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Die
V
Preisrätsel.*)
Nachdruck verboten.
Weihnachts-Königszug.
Silben sind so zn verbinden, daß man von einem Feld ans ein beliebiges Nachbarfeld geht.
*) Lösungen sind mit Aufschrift: „Preisrätsel.Lösung" versehen innerhalb acht Tagen an die Redaktion der „Gießener Familienblättee" einzusenden.
Redaktion: ®. Burkhardt. - Druck und Verlag der Brühl'schen UniverfitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Srben) in Gieße».
Honigglühweitt. Französisches Rezept. Man nimmt, wie der „Praktische Wegweiser", Wurzburg, schreibt, 750 Teile Weiß- oder Rotwein, 100 Teile fernen reinen Bienenhonig, 3 Teile Zimmtrinde, 3 Teile CUrone, kocht die Mischling bis zürn Sieden und trrnkt recht Hertz. Bei kaltem Wetter gegen Erkältungen sehr zu empfehlen. D.
ihre Umgebung eine intensivere Rötung an, so soll dre I Hand, damit sie gleichpräßig hochgehalten sei, in erne I Bindei lgelegt und möglichst ruhig belassen werden. Um- I -schlage mit kaltem Wasser pflegen die ersehnte Linderung zu verschaffen; allein das Sicherste bleibt immer, thun- J lichst schnell einen Arzt zu Rate zu ziehen.
Daß unsere kleinen Leute zu Weihnachten ganz besonders Erkältungsgefahren ausgesetzt sind, hegt aus der Hand. Hier hat ein Kerlchen einen Schlitten vom Knecht i Ruprecht bekommen und tummelt sich nun länger rm I Freien, als ihm dienlich. Erkältungskrankheiten, wohl | gar erfrorene Gliedmaßen, bilden notgedrungen dre Folge. I Oder man stolziert trotz der Winterkälte in der äugen- I blicklichj bei den zukünftigen Vaterlandsverteidigern so beliebt gewordenen Miniatur-Tropenuniform einher, ohne I zu erwägen, daß sie zwar ganz schmuck aussehen mag, | aber dem kleinen Körper doch nicht hinreichenden Schutz wider die Unbilden der Witterung gewährt. Dre Aerzte pflegen darum auch gerade zur Weihnachtszeit oder I wenigstens kurz darauf ein sehr großes Feld für ihre Thätigkeit zu haben. Fragt man aber, was rm Grunde, toeitn auch indirekt, die Ursache zu all' diesen Erkrankungen geboten, so erschallt wohl oder übel gleichmäßig dte Antwort: die Spielsachen - die so sehr ersehnten, heiß begehrten, die allerliebsten, schmucken, aber darum doch so leidigen Spielsachen! „ ,, ,, I
Es ist ferner eine Thatsäche, daß zu Weihnachten mehr und mehrerlei gegessen zu werden "Pflegt als an I jedem anderen Feste. Man darf wohl sagen: in manchen > Familien herrscht eine förmliche Bölleret. Vor allem aber | mutet man dem Magen ein Neben- und Durcheinander I von Speisen zu, 'denen er in den seltensten Fällen ge- I wachsen ist. Kuchen ist an sich fast immer schwer zu I verdauen. Dazu kommen nun noch Nüsse, die geradezu I tote Blei im Magen liegen, und Süßigkeiten, tote Mar- 1 zipan, die unserer Verdauungsthätigkeit auch ziemlich schwere Aufgaben stellen. Neuerdings hat stch noch die Sitte hinzugesellt, die Zähl der Weihnachtsgeschenke durch die sogenannten Frühstückskördchen zu vermehren. Und es läßt sich nicht leugnen: sie sind oftmals so geschmackvoll zusammengestellt, daß eitern schon bei ihrem Anblick das Wasser im Munde zusammenläuft. Schade nur, daß alle diese Herrlichkeiten meistens recht schwer zu verdauen sind. Nachdem der Kaviar den Appetit angereizt hat, greifen wir zu der den Gaumen förmlich berückenden Ganseleber- | pastete. Sie schmeckt wunderbar, erheischt aber, um voll gewürdigt zu sein, als Nachfolger ein Gläschen des echten Benedikttnerlikörs, der gleichfalls eine Zterde des Fruh- stückskörbchens bildet. Daraus kosten wir vom Kronenhummer, mit dem wir wiederum dem Magen etne recht tüchtige Nuß zu knacken geben, und dann folgt der Truffel- salat, köstlich freilich, eine Götterspeise, aber nach allem, was vorangegangen, wahrer Ballast für dre Verdauung^- orqane. Kurzum: wir müssen von allem kosten, zumal wenn der Spender dieser Herrlichkeit zugegen rst, damit wrr ihm wenigstens sofort sagen können, tote gut sie unv mundet. Und 'doch! würde ein Straußenmagen dazu gehören, um diese Speisen regelrecht zu verdauen! Der normale Mensch vermag es nur tn seltenen Fallen. Man braucht nicht gerade danach krank zu werden, aber gesund ist man auch nicht. Schon der verstimmte Magen wirkt ansteckend aüf den gesamten übrigen Menschen. Also trachte jeder, daß 'solche Mtßltchketten thunltchst fern bleiben. Dann nur "ist es mögltch, daß dieser metn -Wunsch, den ich allen Lesern hiermit zurufe, wirklich in Erfüllung gehe:
„Gesunde Feiertage!"
