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Geographisches Berschiebrätsel.
Budapest Persien Schweiz Paris Teplitz Magdeburg Warschau
(Nachdruck verboten.)
Nebenstehende geographische Namen stÄ derart unter einander geschoben werden, daß eil Buchstabenreihe entsteht, welche von oben ml unten gelesen, den Namen einer deutschen Univech tätsstadt ergiebt.
Auflösung in nächster Nummer.
Redaktion; G. Burkhardt. - Druck und Verlag der Brühl'schen UniverfitLts-Buch. und Steindruckerci (Pietsch Erben) in G'-ß-ll.
TOjUtpr ft-m. ändern- babt für alles, selbst für das I Andere unerschöpfliche Gesprächsstoffe bilden die Land- Kleinste ein waches Auge'- seid nicht blind gegen die Fehler, I schäften, die Schaf- und Rinderherden, die Telegraphen- bekämnft fie Man von der ersten Kindheit; sucht I stangen. Due e Ge prache werden so lebhaft geführt, und S bel au Simen mörbern alle sind so eifrig dabei, Laß sie darüber den Schlaf Der,
SÄ ne»E S lenken veraeßt aber nie dabei gessen. Im allgemeinen sind die Kaffern sehr vorsichtig,
der Mahnung' Nur in einem gesunden Körper wohnt I um nicht gegen die Bahngesetze zu verstoßen., Bor einiger
? „»i-itnhpr (Mptff" Pittes Mahnrufes dessen unsere lieb- I Zeit wurde Jedoch eine Kafsernsrau wegen emss schweren
em gesunder Seist . , ent -- ? J i . 0 - rLrf.e qrß, I Vergehens, das ihr und ihrem Kinde das Leben hatte kosten
H?" MB* Set »er« liinnL fd^er beftaft. feie bemerkt-, daß der Zug d-,
Wechselung bietenden Num gp. I Station vorbeißuhr, an der sie auszusteigen wünschte; ohne
------------ I Zögern öffnete sie die Wagenthür, warf ihr Kind einigen Ginffftn rtllf Reisen. I in der Nähe stehenden Kaffern in die Arme, und sprang
5tU,,U 1 ' Nawdruck verboten I schließlich selbst hinaus. Nach einigen Purzelbäumen erhob
, ,, ,aT , , r<:..- I sie sich und streckte lächelnd die Arme nach ihrem Ände
Der Durchschnittseuropaer betrachtet eme lange Eifen- I aug, Glücklicherweise kam die Frau mit einigen Ab-
bahnfahrt durchaus nicht als eine Annehmlichkeit, auch I cErfunqen im Gesicht davon, während das Kleine an wenn er sich den Luxus eines Platzes erster Klasse leisten | Lluae durch die Luft Gefallen zu finden schien. Die kann und hinreichend nut Moneten versorgt ist, um sich I . wurde, ungeachtet ihrer wortreichen Verteidi-
auf jeder Station stärken zu können. I qunqsrede, sofort in Haft enommen. E. O.
Anders der fröhliche Zulu; denn schon die Aussicht 1 1 1 ;
auf eine lange Eisenbahnfahrt ist ihm Seligkeit. I e
Die .Goldfelder des „Rand" m Südafrika^ ziehen aus I
der benachbarten Provinz Natal stets eine große Zahl von I l ‘
Eingeborenen herbei, welche wegen ihrer Intelligenz und [ Eigentümlicher Ausruf. Seemanns-Frau (deren Mann s«i ibrer Kräfte als Minenarbeitev- sehr begehrt sind. Aber I mehreren Jahren verschollen ist und die nun endlich den befummlet
ihre eingewurzelte Abneigung gegen langwährende Arbeit I Bescheid erhält, daß ihr Mann tot ift): »Na, endlich mal em Lebens
macht ständig neue Arbeiterkolonnen erforderlich, und wah- | äel^e"20«bcmuttl>. Karl: „Wenn ich groß bin, werde ich SG rend Hunderte von Kaffern zu ihren Herden und Frauen I £ - r|Ä » a und ich werde eine Mama mit 6 Kindern!'
heimkehren, brechen andere Hunderte aus Natal auf, um I ßfir£; «ia, und wenn sie dann zu mir in die Schule komme«,
nach den Goldfeldern zu ziehen. In der Regel ist der 1 bami ^aue fte durch!" — Elly: „Du unartiger Bengel, was hat» Kaffer schon zufrieden, wenn er 20 Pfund mit nach Haus I Dir denn meine Kinder gethan?"
bringen kann, und wenn er sich daheim durch Essen, I Was Frauen nicht haben. Jede Frau hat den treueft« Trinken und Schlafen hinreichend gekräftigt hat, geht er I Mann, die intelligentesten Krnder, den größten Aerger mit den Dt-ch SmSäK"-"** ”el"9eIb füt
Bor bem Krieg- »-rk-hrie täglich -in bi>rchg-b-nb-r I s» Ä di-- Lch»»n» ,»1 .1!° fein
Zug zwischen Durban und Johanuisburg zur Beförderung [ $ermbgen aufgebraucht?" - „Ja, schluckcesstve." von Angeborenen. Dieser Zug, welcher als „Kaffernpost | -----------
bezeichnet wird, braucht 25 Stunden,' um fernen Be- I
stimmungsort zu erreichen, obwohl es sich nur um eine I LrtteravtfcyeS.
