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Sandorh verwahrte das Dokument wieder sehr sorgfältig in seiner Brieftasche. Eine ganze Weile gingen sie stumm neben einander her. Es war, als ob er die schreckliche Neuigkeit eine zeitlang auf Margaretens Gemüt wirken lassen wollte, ehe er zu dem eigentlichen Zweck dieser Unterredung überging. Vielleicht auch! wollte er sie nur durch sein Schweigen zwingen, ihn danach zu fragen.
Und als ihr die Stille unerträglich wurde, sagte sie denn auch: „Sie haben ihn also gerettet — die Gefahr einer Entdeckung ist nicht mehr vorhanden. Wie aber soll ich dann die Andeutungen in Ihrem Briefe verstehen, die mich so sehr beunruhigt haben? Es kann doch unmöglich Ihre Absicht gewesen sein, ihm an den einen Tage beizustehen, nur um ihn an dem nächsten zu verderben".
„Eine solche Absicht liegt mir selbstverständlich, ganz fern. Ich liebe den jungen Mann trotz, seiner Fehler, als ob er mein Bruder wäre, und wie an einem Bruder gedachte ich an ihm zu handeln. Ms er vor einigen Tagen völlig verzweifelt zu mir kam, fest entschlossen, sich der Schmach einer Bestrafung .durch freiwilligen Tod zu entziehen, da würde ich, um ihn an der Ausführung eines solchen Entschlusses zu hindern, unbedenklich; noch viel größere Opfer gebracht haben —nicht so sehr seinetwegen, als um Ihres edlen (Vaters willen, den ich aufrichtig verehre. Aber ich würde beiden einen sehr schlechten Dienst 'geleistet haben, wenn ich mich einfach mit der Hergabe des Geldes, das ja für mich nur einen sehr geringfügigen Betrag darstellt, hätte begnügen wollen. Für jene charakterschwachen Naturen, denen Ihr Bruder nun einmal zugezählt werden muß, kann nichts so leicht verhängnisvoll werden, als der unerwartet glückliche Ausgang einer ersten Verirrung. In der Hoffnung, daß ein ähnlicher günstiger Zufall sich auch künftig noch zu rechter Zeit einstellen werde, unterliegen sie nur um so sicherer jeder neuen Versuchung. Die schwere Verantwortung für eine solche Folge meines Eingreifens durfte ich unmöglich auf mich nehmen. Aber er kostete mich' harte Kämpfe, zu einem Entschluß zu gelangen. Der Bankier Norrenberg ist mir befreundet, und wenn ich ihn unter vertraulicher Mitteilung des Vorgefallenen ersucht hätte, den jungen Mann für die Folge strenger zu beaufsichtigen, ihni jedenfalls nie mehr eine erhebliche Geldsumme anzuvertrauen, so würde er wohl mir zu Liebe Ihrem Bruder nichts von seiner Kenntnis verraten haben. Aber ich konnte mich doch nicht entschließen, diesen Weg einzuschlagen; denn Sigismunds Schuld hätte immerhin einen weiteren Mitwisser gehabt, und sein Prijn- zipal würde niemals aufgehört haben, ihn mit geheimem Mißtrauen zu betrachten".
Gegners Haß, er wäre zu verschmerzen;
vMf Doch wie die Stacheln, unbewußt getrieben In unsre Brust von denen, die uns lieben? Von teurer Hand geh'n Pfeile tief zu Herzen.
- ____________________Hainerling.
(Nachdruck verboten.)
Unter dem Schwerte der Themis.
Roman von Reinhold Ortmann.
(Fortsetzung.)
„Es ist unmöglich", beharrte sie. „Vielleicht spricht der Schein gegen ihn, oder er ist das Opfer eines unglücklichen Verhängnisses geworden. Er, der von jeher für seine Person so anspruchslos war, und nie ein Bedürfnis nach besonderen Vergnügungen hatte —"
„Sie dürfen mich nicht mißverstehen. Ich. sagte ja schon, daß auch ich; ihn nur für einen Verführten halte. Lediglich die Schwäche seines Charakters war es, die ihn zu Fall gebracht hat. Die traurige Thatsache selbst bleibt aber leider bestehen, was! man auch immer an mildernden Umständen für die Beurteilung des Falles ersinnen mag. Und Ihr Bruder ist. sich, wie Sie aus diesem Dokument ersehen mögen, der Schwere seines Vergehens vollkommen bewußt".
Er hatte seiner Brieftasche ein Papier entnommen, das er Margarete überreichte. Dies Blatt war nun freilich eine furchtbare und unzweideutige Bestätigung alles dessen, was sie soeben gehört; denn da stand der Name Sigismund Ruthardt in der wohlbekannten Handschrift ihres Bruders unter einem Schuldbekenntnis von zweifelloser Klarheit.
Das kurze Schriftstück, das mit der Bezeichnung „Schuldschein" versehen war, lautete:
„Hierdurch bestätige ich, daß ich am heutigen Tage von Herrn Rudolf Sandorh eine Summe von zweitausend Mark als zinsfreies Darlehen empfangen habe, welchen Betrages ich bedurfte, um eine von mir gegen den Bankier Herrn Franz Norrenberg begangene Unterschlagung in gleicher Höhe zu decken. Ich bekenne, daß ich ohne die Hilfe des Herrn Sandorh einer Entdeckung meines Vergehens und einer gerichtlichen Verfolgung nicht mehr hätte vorbeugen können; es wird mir also eine Ehrenpflicht sein, das Darlehen zurückzuzahlen, sobald meine Mittel es mir gestatten".
„Das ist schrecklich!" brachte sie mit bebenden Lippen hervor. „Alles andere hätte ich eher für möglich gehalten, als das".


