ! soll man Ihnen die Wahrheit sagen, ohne .daß es tote eut

beaeanen würde, Fräulein Hanna, konnte ich wirklich! nicht I Kompliment aussteht? Uebrigens habe ich! dte Absicht,

aekaM sein." I wenigstens einen Teil des Winters mit memen Damen

Fch habe einen Beileidsbesuch! gemacht, Herr von I int Süden zu verbringen. Inges Hochzeit barf keinesfalls

Restorp! Professor Herbold, der alte Lehrer Ihres Neffen I früher als im März oder April stattftnden. Darf tch Ste Harro ist gestern abend gestorben." I einladen, uns auf der Retse nach iahen Gesellschaft zu

1Äh, der verrückte Bildhauer", sagte er gleichgiltig. I leisten?"

Unb ick wissen Sie, was ich! soeben gethan habe?" I Hanna lächelte eut Wenig. .

"Nein", erwiderte sie lächelnd.Wie könnte ich! das IIch! fürchte, Herr von Restorp, daß tch durch meine

erraten?" I eigenen Angelegenheiten verhindert sem werde, diese

Unter dem Siegel der Verschwiegenheit natürlich!: ich I liebenswürdige Einladung anzunehmen. Aber da kommt

habe eine Wohnung gemietet." I eine Pferdebahn, die ich! zur Heimfahrt benutzen mochte^

Wie? doch nicht in dem prächtigen Hause, aus dem 1 Ich bemerke eben, daß es später geworden ist, aL ich ld,! ^,Fanden^Sie^daß es ein leidlich anständiges Haus I 9 9 Sie gab ihm die Hand und eilte leichtfüßig dem Wagen

toar? Nun, das freut mich. Ich hatte schon so meine I entgegen, während er nut abgezogenem Hute stehen bheb,

Bedenken." bis sie im Innern des Fahrzeugs verschwunden war. Dann

Sie sehen mich überrascht. Sind Sie denn nicht noch, I schlenderte er gemächlich einer Weinstube zu, wo man ihm

ein aanzes Fahr an Ihre jetzige Wohnung gebunden?" I Kredit gewährte, seitdem er den Wirt überzeugt hatte,

9,Ach!, was thut das? Man zahlt eben die Miete und I daß die Auszahlung der streitigen Million nur noch eine

zieht" aus. Uebrigens tritt der Vertrag für das neue Quar- I Frage von Tagen oder Wochen fern könne.

tier erst am 1. Oktober in Kraft. Ich denke, es wird ein I Als Hanna zweimal rasch nacheinander die Wohnungs- recht behagliches Heim werden. Nicht zu groß und nicht I giDcfe gezogen hatte, wurde ihr nicht von Fran Heitmuller, zu klein. Zehn Zimmer, ein Saal und ein allerliebster. I jonbern yon dem Bureauvorsteher ihres Bruders geöffnet. Wintergarten. Die Räume für die Dienerschaft natürlich I bürre Jüngling machte ein äußerst wichtiges Gesicht nicht eingerechnet." I und flüsterte mit einer bezeichnenden Gebärde nach der Thur

Wie, Herr von Restorp? Und eine solche Wohnung I be§ Privatkabinetts: ... ,

haben Sie fest gemietet?" IDer Herr, von dem gnädiges Fräulein gestern sprachen,

Ja. Vorläufig indessen nur aus fünf Jahre. Sie I j» rAon chit einer halben Stunde drinnen bei dem Herrn find erstaunt, daß ich! meine Absichten geändert habe, nicht I Rechtsanwalt. Und ich glaube sogar, er wird gleich fort- wahr? Als ehemaliger Landwirt hätte ich nach Ihrer I a^n- denn ich! hörte soeben, wie die Stuhle geruckt Meinung vielleicht besser gethan, mich nach einem paffenden I wurden."

größeren Besitz umzusehen. Ich habe ja auch lange ge- I Hanna war unangenehm überrascht. Sie hatte gehofft, sch!wankt. Wer wenn man tn meinen Jahren ist, mochte I ,. nterbaltuna zu belauschen:, und fie war nicht daraus man doch! endlich einmal anfangen, das Leben em wenig I aewefen, daß der Regierungs-Assessor sich! schon zu genießen. Gearbeitet habe W nachgerade genug; letzt I « . am' Morgen einfinden würde. Einen Augenblick sehne ich! mich nach einer behaglichen Ruhe. I st>ar sie unschlüssig, ob sie nicht geradewegs hineingehen

Sie rechnen also mit Bestimmtheit daraus, daß die I Wer die Entscheidung blieb ihr erspart; denn schon Wedekingsche Angelegenheit bis zum ersten Oktober zu ^hren I Zrde die Thür geöffnet und .Bernhard geleitete fernen ^UnSöerba§eIiftfto# außer Zweifel. Dieser Regierungs- lirribtr war nur schwach erhellt, aber aus dem

Assessor müßte ja geradezu ein Idiot fein, wenn er es nach I Rechtsanwalts fiel ein breiter Strom vollen

der Auffindung jenes Briefes überhaupt noch aus einen Me Le, wo Hanna stand. Der

Prozeß ankommen ließe. . , I er austretende ein hochaewachsener, breitschulteriger Mann,

Und wenn -vlhre Erwartung Sie tauschch wird ^hnen I * feiner straffen Haltung nach für einen Offizier in der eben geschlossene Mietsvertrag dann Nicht große Ver- den «andern« mußte ihrer notwendig sofort

"'HÄdiÄWM- und HMX mit anmutiger afWg »eri>«. Er war noch ^G-iPrach^m.t^hr-m WMWZWH Z-MLMsM jgjsjjgsws«. BsSStiasräÄJÄ 1 *r= ich mir starr«

auf später. Inge hat ja eine wahre Heidenangst vor dem I als em geradezu unschickliches Benehmen seiner S ) I Reichwerden. Und meine arme kränkliche Frau steht leider I empfand. - hprdere.

ttrtfpT hpnr Einfluü des närrifck!en lNadchensI Am liebsten hätte er wohl gesehen, o tz .JP* mit * «u-rdings über die «ng-legenh-it Förmlichkeit etar SZ

rott dem Anwalt unseres Gegners eingelausen sei. Und |Herr Regierungs-Assessor Wedeklng meme Schw | ba faate ich! natürlich nein, obwohl ich ja wußte, daß der | Hanna!" sagte er, um dann sogleich! ^iuzuzusugen. junge 9Wedeking heute hier eintrifft und daß wir vielleicht IWenn Du mich! sprechen wolltest^ hast. Du woh vor9Sonnenuntergang den Vergleiche unterzeichnet haben." I Güte, in mem Zimmer emzutreten. . ^ch' bm sogle ) z

Sie haben über die eigentlichen Gründe ihres sonder- I Deiner Verfügung.

Baren Benehmens also noch immer nichts erfahren?" I Als Bernhard fernen Namen nannte, hatte der Ass ss Garnichts es ist mir geradezu ein Rätsel. Und I dem jungen Mädchen eine tiefe Verbeugung gemacht. _ weshalb sollte ich! mir viel den Kopf darüber zerbrechen, | er sprach kein Wort, und nur seme Augen folgten rh, dadie Tiiiae sa dmh ihrenGang nehmen werden. Was als sie , mit einem leichten Neigen des, Kopfes an ihm wird es am Ende sein^ Eine nervöse Depression nichts I vorbei in das Kabinett ihres Bruders ging. Hanna ho JLrLLLiLtL meLZ FrLL LS H^ReKaLt, und

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