toar, daß der alte Seebär schmunzelnd mit allen Repräsentanten des schönen Geschlechts abfuhr, während es mrr überlassen blieb, mit dem geistlichen Herrn zu folgen. £bex. war es kein Zufall? Ich glaubte einen vielsagenden Bück aufzufangen, den die Pastorin ihrem Eheaespons zuwarf, ich sah, wie dieser sich bedeutsam räusperte und, l» .Gedanken verloren, sogar die geliebte Pfeife ausgehen
„Merkwürdig diese Einladung, hat damit gewiß- seine eigene Bewandtnis", begann er endlich- und schielte vorsichtig zu mir hinüber, der ich kräftig die Ruder führte und triumphierend an dem ersten Boot vorüberschoß
»Wie meinen Hoch,würden?" fragte idj, zerstreut.
„Nun, Ihnen gegenüber braucht man ja fein Hehl aus seinen Vermutungen zu machen. Sie gehören fast zu uns,
®te, auch bald die Insel verlassen werden." Ich horchte hoch! auf. Was in aller Welt ging ihn mein Bleiben oder Gehen an? „Kaufmann Hall will heute ein Familien- ereignw feiern. Er hat seinen Sohn in die Firma auf- \ genommen und zugleich- hofft er, - hoffen wir alle . ~e£ alte Herr brach plötzlich ab und beobachtete scharf einen Seeadler, der hoch über uns schwebte, dann rasch, mederschoß, um eben so schnell, einen silbernen Fisch in zusteige'^^"' Mieder in die klaren Lüfte senkrecht hinauf- I
„Nun?" versetzte ich gleichniütig.
„Gemach, lieber Freund, das werden wir alles seiner Zeit erfahren" sagte der Pastor in der alten, bedächtigen Weise. „Tie Wege des Herrn sind oft wunderbar, und! wenn wir seinen sichtbaren Willen sehen, dann sollen Wna UnttM?£t,Or buten, mit frevelnder Hand hineinzugreifen. Was geschehen soll, das geschieht doch, und viel Herzeleid und- Kummer können wir unseren Mitmenschen ersparen wenn wir dies demütig anerkennen." ’
• wurde aufmerksam. Galten diese Ermahnungen wir? Wo wollte der Alte hin?
„Muß man es nicht als eine sichtbare Fügung Gottes ansehen, daß unsere Gunhilda von den Wellen hierher^ getrageii wurde, gerade hierher? Daß sie in unserem würdigen Freunde einen Vater Md? Hat sich nicht das Gegenteil von der thörichten Prophezeiung gezeigt und war das Mädchen nicht bisher der gute Geist dieser Insel9" , will dies bestreiten?" erwiderte ich, ohne auf- zuoncken. . 1
K.t tvahr", rief er mit einem 6e{ {^m seltenen
Glser, sichtbar erleichtert aufatmend. „Sie selbst ' der ehren« werte Gast bMest
aTei5' ia Sunde, daran zu denken, das liebe Ärer1^ ®u entführen, in welchem der Vater der Waisen chm seinen Platz angewiesen hat? Wie wird es meme Frau freuen, daß Sie so ganz mit uns einverstanden ö ii? weun Gunhilda erst die Gattin des braven Sigurd
V£ben ßie cha?" rief ich, das Boot so jäh an- di?Wabrbe°it rs heftig schwankte. „Um Gottes willen - K WWDM --»"---n SMKZ
„Ruhig, ruhig, lieber Freund", erwiderte -er firfi «nru I ^e-ten ^°vte umsehend, ba§ weit hinter' uns war I ist ja nur eine Vermutung von uns daß Gunbilda I Sigurds Braut wird an dem Tage wo er als I
in IMS «efMft eintritt ®i« Ä 'ftab Lh j- hert an gut, und Sigurd — er würde tornnh»//0' I e6e J°?te in diesem einen, woraus e/ sein I Herz gesetzt hat, getauscht werden." *etn I
- '/”b Gunhilda?" sagte ich- bitter. „Wissen Sie aucb- I lna9e%^'' Ob ^te stch Mlt dem Los begnügen will und kann I bag ihr jener anzubieten vermag? Ihre Frau sagte selbst I einmal, sie Jet dazu geschaffen, die Seele eine/ großen I Kreises zu fein. Und sie sollte hier in dieser Einöde I verkommen! Nie und nimmermehr!" |
ächtete sich- auf, sein mildes Gesicht war I ernft, und seine tiefe Stimme hatte einen feierlichen Klana I cife er mit schlichter Würde sagte: Unaniebnlicb nnh I kommen Ihnen diese Felsen vor, die zwischen den Gewässern I emporragen und den Menschen eine kümmerliche Zufluchts- |
I Träi^e 'Her Holfei' rief mich aus dem Lande der I nnr™ m Wirklichkeit zuruck. Beinahe wäre ich au I f' J Bestimmungsort vorbeigerudert. Mich gewaltig zu- I sammenuehmend, steuerte ich langsam um die Landzunae I dem zweiten Boot Zeit lassend, heranzukommen
. r,"3'te tarnen allzeit voran", rief der Leuchtturmver- hfl- UnS vorbeirudernd. „Ein tüchtiger Seemann
’ ■ Wp/ des gelehrte Herr, nicht wahr?"
