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Gräser.
Jür die Küche. .
Bodenfiedt.
Der echte Frohsinn im Gemüte Ist eines guten Herzens Blüte.
Schweinssülze. Einen halben Schweinskops gut gereinigt, mit 2—3 zerschlagenen, gereinigten Kalbsfüßen, Wurzelwerk, 2 Zitronenscheiben ohne Kern, 2 Lorbeerblättern 6 Nelken, 6 Gewürzkörnern, Salz in 6 Liter Wasser weich gekocht, den Kopf herausgenommen, die Brühe dnrchge chMtet. Das Fleisch in kleine Würfel geschnitten, mit etwas in Stückchen geschnittener gekochter Pockelzunge vermischt, mit etwas Brühe angeseuchte - Die durchgeserhte Brühe entfettet, mit Weißwein und Essig abgeschmeckt, zur Hälfte eingekocht, mit dem Fleisch vermischt, etwas gestoßenen Pfeffer zugefügt, in beliebige Form gefüllt und kalt gestürzt.
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gleich ob es vom feinsten, dünnen oder vom stärfften Leder ist. Weiter ist es von Wichtigkeit, jeden Stiesel oder Schuh wenigstens jede Woche eiiimal mit lauem Seisenwasser abzureiben und alsdann gut einzufetten. Ein besonderes Augenmerk ist auch auf die Schuhwichse zu richten. Die im Handel befindlichen Sorten enthalten fast ausnahmslos mehr oder weniger Schwefelsäure, die, je reichlicher vorhanden, dem Leder desto schädlicher ist. Mittelst eines Stückchens in jeder Apotheke erhältlichen Lackmus- papieres ist jeder Laie in der Lage, die in seinem Haushalt benützte Wichse aus ihren Säuregehalt zu prüfen. Dre Wjchse wird zu diesem Zwecke verdünnt, und ein Stückchen Lackmuspapier hineingetaucht. Färbt sich das Papier intensiv rot, so ist die Wichse entschieden zu verwerfen; färbt es sich dagegen nur einen Schein heller, so ist der Säuregehalt nur gering. Zu beachten ist auch, daß für einen stark schwitzenden Fuß alaungare Ledersorten wie Glace-, Kid-, Gems- und Chevreauleder nicht zu empfehlen smd, sondern nur fettgare Leder wie Roßleder, Kalbleder rc.
Sägespäne als Mittel zum Reinigen von Flaschen. Zur Reinigung von Flaschen, Ballons usw. besonders solcher, welche Fett enthielten und deren Rerm- aung ost viele Mühe macht, sind reine Sägspähne, mit nicht zu viel Wasser gut geschüttelt, bestens zu empfehlen. Nach mehrmaliger Behandlung mit demselben werden sogar Flaschen, welche stark riechende Flüssigkeiten enthielten, zu jedem Gebrauche wieder tauglich. — Um Flaschen, welche Fette und Oele enthielten, zu reinigen, giebt man etwas gepulvertes doppelchromsaures Kali in dieselben, gießt daraus konzentrierte englische Schwefelsäure, schwenkt die Flaschen damit aus und spült mit kaltem Wasser nach.
Jetd und Garten.
Sommerschnitt der Obstbäume. Auch im Sommer wollen unsere Bäume geschnitten werden, ^a, man darf sagen, daß richtiger Herbstschnitt und alljährliche Fruchtbarkeit erst durch den Sommerschnitt möglich werden. Den Sommerschnitt führt man folgendemaßen aus: Smd die jungen Triebe fingerlang, dann werden ste entspitzt. Nach dem Entspitzen treiben sie wieder aus. Von den neuen Austrieben darf nur einer stehen bleiben. Man entspitzt ihn und schneidet die anderen weg usw. Es wird auf diese Weise die übermäßige Bildung von Gezweig verhindert, Licht und Luft vermögen überall hinzukommen, Fruchtknospen werden angelegt. In Nr. 16 des „Ersurter Führer" finden wir den Sommerschnitt beschrieben und, was die Hauptsache, durch Abbildungen erläutert Unseren Abonnenten steht diese Nummer kostenfrei zur Verfügung, wenii sie sich mittels P o st k a r t e n a ch E r f u r t wenden.