V-pinischtes.
Drei Eentner Preisrätsel-Auflösungen: Unter biejem Stichwort geht uns nachstehende Mitteilung zu, w elch e w ohl manchen aus unserem Leserkreise direkt angeht. Hassen wtr, daß kemer derselben „Stiefelknecht" ober bergt geraten hat.
Der Abreißkalenber für Pflanzenliebhaber von bem bekannten „Blumenschmibt" in Ersnrt enthielt am 11. November folgenbes Weihnachts-Preisrätsel:
(3-silbtg.)
Die beiben ersten sagen btr, Was jedermann erfreut im Leben, Die britte nennt btr einen Mann,
Der harter Arbeit stch ergeben. Das Ganze ist gar wohlbekannt In Stabt uttb Dorf, im ganzen Laub. Jebem Einsenber ber richtigen Lösung „Blumenschmibt" war em Preis zugesagt uttb sollten biejenigen, bie die Lösung in kurzer hübscher Ge- bichtsorm einschickten, einen besoubers schönen Preis erhalten.
Es finb nun bis znm 5. Dezember, bem vorgeschrtebenen «chlnß- termin, bei „Blumenschmibt" 15653 Auflösungen tingegangen, wovon bie meisten in Berssorm abgefaßt waren. Alle Stäube unb alle Klaßen der Bevölkertmg haben sich au's Dichten gemacht unb ist es eine wahre Freube, btefe gemütvolle, finnige unb hübsche Hanspoesie zu fhtbieren. Ca 1000 Auflösungen waren falsch, bavon lauteten bie meisten auf Stiefelknecht, anbere auf Musikant, Weihnachtsmann, Vogelbauer, Ehemann, Pserbeknecht rc.
Littevavisches.
„Der Stein der Weisen". Das soeben zur Ausgabe gelangte 12. Hestbieser weitverbreiteten Runbschaupopulär-wissenschaftücher Richtung enthalt bie nachbenauuten Aufsätze: Ein mythischer Schatten Kommentar zur Argonautensage), bie Tiefseeforschung unb ihre Hilfsmittel (zweiter Teil mit 13 Abbilbnngen), bas Relief ber Erbe, photographische Aufnahmen vom Ballon aus (3.Ansichten von Wien aus ber Vogelperspeetive), bie Elektromotorischen Einrichtungen in hüttentechnischen Großbetrieben (4 Abbilbnngen), Sa mm te unb Plüsche (7 Abbilbnngen), die Hektograph en. Ferner kleinere Aufsätze über Physik, Technik, Forst-unb ^"bwutschaft, i Verkehrswesen, Pserbekunbe, Tierlebeu u. -s. w. Den Umschlag bes I reichhaltigen Hestes schmückt bas Bilbnis bes Herzogs der Abbruzzen, bes königlichen Norbpolfahrers", bem auch ein biograp,scher Text bei- qegeben ist. „Der Stein ber Weisen" (A. Hartleben's Verlag, Wien) sei unseren Lesern wieberholk bestens empfohlen, ba er als bas einzige in bentfcher Sprache erfcheinenbe volkstümlich wissenschaftliche Organ feiner Aufgabe nach jeher Richtung gerecht wirb. Probehefte stnb m jeher Buchhanblung erhältlich.
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