Mein Blick suchte Gunhilda; ich sah sie 5iand in wst oer Pastorin, dasitzen, während Hannah sich an sie schmiegte und- eifrig auf sie einr-edete Iw- alaubte I wernen Namen zu hören. Gehörte auch der Gutwillige ^bold zu meinen Feinden, war Hannah auf mich eifer« fubfjttg, weil rch mich um die Gunst ihrer Freundin bewarb 9 ~ twnt, dies Kind war wenigstens arglos, und seltsam wohlthuend berührte mich sein Helles Lachen, der freund!
’ v11 torber ^^wme Als wir aneinander vorbeifuhren warf die Kleme mtr übermütig ein paar Blumen w unh tthV ^an te herzliche, daß sie mich verwundert mit ihren ^bx(?un.en .Augen fansah. Für mich waren die kleinen Vergißmeinnicht em Zeichen, daß doch Eine mir freunMiA gefilmt war und während ich''an Gnnh"ldadachte vew wahrte ich sorgsam Hannahs Blumen an meiner Brustl . und so steuerten wir auf unser Ziel los, anscheinend ewe heitere, harmlose Gesellschaft, doch jeder die ver- schiedensten Entschlüsse im Herzen bergend. Was würde uns der Abend bringen? Thorheit, zu fragen. Stunden eine ita^alfeTsuft' u?5 .davon" zu trennen. ' Noch,
ivar aues Lust und Sonnenschein. ;
Häuser mit grünen und blauen Fensferladen umgaben die innere -Bucht. Km Häsen Bcrrtefi» ein reges Leben. Boot an Boot lag da, auf dem Felseu wurden Fische zum Trocknen aufgehangen. Bor vollen Segeln steuerte eine Yacht herein. Die Sonne beleuchtete ^ell das braune Marssegel und die roten Jacken ' der Matrosen. Laut hin schallte der Refrain:
"Hvihollaoi, jetzt geht es ans Land, Hoihollaoi, zieht an, zieht an!"
| statte bieten Ich widerspreche Ihnen nicht. Hart ist das | ^ebeu des Inselbewohners, kämpfen muß- er ums Dasein I Se^n eiusetzen, soll er im ewigen Streite gegen
| dre wilden Elemente nicht zu Grunde gehen. Doch/auch I Serrngsten ist ein Sonnenstrahl auf Erden b-eschiedech I hell spielt er über die Me-eressläche dahin und verjagt | Grauen und Finsternis. Sie haben Gunhildas Wirken^ge- I stMN — und wie sie mehr Furcht als Liebe erntet Wie MKLMAK« £ WSÄ MHin BoWt“ * « *«■" I rois Glück finden", unterbrach ich ihn in meiner
| //^//^st ^j? ,,t§rregung, jede Mäßigung vergessend, I „Sind denn Wohlthaten eine Kette, mit welch-er man den f«ten Willen knechtet? Dars ein Mädchen weil es arm unb öerkffen nicht selbst über sein Geschick bestimmen? /°A'Mu die vieleu Worte!, Auch ich kenne Gunhilda wird " daß sie nur der Stimme ihres Herzens folgen
I "Der Wille des Herrn geschehe!" seufzte er leise. Was ä.TjL auc^‘ Sie sind ein Ehrenmann — vergessen Sie Nicht, was der Gast seinem Gastfreunde schuldet!"
Dte Besonnenheit des älteren Mannes beschämte mick .-3/ etne scharfe Zureichtw-eisung vermocht hätte Ä ^tchrak über mich selbsh über die bösen Worte, die nur über tue Zunge rollten. Mich erfüllten Haß und Bitterkeit gegen Menschen, die mir nur Gutes erzeigt hatten n/de?hatfe Zufriedenheit, ihr stilles Glück fast be- Sn? Gin kalter Hauch-, der einen Moment die blanke Flä-cki-e Lk IÄ^uselte,, berührte mich wie die ei ige Hand des Schicksals, oas also wirklich hier auf der Insel meiner berfien9 zw meinem Mück oder zu meinem Ver-
es m-cht; ich wußte nur, ba$ alle, alle, hls Ausnahme einer einzigen vielleicht, gegen mich, waren d°ß Ich mein Glück erobern wollte, und sollte ich dabei ben Ituch der ganzen Insel auf mich laden!
, Verschwunden war jedes Zögern, jedes Bedenken imrfu ibann, ja dann/!//'^b^ude Wort gesprochen werden, und