Ein schöner, gleichmäßig grüner, sammtartiger Rasen gehört zu den selbstverständlichen Ansprüchen, die wir an einen wohlgepflegten Garten stellen und dieses selbstverständliche Erfordernis begegnet doch so sehr oft den größten Schwierigkeiten. In der neuesten Nummer des praktischen Ratgebers im Obst- und Gartenbau (die auf Wunsch gern vom Geschäftsamt der Wochenschrift kostenlos zugeschickt wird) giebt Heinrich Hein in Kiel, wohl die erste Autorität in Gräserkenntnis und Rasenpflege, gute Ratschläge über Rasenpflege. Es kommt vor allen Dingen auf die richtige Zu stimmen sitznng des Grassamens an, der aus einen Rasenplatz gesäet wird, und dabei verlangt jede Bodenart andere
Durch die Blume. Besucher: „Wie reizend Ihre neue Wohnung ist, gnädige Frau!" — Dame des Hauses: „Ja wenn nur nicht alles noch in Unordnung wäre. Es dauert so schrecklich lange, bis Ordnung hineinkommt." — Besucher: „Das läßt sich denken." — Dame des Hauses: „Na, bevor Sie wiederkommen, hoffe ich natürlich, daß alles eingerichtet ist!" M
Empörter Passant: „Ihr Junge hat einen©tew nach mir geworfen und mich beinah an den Kopf getroffen." — Mr. Grogan: „Sie sagten beinahe?" — Emp. Passant: „Ganz recht, das sagte ich." — Mr. Grogan: „Dann war's nicht mein Junge."
Literarisches.
Kriegslärm auf den verschiedensten Punkten der Welt! Da wendet sich der friedliche Sinn der Menschen mit doppelter Liebe zu den Segnungen der Kultur. Feiern wir doch in diesen Tagen das Gedenken an einen der genialsten Musiker aller Zeiten, an Joh. Sebastian Bach; Und so war es denn eine lobenswerte Thai des rührigen Verlags John Henry Schwerin, Berlin, daß er uns in Nr. 14 der reichen „Belletristischen Beilage" seines Universalblattes „Mode und Hans" ein abgerundetes Bild dieses Meisters giebt. Aktuell ist das ganze Blatt gehalten, das auf allen Gebieten des Lebens seinen Leserinnen ein wirklich treuer Berater ist. Wie ausgezeichnet sind die Modebilder ausgeführt, die jeder Hausfrau Gelegenheit geben, sich sowie ihre Kleinen mit Hilfe des jeder Nummer beiliegenden, zuverlässigen und mustergiltigen Schnittbogens selbständig zu bekleiden. Stickerei-Vorlagen, Lederarbeiten, hauswirtschaftliche Neuheiten, alles wird uns hier für einen äußerst geringen Preis geboten. Außerdem sorgen mehrere Beilagen für das geistige wie das Unter« yaltungsbedürfuis, daneben macht uns eine Romanbeilage „Aus besten Federn" mit den neuesten Erzeugnissen der Romanlitteratur bekannt. Die „Illustrierte Kinderwelt" wird stets von den Kleinen mit Spannung erwartet; mit einem Wort, das Blatt bietet trotz feiner Billigkeit Ueberraschendes an Reichhaltigkeit wie an vornehmer Ausstattung. „Mode und Haus" ist für nur 1 Mark vierteljährlich und mit achtseitiger Romanbeilage und Moden- Stahlstichi-Kolorits sür nur 1,25 Mark, bei allen Buchhandlungen und Postanstalten erhältsich Gratis-Probe- Nummern bei ersteren und im Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 35.
Der „H a u s t r u n k" nennt sich eine Zeitschrift, welche sich zur Aufgabe gestellt hat, die Interessen des Publikums gegenüber den zahllosen Anpreisungen von flüssigen Genußmitteln aller Art zu vertreten. Die uns vorliegende Nr. 3 bringt eine Reihe von Aufsätzen, welche über Kakao, Kaffee, Thee, Bier handeln. Dem Reichiardtschen Doppelkakao sind eine Reihe von Artikeln gewidmet. Allgemeine Aufmerksamkeit verdient der Hinweis auf Eis-Kakao, Kakao ■ mit Selters, welche beide Getränke namentliche in der jetzigen heißen Zeit Genußmittel ersten Ranges sind. Ueber Grußthee und über .Kaffeebereitung werden bemerkenswerte Mitteilungen gemacht. Die Zeitschrift erscheint in loser Folge und wird herausgegeben von der Kakao-Kompagme Theodor Reichardt G. m. b. H. zu Wandsbek-Hamburg, welche das Blatt gern unentgeltlich an Interessenten versendet und Beiträge aus dem Leserkreise erbittet.
Logogriph.
Nachdruck verboten.
Sanft einst schlummertest du in meinem trauten Gewahrsam;
Aenderst du meinen Kopf, werd' ich ein Haustier sogleich. m.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Röffelsprungs in voriger Nummer: Wem ein helles Äug' und Ohr gegeben, Dem ward das beste Teil im Leben.


