748
andern: „Jüng's holt fast!" fest an oer Ehre, fest an der Liebe bis in den Tod und über den Tod hinaus! Und nun ruf ich's wieder hinein ins neue Jahr, Siegfrieds Abschiedswort, und Ihr stoßt mit darauf an:
„Auf gut Soldatenglück!"
Da klangen im selben Augenblick feiernd und donnernd die Glocken vom nahen Turm hernieder ins Land, und die Gläser klangen zusammen wie die Männer aufsprangen von ihren Sitzen: „Hurrah!"
Sie waren gegangen, um weiter zu feiern.
Der Admiral saß allein.
Er sah auf ein Bild in seiner Hand: das Bild Eunhilds. Er küßte es und verbarg es wieder.
„Das braucht keiner zu wissen", sagte er leise, „daß üch Dich geliebt — und wie ich Dich geliebt!"
G-nreinIrÄtzises.
Praktische Ratschläge. Das Salz machet die Milch gerinnen; bereitet man daher Breie und Saucen, so ist sss gut, dasselbe erst zuletzt hinzuzufügen. Kochendes Wasser macht die meisten Obstflecken verschwinden; durch! ein Sieb das kochende Wasser auf die Flecken gegossen bringt den Beweis. Der Saft reifer Trauben macht die Tinten- und Rostflecken des Leinenzeugs und der Hände verschwinden. Ein Löffel voll Terpentin zu der Wäsche gefügt, hilft sehr zu blendender Weiße derselben. Gelbes Wachs und Salz reinigen und Polieren wie Glas das rostigste Bügeleisen; oder man hülle ein Stückchen Wachs in ein kleines Läppchen, und wenn das Eisen recht heiß ist, reibt man es zuerst mit diesem Wachsbällchen, dann auf einem mit Salz bestreuten Papier. Eine Mischung Quecksilbersalbe mit Petroleum ist das beste Mittel gegen Wanzen. Das Petroleum macht hartes Schuhwerk weich, und geschmeidig. Das Petroleum macht alle Gegenstände in Zinn glänzend; man reibt es einfach mit einem wollenen Tuch, auf das man einige Tropfen gegossen; auch alle Flecken auf lackierten Möbeln nimmt dasselbe weg. Kaltes Regenwasser mit ein wenig Soda nimmt alle Fettflecken von allen waschbaren Stoffen. (Aus dem „Praktischen Wegweiser", Würzburg.)
Kesundyeitspffege.
Brennesselpulver gegen Blutungen. An der Lyoner Veterinärschule wurde eine Reihe von Versuchen durchgeführt, die nach) der „Bert. Tierärztl. Wochenschrift" bewiesen, daß die Brennessel ein vorzügliches Wundmittel ist. Man stellte aus der Pflanze ein Pulver in folgender Weise her: 400 Gramm frische Brennesseln wurden in Alkohol erweicht, 150 Gramm der im Ofen getrockneten Pflanzen in einem Mörser pulverisiert, hieraus die Masse der alkoholischen Flüssigkeit zu- gefügt, dann der Alkohol durch Hitze vertrieben uni) das Gemisch über dem Oelbade bei 120 Grad getrocknet. Die zurückbleibenden Pflanzenteile wurden wiederum im Mörser zu einem feinen Pulver zerstampft und dann in Gebranch genommen. Das auf Wunden gestreute Pulver verursacht schnelle Gerinnung des Blutes, es übertrifft hierin das Eisenchlorid. Die Vernarbung kommt schneller zu stände als beim Gebrauche der gewöhnlichen Mittel. Die ausgezeichnete Wirkung ist besonders auf die zusammenziehenden Eigenschaften der Nessel zurückzuführen.
Mittel gegen wundes Zahnfleisch. Man gießt in ein Glas lauwarmes Wasser einen Theelöffel voll Myrrhentinktur und spült sich damit anfangs drei- mül des Tages den Mund aus. Dies lindert sowohl die Schmerzen des Zahnes wie des Zahnfleisches. Bei anhaltendem Gebrauch am Morgen wird der Schmerz nie wiederkehren. ■*
Vermischtes.
Ueber die Birke und den Blitz wird berichtet, daß in den Vereinigten Staaten Nordamerikas auch heute noch die Birke als vom Blitze verschont betrachtet wird. So suchen die Bewohner der einzelnen Staaten bei einem plötzlich eintretenden Gewitter Schutz unter der Birke, ohne sich hierdurch irgend einer Gefahr auszusetzen. Diese That- sache dient nur zur Bekrüftiguilg der in den letzten Jahren
mehrfach angestellten diesbezüglichen Untersuchungen. Es giebt bekanntlich Bäume mit Oel- und wiederum solche mit Fett-Gehalt; die einen sind das ganze Jahr reich au diesen Stoffen, die anderen indessen nur während des Winters. Die Bäume dieser Gruppe sind schlechte Leiter für die Elektrizität. Es sind dies die Nußbäume, die Linden, Buchen, Birken rc., sie werden selten vom Blitze getroffen. Die anderen dagegen, die gute Ableiter für die Elektrizität sind, sind die stärkehaltigen Bäume, dies sind die Ahornbäume, Eichen, Eschen, Pappeln rc.