Entfernung von ea. 106 Meilen handelt. Das wäre nichts I Die moderne Chemie. Eine Schilderung der chemischen Gch nach dem Geschmack des Europäers. Aber den Kaffern I industrie. Von l)r. Wilhelm Bersch. Mit Abbildungen, darm!« ist die Reise durchaus angenehm, denn sie wollen doch I zahlreiche Vollbilder. In 30 zehntägigen Lieferungen (zusammen S! ptwari für br Geld baben Die Wagen sind ziemlich ge- I Bogen) a 50 Pfennig. Bisher 2a Lieferungen ausgegeben. Auch shn L'Kr'S BÄ aWfT-Säat.»
einen Raum. Sechs aus jede Bank, wahrend me übrigen | Gütlichsten daraus hervor, daß wir selbst bei Hochgebildeten te zwei es sich auf dem Boden zwischen den Fußen ihrer I chemische Kenntnisse antreffen, geschweige denn, daß sie mit den Grmi Genossen „bequem" machM. ! zögen der so wichtigen chemischen Industrien vertraut wären. L
Fst der Wagen vollgepfropft — je mehr darin sind, I chemischen Industrien liefern aber zahlreiche, geradezu unenibehrl,.
um so lustiaer — beginnt ein allgemeines Kreuzfeuer von I Stoffe, deren wir uns Tag für Tag bedienen, und deshalb muß k Scherzen und Neckereien. Und wenn alles in Bewegung [ Gebildete heute auch gewisse chemische Kenntnisse sem Eigen « s S p;„pr prfnren eine Geschichte zu erzählen. Wie | Allerdings war es bisher dem einzelnen schwer, wenn Nicht unmoM ist, wird einer er toten, eine «tejuj j J„( “ 1 .vUirtv- I fein Wissen in dieser Richtung zu bereichern; denn es fehlte an e«t. ein Reisender beruhtet, sollen Erzählung n, g )- I ba§ gr0^e Gebiet der angewandten Chemie gemeinverständlich bep giltig ob wahr oder erdichtet, immer äußerst interessant I beInb”m ggU(be- Solch ein dankenswertes Werk ist die „Modm sein, so daß alle mit atemloser Spannung lauschen. Ware 8 c^r Autor hat es meisterhaft verstanden, durch ein reifet
die Atmosphäre nicht so drückend, so würde wohl auch ein > Abbildungsmaterial unterstützt, das Gebiet der chemischen Jndufim Europäer eine solche Reise amüsant finden. I anziehend zu schildern. Das treffliche Weik wird von jedermann . ■
Eine Abwechselung bieten die gastronomischen Künste. I großem Interesse gelesen werden, umsomehr, als es dem Autor gelang Aus unzähligen Bündeln tauchen dann Stücke halbrohen I das Thema durchweg leicht verständlich, trotzdem aber fachgemäße und «uder von sehr zweifelhafter Qualität I erschöpfend zu behandeln. Seine Ausführungen werden daher auch ».
Nmches,Eot und Zucker von jeyr mitWasser solchen Lesern verstanden werden, die bisher nur wenig oder k«
hervor. Den Zucker schütten sie in zrnne n r | Gelegenheit hatten, sich mit den Grundlehren der Chemie und chi°
gefüllte Kännchen, und rühren lange darin herum üu I Anwendung in den Gewerben vertraut zu machen.
sich völlig gelöst hat — abgesehen natürlich von dem Sand- । ' y
rückstand, welchen dieser Zucker stets aufweist. Dann tauchen sie ihre groben Brotkrusten hinein, weichen sie auf, und verzehren sie mit Wohlbehagen. Das längst Vorhaltende aber bildet das sehnige lederartige Fleisch, welches ungeachtet seiner Zähigkeit den prachtvollen Zähnen der Kaffern nicht lange widersteht.
Eine unerschöpfliche Quelle der Bewunderung und des
Entzückens bildet das elektrische Licht, dessen Wesen die Kaffern immer wieder zu ergründen streben. Der eine von ihnen suchte z. B. seinen Landleuten klar zu machen, daß es nur ein gefangener Blitz sein könne, während andere nur walaffin" (Paraffin) darin erkennen. Wieder andere erklären das Ganze kurzweg für „tagati" — Zauberei.


