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Schluß folgt.
I n- r dem seit dem Tode des Gerichtsrats gar stillen I Erknerschen §aufe herrschte seit vierzehn Tagen ein unae- I wohnliches Leben. Es war ohnehin dort alles so wohl- I geordnet und behaglich daß es jeden anheimelte, der nur I einige Augenblicke sich hier aufhielt.
_ Aber nun war zum Empfang noch einmal alles ganz besonders in stand gesetzt worden. Vom Speicher bis zum Keller hatte Frau Rat noch einmal alle Räume nachgesehen, und dann gab's ein Ausbesfern und Scheuern und Vor- bererten, das fast kein Ende nehmen wollte. Endlich war der bedeutsame Tag gekommen. Noch einmal hatte Frau
eine Zeichnungen noch an den Wänden, die Katers Bibliothek noch einmal alle abgestaubt — er wurde sich gewiß wieder viel damit beschäftigen: „ । er hatte sich ernst stundenlang darin versenken können und • I war dann für alles andere unzugänglich.
Chinas Gel-Wirtschaft und Steuerkraft.
Von Dr. Otto Engelhardt.
war — mitt es gab wahrhaftig genüg Orte in der Welt, weniger langweilig, als dieses Waldberg, in Italien oder sonst wo, in denen man sein Leben in anregender Abwechselung verbringen konnte. Nein, hier wollte er etwa vier Monate verweilen, und dann wieder zurück nach Carracas T? ~ ~ „Waldberg!! Alles aussteigen!" Er war am Ziel. Die Mutter hatte ihu schon im voraus um Entschuldigung gebeten, wenn sie nicht an die Bahn komme Es rege sie zu sehr auf, dieser Empfang in der Oeffent- lichkeit; sie wolle den Einzigen zu Hause erwarten. — Es hatte ihu keineswegs verletzt. Er wußte, wie seinem Mütterchen von jeher ein solches Angestaunt- und Begafftwerden asng war. Er übergab dem alten, freudestrahlenden „Kri- schon" nach kurzer Begrüßung sein Gepäck und ging dann, Nicht allzurasch, hurch die Straßen. Niemand schien ihn mehr zu kennen. Auch ihm waren namentlich manche jungen Gesichter fremd. — Jetzt noch eine Biegung in der bergan- steigenden Straße, und er würde sein Mütterchen wieder emmal umarmen nach zwölf Jahren. Fast schjen's ihm als etwas ganz Unbegreifliches nach so langer Zeit.
furchtbar schwere, mühselige Arbeit, ganz von unten herauf, drei, vier Jahre hindurch, die den Körper fast aufrieb und den Geist abzustumpfen drohte, rastloses entbehrungs- volles Wandern von La,id zu Laud — so war der Anfang gewesen. Bis sich dann der freundliche deutsche Ingenieur im ferne» Venezuela drüben seiner annahm — von da an war sein Weg aufwärts gegangen. Und als er dann beim Tode seines Wohlthäters dessen Platz eingenommen hatte, als iman aufing, ihn kennen zu lernen, da hatte er mit innerer Befriedigung wahrgenommen, wie er mehr und mehr gesucht wurde, wie man ebenso sehr seine gediegene Technik, als seine Gewissenhaftigkeit schätzte, die sich niemals bestechen ließ. Freilich von jenen bedeutsamen Bauten, von denen er einst geträumt hatte, gab's nur selten etwas zu verwirklichen. Aber er hatte doch das Gefühl, in 'feinem Berufe etwas zu leisten, das Achtung und Anerkennung fand. Die Aufträge hatten sich gehäuft, hier ein Haus, dort eine Brücke, ein Magazin und so vieles andere — es war oft gar nicht sein eigenes Fach, aber mau verlangte es von ihm, man traute seiner Zuverlässigkeit, und er war ehrlich bemüht, niemanden zu enttäuschen, der sich an ihn wandte. So war ihm allmählich auch das Geld reichlich zugeflossen. Er hatte es nicht verthan. Draußen vor Earaeas — sein, stilles, kühles Haus mit der wundervollen Veranda und den Palmen im Garten, dort lebte er seiner Arbeit, und in den wenigen Mußestunden seinen Studien und seinen schlichten Freuden, die er an seinen Vögeln und seinen Hunden hatte — Jugendliebhabereien, denen er treu geblieben war. Er hätte freilich noch anders, er hätte mehr von der Welt haben können. Die meisten verstanden nicht, warum er
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uud vaschgeschlagen. Aber das waren nur flüchtige Augen- I Etwas von der Straße zurückstebend schimmerte hns Ae. Er hätte geg aubt, seine starke, ruhige, oft > Haus, heimlichgeborgenÄ
Dschunke Arbeitskraft zu verlieren, wenn er sich hätte I hindurch mit seinen hellen Wänden seinen freundlicher LLÄ W«- d°s I°-l »le anders JrlhttnlÄ
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wäre. gar nötig. Nein, er hatte draußen abgeschüttelt, K Ke X /Ä..’.0.. ^rgenchtet, wie er es ernst w"s ihn hrer ^e gefesselt hatte. Heimat - was war denn Bücher aus £ das eigentlich? so hatte er sich draußen oft gefragt. Nicht 1 W - einmal tn seinem Elternhaus hatte er das gehabt, was andere mit so schwärmerischer Begeisterung „Heimat" nennen. Man hatte ihn, den Stillen, Jn-sich-gekehrten dort nie recht verstanden. Dem Vater galt er als völlig unbrauchbarer Mensch, uns dem nie etwas Vernünftiges werden würde, und die Mutter — nun gewiß, die Mutter war seelengut, .aber sie hatte doch schließlich immer wenn auch etwas abmildernd, dem Vater recht gegeben' Und sonst? Diese ewige Bevormündung, der Klatsch im Ort , die giftige Verleumdung, der dünkelhafte, unberechtigte I . Nachdruck verboten.
Hochmut so vieler Eingesessenen — wein, er hatte oft I /"en)1 lnan letzt in den Zeitungen alltäglich der Be- genug die Erinnerung an diese Heimät abqewehrt. I .begegnet, daß trotz des Einmarsches der euro-
, Jugendträume! Die lagen hinter ihm. Wo der Mann ber Reinste Teil der im
ein Feld seiner Thätigkeit gefunden wo er um feinet- I „I+i r • *1- der Mitte zu verrichtenden Arbeit Arbeit willen geachtet und geehrt' wird dort bat er I jn wehr als einer Beziehung richtig.
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