LZtternrrsches.
Wie erlerne ich praktisch und sicher die doppette Buch-- sührung? Leitfaden der doppelten Buchführung zum Schul- und Selbstunterricht bearbeitet von W. Schaaf, Buchhaller in Halle a), Saale. Preis gebunden Mk. 2,75. Verlag von vr. jur. Ludwig Huberti, Leipzig.
Verfasser ging bei der Bearbeitung des vorliegenden Leitfadens von dein in mehrjähriger Praxis gewonnenem, allgemein als richtig anerkannten Standpunkte aus, daß der Unterricht in doppelter Buchführung nur dann erfolgreich ist, wenn Theorie und Praxis einander ergänzen. Dementsprechend zerlegt er das gesamte Lehrgebäude der doppelten Buchführung in 20 Abschnitte, darin nach vorausgegangener kurzer theoretischer Erklärung praktische Hebungen folgen.
Das Buch gliedert sich in drei Teile, deren erster die Lehre von der doppelten Buchführung, deren zweiter Uebungsanfgaben und Musterdarstellung eines eimuonatlichen Geschäftsganges mit Journal, und deren dritter praktische Uebnngsaufgaben enthält.
Wem darum zu thun ist, in verhältnismäßig kurzer Zeit lernend, übend und verwertend, sich gründlich mit der doppelten Buchführung vertraut zu machen, dem dürfen wir genannten, unbeschadet seiner Bündigkeit durchaus zweckdienlichen Leitfaden nachdrücklich empfehlen.
Das 7. Heft der „Wiener Mode" (1. Januar 1901, XIV. Jahrg.) ist erschienen samt der Beilage „Wiener Kinder-Mode" (Nr. 4, VII. Jahrg.), einem Schniltmustcrbogcn, sowie einer Extrabeilage, ein reizendes Miniaturheft der „Wiener Mode" mit Kalendarium für 1901 rc. enthaltend. Schon diese Angaben deuten auf die so außerordentliche Reichhaltigkeit dieses Heftes, das zugleich in seiner äußeren Ausstattung mit den bezaubernd schönen farbigen Umschlagbildern eine der denkbar schönsten Festgaben für den Salontisch jeder Familie bildet. Diese geradezu entzückende Ausstattung wie sie gleich elegant und geschmackvoll von der „Wiener Mode" selbst bis jetzt nicht erreicht wurde, der überreiche fachliche Inhalt an Modcgruppen und einzelnen Bildern, an Modcberichten, Vermischtem, Artikel über Handarbeit, ein Lehrcurs der Knüpfarbeit ec., dann „Im Boudoir" eine Novellette von Marco Brociner „Suggestion und Liebe", ein Artikel „Abschied vom Grillparzerhaus" mit Illustrationen aus des großen Dichters letztem Heim, dann Gedichte, Gesellschaftsspiele, Fraucn-Chronik rc. werden der „Wiener Mode" sicher eine große Zahl neuer Freunde zuführen. — Preis des Heftes 45 Pfg. Abonnement vierteljährlich 2 Mk. 50 Pf. Abonnementsbestellnngen nehmen alle Buchhandlungen, Postanstalten, sowie der Verlag der „Wiener Mode" in Wien, IV., Wienstraße 19, entgegen.
Kinder-Atiiung. Hxrausgegebcn von Felix von Stenglin, Groß-Lichterfelde. Inhalt von Nr. 13. Wns in der Welt vor geht: Heimkehr aus China; Neue Siege der Buren; Ein deutsches Kriegsschiff gescheitert; Entdeckung von Altertümern in Rom; Handel durch die Wüste Sahara; Kleine Notizen. Ans dem Reiche der Natur: Der Weihnachtsbaum. Der Beobachter in Wald und Feld: Schwanzmeisen im Winter. „Semmelfritz." Christkinds Gaben. Allerlei. Erlebnisse. Tauschecke. Anzeigen. Zu beziehen durch alle Postanstalten, Buchhandlungen und die Expedition in Groß-Lichterfelde.
Buchstabenrätsel.
Nachdruck verboten.
Stolz strebe ich empor, Dem Sonnenlicht entgegen. Nimmst du ein Zeichen mir, Wirst du mich in dir hegen. Und was dir Leben bringt, Fließt nur auf meinen Wegen.
Auflösung folgt in nächster Nummer.
Auflösung des Zahlenrätsels in vor. Nr.: Dcccmber (Ceder, Rebe, Erde, Meer).
Ten neuen Jahrgang beginnen die „Gießener Familienblätter" mit einem fesselnden Roman von Clark Rüssel, betitelt:
Die Seekönigin.
Redaktion: E. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniverßtätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch^krben) in Meß«.


