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M Samt keine Krage sein, daß ein Schluck dieses neuen und doch so alten Getränkes nach dem Essen ungleich gesünder und anregender ist als die alkoholreichen und wenn guten, so teuren Kognaks.

Wir leben heute in einer Zeit schwerer Kämpfe. Die Sorge ums liebe Brot ist jetzt dringlicher geworden denn je. Da fehlt denn die Muße zum Essen. Die ungeheure Hast, die unser ganzes Leben kennzeichnet, hetzt den Bürger nach kurzer Mittagsftist wieder ins Joch der Arbeit. Die Folge bleibt nicht aus; und so sehen wir, wie immer weitere Kreise unter den Erkrankungen der Verdauungsorgane leiden, von deren regelrechten Verrichtungen doch die erfor­derliche Arbeitsleistung aller Organe abhängt. Ein Blick auf unsere Badeorte zeigt zur Genüge, wohin wir treiben. Gerade diejenigen nehmen den größten, geradezu elemen­taren Aufschwung, in denen Magenleiden geheilt werden sollen. Man denke an Kissingen, das vor Jahren kaum jemand dem Namen nach kannte, und das heute mehr als 30 000 Kurgäste aufweist.

Vorbeugen ist besser und leichter als ein einge­rissenes Leiden heilen. Da wir aber heute nicht im stände sind, den Gang der Entwickelung des sozialen Lebens zu hemmen, so sollte wenigstens dahin gewirkt werden, daß durch die Wiederbelebung altbewährter Anregungsmittel, zumal wenn sie uns in angenehmer Form geboten werden, der Magen diese Zentralquelle aller mensch­lichen Wärme und Kraft in seinem schweren Beruf»" angeregt und ermuntert wird.

GsMsinNÄtziSes.

Gesundheitspflege.

Ueber Lampenglocken und -Schirme schobt ein praktischer Arzt: Bei Gasbeleuchtung wirken die Bleche schirme in' Bezug auf Lichtvermehrung am günstigsten, zumal da sie auch die Lichtstrahlen auf einen weiten Kreis hin zurückwerfen. Diese reflektierte Lichtmenge tfi geringer bei den weiß lackierten Blechschirmen, größer ber den po­lierten und bei weitem am größten bei den neusilbernen Reflektoren, das heißt blankpolierten neusilbernen Hohl­halbkugeln. Die sehr flachen Schirme sind wiederum dann den steileren vorzuziehen, wenn die Helligkeit nach ent­fernteren Teilen ausgebreitet werden soll. Deshalb find sie besonders in großen Arbeitsräumen und Küchen an­gebracht. Da sie aber auch! je xiaäy der Starke des Re­flexes mehr oder weniger Wärme ausstrahlten, welche sich bei den neusilbernen sogar zur Hitze steigert, so sollten sie nur in hohen Räumen verwendet werden, wo sw hoch über den Köpfen der Anwesenden hängen. Ganz zu ver­bannen dagegen sind sie aus niedrigen Bureaus, tn denen sie sich so dicht an oder über den Köpfen der Schreibenden befinden, daß sie dieselben fortwährend mit einer Glut beißer, ausgetrockneter Strahlen übergießen. Um das Auge, namentlich beim Lesen und Schreiben, vor ,dem direkten Lichte zu schützen, pflegt man entweder gefärbte Glocken anzuwenden, oder über den Glocken farbige Lampenschirme anzubringen. Ich ziehe die letzterenvor, weil dadurch zugleich, die vom Licht ausgehende Warme zurückgehalten wird, und weil man sie leichter zeitweise entfernen kann, wenn das ganze Zimmer erleuchtet werden soll Und zwar sind einfache, nicht durchlöcherte, fächer­artig gefaltete, auf Drahtgestell ruhende Papierschirme Sie geeignetsten. Was die Farbe derselben betrifft, so hat darin schpn der Sprachgebrauch das Rechte getroffen. Wir sprechen von schreiendem Gelb, von brennendem Rot, aber von einem ruhigen Blau und Grün. Wohl vermag eine mit rot- oder rosafarbenem Schirme versehene Lampe über die ganze Stube einen gewissen magischen Schein zu verbreiten, aber für den Studiertisch oder ähnliche Zwecke ist grün und namentlich blau die wohlthuendste Farbe. Auch halten die letzteren Farben die für Kopf und Augen so schädliche Strahlungswärme besser zurück, und , zwar violett 47 Prozent derselben, rot 53, hellblau 58, grün 74 und dunkelblau 81 Prozent. Natürlich darf man den Kopf nie dicht an der Arbeitslampe halten. Leider achten

