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Partie zunächst aus dem Rohen gearbeitet, und es! verbleibt für die Zinken ein etwa zwei einen halben Zentimeter langes Stück des Stabes. Dieses wird glühend gemacht, und zu der erforderlichen Breite und Länge ausgeschmiedet, so daß eS schaufelförmige Form erhält; dann werden die Zinken durch eine Schnittpresse herausgearbeitet, und es folgt die weitere Vollendung durch Feile und Schleifstein. Im übrigen gilt von der Fabrikation der Gabeln, was ich bereits von den Messern gesagt habe, abgesehen von den in der Natur der Sache liegenden Abweichungen.

Tas Schmieden der Scheren gehört zu den schwersten Aufgaben des Messerschmieds; das wird jedem einleuchten, der sich einmal eine Schere etwas genauer ansieht. Sie be­steht aus zwei genau zu einander passenden Teilen; die Griffe, welche die Hebel bilden, müssen im rechten Verhältnis zu den Schneiden stehen, und die Niete müssen die beiden Glieder gerade derart zusammenhalten, daß die Klingen zweckentsprechend gegeneinander arbeiten. Diese Anfgabe er­fordert natürlich besonders tüchtige und erfahrene Arbeiter; insbesondere verlangt das Schleifen der Scheren eine ge- ivisse Kunstfertigkeit. Das Ausschmieden der Klingen unter­scheidet sich ursprünglich nicht wesentlich von dem Schmieden der Messerklingen.

Auch die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung dieser In­dustrie dürfen wir nicht außer acht lassen. Etwa 3000 Ar­beiter find tot Solinger Fabrikbetrieb und in der Haus­industrie beschäftigt. Die Henckelsschen Fabrikgebäude be­decken eine Grundfläche von rund 600 Ar, neun Dampfkessel dienen zum Betriebe der Dampfmaschinen, der Fallwerke, Dampfhämmer, sowie der mannigfachen Werkzeugmaschinen. Der Schmelzraum der Gußstahlfabrik umfaßt zwei Siemens- Regenerativöfen, von denen jeder 200 Schmelztiegel umfaßt, die in 2-1 Stunden zirka 5000 Kilogramm Stahl liefern.

. Redaktion: E. Burkhardt. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.

Neueste Erfindungen und Erfahrungen" auf den Gebieten der praktischen Technik, der Elektrotechnik, I der bewerbe, Industrie, Chemie, der Land- und Hauswirt- I schäft 2C. XXVIII. Jahrgang (A. Hartlebens Verlag in Wien) I Bezugspreis ganzjährig für 13 Hefte franko 7.50 Mk. Ein- I gellte Hefte für 60 Pfg. in Briefmarken.

Diese Zeitschrift dient a u s s ch l i e ß l i ch der P r a x i s. Ihre Mitteilungen, die sich über alle Berufsarten ver­breiten, bestehen in praktischen, zuverlässigen und leicht aus- führbaren Anweisungen, Arbeitsverbesserungen und Nener- nnaen auf technischem und industriellem Gebiete. Beson­ders wertvoll sind die zahlreichen Anweisungen zu n euen, lohnenden Erw erbsarten. Aus der Fülle des In­haltes des elften Heftes vom achtun dz wan zigsten Jahrgänge seien besonders folgende Artikel hervorgchoben:

Neue Akkuntulatorentypen. Praktische Anleitung zur Verstellung von Phonographen-Walzenmasse. Ozotypte. Ein neues Verfahren zur Darstellung von Nrtrrten. Das Uranokrop. Ein neuer Klavierrahmen. Neues Verfahren zur Bereitung von Fruchtsyrupen von B. L. Kühne in Rixdorf. Herstellung feuerfester Kalksandsteine. Scene Erfahrungen über Fußbodenöle. Neues Verfahren zum Aufziehen von Photographien. Wasserdichtmachen von Kleber. Vertreiben von Insekten ans Arzneipulvern. Eine neue Patrone. Konservieren von Blumen und Gräsern. Der Rheokrat, ein iÄsatz für Rheostate. Neuere Produkte des elektrischen Ofens. Praktische Erfahrungen über Bekleben der Riemschieiben. Neue Herstellung von Malzkaffee. Nener Milcherhitzer. Neues Verfahren zur Herstellung von Dekorationsplatten. Praktische Er­fahrungen über Riemenbetrieb in feuchten Räumen. Neue Erfahrungen in der Automobil-Industrie. Praktische fahrungen über Verwendung von Ziegelbruch Peroxole. Bezugsquellen für Maschinen, Apparate und Malerialien. Anleitung zur Bestimmung des Nikotins tot Tabak. Darstellung von Milchsäure. - Bitterwerden der Gurken. Praktische Erfahrungen über Salzdüngung der Radies­chen. - Töten der Fische. Herstellung einer schwarzen Beize, die von Säuren und Laugen nicht angegriffen wird. Herstellung der Wiener Hutsteife. - Herstellung von Schneiderkreide. Kleinere Mitteilungen. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Eingegangene Bücher und Broschüren. Neue Erscheinungen auf dem Patentgebiete. Chernst cy-

physikalisches Feuilleton. Neue Erscheinungen to der industriellen Fachlitteratur. Fragekasten. Beantwort­ungen. Briefkasten.

