^39

Übrigens sind nicht allein während dieses schönsten ! £r Se,Xe imfeEe ffeinen Leute solchen Gefahren für ihr ^^brgehen ausgesetzt. Ich erwähnte schon, daß Fisch und Gebratenes hauptsächlich zu Weihnachten auf den T/ch zu kommen pflegen. Es giebt Familien, die meinen, es gebe für sie gar kern Fest, wenn nicht der übliche Brerkarpfen fernen lieblichen Dampf ihre Geruchsnerven laßt; andere wiederum müssen unter allen Umstanden einen Wildbraten auf der Schüssel sehen. Wild B"ö.frisch, Fische lassen diese gute Eigen- chaft leider auch öfter, als es ratsam ist, vermissen. Z^ndre?" Ä nW ganz frischen Fisch oder ein Stuck Wild für Kochtopf oder Bratpfanne zurichtet so achte sre darauf, daß sie nicht einen kleinen Dautrik' eme wrnzige Abschürfung an Hand oder Finger aufwK a Blutvergiftung zuziehen mit

allen Mrßlrchkerten, die jene rm Gefolge hat. Die wunden ^tencen aIJ° sehr gilt zu verkleben; fühlt man nach beendeter Arbeit an Hand oder Finger ein starkes Brennen oden auch! nur ein Hucken, so ist die Wunde sofort aus- zu spulen und die vielleicht unbedeutende Blutung durch -,t,e,n in der Umgebung der verletzten Stelle

stattzufinden hat zu verstärken. Mindestens zehn Minuten soll der Strahl der Wasserleitung auf die Wunde strömen uud^drese dann miteinem Stück englischen Pflasters qe- schlossen werden. Die ganze Weihnachtsfreude geht oft-- mals durch) euren kaum bemerkbaren Riß, den die Haut erlitten in Scherben. Welches Fest, wenn die Hausfrau selber das Bett chuten muß oder gar ernstliche in Bezug auf die Gesundheit gefährdet ist! Beginnt übrigens die Stelle nach einiger Zeit heftiger zu schmerzen ,nd nimmt

LW m'USÄ- I Wtz ,8*" d-mg-m-ß für die «esundh-it in «*.

feil kl-ibele. UtEet allem aber SsEle Sl[ I 1 br*6 "*'tet a«toUte« 61, werden!

rllrte8/«^eJtta9^ U1|b ui feierlichen Akkorden luden zahl- I FenP, bei ben Spielwaren solche Vergiftungs- lose Glocken die Gläubigen zur Andacht. In den Gärten I 5^?^ oftmals überaus nahe liegt, dann verdichtet sich

Esquilin blühten Rosen und Kamellien und I biele ,urn bin sehr Wesentliches bei den Leckereien dunkle Pinien und Lorbeerbäume zeichneten ihre maler- I Süßigkeiten, die doch. direkt für den Genuß be- ischeii Gestalten im blauen Aeiher; einzelne Orangen- I ^nb" existiert zwar die gesetzliche Vorschrift, Saume, klein und Unansehnlich von Wnchü, beugten sich I bttf3 F®nblorto(¥en jeglicher Art nur mit den durchaus unter der Last ihrer goldenen 'Früchte.? Und riß er all I Saftfarben bemalt sein sollen. Allein es

der irdischen Pracht ein lichtblauer Himmel, so klar ko I &iebL lerderuoch immer gewissenlose Leute, die diese rein wie an einem duftigen Maiemnorqen daheim in der I mcht beachten oder wenigstens umgehen. Gerade

deutsch^en Heimat .... Wie aber kam es, daß 'selbst hier I b^ weihnachtliche Gesundheitschxonik weiß von Fällen zu iNi Mittelpunkte des von uns ost so heiß ersehnten I iü0 Wi blühende Kinder durch den Genuß von

sonnigen Landes,wo die Citronen bliihn", im glänzenden I ^mbar ganz korrekt hergestellten Pfefferkuchen gefähr- Zentrurn römisch-katholischer Gottesverehrung mit all I Erkrankungen zuzogen. Es traten offenkundige ihrem die Sinne gefangennehmenden 'Gepränge unsere I ^ÄE"i^^^^nungen zu Tage, und eine gründliche Gedankenlenseits der Berge" weilten^ Weil all dieser I ^msiche Untersuchung that schließlich dar, daß die schmucken mmere Prunk, dieser Glanz und Schein unsere Kerzen I Soldkchrmmernden Verzierungen, die das Gebäck schmückten, kalt ließ weil uns das fehlte, was das liebe kraute I bEi chromsaures Blei zu stände gekommen waren. Da ist Weihnachtsfest erst zu dem macht, was es jedem deutschen I W'Mu Wunder, wenn die junge Menschen-

Herzen ist und fein soll: das Fest 'innigen, herzlichen I r tWvfy das Köpfchen hangen läßt und allmählich Familienverkehrs, das hohe Fest der Liebe. Und so Riten I !

