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f in Eigen zu besitzen das ist gut,

Sei ti im Hanse, sei's im Herzen.

In allen Leiden macht eS Mut

Und ist ein Trost in allen Schmerzen,

Zu neuem Leben ist'S der Keim!

Wer'S nicht vermißt in heitern Tagen

Wenn'S finster wird, wohl ihm, kann er dann sagen:

»Jetzt geh' ich,heim!" I. Trojan.

SB.......' T " =

(Nachdruck verboten.)

Die Seekönigin.

Seeroman von Clark Rüssel.

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(Fortsetzung.)

Kurz vor der Mittagszeit ersuchte mich nteüt Mann, das Boot zu steuern, und untersuchte den Inhalt unseres Brotsackes.

Er gab mir einen Zwieback, und füllte die Plumpe mit Wasser. Das war unser Mittag! Daraus machte ich mir übrigens nichts. Ein Schiffszwieback stillte meinen Hunger ebenso gut wie das feinste Diner, und das Wasser war zwar warm, da es in der Sonne gestanden hatte, aber doch süß und trinkbar. Ich erinnere mich nicht, je­mals einen so erfrischenden Trunk gethan zu haben.

Die Sonne wurde jetzt fast unerträglich. Es war das Symbol der erbarmungslosesten Grausamkeit so kam es mir wenigstens vor, die ich zusammengekauert dasaß, meine gequälten, geblendeten Augen mit der Hand be­schattend dieses flammende, stechende, zuin Wahnsinn reizende Gestirn, das da hoch über unfern Köpfen stand, seine versengenden Strahlen gerade auf uns herabschoß, als ob der winzige Punkt, den !vir in dem mächtigen Ozean bildeten, dazu ausersehen sei, die ganze konzentrierte Glut oes in deut tief saphirfarbenen Firmamente schwebenden Feuerkörpers zu empfangen.

Es ließ sich jedoch nichts ändern. Eine günstige Brise wehte; jede Stunde brachte uns den Inseln und der Route der nach der südlichen Halbkugel gehenden Schiffe näher. Einmal hatte Richard schon die Absicht, das Segel einzu­ziehen, und als Sonnensegel zu benutzen. Dann aber meinte er, daß sich die Hitze doch wohl eher ertragen ließe, als das Gefühl, müßig auf der weiten See zu liegen und die günstige Gelegenheit einer schönen Brise ungenützt vor- ubergehen zu lassen. Ich war durchaus derselben Meinung, ja ich hätte lieber die Hitze noch weitere zwölf Stunden ertragen, als die Fahrt unseres Bootes aufgehalten.

Indessen blieb die Sonne auch nicht immer aus dem­

selben Fleck stehen; als sie sich mehr nach Südwesten wandte, warf das Segel wieder etwas Schatten nach vorne. Dorthin setzten wir uns nun. Richard verlängerte die Jochleinen noch etwas mehr, so daß er nun ganz vorne sitzen, und trotzdem das Boot steuern, und zwar sehr genau steuern konnte.

Der Nachmittag schwand schnell dahin, wie wir am Laufe der. Sonne bemerken konnten. Die Brise frischte etwas auf. Jede kleine Woge war bereits, wenn sich sich überschlug, mit einem schaumigen Kamme gekrönt, und der weiße Schaum brach sich am Vordersteven des Bootes, das unter dem stetigen Druck seines Luvsegels jetzt schnell dahiuflog. Wir hatten keinen Kompaß; mein Mann konnte also nur nach der Sonne steuern. Dennoch schien er zu­versichtlich anzunehmen, daß er den richtigen Kurs halte, und meinte, nach Sonnenuntergang sich nach den Sternen richten zu wollen.

Den ganzen Tag über hielt er die Ruderleinen, und übergab sie mir nur, wenn er an den Brotsack oder das Wasserfaß ging. Er erklärte, nicht müde zu sein.

Gegen Abend wurde die Brise etwas flauer, wehte aber immer noch stetig von Osten und hatte Kraft genug, unser Segel voll zu halten. So glitt das Boot sanft über die Meeresfläche dahin, die dasselbe leuchtende Blau zeigte, wie sich der darin spiegelnde Himmel.

Als die Sonne sich der See näherte, sank sie immer schneller. Auf ein paar Minuten bedeckte sich der westliche Himmel mit einem herrlichen Purpurrot, und wir beide benutzten das scheidende Tageslicht, uni noch einmal den Horizont abzusuchen.

Ein wenig mehr Geduld, Jessie", sagte Richard, als sich unsere Blicke trafen.Jedenfalls sind wir in solchem Wetter hier ebenso sicher aufgehoben, als an Land. Die Nacht schon kann uns Rettung bringen, und wenn nicht, so wäre es wunderbar, wenn wir morgen nicht ein Schiff in Sicht bekämen."

Ich hatte geglaubt, der Ozean sähe trostloser und ein­samer bei Tageslicht aus als des Nachts. Jetzt,. wo die Dunkelheit da war, sehnte ich mich nach dem Tageslicht und konnte nicht begreifen, daß die Sonnenhitze mich noch vor kurzem veranlaßt hatte, die Nacht herbeizuwünschen. Die See war schwarz wie Tinte. Nur hier und dort leuchtete inte ein weißes Feuer das Spiegelbild eines größeren Sternes aus dem Wasser hervor. Der Horizont wurde scheinbar enger und ließ den Anblick des Himmels um so wunderbarer erscheinen. Weit über die Wasserlinie hinaus konnte man die Sterne funkeln sehen. Es giebt eine Art von Einsamkeit, die furchtbarer ist als jede andere. Das ist die der schiffbrüchigen Insassen eines kleinen Bootes, weit draußen auf hoher See in einer dunklen, ruhigen Nacht, durch die das ununterbrochene Seufzen des Windes