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Melodie, welche von der jetzt üblichen Melodie erhebluh abweicht, abgesehen davon, daß ste mcht auf sechs Reihen bei jedem Vers berechnet ist, sondern nur auf nvei Reihen. Das Lied ist im Königsberger Plattdeutsch geschrieben, und hält 17 Verse. Von diesen Versen bilden Vers 1, 2, 3 den jetzigen ersten Vers, 4, 5, 3 (Vers 3 ist Kehrreim), den zweiten Vers, Vers 6, 7, 3 den dritten, Vers 8, 9, 10 den vierten Vers. Dann folgen folgende Verse, welche auch die sonst nicht passende tleberschrift erklären: t
11. Wat öck geböde, wart van dH gedahn, Wat öck verböde, dat lätstu my stahn.
12. Wat heft de Löwe (Liebe) däch vor een Bestand, Wor nich een Hart öß, een Mund, eene Hand.
13. Wor öm söck hartaget, kabbelt on schleicht (sich hin und herzieht, balgt und schlägt),
On glihk der Hungen (Hunden) on Katten begeht.
14. Anke van Taraw, dat wer Wh nich bahn, Du böst mihn Dühfke (Täubchen), myn Schapke (Schäfchen), mihn Hohn (Huhn).
15. Wat öck begehre, begehrest du ohk,
Eck lat den Rack (?) dH; du lätst mH de Brohk. (?) 16. Dit öst dat, Anke, du söteste Ruh,
Een Lihf on Seele wart uht öck on du.
17. Dit mahkt dat Lewen tom hämmlischen Rihk, Dörch Zanken wart et der Hellen gelihk.
Diese mehr scherzhaften, als schönen Verse hat man gestrichen, und so aus diesem Hochzeitsgedichte em Volkslied gemacht. Denn Simon Dach hat dies Lied zur Hochzeit des Aennchen von Tharau gemacht.
Wer war denn das Aennchen von Tharau? In der Kirchenchronik von Tharau berichtet der 1738 gestorbene Pfarrer Anton Pfeiffer zu Tharau folgendes: Anna Ne- ander, Tochter des 1630 verstorbenen Andreas Neander zu Tharau (in Ostpreußen) und dessen Ehefrau, geborene Sperber, kam nach ihres Vaters Tode zu ihrem Vormunde, dem Kaufmann und Mältzenbrauer Stolzenberg in Königsberg. Als sie 18 Jahre alt war, verheiratete sre sich mit dem Pfarrer Johann Partatius in Trempen bei Insterburg, später in Laukischken bei Labiau (Ostpreußen). Nach ihres Mannes Tode (1646) heiratete sie den Pfarrer Gruben in Laukischken, und als dieser starb (1652) m dritter Ehe den Pfarrer Beillstein in Laukischken. Auch diesen, der 1676 starb, überlebte sie lange. Ihr Sohn erster Ehe, Pfarrer Friedrich Partatius in Insterburg, starb noch vor ihr 1688. Im Jahre 1689 starb „die alte Beillstemsche", wie sie genannt wurde, in Laukischken bei ihrer Schwieger- tochter Elisabeth, geb. Schütz, 74 Jahre alt. ^achi emer Mitteilung in der Kirchenchronik von Tharau soll Simon Dach das Gedicht „Aennchen von Tharau" als Student gemacht haben zu ihrer Hochzeit mit Johann Partatius. Dann mühte sie aber in einem Alter mit Dach gewesen sein, und würde 1689 etwa 84 Jahre alt gewesen sein. Damit würde dann auch nicht stimmen, daß sie, tote in der Kirchenchronik erwähnt ist, beim Tode ihres Vater» (1630) 11 Jahre alt gewesen sein soll. Dann wäre ste übrigens bei ihrem Tode nicht 74, sondern nur <0 -oahre alt gewesen, und dann hätte sie sich 1637, 18 Ihre alt, verheiratet. 1637 war aber Simon Dach Konrektor an der Domschule in Königsberg. Legt man als richtig zu Grunde, daß sie 1689 74 Jahre alt war, und sie 18 Jahre alt war, als sie sich verheiratete, würde die Hochzett in das Jahr 1633 fallen. Aber auch damals kann Simon Dach nicht mehr Student gewesen fein. Er wurde 1633 Kollaborator an der Domschule in Köntgsberg.
(Oberlandesgerichtsrat M.)
Gemeinnütziges.