Gemeinnütziges.

Etw as üb er das Aussehen unser er Sparg el- beet e. Zwar hat schon mit Johanni das Spargelffechen aufgehört, und damit war auch jene köstliche Zeit verfchwun- den, in der sich! die Feinschmecker an der frischen, aroma­tischen Frucht erlaben konnten; mit einer gewissen Wehmut gedenken sie jener schönen Zeit. Aber daran denken gewiß! die wenigsten bei dem Genüße des Spargels', ivelche Arbeit, Mühe und Sorge erforderlich ist ehe der Spargel soweit gediehen ist daß er zum Verspeisen auf den Tisch gebracht werden kann. Tas weiß nur der Züchter; da heißt es fast das ganze Jahr hindurch! arbeiten, und dankbar wird jeder Wink von erfahrener Seite angenommen, der etwa eine Verbesserung des eigenen Spargelbeetes herbeizusühren tot stände ist. Solche Winke, die das Aussehen unserer Spargel- beete in den verschiedenen Jahreszeiten behandeln, bringt Nr. 23 desErfurter Führers im Gartenbau" mit gleich'- geiligen Illustrationen, auf die wir unsere Leser besonders aufmerksam machen wollen; sie wird ihnen, wenn sre sich mit Postkarte nach Erfurt wenden, kostenlos zugesandt.

Sonnenlicht. Es gießt viele Menschen, ja ich möchte sägen, eine große Mehrzahl derselben, welche behaupten, das Sonnenlicht nicht ertragen zu können, und sich vor dem­selben in' den Wohnungen und aus den Spaziergangen schützen. Und wie notwendig ist es, daß! die Sonne alle unsere Wohnräume bescheint; welche gesundhettförderndes! Mittel sind die neu eingeführten, für unser Wohlbefinden wichtigen Sonnenbäder! Sind nicht die Personen, welche rn ihrem Berufe viel in der Sonne sich! aufhalten müssen, viel gesünder und kräftiger, und Ttere und Pflanzen ge­deihen in der Sonne zum prächtigen Entfalten, während i sie alle beim Entbehren heg Sonnenlichtes in sonnenlosen Räumen und Orten verkommen müssen. Darum öffnet Eure Wohnungen den Sonnenstrahlen, bekämpft die für nobel und vornehm geltende Mode der künstjlichen Dämmerung; laßt die lebenspendende Himmelsleuchte einziehen!

Spiegel ab wischen. Will man die Spiegel in den Zimmern mit leichter Mühe immer blank erhalten, 'so I muh man sie eben wie alle anderen Möbel tägliche ab- abwischen. Dazu nimmt man am besten einen wollenen I Fleck oder ein Leder, und drückt kräftig auf, wobei alle Unreinigkeit verschwindet und der Spiegel sehr blank wird. I Etwaige Flecke verschwinden leicht, wenn man den Lappen I mit wenig Wasser anseuchtet, dann aber mit einem anderen I wollenen Fleck oder mit einer ganz trockenen Stelle so I lauge nachreibt, bis die Fläche wie poliert erscheint. Spt- I rltus soll man nur in den äußersten Fällen anwenden. I Tie einfachsten Mittel sind aber sehr oft auch die vor- I züglichsten, und die Hausfrau sollte sie vor teuerem Ver- I fahren begünstigen. Aeußerst geeignet zum Putzen der I Fenster und Spiegel ist, wie derPraktische Wegweiser , I Würzburg, schreibt, ein aus Vigogne oder weicher Wolle I qestrickter oder gehäkelter Handschuh, wie man ihn auch. I als Topfanfasser östers sieht. Man schlägt d!azu 40 Maschen I aus und strickt mit zwei Nadeln immer rechts' hin und her, I bis man ein Stück von etwa 40 Zentimeter Länge hat. Dieses I legt man aus die Hälfte zusammen, häkelt es zusammen unb I umqiebt es unten mit einem einfachen gehäkelten Rande I und Zug in roter Wolle, durch! welchen man ein Gummi- I band leitet. Mit diesem Handschuh angethan, hat man I Spiegel und Bilder in kürzester Zeit geputzt. Will man I ihn häkeln, so arbeitet matt ihn am besten in tunesischem I Häkelstich, und schlägt etwa 30 bis 40 Waschen dazu an. I Der Hausfrau sei ins' Ohr gesagt, däß auch alte, I reine, wollene oder Vigogne-Strümpfe sich! hierzu vor- I züglich eignen.

Logogriph.

I (Nachdruck verboten.)

Dieu der vielen Kinder So ganz hier in der Näh Des Zimmers, wo ich schreibe, Wird mir zur argenä. (Auflösung in nächster Nummer.)