E uns aus dem toten Glanz und der kalten Pracht | . m den Mund Nehmen der Spielsachen, die der Weihnachtsfeier in derewigen Stadt" nach dem I bO meistens aus Metall hergestellt sind, fördert ferner

Frost uno Schnee des deutschen Vaterlandes näch seinem I allerhand Grünspanvergiftungen zu Tage. Hier muß sofort

^anuendufte und Kerzenscheine, nach dem 'süßen Klange I mll einem sicher wirkenden Gegenmittel eingeschritten wer-

seiner trauten Weihnachtslieder. I den. Solche sind: Eiweiß, gebrannte Magnesia Zucker

__________ I chll oder.ohne Wasser, Honig, Milch, schleimige Getränke,

I bch' Mischung von vier ein halb Teilen pulverisierten

Gesunde ^eiertaae | 8gewaschenen Schwefels.. Die erste

Wink-. «j L m oklkrtWk, I Hilfe bei all' solchen Vergiftungen besteht jedoch. darin,

Winke und Ratschlage von Silvester Frey. I daß man dem kleinen Patienten ein Brechmittel zuführt

Nachdruck verboten I qrc geflissentlich jedweden Schlaf von ihm fern hält.

-f-»*?«*»-«wd°s SSW®MLS ~ ?ber wo kann dieser eme Stätte haben, wenn I nominellen Verdauunqsorgane Bebürfen n inrf . 1

»eil gar n» genug wider die testen gehülel ,-nde sei,! sLe AZ Unsere Industrie gehl Dank der Aufmerksamkeil der I Tisch vorwiegend, nm^ievraiennn beslelle^f

Behörden, bte ununterbrochen rege bleibt, bei der Her- I eine Lösung von Liebigs trefflichem Fleisch-Extrakt ersetzen swllung der Spielsachen gewiß durchaus vorsorglich zu I möge! " ^rrait ersetzen

Werke. Aber darum ist doch die Thatsache nicht aus der Welt zu schaffen, daß nicht selten mehr oder weniger gesundheitschädliche Stoffe und Materialien bei der Fabri­kation all' der schmucken und niedlichen Gegenstände, die das Entzücken der kleinen Leute ausmachen, zur Ver­wendung kommen. Wenn so ein Kerlchen auch den Ohm Kruger von Gummi, den ihm der Weihnachtsmann be­schert hat, noch so gern hat: schjließlich beißt er doch! einmal fytnein ober saugt nach! Kinberart an irgenb einem Körper­teil des so populären Mannes. Nun enthält Gummi, wie er bei solchen Spielsachen verwendet wird, immerhin eine bestimmte Schwefelmenge; aber diese ist glücklicher­weise so winzig, daß dadurch kein Schade für die Ge- juudheit selbst ganz junger Individuen erstehen kann.

Dagegen erweisen sich, andere Substanzen, die in beit Spielwaren enthalten sinb, als burchans schäblich. Ich will nur an ein gar sehr beliebtes Spielzeug, bas Koch­geschirr für kleine Mäbchen, erinnern. Wie schmuck nimmt es sich, in seiner blütenweißen Emailglasur aus! Aber all' biefe Glasuren übrigens ein Erzeugnis ursprüng- 'ch französischer Herkunft sind mehr ober minder ein

Gemisch aus Kieselsäure, Borsäure, Thonerbe unb Al­kalien, dem man speziell noch. Zinnoxyd zusetzt. Das blendende Weiß seinerseits wird bei gewissenloser Her­stellung mittelst eines Zusatzes von arsensanrem Blei'er- ! ätett. Es bxaucht aber nur eine sehr stark verdünnte Säure I mit solcher Glasur in Berührung zu kommen, und die Gefahr der Vergiftung ist sofort vorhanden. Die kleinen Mädchen essen -bekanntlich all' die oft recht wenig ein­ladenden Leckerbissen, die sie eigentlich für ihre Puppen zubereiten, nachher mit dem größten Appetit selber. I