noch immer viele Alen sch,en die Bedeutung der Lampen- glocken und -Schirme für die Schonung der Augen zu gering, um ihr einige Beachtung zu schenken. Erst wenn sich Augenschwäche oder gelegentliches Brennen der Augen einstellt, wird man vorsichtiger. Es sollte doch jeder be­denken, daß wir im Winter einen großen Teil des Tages bei künstlicher Beleuchtung zubringen, und daß daher na­mentlich eine zu grelle Beschaffenheit derselben durch die Länge der Zeit entschieden einen, schädlichen Einflußauf unser Sehorgan ausüben muß. Wohl soll der Gegenstand unserer Thätigkeit, z. B. Buch! oder Näherei,, stets sehr hell beleuchtet sein, aber unsere Augen selbst müssen durch Lampenschirme gegen den direkten Lichtschein geschützt werden.

Ield und Garten.

Stachelbeersorten. Der tüchtigste, ja vielleicht der einzige gründliche Kenner der Stachelbeersorten in Deutschland ist der Garteninspektor Maurer in Jena. Die Stachelbeere ist reif so recht die Frucht des armen Mannes: das Pfund kostet wenige Pfennige und ist wohlschmeckend und nahrhaft. Da die Stachelbeere mit geringem Boden vorlieb nimmt, wird sie besonders von kleinen Leuten viel angebaut. Da ist esi sehr zu bedauern, daß in Deutsch­land eine so sehr große Unkenntnis über Stachelbeer­sorten herrscht. Man giebt sich nicht die Mühe, darüber nachzudenken, welche Sorte man pflanzen soll man pflanzt das, was man vom Nachbar umsonst erhält. Und so ist es gekommen, daß die Stachelbeere bei den Fein­schmeckern sich keiner Würdigung erfreut. Was auf dem Markte erscheint, ist kleines, weichsich schmeckendes Zeug ohne ausgesprochenes Aroma. Hier Wandel zu schaffen, versucht in der jüngst ausgegebenen Nummer des prak­tischen Ratgebers im Obst- und Gartenbau Garteninspektor Maurer. In klaren Worten, begleitet von vortrefflichen Abbildungen, schildert er die fünf für deutsche Verhält­nisse anbauwürdigsten Sorten. Er teilt die Stachelbeere ein nach ihren Farben, nach der Schale und der Behaarung, nach der Größe und Form, nach der Reisezeit, dem Ge­schmack (süß oder säuerlichf-süß, Himbeer-, pflaumen-, apri­kosenartig) nach dem Wuchs des Strauches, der Fruchtbar­keit, und lehrt vor allen Dingen, daß wir uns vor dem Anbau von Stachelbeeren über die Zwecke, zu denen wir sie. anbauen, klar werden und darnach die richtige Sorte wählen sollen. Der vortreffliche Aufsatz ist geeignet, Ord­nung in das bisherige Stachelbeer-Wirrsal zu bringen. DasGeschäftsamtdespraktischenRatgeberS i n Fr a n k f ür t a. O. versendet auf Wunsch die betreffende Nummer umsonst!

Zifferblatträtsel.

Nachdruck verboten.

I II III IV V VI VII VIII IX X XI XII

Statt der Ziffern des Zifferblattes sind die Buchstaben A A, B, E E, I, M, N, R, 8, T, U derart zu setzen, daß die Zeiger bei ihrer Umdrehung Wörter von folgender Bedeutung berühren:

17 Berufstitel.

23 »Nahrungsmittel.

24 bringt der Winter.

48 Himmelskörper.

69 weiblicher Vorname.

810 Nebenfluß der Donau.

1012 wird bewohnt.

101 Gewächs.

107 Architekt.

Auflösung folgt in nächster Nummer.

Auflösung des Magischen Quadrats in voriger Nummer: Heinze Ursula Neisse Gerber E i s b ä r Nneben

Redaktion: E. Burkhardt. Druck und Verlag der Briihl'schm Universttäts-Buch- und Steindruck,rei (Pietsch Erben) in Gieße«.