Todden Stubenfliegen — aber auch] mehr Rem- lichkeit im Hause. Die Fliegenplage wird besonders auf dem Lande, nicht minder auch in der Stadt bet Zuckerbäckern, Metzgern, Wurstgeschäften, überhaupt ttt Handlungen mit Nahrungsmitteln im Sommer oft unerträglich. Das beste Mittel dagegen ist Reinlichkeit und starkes Lüften der Räume. Wo den Fliegen ungehtndert der Zutritt und die Eierablage an Speisen und deren Ueber- resten möglich! ist, da darf man sich nicht wundern, daß dte
Vermehrung der Plage mit jedem Tage zummmt. Du'Lüftung der Räume hat spät am Abend, während der Nacht und bis zeitig in der Frühe zu erfolgen, d. h. man lagt dte Fenster über Nacht offen und schließt ste am Morgen oder hängt Fliegengitter ein. Als Fangmittel ist das Auftellen von mit einem gutklebenden Leim bestrichenen Stäbchen zu empfehlen. So wenig appetitlich fie auch ausfehen, fie lassen wenigstens ihre Opfer nicht mehr frew Das ist bei Fliegengift und Fliegenpapier nicht der Fall und die toten Fliegen liegen überall herum. Sehr brauchbar ind auch die Fliegengläser. Aber alle diese Hilfsmittel haben nur dann Zweck, wenn Reinlichkett tnt Haust herrscht. Wo ein Viehstall oder Misthaufen in der Nahe ist, da kann nur das Fliegengitter au jedem zensier Abhilfe schaffen. Die Fliegen sind vielfach Schuld an. tätlichen Infektionen, z. B. durch Fliegenstich verursachte Blutvergiftung, Uebertragung von Geschwüren u. dergch und deshalb sollte sich jede Hausfrau befleißigen, wenigstens im Hause die Fliege zu bekämpfen.
a . („Prakt. Wegw.", Wurzburg.)
Mumenpflege.
Die Königin der Nacht blüht! Elektrisierend wirkt die Nachricht aust-alle Blumenfreunde, die nicht ver- -ehlen, zu dieser, meist für alle Vorübergehenden sichtbar aufgestellten, Seltenheit zu wallfahrten. Es hat sich um diese Pflanze, dank ihrer Eigenart, nur in der Nacht ihre prächtigen Blüten zu eutfalteu, ein förmlicher Sagenkreis gebildet. Man erzählt sich, die Königin der Nacht blühe nur alle 50 Jahre oder gar nur einmal im Leben. Dem ist nicht so. Bei einigermaßen liebevoller Pflege bringen ältere Pflanzen alle Jahre 1, 2 oder gar 3 Blumen, «e Pflanze liebt es, immer an ein und demselben Platze, einem sonnigen Fenster, zu stehen. Sie verlangt, als Kind der dürren Hochebenen von Mexiko, im Winter fast gar kein Wasser, im Sommer nur selten, alle zwei bis drei Tage einen Guß. Düngen braucht man die Pflanze auch nicht, wenn man eine fette, mit verrottetem Laub und Kuh düng vermischte Erde verwendet. Die Vermehrung geschieht durch Stecklinge, die leicht weiterwachsen, besonders wenn einige Luftwurzeln daran haften. In der neuesten Nummer des praktischen Ratgebers int Obst- und Gartenbau, die vom Geschäftsamt zu Frankfurt a. O. kostenlos bezogen werden kann, teilt ein Herr seine AchArungen über die Kultur der Königin der Nächst mit. Die Pflanze, die in ihrem Blütenschmucke abgebildet ist, hat er selbst aus einem Stecklinge gezogen und schon sechs ^zahre hintereinander zur Blüte gebracht.
Mode.
Die Mode im Spätsommer sollte von keiner Dame unterschätzt werden. Wo die üppigen Toiletten des Sommers eine Uebersättigung hervorriefen, da wendet man sich wieder dem einfacheren Schneiderkleid zu, dessen glatte Machart die Figur wunderschön hervorhebt. Die „Wiener Mode", Heft 21, enthält eine Auswahl hübscher Kleider, für diese Jahreszeit, dazu viele neue Hutmodelle, das Neueste der Herrenmode und Kinderkleidungen. Der nut ft er =’ hafte Handarbeitsteil bietet fleißigen Frauenhanden hub,che Vorlagen: von besonderer Schönheit ist die Nahspitze aus dem 17. Jahrhundert in italienischer Spätrenaifsanee. Der reichhaltige Unterhaltungsteil enthält einen guten Artikel Das Tagewerk der Pariserin", uno so kann die „Wiener Mode" unseren Damen nur empfohlen werden. — Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postanstalten sowie direkt vom Verlag in Wien VI. Preis vierteljährlich 2.50 Mk.. Mr die Monate August und September werden Probe- abonnements zu 1.70 Mk. abgegeben.
Kapselrätsel. .
nachstehenden Wörtern sind andere Hauptwörter emgekapselt (wie- Esel in Gesellschaft oder Kieselstein). Sind diese Wörter richtig gefunden, so ergeben ihre Anfangsbuchstaben im Zusammenhang einen weiblichen ^Gewinsel — Austern — Mariechen — Abarten Gerichte Schleim — Schlacke — Bastard.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung der Charade in voriger Nummer:
B l e i st i f t.
Redaktion: E. Burkhardt. - Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.


